Holger Hagen's photos with the keyword: Residenzschloss

Thronsaal (Decke) - Schloss Schwerin

28 Mar 2026 21 9 290
Die prunkvolle Decke des Thronsaals im Schweriner Schloss, der von 1856 bis 1858 nach Plänen Stülers erbaut wurde, ist ein Beispiel des romantischen Historismus. Die Gestaltung der Decke sowie des gesamten Saals erfolgte durch Friedrich August Stüler und basierte auf einem Bildprogramm des Hofhistorikers Friedrich Lisch. Die Deckengemälde zeigen allegorische Figuren, die religiöse und herrschaftliche Tugenden verkörpern und somit eine korrespondierende Darstellung zum Thema des "Bündnisses von Thron und Altar" bilden. Die Decke wird von einem opulenten Kronleuchter dominiert, der von heraldischen Motiven umgeben ist.

Thronsaal - Schloss Schwerin

21 Mar 2026 19 10 295
Der Thronsaal ist der Höhepunkte bei einem Besuch im Schloss Schwerin und ist im Rahmen des Schlossmuseums zugänglich. Die prunkvolle Innenausstattung des Thronsaals im Stil der Berliner Neorenaissance entstand unter Leitung von F. A. Stüler in den Jahren 1856–1858, u. a. mit Säulen aus Carraramarmor. Die vergoldeten Eisengusstüren wurden nach Entwürfen von F. W. Dankberg in Lauchhammer gegossen. Den originalen Thronbaldachin und den älteren Thronsessel aus der Zeit um 1750 flankieren die Ganzfigurenporträts von Friedrich Franz II. (F. Krüger, 1854) und seiner ersten Gemahlin Auguste (F. Kaulbach, 1856). Das kunstvolle Tafelparkett mit Metall- und Schildpatteinlagen wurde von der Schweriner Hoftischlerei Peters angefertigt. Die üppige Gestaltung des Raums mit zahlreichen vergoldeten Details, Wappen, Marmorsäulen, Skulpturen und Malereien wirkte geradezu erschlagend. Weingart nennt dies eine „Strategie der Überwältigung“. Der 1,5 Etagen hohe Raum, der Baldachin über dem goldverzierten Thron, die in den Deckenbildern dargestellte Verschränkung göttlicher und weltlicher Autorität, das glänzende Holzparkett mit den Perlmutt-Intarsien sowie die überlebensgroßen Gemälde des Großherzogs und seiner Frau links und rechts vom Thron – all diese Gestaltungselemente sollen eine übergeordnete Botschaft vermitteln: Das Haus Mecklenburg-Schwerin blickt auf eine herausragende Geschichte zurück.

Plenarsaal - Schweriner Schloss

14 Mar 2026 16 9 245
Vom Goldenen Saal der Monarchie zum Herzstück der Demokratie, das ist die Entwicklung, die der Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern im Laufe der Jahrhunderte durchlaufen hat. Beim Schlossbrand von 1913 wurden zwei Flügel des Schweriner Schlosses zerstört. Der Goldene Saal befand sich von 1857 bis 1945 in diesen Gebäuden. Er war der wichtigste Raum des Schlosses. Der neue Plenarsaal bietet wieder so viel Platz wie früher. Durch die modernen Neuinterpretationen der beim Brand und durch die zahlreichen Umbauten zwischen 1914 und 2006 verlorenen gegangen Gestaltungselemente hat das Landesparlament ein neues, identitätsstiftendes Erscheinungsbild erhalten. Der Goldene Saal um 1850, Lithographie aus der Festschrift, C. Graeb, 1869. Der Saal befindet sich in einem Raum mit alter Bausubstanz. Er verfügt über eine neue, weiße Struktur mit Lamellen unterschiedlicher Dicke und Tiefe. Die Wände sind wie im Goldenen Saal mit Pfeilern, Pilastern und Kanneluren gestaltet. Die Struktur und Farbe der dahinter liegenden Wände sind erkennbar. Die kreisförmige Anordnung der Sitzreihen mit dem Rednerpult in der Mitte symbolisiert den demokratischen Dialog. Das Volk als Souverän ist auf Tribünen positioniert, die sich in unmittelbarer Nähe der Abgeordneten befinden.

Wendeltreppe - Schweriner Schloss

08 Mar 2026 24 9 304
Ein Brand im Jahr 1913 zerstörte rund ein Drittel des Gebäudes. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. Am Burgseeflügel überlebten lediglich die Grundmauern, während der Schlossgartenflügel seine Obergeschosse verlor. Der prunkvolle Goldene Saal und das reich gestaltete Haupttreppenhaus fielen den Flammen vollständig zum Opfer. Letzteres wurde durch eine Rote Marmortreppe ersetzt. Diese wurde von 1926 bis 1931 nach einem Entwurf von Paul Ehmig gebaut.

Das Leanderzimmer - Schweriner Schloss

01 Mar 2026 20 9 309
Das Leanderzimmer im Schweriner Schloss ist ein rundes Turmkabinett aus der Zeit des romantischen Historismus (1845–1857). In der Mitte des Raums stand einst eine Plastik des antiken Liebespaares Hera und Leander. Vermutlich im Jahr 1918 verschwand die Plastik aus dem Leanderzimmer, sodass nur der Sockel im Schloss zurückblieb. Die Umstände des Verschwindens sind nicht bekannt. Das Leanderzimmer wurde später mit der Ruhenden Paolina Bonaparte Borghese als Venus geschmückt. Blick in das Leanderzimmer, in dessen Mitte die Doppelfigur in einem Zimmerbrunnen stand. (Foto: Repro Schlossverein) Als Friedrich Franz II. 1844 Rom besuchte, sah er Steinhäusers Figurengruppe "Hero und Leander". Das Ganze ausgeführt in Marmor und im klassischen Stil, der 21-jährige Großherzog war hingerissen. "Herrlich schön", notierte er, kaufte das Paar aber nicht. Sein Onkel Friedrich Wilhelm IV. von Preußen kaufte es stattdessen. Zwei Jahre später stand der Großherzog in Berlin erneut vor dem Paar. Weil Steinhäuser inzwischen eine zweite Version geschaffen hatte, fand es den Weg nach Mecklenburg. Etwas kleiner als die Figuren in Preußen, aber Friedrich Franz II. war ja kein König. commons.wikimedia.org/wiki/File:1850_Steinh%C3%A4user,_Hero_und_Leander.jpg Nun entstehen die beiden mithilfe eines 3D-Druckers und Polymer-Marmors neu. Die Doppelfigur im Schloss Charlottenburg in Berlin bildet die Vorlage für das Schweriner Projekt.

Wohnzimmer von Großherzogin Auguste - Schloss Schw…

23 Dec 2025 27 16 389
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2026! Das Wohnzimmer der Großherzogin Auguste im Schweriner Schloss wurde zwischen 1845 und 1857 im Stil des romantischen Historismus errichtet. Die halbhohe Eichenholzvertäfelung schließt mit einem Wandbord ab, dessen geschnitzte Konsolen zwischen 1910 und 1918 entfernt und zwischen 1989 und 1991 neu gefertigt wurden. Aufgrund originaler Befunde konnte auch die Wandbespannung aus blauem Halbseidendamast rekonstruiert werden. Der runde Tisch sowie die dazugehörigen Polstersessel und -stühle stammen aus der ursprünglichen, historistischen Schlosseinrichtung. Auf einer der Sessellehnen ist ein hessisches Wappen zu sehen, was darauf hindeutet, dass die Sitzgruppe nach 1864, d. h. nach der zweiten Heirat Friedrich Franz II. mit Anna von Hessen-Darmstadt, entstanden ist. Die Decke sieht aus, als wäre sie aus Holz geschnitzt, ist aber aus Pappmaché. Farbe und Holzmuster sind nur aufgemalt.

Das Blücherzimmer - Schloss Schwerin

13 Dec 2025 26 11 453
Das ist das Blücherzimmer. Das ist kein Schreibfehler, denn hier geht es nicht um Bücher, sondern um Blücher. Gebhard Leberecht von Blücher (*16.Dezember 1742, †12.September 1819). Er war ein preußischer Generalfeldmarschall, der durch den Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo berühmt wurde. Volkstümlich „Marschall Vorwärts“ genannt, gehörte er zu den populärsten Helden der Befreiungskriege in Europa. Das Blücherzimmer im Schloss Schwerin wurde 1854/55 fertiggestellt und ist benannt nach den dort ausgestellten Porträts von Gebhard Leberecht von Blücher sowie Carl zu Mecklenburg und anderen Helden der Befreiungskriege. Wenn ihr das nächste Mal im Schlossmuseum seid, schaut euch die Wände einmal genauer an. Sie sehen aus, als wären sie aus Marmor. In Wirklichkeit sind sie aus poliertem und eingefärbtem Gips.

Reiterdenkmal Friedrich Franz II - Schwerin - 3 PI…

09 Nov 2025 27 10 559
Das Reiterdenkmal Friedrich Franz II. in Schwerin wurde 1893 im Stil des Neobarock nach Entwürfen des Bildhauers Ludwig Brunow eingeweiht. Es steht im Schweriner Schlossgarten in der Nähe des Schlosses und ist somit seit 2024 Teil des UNESCO-Welterbes „Residenzensemble Schwerin”. Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg starb am 15. April 1883 an den Folgen einer Lungenentzündung. Kaum war die feierliche Beisetzung im Schweriner Dom verstrichen, fasste man bei Hofe den Beschluss, dem Großherzog ein monumentales Denkmal zu setzen. Der in Mecklenburg geborene Bildhauer Ludwig Brunow wurde um einen Kostenvoranschlag für ein Reiterdenkmal mit umfangreicher Sockelgestaltung gebeten. Er bezifferte die Kosten auf 250.000 Mark. Im September desselben Jahres startete ein erster Spendenaufruf, der in 55 mecklenburgischen Zeitungen erschien. Auch die mecklenburgischen Konsulate im Ausland und der kaiserliche Hof wurden für die Suche nach spendenfreudigen Landsleuten bemüht. Diese Aktion zeigte schnell Erfolg: Bereits im Januar 1885 standen 218.000 Mark zur Verfügung; der Restbetrag sollte durch Verzinsung des Spendengeldes erzielt werden. An den vier Ecken befinden sich allegorische Darstellungen der vier Tugenden eines Monarchen. Zu sehen ist hier die Tugend Weisheit.

Die Bibliothek - Schweriner Schloss

25 Jan 2026 27 10 461
Die zwölf Bücherschränke aus poliertem Eichenholz beherbergten die großherzogliche Privatbibliothek. Nach seiner Abdankung im Jahr 1918 nahm der Regent die Bibliothek mit nach Ludwigslust, wo sie bis 1945 verblieb. Danach ging der gesamte Buchbestand verloren. Hinter den Schränken befindet sich ein schmaler Gang, der zu einer Treppe führt. Der Großherzog gelangte auf diese Weise in kürzester Zeit in das Schlafgemach seiner Gemahlin. Ein signifikanter Anteil der Eichenholzdecke sowie der Schränke besteht aus Pappmaché bzw. Gips. Dies hatte nicht nur eine Kostenersparnis zur Folge, sondern die Materialvielfalt entsprach auch den zeitgenössischen Modetrends. Das stufenartige Rhombenmuster des Tafelparketts aus Nussbaum-, Eichen- und Eschenholz erzeugt eine überraschend räumliche Wirkung. Die Gemälde über den Türen wurden von dem Mecklenburger Maler C. G. C. Schumacher ausgeführt. Die dargestellten Allegorien der Theologie, Philosophie und Jurisprudenz erscheinen auf Goldgrund und verweisen auf das gute Regiment des Monarchen. Die Porträtbüsten auf den Schränken repräsentieren eine Auswahl an historischen Persönlichkeiten, darunter namhafte Staatsmänner, Dichter, antike Gottheiten sowie Mitglieder und Verwandte des mecklenburgischen Herrscherhauses.

Das Speisezimmer - Schweriner Schloss

19 Jan 2026 25 11 406
Das Speisezimmer im Schweriner Schloss ist Teil der prunkvollen Beletage, die als Hauptresidenz der mecklenburgischen Großherzöge diente. Er besticht durch seine historische Gestaltung aus dem 19. Jahrhundert, die den luxuriösen Lebensstil des Hofstaates widerspiegelt. Typisch sind prachtvolle Decken, Kronleuchter und historische Möbel, die den pompösen Rahmen für herzogliche Diner bildeten. Hier kann man die imposanten Zarenvasen betrachten. Vase aus der Porzellanmanufaktur St. Petersburg (184 Mittags gab es sieben bis zwölf Gerichte. Zum Beispiel Schildkrötensuppe, Kaviar, Entenbraten, Ananasgelee und Eis. Buntglasfenster (1883) von Christoph Philipp Böhmländer (1809 Nürnberg-1893) mit Mystischer Vermählung der heiligen Katharina von Alexandria.

Das Billardzimmer - Schloss Schwerin

13 Jan 2026 25 11 390
Das Billardzimmer befindet sich im ehemaligen Wohnbereich des Großherzogs Friedrich Franz II. Es verfügt über eine reich verzierte Holzdecke, holzvertäfelte Wände und eine umlaufende Stuckfries-Dekoration. Der Name des Zimmers geht auf das hier einst aufgestellte Billard zurück, das im Jahr 1857 installiert wurde. In den Jahren von 1879 bis 1904 wurde der Raum als russisch-orthodoxe Hauskapelle genutzt, und zwar von der Gemahlin von Friedrich Franz III., der Zarennichte Anastasia Michailowna. Die ausgestellten niederländischen Gemälde und Fayencen des 17. und 18. Jahrhunderts belegen die Kunstbegeisterung mecklenburgischer Herzöge. Der originale Stuckfries des Berliner Bildhauers F. W. Dankberg orientiert sich am Vorbild eines gemalten Frieses von W. von Kaulbach im Neuen Museum zu Berlin. Er präsentiert auf humorvolle und verfremdete Weise Episoden der frühen Menschheitsgeschichte.

Das Blumenzimmer - Schloss Schwerin

06 Jan 2026 29 17 475
Das Blumenzimmer im Schweriner Schloss ist ein prachtvolles und detailreiches Juwel aus dem 19. Jahrhundert. Großherzog Friedrich Franz II. ließ es als Geschenk für seine Frau Auguste gestalten. Es ist mit leuchtenden, floralen Motiven und Goldverzierungen geschmückt. Zu sehen sind darauf Blumen wie Stiefmütterchen, Glockenblumen und Rosen, die die Zuneigung des Herrschers symbolisieren. Das kreisrunde Zimmer im Hauptturm des Schlosses öffnet sich zur Landschaft und zu den Gartenterrassen über der Orangerie. Von dort aus hat man einen Blick auf den See und direkten Zugang zur Gartenterrasse. An der Decke befindet sich ein reicher Stuckdekor, der auch Allegorien der vier Elemente umfasst. In der Mitte der Stuckdecke befindet sich ein Deckengemälde, das zeigt, wie Genien die Initialen der Großherzogin zum Himmel tragen. Auch individuelle Porträts der Großherzogin sind Teil der Gestaltung. Sie zeigen Auguste mit jeweils unterschiedlichen Blüten im Haar. Zur Originalausstattung gehört der mit Intarsien verzierte Tisch, auf dem sich ursprünglich eine Blumenetagere befand.

Das Sagenzimmer - Schloss Schwerin - 1 PIP

07 Dec 2025 27 7 455
Das Sagenzimmer im Schweriner Schloss ist ein früherer Gesellschaftsraum, der durch Wandmalereien, eine Allegorie der Legende des Marcus Curtius beeindruckt. Der Raum wird auch als "Zwischenflur" bezeichnet und liegt auf dem Weg zu weiteren Räumen wie dem Blücherzimmer führt. Das inhaltliche Thema wird im Bilderfries der Maler W. Peters und R. Elster aufgegriffen. Deckenstuck und -gemälde wurden beim Schlossbrand 1913 zerstört. Über der Stuckmarmorierung der Wände illustriert er in affektgeladener Dramatik die mittelalterlichen Versepen "Gudrun", "Tristan und Isolde", "Parzival", "Iwein" und "Armer Heinrich". Ergänzend finden sich Phantasieporträts der Dichter Gottfried von Straßburg, Walter von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und Hartmann von Aue.

Ahnengalerie - Schloss Schwerin - 4 PIP's

30 Nov 2025 30 9 445
Erst beim Schlossumbau im 19. Jahrhundert entsteht die heutige Ahnengalerie. Sie präsentiert zwischen vergoldeten Zinkgusssäulen 31 ganz- bzw. halbfigurige Fürstenporträts. Auf dem Weg in den Thronsaal wird dem Besucher so die lückenlose Geschlechterfolge aller regierenden und stammerhaltenden Herzöge von Mecklenburg-Schwerin seit 1348 vor Augen gestellt. Ein auf Bronzetafeln gravierter Stammbaum führt die Ahnenreihe noch weiter zurück bis zum slawischen Obotritenherrscher Niklot, dem 1160 gefallenen Begründer der Dynastie. Der geometrische Stuckdekor der Decke klingt in der Musterung des Tafelparketts aus Mahagoni, Eiche und Palisander nach. Dank langjähriger Recherchen durch den Hofarchivar Christian Friedrich Lisch kann bei der Einrichtung der Galerie auf 19 Originalbildnisse mecklenburgischer Herzöge und ihrer Gemahlinnen zurückgegriffen werden. Die übrigen Gemälde fertigt der Hofmaler Theodor Fischer 1852 bis 1856 als Kopien oder Idealporträts nach älteren Vorlagen, die ebenfalls Lisch ausfindig macht. Friedrich Franz III. Marmor Büste von 1893 Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg [-Schwerin] war von 1883 bis 1897 Großherzog im Landesteil Mecklenburg-Schwerin.

Schloss Schwerin Orangerie - 4 PIP's

23 Nov 2025 33 15 448
Die Orangerie Schwerin liegt in direkter Nähe zum Schweriner Schloss und wurde im Jahr 1853 errichtet. Sie gehört zum Schweriner Residenzensemble, das seit 2024 zum Weltkulturerbe zählt. ist. Die zweiflügelige Orangerie befindet sich in der Achse des Hauptturms des Schlosses, ist zur Seeseite hin geöffnet und ihr Dach dient als Terrasse. Die Verwendung von Gusseisen, das damals als hochmodern galt, ist ein Zeitzeugnis der Industriellen Revolution. Die Orangerie erfüllt noch heute ihre ursprüngliche Funktion, Pflanzen in den Wintermonaten zu schützen. In den Sommermonaten kann man in einem Café den Blick auf das Schloss und den See genießen Die Viktoriastatuen auf dem Dach der Orangerie sind als Baudenkmale gelistet. Der bepflanzte Innenhof wird im Südosten von einem Arkadengang begrenzt. Das Ufer des Schweriner Sees ist nur wenige Meter entfernt. Zum Ensemble der Orangerie gehören ein Palmengarten und ein Muschelbrunnen, mehrere begehbare Dachterrassen. Direkt neben ihr liegt eine künstlich angelegte Felsengrotte.

Schloss Schwerin - 4 PIP's

16 Nov 2025 37 19 605
Das Schloss ist ein Bauwerk, das sich im Laufe eines über tausendjährigen Prozesses historisch entwickelt hat. Seine ringförmige Gestalt geht auf die Wallanlage einer slawischen Burg zurück, die um 941/942 auf der heutigen Schlossinsel errichtet wurde. Der letzte freie Fürst der Obotriten, Niklot, wurde 1160 von Heinrich dem Löwen besiegt, der daraufhin auf den Überresten der slawischen Burg eine deutsche Burg und die Stadt Schwerin errichtete. Fast 200 Jahre später, 1348, erhielten die christianisierten Nachfahren Niklots die Burg zurück. Seitdem regierten sie nahezu ohne Unterbrechung bis 1918 von hier aus den Schweriner Landesteil Mecklenburgs. 1918, mit der Novemberrevolution, war Friedrich Franz IV. gezwungen abzudanken. Nach dem Weggang der Großherzogsfamilie und dem Übergang des Schlosses in das Eigentum des Staates diente es wiederholt als Sitz des Landtages: in der Weimarer Republik und von 1948 - 1952. Seit 1990 tagt der Landtag des neu gegründeten Landes Mecklenburg-Vorpommern in dem altehrwürdigen Gebäude. Das Schloss wurde im 16. und 19. Jahrhundert umgebaut. Vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges gab es Pläne, es im Stil der Renaissance umzugestalten, was jedoch durch den Konflikt vereitelt wurde. Das heutige Erscheinungsbild setzt sich aus diesen Umbauphasen zusammen, wobei der Kern einiger Gebäude, wie der des Bischofshauses, um einiges älter ist. Die prägendste Phase war von 1843 bis 1857. Die Schlosskirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Das Schloss wird heute vom Landtag, der Schloßkirchengemeinde, als Museum und für gastronomische Zwecke genutzt.