02 Altar Weidenkirche Bearbeitung
03 Baumstubben von unten
04 Baumstubbenaltar
05 Weidenkirche Berlin
Day 61/365:2026 Finally, dirt under my fingernails…
Day 62/365:2026 Motley
Day 63/365:2026 HWW
Day 64/365:2026 Moonset
Bad Friedrichshall – growing fence
Day 65/365:2026 Sowing
Day 66/365:2026 Shadow
Day 67/365:2026 Rhythm
Agnesburg Tunnel A7
Day 68/365:2026 Bench by fog
Day 69/365:2026 Plate
APO – HWW!
Day 70/365:2026 Pruning
Day 71/365:2026 Pruning
After Work & HFF!
Day 72/365:2026 Pruning
Day 73/365:2026
Sculptuur Doremifasollasido van Mathieu Knippenber…
Day 74/365:2026 Levisticum officinale
'Die Bank' von Zóltán László
Seele der Zeder
Day 60/365:2026 Patches of fog
Day 59/365:2026 Today was another beautiful day.
Day 58/365:2026 Today will be another beautiful da…
Zaun • Hecke • Mauer
Waldbreitbacher Klostergarten
Day 57/365:2026 Blackberry bow
Paradies
Facade
Day 56/365:2026 Hidden Chair
Timber-frame
Angebot
Timber-framed hands
24.02.2026: Festhochamt zum 200. Geburtstag
Day 55/365:2026 Kloster Marienhaus
Day 54/365:2026 Ruth
Day 53/365:2026 Chair
SC185 4x4
Day 52/365:2026 Angel-Window
Day 51/365:2026 Rezeptbuch
Jägerzaun
1/707 • f/2.2 • 4.1 mm • ISO 32 •
Apple iPhone 5s
iPhone 5s back camera 4.12mm f/2.2
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01 Anlieferung des Baumstubbens
Das soll ein Altar für die Weidenkirche Berlin werden.
Die Geschichte dazu:
2014
Das Jahr stand fast ganz im Zeichen der Weidenkirche Berlin. Es begann mit einem Anruf von Lanka, der meine Telefonnummer von der Peter Lenné Schule bekommen hatte. Die evangelische Schülerjugend brauchte Beratung und Unterstützung beim Bau einer Weidenkirche. Nach Rücksprache mit meinen Vorgesetzten und Kolleginnen sagte ich zu.
Der erste Schritt war für uns die Ernte der Weidenhölzer. Dazu fuhren wir mit zwei Gruppen Auszubildender in den Oderbruch und ernteten aus aufgelassenen Korbweiden lange Hölzer, überwiegend Silberweide und Kreuzungen davon.
Der zweite Schritt war der Bau der Weidenkirche am 1.Mai-Wochenende 2014. Wir waren mit meinen Auszubildenden vor Ort, die auch eine eigene Jurte bekamen.
(...)
Auf dem Baucamp wurde auch darüber abgestimmt, wie der Altar der Weidenkirche gestaltet werden sollte. Der Entwurf, eher ein Vorschlag, den Altar aus einem Baumstumpf zu machen, sammelte die meisten Stimmen. Ich wurde damit beauftragt, einen geeigneten Baumstubben zu finden. Im Späth-Arboretum hatten wir Baumstuben ausgegraben, aber diese waren schon so weit verrottet, dass sie nicht mehr bearbeitet werden konnten. Die Grünflächenämter unterhielten Plätze, wo Grüngut, Baumschnitt und eben auch Baumstubben gelagert und zu Holzhäcksel oder Kompost verarbeitet werden sollten. Aus dem Tiergarten kam das Angebot, einen Stubben von einem Silberahorn auszugraben, der erst frisch gefällt worden war. Nach Inaugenscheinnahme planten wir einen Arbeitseinsatz im Hansaviertel.
Nach dem ersten Tag angestrengter Arbeit hatten wir erst einen kleinen Teil des Stubbens freigelegt. Wir rechneten hoch und stellten fest, dass wir noch 23 Arbeitstage brauchen würden, um den Stubben zu heben. Wir brachen das Vorhaben ab und ich besuchte nach und nach die Bauhöfe. Schließlich wurde ich in Spandau am Lagerplatz Sandwiesenweg fündig: eine massive Reihe aus 5 zusammengewachsenen Stämmen einer Hainbuchenhecke vom Friedhof 'In den Kisseln', die nicht mehr geschnitten worden war und so 'ausgewachsen' ist. Das Grünflächenamt übernahm den Transport zur Ausbildungsstätte in Staaken, wo wir die nächsten Monate mit Unterbrechungen den Wurzelballen und die Stämme reinigten und abschliffen. Nach der Naßreinigung kam die Trockenreinigung: die Feinwurzeln wurden entfernt und nur dicke Wurzeln stehen gelassen. Wir setzten sogar eine Vibrationsplatte ein, um die restliche Erde aus der Wurzel herauszuschütteln; unglaublich, wieviel Erde noch aus dem Stumpf herausrieselte. Der Druckluftkompressor lief stundenlang, um auch in den Hohlräumen des Holzes Erdreste und faule Stellen zu entfernen.
Dann wurde Maß genommen für die Altarplatte, den eigentlichen Tisch, der aus Corten-Stahl gefertigt werden sollte. Die Wurzel selbst bekam ein Dreibein aus Edelstahl, damit das Holz nicht mit dem Untergrund in Berührung kam. Von den 5 Stämmen blieben nur 4 stehen, ein Stamm sollte später ein Kreuz tragen. Die Oberseite mit den Stämmen und der Wurzeloberseite wurde mit Lasur behandelt, die Unterseite wurde mit Kunstharz vergossen. Insgesamt verbrauchten wir 7 Liter Lasur und 21 Liter Kunstharz. Dann kam der Stubben in die Metallwerkstatt von Gabi Sawitzki, wo der Tisch und der Fuß angepasst und montiert wurde. Der Altar hatte nun eine größte Breite von 1,53 m und eine größte Länge von 2,33m.
Am 25. Juli 2015 wurde der Altar auf der Bäkewiese eingeweiht.
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Die Geschichte dazu:
2014
Das Jahr stand fast ganz im Zeichen der Weidenkirche Berlin. Es begann mit einem Anruf von Lanka, der meine Telefonnummer von der Peter Lenné Schule bekommen hatte. Die evangelische Schülerjugend brauchte Beratung und Unterstützung beim Bau einer Weidenkirche. Nach Rücksprache mit meinen Vorgesetzten und Kolleginnen sagte ich zu.
Der erste Schritt war für uns die Ernte der Weidenhölzer. Dazu fuhren wir mit zwei Gruppen Auszubildender in den Oderbruch und ernteten aus aufgelassenen Korbweiden lange Hölzer, überwiegend Silberweide und Kreuzungen davon.
Der zweite Schritt war der Bau der Weidenkirche am 1.Mai-Wochenende 2014. Wir waren mit meinen Auszubildenden vor Ort, die auch eine eigene Jurte bekamen.
(...)
Auf dem Baucamp wurde auch darüber abgestimmt, wie der Altar der Weidenkirche gestaltet werden sollte. Der Entwurf, eher ein Vorschlag, den Altar aus einem Baumstumpf zu machen, sammelte die meisten Stimmen. Ich wurde damit beauftragt, einen geeigneten Baumstubben zu finden. Im Späth-Arboretum hatten wir Baumstuben ausgegraben, aber diese waren schon so weit verrottet, dass sie nicht mehr bearbeitet werden konnten. Die Grünflächenämter unterhielten Plätze, wo Grüngut, Baumschnitt und eben auch Baumstubben gelagert und zu Holzhäcksel oder Kompost verarbeitet werden sollten. Aus dem Tiergarten kam das Angebot, einen Stubben von einem Silberahorn auszugraben, der erst frisch gefällt worden war. Nach Inaugenscheinnahme planten wir einen Arbeitseinsatz im Hansaviertel.
Nach dem ersten Tag angestrengter Arbeit hatten wir erst einen kleinen Teil des Stubbens freigelegt. Wir rechneten hoch und stellten fest, dass wir noch 23 Arbeitstage brauchen würden, um den Stubben zu heben. Wir brachen das Vorhaben ab und ich besuchte nach und nach die Bauhöfe. Schließlich wurde ich in Spandau am Lagerplatz Sandwiesenweg fündig: eine massive Reihe aus 5 zusammengewachsenen Stämmen einer Hainbuchenhecke vom Friedhof 'In den Kisseln', die nicht mehr geschnitten worden war und so 'ausgewachsen' ist. Das Grünflächenamt übernahm den Transport zur Ausbildungsstätte in Staaken, wo wir die nächsten Monate mit Unterbrechungen den Wurzelballen und die Stämme reinigten und abschliffen. Nach der Naßreinigung kam die Trockenreinigung: die Feinwurzeln wurden entfernt und nur dicke Wurzeln stehen gelassen. Wir setzten sogar eine Vibrationsplatte ein, um die restliche Erde aus der Wurzel herauszuschütteln; unglaublich, wieviel Erde noch aus dem Stumpf herausrieselte. Der Druckluftkompressor lief stundenlang, um auch in den Hohlräumen des Holzes Erdreste und faule Stellen zu entfernen.
Dann wurde Maß genommen für die Altarplatte, den eigentlichen Tisch, der aus Corten-Stahl gefertigt werden sollte. Die Wurzel selbst bekam ein Dreibein aus Edelstahl, damit das Holz nicht mit dem Untergrund in Berührung kam. Von den 5 Stämmen blieben nur 4 stehen, ein Stamm sollte später ein Kreuz tragen. Die Oberseite mit den Stämmen und der Wurzeloberseite wurde mit Lasur behandelt, die Unterseite wurde mit Kunstharz vergossen. Insgesamt verbrauchten wir 7 Liter Lasur und 21 Liter Kunstharz. Dann kam der Stubben in die Metallwerkstatt von Gabi Sawitzki, wo der Tisch und der Fuß angepasst und montiert wurde. Der Altar hatte nun eine größte Breite von 1,53 m und eine größte Länge von 2,33m.
Am 25. Juli 2015 wurde der Altar auf der Bäkewiese eingeweiht.
Erhard Bernstein, Edna Edenkoben have particularly liked this photo
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