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Timbó (PiP)
Timbó
Album *andererseits* Nr. 7 (PiP)
Villa Soriano, Uruguay
Diesen mächtigen Timbó-Baum, Wahrzeichen der ehrwürdigen Kleinstadt „Villa Soriano" unweit des Rio Uruguay, habe ich vor Jahren noch in vollem Grün erlebt. (PiP1). Heute zeigt nur noch das hölzerne Skelett die frühere Pracht – mit einer halbkugelförmigen Krone von 30 Metern Durchmesser. Generationen habe in ihrem Schatten geruht und Versammlungen gehalten, während die Kinder im Geäst ihren Abenteuerspielplatz fanden. Heute wird darum gestritten, die Überreste als Naturdenkmal und Mahnmal gegen die Naturzerstörung zu erhalten (PiP2).
Der Timbó (Enterolobium contortisiliquum) ist eine indigene Pflanze, die nur im Länderviereck Nordargentinien, Südbrasilien, Paraguay und Uruguay vorkommt. Lange vor der „Entdeckung“ Amerikas holten die Indigenas, vornehmlich die wehrhaften Bauern vom Stamm der Guaraní, den Baum als Schattenspender in ihre Dörfer, bauten aus dem wasserbeständigen Leichtholz ihre Kanus und nutzen die saponinhaltigen Späne als Seife und Waschmittel sowie zum Gerben des Leders. Die Rinde ergibt ein Naturheilmittel. Heutzutage ist der forstwirtschaftliche Nutzen des Timbó gleich Null, denn asiatisches Tropenholz und Industriechemikalien sind billiger.
Für die Bewohner von Villa Soriano war der rasche Tod ihres grünen Wahrzeichens ein Schock. Die einst wichtige älteste Stadt Uruguays (um 1630 von Jesuiten gegründet), liegt heute abgelegen, mit gerade noch über 1000 Einwohnern, im toten Winkel einer Flussmündung und buhlt um Touristen, die per Schiff oder Bus anreisen.
Als der Baum immer schwächer wurde, kamen Botanikstudenten aus Montevideo, um ihn zu retten, wobei zwei Ursachen in Betracht gezogen wurden. Die erste, ein Parasitenbefall, konnte nach langwierigen Rettungs- und Forschungsversuchen ausgeschlossen werden. Bleibt als zweite Hypothese ein von Menschen gemachter Grund: Die Baumart mit ihren filigran gefiederten Blättern gilt als extrem heliophil, d.h. reagiert empfindlich auf Veränderungen der Lichtverhältnisse. Und da der Baum als Touristenmagnet in seinen letzten Jahren nachts mit Scheinwerfern beleuchtet wurde, muss er wohl die Photosynthese umgestellt haben, was ihm dann den Garaus gemacht hat.
++++++++++
Mein Album *andererseits*
Licht und Schatten, Vorher / Nachher, Arm & Reich,
Vorder- und Rückseite, Alt + Neu, vornehm vs. ordinär -
Jedes Ding hat (irgendwie) zwei Seiten.
Darum geht es in diesem Album mit Picture-in-Picture-Montagen (PiP)
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Album *andererseits* Nr. 7 (PiP)
Villa Soriano, Uruguay
Diesen mächtigen Timbó-Baum, Wahrzeichen der ehrwürdigen Kleinstadt „Villa Soriano" unweit des Rio Uruguay, habe ich vor Jahren noch in vollem Grün erlebt. (PiP1). Heute zeigt nur noch das hölzerne Skelett die frühere Pracht – mit einer halbkugelförmigen Krone von 30 Metern Durchmesser. Generationen habe in ihrem Schatten geruht und Versammlungen gehalten, während die Kinder im Geäst ihren Abenteuerspielplatz fanden. Heute wird darum gestritten, die Überreste als Naturdenkmal und Mahnmal gegen die Naturzerstörung zu erhalten (PiP2).
Der Timbó (Enterolobium contortisiliquum) ist eine indigene Pflanze, die nur im Länderviereck Nordargentinien, Südbrasilien, Paraguay und Uruguay vorkommt. Lange vor der „Entdeckung“ Amerikas holten die Indigenas, vornehmlich die wehrhaften Bauern vom Stamm der Guaraní, den Baum als Schattenspender in ihre Dörfer, bauten aus dem wasserbeständigen Leichtholz ihre Kanus und nutzen die saponinhaltigen Späne als Seife und Waschmittel sowie zum Gerben des Leders. Die Rinde ergibt ein Naturheilmittel. Heutzutage ist der forstwirtschaftliche Nutzen des Timbó gleich Null, denn asiatisches Tropenholz und Industriechemikalien sind billiger.
Für die Bewohner von Villa Soriano war der rasche Tod ihres grünen Wahrzeichens ein Schock. Die einst wichtige älteste Stadt Uruguays (um 1630 von Jesuiten gegründet), liegt heute abgelegen, mit gerade noch über 1000 Einwohnern, im toten Winkel einer Flussmündung und buhlt um Touristen, die per Schiff oder Bus anreisen.
Als der Baum immer schwächer wurde, kamen Botanikstudenten aus Montevideo, um ihn zu retten, wobei zwei Ursachen in Betracht gezogen wurden. Die erste, ein Parasitenbefall, konnte nach langwierigen Rettungs- und Forschungsversuchen ausgeschlossen werden. Bleibt als zweite Hypothese ein von Menschen gemachter Grund: Die Baumart mit ihren filigran gefiederten Blättern gilt als extrem heliophil, d.h. reagiert empfindlich auf Veränderungen der Lichtverhältnisse. Und da der Baum als Touristenmagnet in seinen letzten Jahren nachts mit Scheinwerfern beleuchtet wurde, muss er wohl die Photosynthese umgestellt haben, was ihm dann den Garaus gemacht hat.
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Mein Album *andererseits*
Licht und Schatten, Vorher / Nachher, Arm & Reich,
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Enjoy your weekend Albrecht
Groeten, Frans.
Bon soir Albrecht.
Sehr schöne Aufnahmen um zu vergleichen.
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