Ulrich Dinges' photos

Heldentod des Zürcher Bürgermeisters Rudolf Stüssi

21 May 2011 1 776
auf der Spruchkartusche oberen steht frei übersetzt:Wie Horatius zu Rom Ausdauer hatte, so auch Herr Rudolf Stüssi von Zürich (um 1412- ab 1430 Bürgermeister) . Mit einer Streitaxt schlug er zu. So stritt er hier fürs Vaterland; die Brücke verteidigte er ritterlich, wurde zuletzt aber von unten her erstochen. Einen Nationalhelden einsam auf einer Toilette verenden zu lassen wäre sicherlich kein Erinnerungbild wert: So wurde dise Szene gewählt: Auf dem schmalen Holzsteg der beim Siechenhaus St. Jakob über den Fluss Sihl führt kämpft er. In Zürich kam es wegen der drohenden Auseinandersetzungen zu einem Konflikt zwischen der Partei Stüssis und derjenigen seines Mitbürgermeisters Meiss. Nach der Schlacht am Etzel wurde Meiss deshalb verhaftet. Stüssi konnte sich trotz der Niederlage Zürichs an der Macht behaupten und schloss 1442 sogar ein Bündnis mit dem deutschen König Friedrich III. von Habsburg gegen die Eidgenossenschaft, um doch noch seine Ziele erreichen zu können. Dieses Bündnis wurde von der späteren schweizerischen Geschichtsschreibung besonders verurteilt, weil das Haus Habsburg als «Erzfeind» der Alten Eidgenossenschaft galt. Beim neuerlichen Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den Eidgenossen und Zürich kamen Truppen Friedrichs III. nach Zürich. Am 22. Juli 1443 zog Stüssi gegen den Willen der habsburgischen Heerführer den anrückenden Eidgenossen über die Sihl entgegen. Nach der Niederlage der Zürcher bei St. Jakob an der Sihl fand Stüssi beim Rückzug über die Sihl den Tod. Technik der Glasscheibe: : auf der Rückseite Rotausschliffein Wappen und Rahmen. Grünes Hüttenglas, farbloses Glas mit reichlich aufgetragener blauer Schmelzfarbe in Wasser Rüstungen und Himmel; Silbergelb in diversen Tönungen. Wappen von Konrad Grebel Rudolf Seeholzer von Zürich 1590 Historie aus Wikipedia - Glaskunst : Die Glasgemälde im Gotischen Haus zu Wörlitz - Seite 364

1557:Ämterscheibe des Standes Solothurn

21 May 2011 742
Erhaltung:im inneren säulenkranz drei kleine farblich angepasste Ergänzungen in den Farben gelb , blau , grün; wenige Notbleie. Die Standarte mit Flickstücken in Rot und weiß, zum Teil falsch ergänzt. Im Wappenkranz oben links zwei alte Flickstücke anstelle der fehlenden Wappen.

Beweinung Christi - Straßburg um 1480/90

21 May 2011 647
in der Bibliothek des gotischen Hauses im Park von Wörlitz sind im Fenster drei monumentale Scheiben. Zwei davon sind als Detailaufnahmen in meinen Fotostream zu sehen. Die hier im Bild gezeigte 92 x58 cm grosse Glasscheibe stammt aus Strasbourg wurde um 1480 / 1490 wahrscheinlich vom Meister der Tafeln von Alt-St.-Peter geschaffen. Bei den Gläsern handelt es sich um hell-mittel-und dunkelblaue, violette, grüne, rote, und weiße Hüttengläser. Braun- und Schwarzlotmalerei fein gestrichelt mit Radierungen in den Überzügen. Silbergelb in verschiedenen Tonstufen, vorwiegend für das Kreuz Christi und die Heiligenscheine, Nimben genannt. Bei den Frauengestalten handelt es sich kniend um Maria Magdalena,vor dem Kreuz in der Bildmitte betend die Muttergottes, Johannes der Lieblingsjünger Jesu hält schützend den Nimbus des Gekreuzigten. Die drei Frauen rechts im Hintergrund: die vor deren beiden Maria Salome und Maria Cleophas, einer Legende nach Halbschwestern der Mutter Jesu. Quelle: Die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 337

Bannerträgerscheiben aus dem Schützenhaus

21 May 2011 589
Die Bogen und Armbrustschützen hatten in der Innenstadt von Zürich bereits ein eigenes Haus als im Jahre 1571 ein weiteres Schützenhaus für die Büchsenschützen außerhalb Zürichs zwischen Limmat und Sihl errichtet wurde. Hier waren in der ersten Etage in 20 Kreuzstockfenstern die Bannerträger verschiedener Städte und Stände eingesetzt. Achzehn dieser Bannerträger sind im Rittersaal des Gotischen Hauses in Wörlitz, zwei davon oben im Bild zu sehen.. Dies sind links der Stand Glarus von 1575 und rechts Bannerträger der befreundeten Stadt Bremgarten von 1572. Bei Sanierungsarbeiten im Schützenhaus kauft Fürst Franz im Jahre 1784 die Scheiben der Bannerträger. Enttäuscht schreibt er dazu aus Wörlitz an den Vermittler der Scheiben in Zürich Johann Caspar Lavater "Da das Glas nicht allein gepackt war, ist es etwas zerstückelt angekommen" links: die Stadt Glarus stiftete diese Scheibe des Bannerträgers im Jahre 1572. Rechte Scheibe: die Stadt Bremgarten stiftete der Züricher Schützengilde diese Scheibe im Jahre 1575. Der rote Löwe im Banner der Stadt Bremengarten erinnert an die habsburgische Herrschaft der Stadt. Teile der Prunkrüstung des Bannerträgers sind erhalten. frei nach: Die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz ############## www.zunft-widder.ch

Der Vogt von Wolfsschießen wird vom Ehemann erschl…

21 May 2011 2 657
unten das Allianzwappen Landtwing. Als Konrad Baumgarten unerwartet nach Haus kam ertappte er seine Frau und den habsburgischen Vogt in flagranti beim Bade. Wie die mittelalterlichen Quellen belegen durfte der Altenceller Bauer diesen Meuchelmord begehen; er war schließlich auf seinem Hof . Eine Heldentat die schon 1472 im weißen Buch von Sarnen niedergeschrieben worden ist: Im Spruchband wird der hohe Staatsbeamte verhöhnt: "Allein umb unzucht willen weiber nehmen , wie das tumme vieh"(das vom Metzger geschlachtet wird). Vor der Haustür sitzt der Vogt nackt im Bade. Zu seiner Bewirtung wurde auf den Rändern des Bottich ein breites Brett mit Wein und Brot gelegt; links auf einem Hocker eine Schale mit Früchten davor steht eine große Bulge im Gras. Unten ist das Allianzwappen des Metzgers Johann Landtwing(1639- 1717) und der Maria Elisabeta Brandenburg von Zug (geb 1640 verh 1661) zu sehen. Technik : die Rückseite der Scheibe mit blauen violettem Email, Eisenrot und silbergelb. Quelle: Die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 357 f

die Schweizer Habsburgerkriege: Schlacht bei Sempa…

21 May 2011 817
Dem Bündnissystem der Innerschweiz, das wir heute als Eidgenossenschaft kennen, schlossen sich auch Zürich (1351), Glarus (1352), Zug (1352) und Bern (1353) an. Herzog Leopold III. sammelte gegen Widerstände den schwäbischen und Aargauer Adel in Brugg hinter sich. Er hatte Mühe gehabt, ein Heer aufzubieten. Viele Söldner mussten für teures Geld angeworben werden; Leopold musste einige oberitalienische Ländereien verpfänden. Dies war es ihm die Rückeroberung der österreichischen Erblande wert. Links im Glasbild die Eidgenossen bewehrt mit Kettenhemd, Eisenhut und Halbarte. Das größere Österreichische rechte Heer, die Kämpfer gepanzert und mit Langspießen bewaffnet. Die mit dem später berüchtigten «vigor helvetii» geführten Hellebarden hielten blutige Ernte unter den durch ihre schweren Rüstungen mehr behinderten als geschützten Rittern. In der Schlacht gefallen ist Herzog Leopold III - gut möglich dass der Zeichner ihn mit abeschlagenenM Kopfe über dem Wappen dargestellt hat. Vorlage für dieses Glas war ein Holzschnitt von Hans Rudolf Manuell 1551 Technik: die monolitische Scheibe mit 18,3 cm Durchmesser ist mit blauer Schmelzfarbe, mit Silbergelb, Eisenrot, Braun-, und Schwarzlot in verschiedenen Abstufungen. Zarter Schmelzfarbenauftrag in Blau für die Rüstungen, Fahnen, Pfauenfederbüsche, Himmel und das Buschwerk. Rückseitig aufgetragenes Eisenrot in Fahnen und Kleidern. Quellen: Die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 360 sowie zum Kampfgeschehen unter Wikipedia

Sarah gibt Abraham ihre Magd zur Frau

21 May 2011 1 1 494
nach den grafischen Vorlagen des damals sehr geschätzten Zeichners Lucas van Leydens ( entstanden ein Zyklus von der Geschichte Abrahams. eine weitere Scheibe dieses Zyklus ist in der Pfarrkirche St. Mary in Addington/ Buckinghamshire zu finden. zwischen den verschiedenen Scheiben gibt es mal technische Unterschiede die belegen das verschiedene Bilder unabhängig voneinander in verschiedenen Werkstätten entstanden sind. Die Rundscheiben stammen aus Leiden in den Niederlanden wo sie mmit Vorliebe im obersten Fensterteil eingelassen worden, dort wo die Flügel fest im Raben eingebaut waren. Seite 1) die Glasgemaelde im gotischen Haus zu Woerlitz Mylene Ruoss , Barbara Giesicke Page 463

Abraham's call and travel to Canaan

21 May 2011 2 2 1047
The circular disk shows Abraham horse on a rock column, next to his wife Sarah and his nephew Lot, his brother's son Abraham, on foot. Sarah holds a tray in her hands, Lot carries a lamp under the right arm and a stick over the left shoulder, on which hangs a basket. They are accompanied by their pets and the mounted followers. In the middle ground and background were two of the main scene appears previous episodes: the left is driving next to a wall an Israelite with a thin branch in his hand the animals; back in the valley Abraham kneels with his hands raised and receives, illustrated by the sky radiation, take off the prophecy of God in the new home. Against the horizon, the towers of the city of Haran draw from Origin and age: Leiden 1520 Friedrich Franz of Anhalt-Dessau (1740-1817) collect this Glass and place this old Art in The Gothik Hous in Wörlitz. This Garden now is an important part of today listed as a UNESCO World Heritage "Dessau-Wörlitz. Technology: Fine grisaille, partly Tiered with a brush or erased, using silver yellow at selected points and redlot in the faces and individual animals. 1) die Glasgemaelde im gotischen Haus zu Woerlitz Mylene Ruoss , Barbara Giesicke Page 463

Gleichnis vom Weinberg 1571, Kompositscheibe mit…

21 May 2011 624
Linke Scheibe:: Gleichnis von den Arbeiten im Weinberg mit Wappen der Familie Saler (Nur eine Winzerfamilie mit diesem Namen gab es in der kleinen Ortschft Volken in der Nähe von Eglisau am Rhein (im Züricher Weinland).. Als Vorlage diente die damals in Frankfurt erschienene Bilderbibel "Icones novi testamenti" von Jost Amman. Daraus wurden im Oberlicht links der Sämann und rechts der schlafende Bauer entnommen.Leider verunstaltet ein Notblei das wichtigste Motiv: Der Winzer, der vor der Säule am Tisch sitzt und den Lohn auszahlt. Die Arbeit wurde wahrscheinlich in einer Schaffhauser Glasmalerschule geschaffen. Die Reisegesellschaft mit Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau aus Wörlitz nahm am 3. November 1783 in Eglisau am Rhein auf ihrer Rückreise das Mittagessen ein, verbrachte den Nachmittag am Rheinfall und übernachtete in Schaffhausen. Laveter hatte den Fürsten bis hierhin begleitet, und es ist gut möglich, das dem kunstsinnigen Pfarrer, wie auch seinem deutschen Gast, in dieser Gegend die Glasmalerei mit den seltenen Darstellungen aus den Gleichnissen Jesu sofort ins Auge stachen. Technik:" reiche Farbpalette in der Architektur mit ausschließt in den Grünen und roten Überfanggläsern. Blaue, gelbe, grüne, rosafarbene und weiße Hüttengläser, nuancenreich mit Silbergelb bemalt. Das Mittelbild ist neutralem Glas mit blauer und grüner Schmelzfarbe, starke Anwendung von silbergelb, Kontorierugen in Schwarzlot.". Rechte Scheibe: Techniken Kompositscheibe: mit Anbetung der Heiligen drei Könige Mittelbild mit weißen Hüttengläsern bemalt mit Schwarz-, Braunlot-,Silbergelb und blauer Schmelzfarbe. Darin eingesetzt zwei rote Überfanggläser mit Ausschliff und ein rosafarbenes Hüttenglas. Architekturteile aus blauen, mit silbergelb bemalten Hüttengläsern, Oberbilder in Grisaillemalerei. Zwischen den Fragmenten neutrale und farbige Tongläser. Frei nach: die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 453 links und Seite 457 rechts

Herkunft : Gasthaus zu Knonau , Zürich 1576

21 May 2011 508
diese Scheibe für den Betrachter die Entstehungsgeschichte der Eidgenossenschaft vor Augen. In der Mitte die weit verbreitete Schwurzszene dreier Eidgenossen. Drumherum zwölf Durchblicke in Triumphbögen mit kleineren Bildern, zwei davon aus dem Alten Testament, drei aus der römischen Geschichte, zwei weitere aus der Schweizer Geschichte dazu unten in der Mitte das Stifterwappen : Lochmann, mit einer fünf endigen Hirschstange, darüber ein Engel mit blauen Flügeln. Die Darstellungen sind durch die Inschriften auf dem Schriftband außen erklärt und untereinander verbunden. Links preisen die zum Wohle der Menschheit vollbrachten Taten der antiken Helden rechts diejenigen der alten Eidgenossen. Technik: rotes-, grünes- und rosafarbenes Überfangglas, teilweise ausgeschnitten Schwarzlot und silbergelb bemalt. In den äußeren Bild zehn dominieren auf dem farblosen Glas Schwarzlot, Silbergelb und die Auftragsfarbe blaues Email. Im Mittelbild farbloses Glas und rotes violettes und grünes Überfangglas mit partiellen Ausschnitten in Hosen und Jacken. An den Blättern der unten angebrachten Inschriftkartusche rückseitig aufgetragen es grünes Email. Frei nach: die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 368 f

Krankheit und Gastfreundschaft : zwei Scheiben

21 May 2011 601
links: Besuch bei den Kranken Der Sohn in roter spanischer Tracht mit dem Rücken zum Betrachter verabschiedet sich von seinem totkranken Vater im Baldachinbett. Im Hintergrund werden wohl die Töchter des Hauses zu sehen sein. rechts: Beherbergung der Fremden Ein Herr in rotem Gewand ist vor sein Haus auf die Straße getreten, um mit seinem Hündchen drei Reisende, ein Ehepaarund deren Tochter zu begrüßen. Im Türrahmen steht die Ehefrau des Gastgebers.Die Vorlage für diess Glasgemälde hat sich aus vorhergehenden Grafiken entwickelt: die Vorlage ist eine Nachzeichnung von Werner Kübler aus dem Jahre 1605.

Der verlorene Sohn

21 May 2011 673
das Thema verlorener Sohn war bei den Stiftern von Wappenscheiben sehr beliebt. In Wörlitz gibt es weitere als diese beiden Buntglasscheiben. links Auf der linken Scheibe ist als Vorlage eine Zeichnung von Christoph Murer aus dem Jahre 1590 verwendet worden, die heute in der Graphischen Sammlung es Kunsthauses in Zürich ist. Auf dieser Zeichnung sind einige Details besser oder überhaupt zu erkennen. An der Verbindungsstelle zweier Notbleie stehen zwei Personen; eine davon die Bedienung zeigt auf einen Gast und fragt vielleicht seinen Kollegen mit der Schuldtafel in der Hand , ob das Getränk des Herren in der Ecke schon erfasst ist : der verlorene Sohn verprasst sein Erbe. (Kunsthaus Zürich graphische Sammlung) Im Garten eines Wirtshauses herrscht munteres Treiben, ein Musiker mit Rebec und einer mit Viola da Gaba spielen auf und die Leute tanzen dazu. Vor einem Spalier an einem weißgedeckten Tisch steht der verlorene Sohn.davor auf dem Tisch nur noch wenig Geld. Ihm gegenüber dem Betrachter den Rücken zugewandt ein aufwändig gekleidetes Paar , der blau gekleidete Herr mit einem prall gefüllten Geldbeutel. Links stehend mit dem Rücken zum Betrachter die Wirtin mit Haube eine Tablett mit Verzehr. Von den vier Wappen der Scheibenstifter hebe ich nur das des Glasmalers Murer hinaus; es ist das Wappen mit dem Löwen oben und den Burgzinnen unten. Diese Wappenkartusche wird nicht zufällig unterhalb der leeren Sitzgelegenheit angeordnet sein-- Als wolle er beim letzten Spiel des verlorenen Sohn dabei sein. rechs Der verlorene Sohn auf Arbeitssuche (ca. 1610) Hier kommt mit verschlissener Kleidung und Wanderstab der verlorene Sohn an einen Gutshof der Besitz eines Adeligen ist aber von einem Bauern verwaltet wird, ein Meierhof (laut Spruchband oben). Auf dem Dach ein Storchennest. Die Bäuerin geht grade um die Ecke des Hauptgebäudes um Schweine zu füttern, rechts daneben unterm Unterstand ein einachsiger Heuwagen, dahinter Nebengebäude. Im Hintergrund Schweine auf der Allmend.

Belagerung der Stadt Besançon 1674

21 May 2011 556
Ludwig XIV strebte seit 1668 die Eroberung seines spanischen Erbteils in, der Franche-Comté in Flandern an. Unter der persönlichen Führung des Sonnenkönigs gelang der 20.000 Mann starken Armee nach 27 Tagen die Einnahme der damals zu Spanien gehörenden Stadt. Von rechts rückt unter dem Lilienbanner Kavallerie heran, deren Ankunft im Lager durch zwei Fanfare blasende Reiter angekündigt wird. Im Gelände stehen zahlreiche Truppenformationen zu Pferd und zu Fuß in Carrés. Vor den Stadtmauern Kanonen, aus denen Pulverdampf steigt. Rauchwolken über der Festung oberhalb der vom Doubs umschlossenen Stadt deuten auf ihre wehrhafte Verteidigung hin. In Auftrag gegeben haben dieses Buntglas die Eheleute Karl Joseph Brandenburg (1653-1716) und Anna Helena Brandenburg (1646-1710) Zug. Die Scheibe mit einem Durchmesser von 16,9 cm trägt ein Monogramm des Zuger Glasmalers Adam Zumbach. Der Kupferstecher Brandenburger wird wohl als Hauptmann selbst auf der Seite der Verlierer beim Geschehen dabei gewesen sein. Er wird Zumbach den Entwurf, nämlich das französiche Almanachblatt des Jahres 1675 zur Verfügung gestellt haben.. Die farblose Rundglasscheibe ist auf er Rückseite mit Schmelzblau und Eisenrot bemalt.

Scheibe von 1649: gestiftet von der (lobliche) Sta…

21 May 2011 702
Diese Stadtscheibe ist aus Blankglas mit Silbergelb, blauen und violetten Schmelzfarben; Eisenlotauftrag in den Gewändern und Pfeilern. Die Hauptscheibe ist von der Komposition her duch ein Blei zweigeteilt. Oben auf einem Wolkenteppich ziehnen eine beflügelte Fabelgestalt und ein Löwe Triumphwagen. Der Wimpel und die Radnaben deuten darauf hin, daß dieser Triumphwagen die befreite Seele eines Mitglieds der Familie Stocke aufnehmen sollte. Hier oben herschen paradiesiesch Zustände: Ein stehender Putto lenkt den Wagen und Engelshände zünden am Sonnenfeuer Fackeln an. Im unteren Teil des zentralen mittleren Bildes streckt eine an den Füßen mit Tauen an der Erdkugel gefesselte Frau, "die Personifikation einer Seele, der oben im Triumphwagen auf einem Wolkenband vorbeiziehenden himmlischen Gestalt die Arme zur Aufnahme entgegen. Zu beiden Seiten der Erdkugel werden zwei auf dem Rücken liegende Männer im Todeskampf gezeigt. Der jüngere ist nur mit einem Lendentuch bekleidet und versucht mit der rechten Hand die aus seinem Mund entweichende Seele zurückzuhalten, während als Zeichen seines sündigen irdischen Lebens eine Schlange über seinen Oberkörper kriecht. Dem rechten älteren, mit Harnisch und Helm gerüstet, gelingt es nur mit allergrößter Anstrengung, eines der Seile zur gefangenen Seele mit dem Schwert zu durchtrennen, um ihr den Aufstieg in den Himmel zu ermöglichen. Der aus der Unterwelt emporgestiegene Teufel sichert sich hämisch das abgetrennte Taustück.... Sträflinge legte man früher üblicherweise in Ketten mit schweren Kugeln gefangen. Oben steht auf mittelalterlichem Schwyzerdütsch ein Reimvers: Ein Kampf sich stets in mir erhebt /mein Leib der Seele widerstrebt /der sterbliche Leib, der Seele Speis / der das Sinnliche sucht mit allem Fleiß. Der Welt Kunst, Genuß, Zierde, Macht und Pracht / deswegen wird er bald zu Ende gemacht / wann die Seele sucht das ihrige suchte fein / so fleißig wie der Leib das sein / wird sie bald überwunden ha(be)n / die Welt, das Fleisch und den Satan. Quelle: Die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 317 f

der Apfelschuss - Zug 1674

21 May 2011 682
In der Bildmitte steht der habsburgische Vogt Hermann Geßler. Er trägt eine sogenannte Heerpauke (Hose) mit Schlitzen und angenähten Canons (Wadenstrümpfe). Eine Capa (Schulterumhang) mit Pelzkragen. Diese Kleidung ist vom spanischen Hof beeinflusst. Tell mit der Armbrust trägt Schweizertracht in den Urner Standesfarben, dazu ein Schweizerdegen. Links hinter dem Schützen ein Gefolgsmann Geßlers in rot-weiß geschlitzter Tracht, den Farben des Habsburgischen Bindenschildes. Der Sohn Tells, mit Apfel auf dem Kopf, ist in Urner Standesfarben gelb weiß gekleidet. Rechts im Vordergrund ein tiefer Graben mit hölzernem Grenzzeichen, die dörfliche Schutzanlage. Überm Schornstein von Tells Haus eine Rauchfahne, Diese weist den Bewohner als rechtsgeschichtlich rechtschaffend aus : Diese Ehofstatt mit einer "Huusröiki", hat eine legitimen Feuerstelle. Gegenstück dazu ist die Gesslerburg dahinter. Dieses Glas ist ein farbloser Monolith, auf der Vorderseite mit Schwarzlot konturiert und stellenweise flächig bemalt, auf der Rückseite Silbergelb, Eisenrot und in unterschiedlicher Stärke blaue, grüne und violette Schmelzfarben. Frei nach: die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 355

1603 : Allianzwappenscheibe von Hans.J. Stocker un…

21 May 2011 617
Zum Zeitpunkt der Scheibenstiftung war Hans Jakob Stocker, ein Sohn des nach Solothurn ausgewanderten Schaffhauser Jakob Stocker Vogt auf Schloss Dorneck im Schwazbubenland, Zuvor hatte er als Ratsherr von Solothurn und von 1592-1594 als Solothurner Vogt in Locarno in der Südschweiz gewirkt. Seine Frau Susanna entstammt dem Solothurnischen Altburgergeschlecht der Byss , aus dem namhafte Räte und Künstler hervorgegangen sind.

Allianzwappenscheibe aus dem Jahre 1572

21 May 2011 1 635
Die Eheleute Hans Jakob Reutter von Weyl und Küngolt von Reischach haben am Oberrhein, vielleicht in Basel diese Scheibe anfertigen lassen. Im oberen Teil des Bildes ist auf beiden Seiten eine Hasenjagd dargestellt.vom Bildrand her laufen Jäger auf die Mitte zu. Hunden treiben das Wild in das im Hintergrund aufgestellte Netz. Wappen links :Reuttner von Weyl -- rechts Reischach "Technik: bis auf das sparsam, oberen Triumphbogen Teil eingesetzte farbige Hüttenglas in hellblau und rosa, dem roten Überfangglas mit Ausschliff von hinten im Wappenlinks und in der Zierspange am Aufsatz der Arkade, besteht die Stiftung aus neutralem Glas." in "X" zitiert aus die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlit - Seite 325

Gideons Krieger trinken aus dem Fluss

21 May 2011 508
Von Gott hat Gideon die Weisung erhalten.seine zehntausend Mann starken Truppen dorthin zu führen, um nach Art und Weise des Trinkverhaltens eine Auswahl für den Kampf gegen die das Land bedrohenden Medianter zu treffen: "Wer mit seiner Zunge leckt wie ein Hund, den stelle besonders; ebenso, wer niederkniet, um zu trinken. Da war die Zahl derer, die geleckt hatten, dreihundert Mann" (IDC7,4-7) Alle tragen antike Gewänder Rüstungen und Waffen frei nach "Die Glasgemälde zum Gotischen Haus in Wörlitz" Seite 492 Bemerkung: fototechnisch ist die Wiedergabe Mangelhaft ...Farbverfälschunk usw

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