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Die Bänke in der Kapelle im Hessenpark
www.hessenpark.de/lexikon/historische-gebaeude/baugruppe-mittelhessen/kapelle-aus-lollar
Lollar, das als Siedlung schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bestand, gehörte zusammen mit mindestens acht Orten zum Gericht Kirchberg. Der Gerichtsbezirk deckte sich mit der Ausdehnung der Pfarrei Kirchberg. Jahrhundertelang gingen die Bewohner Lollars zum Gottesdienst zur Mutterkirche auf den Kirchberg. Erst um 1480 wurde in Lollar eine eigene Kapelle errichtet. Bis vor wenigen Jahrzehnten war am alten Standort der kleinen Kirche noch der alte Dorfmittelpunkt erhalten, ein Platz mit einer Linde, an dem außer der Kapelle noch ein Backhaus und ein Spritzenhaus standen.
Die Wände der Kapelle bestehen aus Bruchstein, die Ecken aus behauenen Quadern. Vier Fensteröffnungen auf der Südseite und ein Fenster im Osten wurden mit gotischem Maßwerk versehen. Auf dem steilen Satteldach mit Biberschwanzeindeckung sitzt ein achtseitiger Dachreiter mit Schall-Luken, der mit Schiefer eingedeckt wurde. Er trägt einen Spitzhelm und ein Turmkreuz mit einem vergoldeten Wetterhahn. Das Dachwerk mit dem Dachreiter stammt noch aus dem 15. Jahrhundert. Die ältere der beiden Glocken trägt die Jahreszahl 1479, die jüngere 1516. Sie hängen heute in der Friedhofskapelle in Lollar. Für den Wiederaufbau im Freilichtmuseum wurden 1984 zwei Glocken neu gegossen. Die Kapelle wurde auf einem rechteckigen Grundriss ohne Chorraum errichtet. An einer Sakramentsnische nahe beim Altar erkennt man, dass hier in der Zeit vor der Reformation katholische Messen gefeiert wurden. Die 1934 nach Befund rekonstruierte kassettierte Flachdecke ruht auf einem mittleren Unterzug, der von zwei Holzstützen getragen wird. Die westliche Stütze stammt vermutlich noch vom Ursprungsbau während die östliche Stütze, die den Dachreiter trägt, um 1600 eingefügt wurde. Infolge des Bevölkerungswachstums stieg die Zahl der Gottesdienstbesucher seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an, so dass wiederholt die Anzahl der Plätze durch den Einbau von Emporen vergrößert werden musste. Um 1600 wurde die Westempore, im 18. Jahrhundert die Nordempore und im 19. Jahrhundert die Ostempore eingebaut. Die beiden letzteren sowie das Gestühl wurden im Freilichtmuseum nicht wiederaufgebaut, da man hier die Kirche in ihrem Zustand um 1600 darstellen wollte. Da es für den Fußboden keine Hinweise für die Zeit um 1600 gab, wurde er mit neuen ornamentierten Bodenfliesen belegt.
Infolge der stark angewachsenen Gemeinde, bekam die Pfarrei Kirchberg im Jahre 1909 eine Pfarrassistentenstelle mit Sitz in Lollar. 1949 wurde die Assistentenstelle zur Pfarrei Kirchberg II mit Sitz in Lollar aufgewertet. 1959 konnte eine neue, größere Kirche eingeweiht werden. Die alte Kapelle in Lollar stand nun leer, bis sie im Jahre 1972 abgebaut und zwischen 1982 und 1984 im Freilichtmuseum wieder aufgebaut wurde. Hier wird sie für Gottesdienste und Hochzeiten genutzt. @: Wikipedia
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Lollar, das als Siedlung schon in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bestand, gehörte zusammen mit mindestens acht Orten zum Gericht Kirchberg. Der Gerichtsbezirk deckte sich mit der Ausdehnung der Pfarrei Kirchberg. Jahrhundertelang gingen die Bewohner Lollars zum Gottesdienst zur Mutterkirche auf den Kirchberg. Erst um 1480 wurde in Lollar eine eigene Kapelle errichtet. Bis vor wenigen Jahrzehnten war am alten Standort der kleinen Kirche noch der alte Dorfmittelpunkt erhalten, ein Platz mit einer Linde, an dem außer der Kapelle noch ein Backhaus und ein Spritzenhaus standen.
Die Wände der Kapelle bestehen aus Bruchstein, die Ecken aus behauenen Quadern. Vier Fensteröffnungen auf der Südseite und ein Fenster im Osten wurden mit gotischem Maßwerk versehen. Auf dem steilen Satteldach mit Biberschwanzeindeckung sitzt ein achtseitiger Dachreiter mit Schall-Luken, der mit Schiefer eingedeckt wurde. Er trägt einen Spitzhelm und ein Turmkreuz mit einem vergoldeten Wetterhahn. Das Dachwerk mit dem Dachreiter stammt noch aus dem 15. Jahrhundert. Die ältere der beiden Glocken trägt die Jahreszahl 1479, die jüngere 1516. Sie hängen heute in der Friedhofskapelle in Lollar. Für den Wiederaufbau im Freilichtmuseum wurden 1984 zwei Glocken neu gegossen. Die Kapelle wurde auf einem rechteckigen Grundriss ohne Chorraum errichtet. An einer Sakramentsnische nahe beim Altar erkennt man, dass hier in der Zeit vor der Reformation katholische Messen gefeiert wurden. Die 1934 nach Befund rekonstruierte kassettierte Flachdecke ruht auf einem mittleren Unterzug, der von zwei Holzstützen getragen wird. Die westliche Stütze stammt vermutlich noch vom Ursprungsbau während die östliche Stütze, die den Dachreiter trägt, um 1600 eingefügt wurde. Infolge des Bevölkerungswachstums stieg die Zahl der Gottesdienstbesucher seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an, so dass wiederholt die Anzahl der Plätze durch den Einbau von Emporen vergrößert werden musste. Um 1600 wurde die Westempore, im 18. Jahrhundert die Nordempore und im 19. Jahrhundert die Ostempore eingebaut. Die beiden letzteren sowie das Gestühl wurden im Freilichtmuseum nicht wiederaufgebaut, da man hier die Kirche in ihrem Zustand um 1600 darstellen wollte. Da es für den Fußboden keine Hinweise für die Zeit um 1600 gab, wurde er mit neuen ornamentierten Bodenfliesen belegt.
Infolge der stark angewachsenen Gemeinde, bekam die Pfarrei Kirchberg im Jahre 1909 eine Pfarrassistentenstelle mit Sitz in Lollar. 1949 wurde die Assistentenstelle zur Pfarrei Kirchberg II mit Sitz in Lollar aufgewertet. 1959 konnte eine neue, größere Kirche eingeweiht werden. Die alte Kapelle in Lollar stand nun leer, bis sie im Jahre 1972 abgebaut und zwischen 1982 und 1984 im Freilichtmuseum wieder aufgebaut wurde. Hier wird sie für Gottesdienste und Hochzeiten genutzt. @: Wikipedia
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