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sich bewegen, mal die perspektive ändern.
es gibt fotografen die machen mit fast jeder kamera sensationell gute bilder und dann gibt es eine weitere kategorie von fotografen die haben sich die neueste, teuerste und mit allen technischen raffinessen ausgestattete kamera gekauft, verbunden mit der erwartung das sich damit fast automatisch gute bilder, mit einem der 627 kamera internen programme machen lassen. so stellt sich nach einigen schnappschüssen bei manchen schnell ernüchterung ein und das gute stück, landet achtlos in die ecke. den meisten lesern muß nicht erklärt werden das fotografieren sehr viel mit sehen und mit wahrnehmung zu tun hat. damit ist gemeint, dinge zu sehen. z.b. in einem zusammenhang oder als einzelnes isoliertes und die fähigkeit eine sache, eine begebenheit zu isolieren von allem störenden. die kunst ist es, richtig zu bewerten, was sich als bild gut machen könnte. wenn man sich in der situation nicht 100% ig sicher ist, kann es hilfreich sein von beiden möglichen aufnahmesituationen ein bild zu machen. so besteht die möglichkeit zuhause am bildschirm auf eine alternative zurück greifen zu können. wahrscheinlich hat jede/r fotograf/in auch schon die erfahrung gemacht das ein bild durch den sucher gemacht zuhause am monitor ganz anders wirkt. um so schöner ist es dann wenn die möglichkeit besteht auf ein und dasselbe motiv zurückgreifen zukönnen, das aus verschiedenen perspektiven und sonstigen anderen einstellungen (ausschnitt, blende, belichtungszeit) fotografiert wurde.
beim betrachten vieler bilder fällt immer wieder auf, das sie aus dem stand gemacht wurden und ein beliebiger standort gewählt wurde (stehende person ca. 160-180). nach dem motto, das hier paßte gerade, mehr bewegen wollte ich mich nicht. das ist mit einer der wichtigsten gründe warum viele bilder nichts werden. weil meine fotografischen fähigkeiten eher begrenzt sind, habe ich dies "how to do" geschrieben um noch einmal das eigene tun zu reflektieren und um einen teil weiter zugeben.
heute soll nicht die rede von extremen fotografischen perspektiven die rede sein. mit diesem beitrag soll die standort frage beleuchtet werden. wer keine lust hat auf dem boden rum zu kriechen oder mangels flügel keine bilder aus der vogelperspektive hin bekommt braucht nicht verzweifeln. ein stichwort heißt sichtachsen aufbauen und sie nutzen. architekten/ landschaftsgestalter benutzen dieses einfache aber wirkungsvolle verfahren seit jahrhunderten. was sind sichtachsen? jeder kennt bilder, wo links und rechts in einem bild bäume zusehen sind, in der mitte dieses bildes ist ein langer gut ausgebauter weg zu sehen und am ende des weges ist ziemlich zentral ein herrliches schloß plaziert. der fokus des betrachters wird unweigerlich auf das schloß gezogen.
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| sichtachse |
in der fotografie läßt sich dieses prinzip auch anwenden oder ein wenig damit spielen. um keine abgehobenen beispiele zu bringen ist mir dieses motiv aufgefallen, mit dem sich experimentieren läßt. im bremerhavener hafen fiel mir dieser kran auf. ein typisches arbeitsgerät an einem ort wo viel verschifft wird, also nichts besonderes. hab dann mal nen schnappschuß gemacht wie ganz oben beschrieben. mit dem ergebnis, langweilig! weil alles ein wenig weit weg war, erschien es sinnvoll sich dem objekt ein wenig anzunähern.
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| rte-10548-150 |
aber interessanter ist es nicht wirklich geworden, außer vielleicht für kran freaks. damit war klar das es einiger grundüberlegungen bedurfte. hochformat oder querformat. was soll auf das bild,was nicht und was geht nicht anders. Nach einem kleinen standort wechsel (wenige schritte) tauchte wie aus heiteren himmel ein zweiter kran auf.
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| rte-10425-150 |
naja zwei kräne, eine halle und von jede menge nichtssagenden allerlei umgeben. mit bildbearbeitung ließe sich das bild beschneiden und fertig ist das bild. aber irgendwie langweilig. außer für symmetrie und technikfreaks. es blieb nur, weiter die lage beim rumlaufen peilen. dann viel die lampe, bzw. die zwei lampen auf. würden sich bestimmt ganz gut machen wenn man den kran am abend aufnehmen wollte. aber selbst bei tageslicht ließen sie sich vielleicht einbauen.
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| rte-10481-150 |
eine linie war gefunden, ging es nun darum die lampe und kräne in einen zusammenhang zu bringen. so paßte es noch nicht wirklich.
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| rte-10429-150 |
der standort wurde nach links verändert, mit dem ergebnis das die lampen mehr in die mitte der kräne gerückt sind. auffällig war auch, das sie schön auf der weißen fläche der halle zu sehen waren.
mit einem rechts und linksseitigen beschnitt des bildes um jeweils 2cm wäre es schon ganz anders als das ausgangsbild.
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| rte-10436-150 |
natürlich ging noch mehr!
nachdem die lampen, die mitte der kräne gefunden hatten, könnte man sie in der höhe wandern lassen indem man sich einfach auf die lampen zu bewegen würde, mit dem ergebnis das die lampenschirme in den himmel aufstiegen.
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| rte-10437-150 |
nachdem der standort noch einmal, durch ein paar schritte in richtung halle verändert wurde, erschien das ganze noch einmal anders. schöner zufall war es das in dem moment gerade ein vogel vorbeiflog
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| rte-10441-150xxx |
das ganze lies sich abermals steigern. ein paar schritte nach rechts und nach vorne. die hellen kanten rechts und links sollen einen möglichen beschnitt des bildes andeuten.
beim etwas zurücktreten und wieder die mitte suchen ist diese variante entstanden.
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| rte-10474-1 |
oder so?
rte-10475-150
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