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IX
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Ich hab' da mal 'ne Frage... (PiP)
Lieber Mitmensch bei ipernity!
Es würde mich freuen, wenn du Zeit und Lust hast, zwei Fragen zu beantworten, die mit diesen beiden Bildern (PiP) zusammenhängen. Man erkennt unschwer: Es sind zwei Versionen desselben Fotos – sie sind nur anders gedreht.
Frage 1:
Welches der beiden Versionen findest du besser?
Mir scheint, beide unterscheiden sich, obwohl der Bildinhalt identisch ist. Wie siehst du das?
Frage 2:
Wie findest du überhaupt das Motiv? Spricht es dich an – oder hältst du es eher für Schrott?
Lass’ mich kurz erklären, warum ich auf diese Fragen komme.
Ich laufe seit einigen Tagen mir gesenktem Blick durch meine Stadt und merke, dass zu unseren Füßen ungewöhnliche Motive lauern. Vielleicht wird daraus mein nächstes Album hier bei ipernity ?!? Arbeitstitel: „Grund & Boden. Ansichten ohne Horizont“.
Die Idee ist reizvoll, aber weder neu noch besonders originell. Sie ist auch ein bisschen geklaut.
Meine hauptsächliche „Inspirationsquelle“ ist Kurt Schwitters (1887-1948), der 1919 auf dem Weg zur Arbeit im Rinnstein den Schnipsel eines Werbezettels der „KOMMERZ- und – PRIVATBANK“ fand, in seine erste Collage klebte und seine ganze Kunstrichtung danach als MERZ bezeichnete.
Die über 100 MERZ-Collagen, die ich in den 80er Jahren im Sprengel-Museum in Hannover bestaunen konnte, zeigten „Bodenfunde“ wie Zigarettenkippen, abgelaufene Straßenbahntickets, Kaputtes und Weggeworfenes. Und siehe da: Es bekam Bedeutung bis heute:
www.neuepresse.de/kultur/sprengel-museum-100-jahre-merz-DVDTW5ELLBU3RI2ZVA6HVWG3EY.html
Für Schwitters hatte der Erste Weltkrieg alle Gewissheiten zerschlagen und die Hoffnungen seiner Generation wertlos gemacht. Er fand die kaputten Reste in der Gosse wieder, hat sie eingesammelt und daraus etwas Bleibendes gemacht. Auf Neudeutsch heißt so was Upcycling.
Wir Zeitgenossen dürfen uns fragen (und die Zeitgenossinen auch ,-)): Ist diese Vergangenheit wirklich vergangen? Ist die Welt seitdem menschlicher geworden, hoffnungsvoller, friedlicher, gerechter, ehrlicher, großzügiger, teilnahmsvoller?
Was bringt uns die schnell beschworene sogenannte Zeitenwende? Kann man die Scherben der vertrauten Lösungen zusammenkehren und daraus etwas vernünftiges Neues machen? Für mein Empfinden haben wichtige Werte und Gewissheiten mit den Jahren nur noch Schrottwert (zum Glück nicht alle!).
Jedenfalls habe ich mich dabei erwischt, dass ich bei meinen täglichen Verrichtungen immer öfter zu Boden blicke. Interessant! Vielleicht wird ein Album daraus.
Vielen herzlichen Dank fürs Mitmachen. Albrecht
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Es würde mich freuen, wenn du Zeit und Lust hast, zwei Fragen zu beantworten, die mit diesen beiden Bildern (PiP) zusammenhängen. Man erkennt unschwer: Es sind zwei Versionen desselben Fotos – sie sind nur anders gedreht.
Frage 1:
Welches der beiden Versionen findest du besser?
Mir scheint, beide unterscheiden sich, obwohl der Bildinhalt identisch ist. Wie siehst du das?
Frage 2:
Wie findest du überhaupt das Motiv? Spricht es dich an – oder hältst du es eher für Schrott?
Lass’ mich kurz erklären, warum ich auf diese Fragen komme.
Ich laufe seit einigen Tagen mir gesenktem Blick durch meine Stadt und merke, dass zu unseren Füßen ungewöhnliche Motive lauern. Vielleicht wird daraus mein nächstes Album hier bei ipernity ?!? Arbeitstitel: „Grund & Boden. Ansichten ohne Horizont“.
Die Idee ist reizvoll, aber weder neu noch besonders originell. Sie ist auch ein bisschen geklaut.
Meine hauptsächliche „Inspirationsquelle“ ist Kurt Schwitters (1887-1948), der 1919 auf dem Weg zur Arbeit im Rinnstein den Schnipsel eines Werbezettels der „KOMMERZ- und – PRIVATBANK“ fand, in seine erste Collage klebte und seine ganze Kunstrichtung danach als MERZ bezeichnete.
Die über 100 MERZ-Collagen, die ich in den 80er Jahren im Sprengel-Museum in Hannover bestaunen konnte, zeigten „Bodenfunde“ wie Zigarettenkippen, abgelaufene Straßenbahntickets, Kaputtes und Weggeworfenes. Und siehe da: Es bekam Bedeutung bis heute:
www.neuepresse.de/kultur/sprengel-museum-100-jahre-merz-DVDTW5ELLBU3RI2ZVA6HVWG3EY.html
Für Schwitters hatte der Erste Weltkrieg alle Gewissheiten zerschlagen und die Hoffnungen seiner Generation wertlos gemacht. Er fand die kaputten Reste in der Gosse wieder, hat sie eingesammelt und daraus etwas Bleibendes gemacht. Auf Neudeutsch heißt so was Upcycling.
Wir Zeitgenossen dürfen uns fragen (und die Zeitgenossinen auch ,-)): Ist diese Vergangenheit wirklich vergangen? Ist die Welt seitdem menschlicher geworden, hoffnungsvoller, friedlicher, gerechter, ehrlicher, großzügiger, teilnahmsvoller?
Was bringt uns die schnell beschworene sogenannte Zeitenwende? Kann man die Scherben der vertrauten Lösungen zusammenkehren und daraus etwas vernünftiges Neues machen? Für mein Empfinden haben wichtige Werte und Gewissheiten mit den Jahren nur noch Schrottwert (zum Glück nicht alle!).
Jedenfalls habe ich mich dabei erwischt, dass ich bei meinen täglichen Verrichtungen immer öfter zu Boden blicke. Interessant! Vielleicht wird ein Album daraus.
Vielen herzlichen Dank fürs Mitmachen. Albrecht
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Bei dem Motiv kommt mir nur der Gedanke warum die Menschen ihren Müll nicht ordentlich entsorgen.
Albrecht Girle club has replied to Stephan Fey clubSie zeigen mir u.a., dass ich die Probleme mit Müll und Achtlosigkeit nicht so "auf dem Schirm" hatte.
In "meinem" Teil der Welt ist die "Wegwerfgesellschaft" nicht so krass ausgeprägt. Reparatur und Resteverwertung sind hier eher üblich, was wohl mit der verbreiteten Armut zusammenhängt.. Die Holzstückchen am Boden waren nach kurzer Zeit weg, weil damit jemand vielleicht sein Herdfeuer unterhalten hat. Ein Riesen-Problem ist aber auch hier der Plastikmüll; das wächst sich wohl zu einer globalen Katastrophe aus.
Dir einen herzlichen Gruss.
Albrecht Girle club has replied to Karl Hartwig Schütz clubIn meiner kleinen "privaten Umfrage" gibt es einen leichten Vorteil für die Version 1.
Gegenüber der Originalaufnahme ist das Bild übrigens um 180 Grad gedreht, steht also "auf dem Kopf". Die Originalversion fand ich eher langweilig, zumal die Bildaufteilung vier annähenrd gleich große Vierecke zeigt. Aber dann kam es mir im "Kopfstand" doch etwas zu seltsam vor und ich probierte eine weitere Version.
Dir alles Gute!
Und einen herzlichen Gruß!
Wenn du Motive am Boden suchst und findest, zeigt es doch, das du deine Augen offen hast für Dinge, die andere nicht sehen. Der ganze Müll, den wir unachtsam in der Landschaft verfallen, findet sich dort wieder. Aber auch das leben beginnt an selbiger Stelle.
Finde mehr Gefallen am Hauptbild, im PiP habe ich so das Gefühl, es rutscht mir jetzt entgegen :-)!
Was ich mir auch vorstellen könnte. es aus tiefer Position aufzunehmen, dann, der Asphalt und der Rinnenstein liegen ja scheinbar auf gleicher Ebene.
Schönen Tag und Gruß aus Hannover
Albrecht Girle club has replied to uwschu clubAuch die Bildkritik ist angekommen!
Schön, dass du meine Assoziationen zu Kurt Schwitters aufgenommen hast.
Obwohl es ja eigentlich "zwei verschiedene Paar Schuhe" sind: Schwitters hat seine Fundstücke gesammelt, collagiert und somit zu Kunstwerken neu angeordnet, während unsereins nur die vorfindlichen Dinge ablichten und in einen passenden Bildausschnitt packen kann.
.
Grüss' mir Hannover! Ich habe mal fünf Jahre dort gelebt und gearbeitet (und bis heute einen "Stützpunkt" in der Calenberger Neustadt).
Ich kann dir nur zustimmen und grüsse dich herzlich.
Wenn du sagst, du hattest beim Betrachten "das Gefühl..." (!), dann freut mich das besonders.
Inzwischen bin ich deiner Meinung und ziehe die PiP-Version vor.
Herzliche Grüße!
1. Ja das PIP gefällt mir besser, Beim Original fallen gleich die Dinge aus dem Foto - also du musst sie fixieren :-))))) lol
2. Du könntest das Fot ja noch einmal drehen, vielleicht ist das die beste Version :-))
3. Die Idee mal Dinge zu fotografieren die auf der Erde liegen, so zu sagen unter den Füssen, habe ich ein paarmal aufgenommen. Für mich sind das immer kleine Kunstwerke, platt getreten oder platt gefahren oder was sonst so auf der Strasse liegt oder im Wald und Wiese liegt. Man kann selbst daraus 'Kunst' machen :-)))
Verspätete Grüsse aNNa
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