Bonifatius

Skulpturen, Kunstwerke


345-365, Hoda Tawakol - Delicious Monster

11 Dec 2025 12 9 112
Offiziell ist ja das Kulturhauptstadtjahr in Chemnitz zu Ende gegangen. Ob es ein Erfolg war, da gehen die Meinungen sicher auseinander. Immerhin hat das Kulturhauptstadtjahr 2025 Chemnitz kulturelle Belebung, eine gesteigerte internationale Sichtbarkeit und eine positive Image-Veränderung gebracht, indem es alte Industriebrachen wie die Hartmannfabrik neu belebte, neue Kulturorte schuf und ein vielfältiges Programm mit über 2 Millionen Besuchern, Kunstinstallationen, Festivals und einem Rekord-Publikum für Theater und Ausstellungen bot. Viele Projekte wie der "Purple Path" und revitalisierte Orte und Brachen sollen nachhaltig erhalten bleiben. Es ist zu hoffen, daß dieser Prozeß auch nach diesem Jahr fortgeführt wird. Für mich, als demjenigen, der gerne fotografiert, war das Jahr natürlich vor allem auch für mein 365 Tage-Projekt sehr hilfreich. So habe ich doch in diesem Jahr fast alle Orte des Purple Paths besuchen und festhalten können, viele Dinge in meiner Heimat neu und wiederentdeckt. So auch noch einmal gestern in Limbach-Oberfrohna, einer Kleinstadt ganz in der Nähe von Chemnitz, die vor allem durch die Textilindustrie und "Malimo" bekannt ist. Malimo ist der Markenname eines textilen Fertigfabrikats, das seit den 1950er Jahren auf Grundlage eines von Heinrich Mauersberger entwickelten Nähwirkverfahrens mit drei Fadensystemen zunächst in der DDR und heute weltweit hergestellt wird. Der Name MA-LIM-O setzt sich aus MA uersberg, LIM bach und O berfrohna zusammen. de.wikipedia.org/wiki/Malimo Zum Kunstwerk: "Für die Serie Delicious Monsters (dt. „Köstliche Monster“) verknüpft die 1968 in London/Großbritannien geborene und in Paris/Frankreich aufgewachsene, heute in Hamburg lebende franko-ägyptische Künstlerin Hoda Tawakol ihre an Puppen, Perücken oder Masken erinnernden Stoffplastiken mit Baum- und Blätterformen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Mit der Gestalt des Fensterblatts (Monstera deliciosa) zitiert die Künstlerin eine botanische Pflanzengattung, die in der Vorstellung von Mitteleuropäer:innen in Wohn- und Arbeitsräumen zu Hause zu sein scheint. Ihre Vorfahren wurden jedoch einst von kolonialen Pflanzenjägern aus ihrer tropischen Heimat in Mittelamerika nach Europa verschleppt und in botanischen Sammlungen zu pflegeleichten Zimmerpflanzen gezüchtet", ist auf der Website der Stadt Chemnitz zu lesen. Im PIP die Sicht aus einer anderen Perspektive auf das Kunstwerk, wo das Streiflicht etwas mehr Tiefe im Bild erzeugt hat und die Skulptur auch besser zu sehen ist, aber bei der mir der Hintergrund des Bildes nicht so gut gefallen hat.

336-365, Bsuch bein Karzl - HWW

02 Dec 2025 24 18 156
IS KARZL - Die Geburt aus Neudorf. Der Text ist Arzgebirgsch und das in einer Geschwindigkeit, der ich kaum noch folgen kann. ;-)) weihrichkarzle.de/is-karzl Wer noch mehr übrs Karzl wissen möchte, der schaue sich auch mal die ganze Website an. ;-)) HWW, liebe Fotofreunde! Wünsch Euch einen angenehmen Wochenteiler! Bleibt gesund!

326-365, Eulenbaum

22 Nov 2025 4 2 67
Schon lange, steht er da, dieser Eulenbaum in unserem Wohngebiet. Wann er aufgestellt worden ist, kann ich nicht sagen. Daran vorbeigelaufen bin ich schon oft. Manchmal habe ich auch schon ein Bild davon gemacht. Seinerzeit hatte ich da auch eins bei Panoramio. Das war im September 2009 und ist auch schon viele Jahre her. An disem Samstag, auf dem Weg in's Vita-Center zum Einkaufen schien die Sonne so schön auf die Skulptur. Das sollte das Tagesbild werden. Die Kamera ist fast immer dabei und auch meit 50er Objektiv hatte ich mit. Also draufhalten und "Eulenschießen"! ;-) Auch die PIPs sind mit diesem Objektiv angefertigt worden.

Igor Mitoraj - Testa Addormentata

05 Nov 2025 1 53
Im Museum "Die Weberei" in Oederan Das Werk Testa Addormentata des Polnischen Bildhauers Igor Mitoraj besteht aus Bronze. Der schlafende Kopf ist mit zart gewebten Schleiern umhüllt und vereint so das Surreal-Träumerische mit klassischen antiken Darstellungen. Der Künstler ist vor allem für seine fragmentierten Skulpturen des menschlichen Körpers bekannt. Seine Werke verweisen auf den Kampf und das Leiden im Europa des 20. Jahrhunderts. Igor Mitoraj wurde 1944 in Oederan geboren und wuchs in Polen auf. Er verstarb 2014 in Paris.

Und plötzlich saß er da ... ;-) ... und was war er…

01 Oct 2025 3 74
... Busfahrer steht nicht in der Aufzählung ... ;-D Giacomo Girolamo Casanova (* 2. April 1725 in Venedig; † 4. Juni 1798 auf Schloss Dux im Königreich Böhmen), in älteren Publikationen auch Jakob Casanova, war ein venezianischer promovierter Jurist, Schriftsteller und Bibliothekar, Dichter, Philosoph und Übersetzer, Chemiker, Alchemist und Mathematiker, Historiker und Diplomat, Glücksspieler und Geheimagent, Freimaurer und Abenteurer, bekannt durch die Schilderungen zahlreicher Liebschaften, aber auch durch seinen Ausbruch aus dem venezianischen Staatsgefängnis unter dem Dach des Dogenpalasts. de.wikipedia.org/wiki/Giacomo_Casanova

265-365, Denkmal - Friedrich August II, König von…

22 Sep 2025 9 1 101
Auf dem Weg vom Hotel, welches gleich in der Nähe der Frauenkirche befand, schnell noch ein Schnappschuß vom Sachsen-König August II. für die 365-Tage-Challenge. Ein wunderbares Wochenende ging langsam zu Ende. - Fotoapparat hatte ich gar nicht erst mitgenommen. Kommt selten vor ;-) war aber für diesen Besuch in Dresden völlig ausreichend. Auf eine Bearbeitung des Bildes habe ich deswegen, mal abgesehen von etwas geraderichten und etwas Bildschnitt, verzichtet. :-)) Und ja, es sind noch 100 Bilder bis zum Jahresende! - Da ist doch ein königliches Bild angemessen! ;-))

251-365, Tanja Rochelmeyer - Glance

08 Sep 2025 6 4 92
im Bahnhof Flöha Die einzigartige Kunstinstallation Glance von Tanja Rochelmeyer in der Unterführung des Bahnhofs flöha besteht aus 171 hochreflektierenden, bunten Tafeln. Die Arbeit erinnert an die Geschichte der nah gelegenen Baumwollspinnerei und führt zu derem ehemaligem und jetzigem Standort, heute ein neues Zentrum der Stadt. Tanja Rochelmeyer wurde 1975 in Essen geboren und lebt heute in Berlin. Na ja, Kunst ... Die Künstlerin hat sich auf alle Fälle etwas dabei gedacht. :-) Für mich aber ein wichtigerer Aspekt - die Bahnhofsunterführung, die auch recht lang ist, ist ordentlich saniert, hell und auch sauber, kein Vergleich zu vorher. Bleibt zu hoffen, daß die Glastafen nicht beschmiert und zersplittert werden, damit die Unterführung ihren 'Glance' behält.

HWW liebe Fotofreunde! Wünsche Euch einen angenehm…

247-365, Sean Scully - Coin Stack 2

04 Sep 2025 7 4 98
am Kirchplatz an der St. Wolfgangskirche in Schneeberg Sean Scullys Bronze-Skulptur Coin Stack 2 besteht aus 40 übereinander gestapelten braunfarbigen Scheiben, die an Münzen erinnern. Vor Ort vergegenwärtigen die Münzen symbolisch 1496 und 1498 erfolgreich geführte Arbeitskämpfe der Schneeberger Bergleute gegen die Lohnkürzungen einer Münze pro Woche. Scully wurde 1945 im irischen Dublin geboren. Er lebt und arbeitet zwischen New York, Bayern, Aix-en-Provence und London.

Kirche St. Wolfgang - Schneeberg, Taufbecken

Goldener Hirsch

Mittelalterliche Immobilienhaie chillen ;-)

27 Aug 2025 5 2 120
Im Jahr 1543 haben Herzog Moritz von Sachsen und die Herren Schönburg unter anderem den Zschillener Sitz gegen Besitztümer in der Sächsischen Schweiz getauscht. Zschillen heißt seitdem Wechselburg. Geschaffen wurde diese Figurengruppe im Auftrag des Landkreises Mittweida von den Chemnitzer Bildhauern Richter und Schubert im Jahre 1996.

239-365, Kris Martin - Good Luck

27 Aug 2025 6 3 138
Auf den Spuren des Purple Path - An diesem Tag in der Stadt Wechselburg. Wechselburg liegt ca. 12 km westlich der Stadt Mittweida und ca. 25 km nördlich von Chemnitz. Die Gemeinde liegt im Tal der Zwickauer Mulde am Fuße des 353 m hohen Rochlitzer Berges. Außerdem gibt es in Wechselburg auch eine Basilika und ein Benediktiner-Kloster. Dafür hatte ich mir aber gestern Nachmittag keine Zeit genommen. Die Skulptur Good Luck des 1972 in Kortrijk/Belgien geborenen Konzeptkünstlers und Bildhauers Kris Martin ist aus einem Formgegensatz aufgebaut. Auf einer Kugel ist mittelaxial ein Würfel platziert. Der goldene Schnitt der Kugel entspricht exakt den Maßen des Würfels, der die Skulptur virtuell umschließt. Ihre paradoxe Anordnung vermittelt prekäre Instabilität, denn die Gesetze der Schwerkraft machen es unmöglich, den Würfel ohne weitere Befestigung auf der unteilbaren Kugelform zu platzieren. Das Material für seine Skulptur hat Martin vor Ort gefunden: Rochlitzer Porphyrtuff, einem in verschiedenen Rottönen mit gelblichen Adern und violetten Flecken marmorierten Gestein, das vor 294 Millionen Jahren aus den Glutwolkenablagerungen eines Supervulkans in der Nähe der heutigen Stadt Wechselburg entstand. Seine Verwendung für Fassaden, Skulpturen und Schmuck ist bis in die frühe Neuzeit nachweisbar und prägt bis heute das Stadtbild von Wechselburg. chemnitz2025.de/purple-path/kris-martin-good-luck

238-365, Richard Long - Pertified Wood Circle

26 Aug 2025 7 10 149
HWW, liebe Fotofreunde! Wünsch Euch einen angenehmen Wochenteiler und paßt gut auf Euch auf! Im Dom St. Marien, in Freiberg, war ich am 31. März des Jahres schon einmal, weil ich dieses Kunstwerk vom "Purple Path" fotografieren wollte. Leider war an diesem ersten Frühlingstag das Wetter so schlecht, daß fotografieren nicht wirklich Freude bereitet hat. Das Motiv befindet sich zwar innerhalb der Kirche in einem Kreuzgang, aber das Licht in dem Raum war so schlecht, daß für mich kein brauchbares Bild entstanden ist. Also heute ein zweiter Versuch bei insgesammt besserem Wetter. ;-) Aber auch sonst hatte ich heute mehr Glück. Die wundervolle Silbermannorgel im Dom war bei meinem vorherigen Besuch durch ein großes Baugerüst im Dom zur Hälfte verdeckt. im Dom St. Marien in Freiberg (zu sehen bis 31.12.2025) Das Werk Pertified Wood Circle des britischen Land Art-Künstlers Richard Long besteht aus Millionen Jahren altem, versteinertem Holz. Als Verkörperung der Beständigkeit des Lebens lädt die Arbeit zur Sinn- und Spurensuche ein. Durch die Präsentation des Kunstwerks in Pilgerkirchen verbinden sich Orte am Sächsischen Jakobsweg mit Stationen des Purple Path. 1945 im britischen Bristol geboren, lebt und arbeitet Richard Long heute noch in seiner Heimatstadt.

233-365, Alice Aycock - Twister Again

21 Aug 2025 6 2 104
im Freilichtmuseum Seiffen Die Skulpture Twister Again von Alice Aycock steht im Freilichtmuseum Seiffen. Aluminiumstreifen winden sich in einem dynamischen Wirbel konzentrisch nach oben. Scheinbar chaotisch driften sie auseinander. Verschidene Formen lassen sich erkennen, wie das Wirbeln von Holzspänen beim Drechseln. Alice Aycock wurde 1965 im US-amerikanischen Harrisburg geboren. Sie lebt und arbeitet heute in New York.

232-365, Klapperbrunnen

20 Aug 2025 11 6 187
Heute zur Auswahl: - Ein Graureiher, der in der Chemnitz auf Beutefang war. Dem wollte ich keine Bühne bieten! - Ein Bild vom neu gestalteten Platz unter dem Chemnitzviadukt, welcher bis 2024 saniert wurde, aber da standen noch einige Bauzäune. - Und ein Bild vom Hauptgebäude der Uni in Chemnitz. Fand ich auch in Ordnung, aber das Rennen hat der Klapperbrunnen gemacht. Da war das Licht gut und auch wegen dem "Puple Path". Im Hintergrund ist die Dachaufhängung des Busbahnhofs zu sehen. Es ist kein Wahrzeichen von Chemnitz, aber zumindest eine Institution. Wenn hier vom Klapperbrunnen gesprochen wird, weiß Jeder, was gemeint ist und wo sich der Brunnen befindet. chemnitz2025.de/purple-path/johann-belz-klapperbrunnen Der Klapperbrunnen wurde einst vom Bildhauer Johann Belz (1925 bis 1976) gestaltet und 1968 im Zuge des damals neu entstandenen Omnibusbahnhofes errichtet. Die Inspiration zu diesem Brunnen fand der Künstler in der Natur. Er orientierte sich bei der Funktionsweise am Verhalten von Pflanzenblättern bei Regen. Die einzelnen Elemente des Brunnens klappen bei entsprechendem Füllstand nach unten ab. Der Brunnen stellt eine stark abstrahierte Pflanze dar. 2018 war dem Brunnen das Wasser ausgegangen, weil das Becken undicht geworden war. Deshalb wurde die Sanierung beauftragt. Es dauerte trotzdem 5 Jahre, bis er wieder sprudeln und klappern durfte. Im Juni 2023 wurde der Brunnen wieder in Betrieb geworden. In diesem Jahr wurde er in den sogenannten "Purple Path" der Kulturhauptstadt aufgenommen.

227-365, Michael Morgner - Reliquie Mensch

15 Aug 2025 12 90
Der Mensch steht im Mittelpunkt von Michael Morgners Werken. Zu markanten Chiffren stilisiert, entfalten seine Menschenbilder eine Kraft zwischen Aufbäumen und Einsinken, dem schicksalhaften Hineingeworfensein in die Welt und dem Drang, ihr zu entfliehen. Der 1942 in Einsiedel bei Chemnitz geborene Zeichner, Druckgrafiker, Maler, Stahlplastiker und Aktionskünstler ging 1966 nach seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig als freischaffender Künstler nach Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), wo er bis heute lebt und arbeitet. chemnitz2025.de/purple-path/michael-morgner-reliquie-mensch

205-365, Gregor-Torsten Kozik & Frank Maibier: Ged…

24 Jul 2025 13 7 127
An diesem Donnerstag wollte ich kein "Blümchen"-Bild in meiner 365-Tage-Challenge zeigen, sondern wollte mal nach einem Kunstwerk vom "Purple Path" der Kulturhauptstadt schauen. Auf der Website der Stadt Chemnitz entdeckte ich dieses Kunstwerk bzw. eine Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie. Die beiden in Chemnitz lebenden und arbeitenden Künstler Gregor Torsten Kozik, 1948 in Hildburghausen und Frank Maibier, 1959 in Werneuchen geboren, schufen mit ihrem Kunstwerk auf dem Areal der 1905 gegründeten, fortschrittlich und humanistisch ausgerichteten „Königlich-Sächsischen Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige“, von den Nazis später als „Landesanstalt Chemnitz-Altendorf“ bezeichnet, einen Ort des Gedenkens. Auf dem Gelände des REHA-Zentrums hatte ich mich vor nicht allzulanger Zeit einmal umgesehen, hatte dabei aber diese Gedenkstätte nicht entdeckt und wußte davon auch nichts, obwohl es bereits 2007 errichtet wurde. Von außen ist nur ein kleiner mit Gras bewachsener Hügel zu sehen, der von Weitem kauf auffällt. Vielleicht habe ich auch deshalb die Gedenkstätte nicht entdeckt. Da ich ja nun schon vorher darüber gelesen hatte, wollte ich mir das genauer ansehen. - Am Rand des Hügels befindet sich ein hochrechteckiger Tunnel aus Cortenstahl, durch den man hindurchgehen kann. Hindurchgegangen steht man in einer kreisrunden, an ein Amphitheater erinnernden Absenkung - wie nicht besetzte Sitzreihen aus gemauertem Klinker in einem um 15 Prozent abgesenkten Platz. Eine ungleichmäßige, schwer wirkende Kugel mit rissiger Oberfläche liegt wie ein verirrter Findling, leicht versetzt zum Zentrum des Platzes und initiiert ein Bild, als wäre ein Komet in den Grund eingeschlagen. ___________________________ Seit der Gründung der Königlich-Sächsischen Landesanstalt für Blinde und Schwachsinnige im Jahr 1905 bis in die letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges (1939 - 1945) fanden hier in Chemnitz-Altendorf neben den Blinden auch sehende geistig behinderte Kinder und Jugendliche Fürsorge und Heimat. - Im Zuge des Euthanasie_Programms in der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieser Ort für sie die letzte Station auf dem Weg in den Holocoust. Insgesamt wurden mehr als 70.000 Menschen Opfer der „rassenhygienischen” Verbrechen der T4-Aktion. Ihre Schicksale besetzen die leeren Sitzreihen des Denkmals und widersprechen wortlos und abwesend dem Vergessen. chemnitz2025.de/purple-path/gregor-torsten-kozik-frank-maibier-gedenken Auszüge aus Briefen von Eltern auf der Suche nach ihren Kindern. "Mit ihrer Karte wurde mir mitgeteilt, daß meine Tochter nach der Landesanstalt Arnsdorf verlegt wurde. Warum ist dies geschehen? Was soll ich mir dabei denken? Sind außer meiner Tochter noch mehr Kranke von ihrer Anstalt weggekommen?" "Warum wird das Kind vom Elternort so weit weggeschafft, ohne daß die Eltern befragt werden Es besteht doch gar keine Möglichkeit, das Kind mal zu besuchen [...] Die einfachste Lösung wäre doch die gewesen, Sie hätten mich damals benachrichtigt, daß ich meine Tochter nach Hause holen kann." "So ein Kind weiß ja gar nicht mehr, wem es gehört ..." "Sie war doch so ein hübsches Mädchen, war nicht geisteskrank, sondern nur geistig und körperlich zurück." "Ich hatte jedenfalls große Hoffnung, wenn ich meine Tochter erst einmal daheim habe, daß sich ihr Zustand bessert." "Ist meine Tochter etwa mal von irgendwelchem Pflegepersonal fotografiert worden? Ich würde mich freuen, wenn ich ein Bild haben könnte." "Es wäre mir eine große Beruhigung, wenn sie mir in allen Punkten Klarheit geben könnten."

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