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Moralophobia - HFF ?
"Es gab eine Zeit, da war die Revolte gegen die herrschende Moral eine wilde Sache. Sie sang „love me tender“ und ruckte und zuckte dabei so obszön mit den Hüften, dass das Fernsehen sie nur noch von der Taille aufwärts zeigen mochte...
Irgendwie sieht der Aufstand gegen die Moral heute anders aus als damals... Wer heute gegen die „Diktatur der Moral“ in den verdrossenen Widerstand geht, fordert in der Regel nicht mehr (einvernehmlichen) Sex, Drogen oder Rock'n Roll... Meistens wünscht er sich nur zurück, was er zu wünschen gelernt hat. Er verteidigt lieb gewordene Privilegien – die er dann gar nicht unbedingt selbst wahrnehmen muss : Es genügt, dass sie Leuten wie ihm im Prinzip zustehen.
Etwa das Recht, Frauen gegen deren Willen anzufassen („Sex nur noch mit Zustimmung?“ fragte erschrocken die Neue Zürcher Zeitung noch im Mai 2021 auf ihrer Titelseite), oder mit „1000 ganz legalen Steuertricks“ den Staat abzuzocken, öffentliche Erholungsfläche unter hässlichen Eigenheimen zu begraben, mit 250 und Lichthupe über die Autobahn zu brettern oder tonnenweise Kerosin in die Luft zu blasen.
Der Moral-Rebell des 21. Jahrhunderts sorgt sich um die Freiheit, Minderheiten zu verunglimpfen, Mitmenschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen oder mit einem bösen Virus anzustecken und, wenn man ihm auch diesen letzten Spaß noch nehmen will, mit Fackeln und Trommeln vor dem Fachwerkhaus einer Gesundheitsministerin aufzumarschieren.. Es ist eine geizige, eine kleinliche, eine mißgünstige Freiheit, die nur für den Empörer selbst gelten soll... In diesem Zerrspiegel-Kabinett von Freiheit kann jeder sein eigener Diktator sein …"
(Jörg-Uwe Albig : Moralophobia – Wie die Wut auf das Gute in die Welt kam, Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2022)
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5D3 1669-FHD
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Irgendwie sieht der Aufstand gegen die Moral heute anders aus als damals... Wer heute gegen die „Diktatur der Moral“ in den verdrossenen Widerstand geht, fordert in der Regel nicht mehr (einvernehmlichen) Sex, Drogen oder Rock'n Roll... Meistens wünscht er sich nur zurück, was er zu wünschen gelernt hat. Er verteidigt lieb gewordene Privilegien – die er dann gar nicht unbedingt selbst wahrnehmen muss : Es genügt, dass sie Leuten wie ihm im Prinzip zustehen.
Etwa das Recht, Frauen gegen deren Willen anzufassen („Sex nur noch mit Zustimmung?“ fragte erschrocken die Neue Zürcher Zeitung noch im Mai 2021 auf ihrer Titelseite), oder mit „1000 ganz legalen Steuertricks“ den Staat abzuzocken, öffentliche Erholungsfläche unter hässlichen Eigenheimen zu begraben, mit 250 und Lichthupe über die Autobahn zu brettern oder tonnenweise Kerosin in die Luft zu blasen.
Der Moral-Rebell des 21. Jahrhunderts sorgt sich um die Freiheit, Minderheiten zu verunglimpfen, Mitmenschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen oder mit einem bösen Virus anzustecken und, wenn man ihm auch diesen letzten Spaß noch nehmen will, mit Fackeln und Trommeln vor dem Fachwerkhaus einer Gesundheitsministerin aufzumarschieren.. Es ist eine geizige, eine kleinliche, eine mißgünstige Freiheit, die nur für den Empörer selbst gelten soll... In diesem Zerrspiegel-Kabinett von Freiheit kann jeder sein eigener Diktator sein …"
(Jörg-Uwe Albig : Moralophobia – Wie die Wut auf das Gute in die Welt kam, Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2022)
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Ein wunderschönes und interessantes Bild, das mir sehr gefällt!
Sehr schöne Komposition, auch mit schönen Farben.
Alles Gute, (etwas verspätet) Schönen Valentinstag, & HFF, ein schönes Wochenende, und bleibt gesund!!
Peter
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