Hanau - Schloß Philippsruhe - HDR

Schlösser und Burgen


Schloss Schwerin Orangerie - 4 PIP's

14 Aug 2025 31 16 177
Die Orangerie Schwerin liegt in direkter Nähe zum Schweriner Schloss und wurde im Jahr 1853 errichtet. Sie gehört zum Schweriner Residenzensemble, das seit 2024 zum Weltkulturerbe zählt. ist. Die zweiflügelige Orangerie befindet sich in der Achse des Hauptturms des Schlosses, ist zur Seeseite hin geöffnet und ihr Dach dient als Terrasse. Die Verwendung von Gusseisen, das damals als hochmodern galt, ist ein Zeitzeugnis der Industriellen Revolution. Die Orangerie erfüllt noch heute ihre ursprüngliche Funktion, Pflanzen in den Wintermonaten zu schützen. In den Sommermonaten kann man in einem Café den Blick auf das Schloss und den See genießen Die Viktoriastatuen auf dem Dach der Orangerie sind als Baudenkmale gelistet. Der bepflanzte Innenhof wird im Südosten von einem Arkadengang begrenzt. Das Ufer des Schweriner Sees ist nur wenige Meter entfernt. Zum Ensemble der Orangerie gehören ein Palmengarten und ein Muschelbrunnen, mehrere begehbare Dachterrassen. Direkt neben ihr liegt eine künstlich angelegte Felsengrotte.

Schloss Schwerin - 4 PIP's

15 Aug 2025 34 18 217
Das Schloss ist ein Bauwerk, das sich im Laufe eines über tausendjährigen Prozesses historisch entwickelt hat. Seine ringförmige Gestalt geht auf die Wallanlage einer slawischen Burg zurück, die um 941/942 auf der heutigen Schlossinsel errichtet wurde. Der letzte freie Fürst der Obotriten, Niklot, wurde 1160 von Heinrich dem Löwen besiegt, der daraufhin auf den Überresten der slawischen Burg eine deutsche Burg und die Stadt Schwerin errichtete. Fast 200 Jahre später, 1348, erhielten die christianisierten Nachfahren Niklots die Burg zurück. Seitdem regierten sie nahezu ohne Unterbrechung bis 1918 von hier aus den Schweriner Landesteil Mecklenburgs. 1918, mit der Novemberrevolution, war Friedrich Franz IV. gezwungen abzudanken. Nach dem Weggang der Großherzogsfamilie und dem Übergang des Schlosses in das Eigentum des Staates diente es wiederholt als Sitz des Landtages: in der Weimarer Republik und von 1948 - 1952. Seit 1990 tagt der Landtag des neu gegründeten Landes Mecklenburg-Vorpommern in dem altehrwürdigen Gebäude. Das Schloss wurde im 16. und 19. Jahrhundert umgebaut. Vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges gab es Pläne, es im Stil der Renaissance umzugestalten, was jedoch durch den Konflikt vereitelt wurde. Das heutige Erscheinungsbild setzt sich aus diesen Umbauphasen zusammen, wobei der Kern einiger Gebäude, wie der des Bischofshauses, um einiges älter ist. Die prägendste Phase war von 1843 bis 1857. Die Schlosskirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Das Schloss wird heute vom Landtag, der Schloßkirchengemeinde, als Museum und für gastronomische Zwecke genutzt.

Schloss Friedenstein - Gotha - 5 PIP's

31 May 2024 24 8 453
Das barocke Schloss Friedenstein ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Kunst des neu gegründeten Herzogtums Sachsen-Gotha. Es wurde von Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha in Auftrag gegeben. Sein tief religiöses Verständnis spiegelt sich nicht nur in seinem Beinamen „der Fromme“ wider, sondern auch im Namen des Schlosses selbst. „Friede erneuert, Unfriede verzehrt“, kann man am Hauptportal lesen. Das Schloss sollte die damals bereits zerstörte Festung Grimmenstein ersetzen. Der Grundstein für das neue Schloss wurde im Herbst 1643 gelegt. Bis 1656 war die komplette Anlage schließlich fertiggestellt. Der symbolträchtige Schlossname wird sowohl in der Widmungsinschrift über dem Hauptportal als auch in der darüber angebrachten Reliefkartusche, die den „Friedenskuss“ zeigt, thematisiert. Das Schloss blieb in seiner Bausubstanz über die Jahrhunderte nahezu unverändert und wurde nicht nennenswert zerstört. Von Anfang an war es als Verwaltungs-, Wohn- und Repräsentationssitz sowie für Sammlungen, eine Bibliothek und das Militär vorgesehen. Es diente als Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha und beherbergt heute mehrere Museen, darunter das Schlossmuseum, die Kunstkammer, das Historische Museum Gotha und das berühmte Ekhof-Theater. Letzteres ist eines der ältesten Barocktheater mit originaler Bühnenmaschinerie. Blick vom Schloss auf das Herzogliches Museum Nach den schlimmen Erfahrungen des Dreißigjährigen Kriegs bekräftigt der Bauherr über dem Schlossportal seinen Wunsch „Friede ernährt – Unfriede verzehrt” mit einer Allegorie, bei der sich die Personifikationen von Gerechtigkeit und Friedsamkeit umarmen.

Burg Eltz - 5 PIP's

11 Jun 2025 29 17 517
Die Burg Eltz zählt zu den schönsten Burgen Europas. Sie ist im Stil des Mittelalters gebaut und verfügt über eine originale Einrichtung aus neun Jahrhunderten. Rüstungen, Schwerter, Hellebarden und Gold- und Silberarbeiten können besichtigt, aber nicht fotografiert werden. Die Burg hat alle Kriege überstanden und befindet sich seit über 850 Jahren im Besitz derselben Familie. Sie liegt mitten im Wald, tief im Tal und ist von einem Naturschutzgebiet umschlossen. Die Burg wurde vermutlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Sie steht auf einem Felsen im Tal. Die Burg ragt steil auf einem 70 Meter hohen, elliptischen Felskopf empor und wird auf drei Seiten von der Elz umflossen. Die Erbauer orientierten sich bei der Anlage an der natürlichen Felsformation. Dadurch entstanden die ungewöhnlichen Grundrisse einzelner Räume der Häuser, die nach den Linien des Hauses Eltz Platteltz, Kempenich, Rodendorf und Rübenach benannt sind. Bereits vor 1268 wurden die Burg und die dazugehörigen Güter unter den drei Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich aufgeteilt. Die Burg Eltz war fortan eine Ganerbenburg. Die Burg ist nicht nur für ihre Architektur bekannt, sondern auch für ihre Schatzkammer, die eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken und historischen Artefakten beherbergt. Hier ist Fotografieren erlaubt. Die Jagdgöttin Diana, die auf einem Hirsch sitzt. Um sie herum sind ihre Jagdhunde, kleine Frösche, Eidechsen und Insekten zu sehen. Hier haben wir nicht nur ein Trinkgefäß, sondern auch ein Trinkspiel. Im verzierten Sockel des Gefäßes befindet sich ein Uhrwerk, das aufgezogen werden konnte, um Diana über die festlich gedeckte Tafel gleiten zu lassen und wo sie stoppte, durfte der Mann den Hirsch und die Frau den Hund austrinken, die beide mit Wein gefüllt waren. Weil Hirsch und Hund mit Ketten verbunden waren, kamen sie sich näher. Das Trinkgefäß "Die Völlerei – von der Trunksucht befördert" ist ein Kuriosum aus der Schatzkammer von Burg Eltz, das im 16. Jahrhundert entstanden ist. Es handelt sich um ein silbernes, vergoldetes Gefäß, das von Christoph Lindenberger in Nürnberg im Jahr 1557 geschaffen wurde. Das Kunstwerk zeigt eine humorvolle Darstellung der Völlerei und Trunksucht und diente als Trinkspiel

Schloss von der Leyen an der Mosel

11 Jun 2025 26 14 269
Die Burg wurde erstmals im Jahr 1272 erwähnt, vermutlich wurde sie jedoch bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Im Jahr 1560 residierten die Fürsten von der Leyen hier und gestalteten die Burg zum Schloss um. Beim Ausbau der Eisenbahnstrecke (die heutige Moselstrecke) im Jahr 1876 wurde die bis an das Moselufer reichende Schlossanlage in zwei Teile zerschnitten. Knapp 100 Jahre später, im Jahr 1971, wurde zwischen Bahnlinie und Mosel die Bundesstraße 416 angelegt. Dafür mussten die erdgeschossigen Teile des Schlosses geöffnet bzw. umgebaut werden. Seitdem führt die Bundesstraße mitten durch das Schloss, über den ehemaligen Schlosshof.

Kaiserburg Nürnberg - Sinwellturm - 5 PIP's

19 May 2025 26 15 413
Auf einem besonders hohen Fels im Osten des Vorhofs steht der Sinwellturm. Er wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Im Rahmen einer größeren Renovierung der Burg in den 1560er Jahren wurde das Obergeschoss durch die gesimsartig hervorragenden Quaderringe erhöht, sodass es ein weiteres Geschoss sowie ein Zeltdach mit Spitzhelmaufsatz erhielt. Die Holztreppe mit 113 Stufen im Inneren, die zur Plattform hinaufführt, stammt vermutlich aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Der massive Bau und der ursprünglich in der Mitte des Turms gelegene Eingang machen den Bergfried zu einem sicheren Ort, der sich sowohl als Tresor als auch als Kerker eignet. Der Eingang befindet sich jetzt im Norden durch einen Anbau. Die Spitze des 41 Meter hohen Sinwellturms liegt fast 100 Meter über dem Niveau des Nürnberger Hauptmarkts. Wer den Aufstieg auf sich nimmt, wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Blick in Richtung St. Sebald (Kirche von 1230) Blick auf die Burg vom Sinwellturm

Kaiserburg Nürnberg - Brunnenhaus und Badehaus

19 May 2025 25 14 428
In der Mitte der Vorburg befindet sich eines der wichtigsten Gebäude der Burganlage: das Brunnenhaus mit dem Tiefen Brunnen. Das zweigeschossige Gebäude wurde laut Inschrift im Jahr 1563 errichtet, sein Fachwerkgeschoss wurde 1951 vollständig erneuert. Obwohl die früheste Nachricht über den „Tiefen Brunnen” erst aus dem 14. Jahrhundert stammt, ist der Brunnen zweifellos älter. Er dürfte mit den ersten Bauten der Kaiserburg entstanden sein, denn eine Burg ohne autonome, geschützte Wasserversorgung – insbesondere im Falle einer Belagerung – ist undenkbar. Eindrucksvoll ist der Brunnen allemal: Bis auf die oberen Meter der Brüstung, die im 16. Jahrhundert aus Sandsteinquadern gesetzt wurden, wurde der Schacht über 50 Meter in den gewachsenen Felsen getrieben. Diese Tiefe wird bei jeder Führung durch eine Kamerafahrt anschaulich demonstriert. Eine Medienwand in der Brunnenstube zeigt die Kamerafahrt sowie weitere Informationen über den Brunnen.

Kaiserburg Nürnberg

19 May 2025 28 16 498
Die Nürnberger Burg war im Mittelalter eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Burg wurde 1050 erstmals urkundlich erwähnt. Sie besteht aus der Kaiserburg, der Burggrafenburg und den Bauten der Reichsstadt. Panorama vom Sinwellturm Bis ins späte Mittelalter war die Nürnberger Kaiserburg Schauplatz von Hoftagen und anderen wichtigen reichspolitischen Ereignissen. 1313 ging sie mit ihren Bauten aus der Stauferzeit in den Besitz der Reichsstadt über. Diese errichtete weitere Bauten und bezog die Burg im 16. Jahrhundert in die modernisierte Stadtbefestigung ein. Im äußeren Burghof Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Burg für mittelalterliche Darstellungen genutzt und in diesem Zusammenhang umgebaut. 1945 weitgehend zerstört, wurde die Burg bis 1981 restauriert. Innenhof der Kaiserburg Der Luginsland ist ein 1377 errichteter Wachturm, welcher mit einer Höhe von 47 Metern der höchste Turm der Nürnberger Burg ist. Ende des 15. Jahrhunderts wurde an den Luginsland ein Gebäude angebaut, das zuerst als Kornspeicher und, wenn der Kaiser auf der Burg weilte, als Pferdestall diente, wodurch es den Namen Kaiserstallung erhielt. Heute befindet sich in der Kaiserstallung die zentrale Jugendherberge und das Jugendgästehaus

Schloss Philippsruhe - Hanau

24 Jul 2024 27 16 482
Das Hauptgebäude hat zwei Stockwerke und an beiden Seiten jeweils einen eingeschossigen Anbau. Zwischen 1700 und 1725 hat Graf Philipp Reinhard das Barockschloss am Flussufer bauen lassen. Ein Renaissance-Vorbau wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Was diese Kulisse so besonders macht, ist ihre Vielschichtigkeit. Die Parkanlage kann man auf verschiedene Weise nutzen. Im Sommer finden da viele Open-Air-Konzerte und Festivals statt. Auch die festlichen Säle bieten Raum für diverse Kulturevents. Außerdem sind im Schloss das Historische Museum Hanau, das Papiertheatermuseum und das schönste Standesamt im Rhein-Main-Gebiet untergebracht.

Schloss Cecilienhof - Potsdam

07 May 2023 36 18 730
Das Schloss wurde im Auftrag Kaiser Wilhelms II. von 1913 bis 1917 als Residenz für den Kronprinzen Wilhelm von Preußen und seine Gemahlin Cecilie erbaut. Der Architekt gruppierte die einzelnen Baukörper geschickt um mehrere Innenhöfe und schmückte die Fassade mit aufwendigem Fachwerk und Zierschornsteinen, um die wahre Größe des Gebäudes mit 176 Zimmern zu verschleiern. Im Obergeschoss befanden sich die Privatgemächer des Kronprinzenpaares, einschließlich eines als Schiffskabine gestalteten Kabinetts der Kronprinzessin, das im Original erhalten ist. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 erhielten Wilhelm und Cecilie das Schloss 1926 vom Staat als Privateigentum zurück. Das Kronprinzenpaar bewohnte Cecilienhof bis zu seiner Flucht 1945. Vom 17. Juli bis 2. August 1945 war das Schloss der Tagungsort der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Die Räume im Erdgeschoss wurden als Verhandlungssäle und Arbeitsräume genutzt. Heute können sie als historischer Ort der Potsdamer Konferenz besichtigt werden. Im großen Saal wurde das Potsdamer Abkommen unterzeichnet. Schloss Cecilienhof wurde 1990 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Pegasusgruppe - Belvedere Pfingstberg - Potsdam

07 May 2023 31 11 722
Das geflügelte Pferd Pegasus schlug mit seinem Huf die berühmte Quelle auf dem Berg der Musen, den Helikon. Auf dem Pfingstberg in Potsdam verleihen gleich zwei Pegasusse dem Belvedere ihre Flügel. Die Originale aus Zinkguss von 1863 waren nach dem Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verloren. Erst 1995 gelang es dem Förderverein gemeinsam mit Schülern, 50 Fragmente zu bergen. Darunter befanden sich ein Huf, eine Flügelspitze und Teile eines Pferdehodens. Einschussspuren deuten darauf hin, dass die Statuen als Zielscheibe missbraucht und mutwillig zerstört wurden. Die Funde und Fotos aus den 1930er Jahren dienten dem Berliner Bildhauer Andreas Hoferick als Anhaltspunkte für die Rekonstruktion. Das Pfingstbergensemble wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Belvedere Pfingstberg - Potsdam

07 May 2023 34 15 981
Das Schloss liegt auf dem Pfingstberg, der mit 76 m höchsten Erhebung Potsdams. Im Jahr 1847 begann der Bau des Belvedere Pfingstberg auf Anweisung von Friedrich Wilhelm IV. Zu diesem Zeitpunkt war ihm nicht bewusst, dass er die Fertigstellung im Jahr 1863 nicht mehr erleben würde. Außerdem konnte der Preußenkönig nicht ahnen, dass das Schloss am Ende nicht ganz so aussehen würde, wie er es sich ursprünglich vorgestellt hatte. Das Belvedere wurde in nur fünf Jahren erbaut, während der politisch unruhigen Revolutionszeit um 1848. Die Arbeiten wurden 1852 zugunsten der Orangerie von Sanssouci unterbrochen. Erst nach Krankheit und Tod von Friedrich Wilhelm IV. wurde es 1861 von dessen Bruder Wilhelm I. in eingeschränkter Weise fertiggestellt und in den Folgejahren von der königlichen Familie für Teestunden genutzt. Die mächtige Doppelturmanlage mit großzügigen Kolonnaden ist im Stil einer italienischen Renaissance-Villa erbaut und thront als malerischer Blickpunkt in der Landschaft. Das Pfingstbergensemble wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Römisches Kabinett Im Westturm befindet sich das Römische Kabinett, welches durch die Nordarkade mit dem Maurischen Kabinett verbunden ist. Vom Römischen Kabinett gelangt man durch eine gußeiserne Wendeltreppe auf den Westturm.Das Kabinett ist mit Wandmalereien geschmückt, die den Ausgrabungsstädten in Pompeji und Herkulaneum entlehnt sind. Seit 1994 wurden Versuche unternommen, die Gemälde im Sinne moderner Denkmalpflege zu erhalten. Die ursprüngliche Struktur sollte beibehalten und wiederhergestellt werden. Die originalen Gemäldefragmente sind heute deutlich erkennbar, da die Zusätze in Farbe leicht von ihnen abweichen. Größere fehlende Bereiche wurden einfarbig lackiert.

Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci - Potsdam

05 May 2023 27 9 546
Das Schloss Charlottenhof liegt in unmittelbarer Nähe des Park Sanssouci, in Potsdam. Das Areal hatte verschiedene Besitzer, darunter auch Charlotte von Getzhow, die Namensgeberin des Schlosses ist. Friedrich Wilhelm der III kaufte das Areal um es seinem Sohn Friedrich Wilhelm und dessen Frau Elisabeth Ludovika von Bayern 1825 zu Weihnachten zu schenken. Es diente den beiden als Sommersitz in Potsdam. Friedrich Wilhelm beauftragte Karl Friedrich Schinkel mit dem Bau eines Schlosses, basierend auf den bereits bestehenden Grundmauern des Gutshauses. Der Höhepunkt der Schinkelschen Gestaltung ist der zentral gelegene Speiseraum, den der Besucher über das Vestibül betritt. Von dort geht es direkt durch den Portikus in den Garten. Zu beiden Seiten des Saals befinden sich die privaten Wohnräume des Hauses. Die Inneneinrichtung des Schlosses ist noch fast vollständig originalgetreu erhalten. Im Gegensatz zu Schloß Sanssouci und dem Neuen Palais orientiert sich das Innere nicht mehr am Rokoko, sondern ist im Stil des preußischen Klassizismus gehalten, welcher sich an römischen Villenbauten orientiert. Das Highlight des Schlosses ist das Zeltzimmer, welches nach dem Vorbild römischer Feldherrenzelte eingerichtet wurde. Das Zimmer ist mit blau- weiß gestreiften Papiertapeten gestaltet. Die blau- weißen Fensterläden verweisen auf die Herkunft Elisabeths von Bayern. Zu den Gästen beispielsweise der Forscher Alexander von Humboldt. Heute sind noch alle zehn Zimmer im Schloss Charlottenhof originalgetreu erhalten. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1829 kam das Schloss Charlottenhof mit seinem Gartenareal dem Park Sanssouci im Westen von Potsdam hinzu.

Chinesisches Teehaus im Park Sanssouci - Potsdam

05 May 2023 35 16 673
Das Chinesische Teehaus ist ein Gartenhaus im Park Sanssouci in Potsdam. Es wurde von Friedrich dem Großen zur Ausschmückung seines Zier- und Nutzgartens etwa 660 Meter südwestlich des Sommerschlosses Sanssouci errichtet. Er hat den Grundriss eines Kleeblatts und ist der wohl bekannteste noch erhaltene Rokoko-Pavillon und ein Beispiel für die Chinoiserie-Mode des 18. Jahrhunderts, die die höfische Kultur in ganz Europa prägte. Die Chinoiserie zeigt jedoch wenig vom damaligen China, sondern vielmehr die europäische Vorstellung davon. Die Außenansicht des Pavillons wird von vergoldeten Figuren und Säulen in Form von Palmen bestimmt. Die lebensgroßen Figuren, einzeln oder in Gruppen platziert, stellen märchenhaft gekleidete Musiker und Teetrinker dar. Dadurch entsteht der Eindruck, sich nicht in Europa zu befinden. Die Deckenmalerei zeigt asiatische Menschen, die hinter einer Balustrade stehen und miteinander plaudern oder in den Raum schauen. Sie sind von Papageien, Affen und auf Pfosten sitzenden Buddhafiguren umgeben. Die Wände der an den Hauptraum angrenzenden Kabinette sind mit hellgrundigen, seidenen Wandbespannungen mit gemalten Blumenmustern versehen.

Communs am Neues Palais - Park Sanssouci - Potsdam

05 May 2023 30 12 605
Die Communs befinden sich westlich hinter dem Neuen Palais und bilden den Abschluss des Schlossparks von Sanssouci. Die repräsentativen Bauten haben weitläufige geschwungene Treppen und Säulengänge. Sie wurden gemeinsam mit dem Neuen Palais errichtet und beherbergten die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Neuen Palais. Die kaiserliche Küche war wahrscheinlich aus Brandschutzgründen und wegen der Geruchsbelästigung in einem der Häuser untergebracht. Vom Schloss aus führt ein Tunnel zum Neuen Palais. Die beiden Communs sind durch eine Kolonnade miteinander verbunden. Der Kolonnadenbogen verfügt über 158 Säulen und ist von 62 feinziselierten Figuren aus Sandstein gekrönt. Der Triumphbogen ist 24 Meter hoch und die Kartusche misst 2,50 Meter. Jeder der beiden Kolonnadenbögen endet in einem Pavillongebäude. Nach nur sechs Jahren Bauzeit (1763-1769) konnten königliche Gäste in 200 Räumen, vier Festsälen und einem Rokokotheater residieren. Die Pavillons der Communs wurden großzügig ausgelegt, um Platz für Küche, Dienerschaft, Arbeits- und Unterkunftsmöglichkeiten zu bieten. All dies war hinter einer Schlossfassade verborgen. Heute gehören die Gebäude zur Universität Potsdam.

Bildergalerie von Sanssouci - Park Sanssouci - Pot…

05 May 2023 32 16 806
Die Bildergalerie in unmittelbarer Nähe des Schlosses Sanssouci ist der erste eigenständige Museumsbau auf deutschem Boden und zählt zu den prachtvollsten eigens für eine Kunstsammlung errichteten Gebäuden des 18. Jahrhunderts in Europa. Zugleich ist es der älteste erhaltene Galeriebau Deutschlands, da er von 1755 bis 1763/64 von Johann Gottfried Büring für die Gemäldesammlung Friedrichs II. errichtet wurde. Der Bau wurde nach den Vorstellungen Friedrichs des Großen gestaltet, die Sammlung (bis auf wenige Ausnahmen) innerhalb weniger Jahre nach seinen Wünschen auf dem internationalen Kunstmarkt erworben. Herrscherallegorien, die der Person des Königs huldigen, sucht man vergeblich, denn im Vordergrund stand allein die Kunst: Die Bildergalerie war ein „Tempel der Künste“ - versinnbildlicht in den Allegorien der Künste, die Decken, Türen und Tische schmückten, und in einer hervorragenden Sammlung von Gemälden und Skulpturen. Die vier Evangelisten (oben mitte) Peter Paul Rubensum 1614 Das Bild zeigt die vier Evangelisten Lukas, Matthäus, Markus und Johannes in dem Moment des Empfangens göttlicher Inspiration, die sie zum Verfassen der Evangelien bewegt. Triumph der Galathea (oben rechts) Theodoor van Thulden1659 Der Triumph der Schönheit und sinnlichen Liebe Schon beim Betreten des Gebäudes offenbart sich dem Besucher die überwältigende Pracht der Bildergalerie Sanssouci. Kostbarer, zum Teil antiker Marmor an Boden und Wänden, vergoldeter Stuck, reich verzierte, vergoldete Schnitzrahmen, Konsolen und Tische sowie eine Sammlung hervorragender Gemälde und Statuen machen die Bildergalerie Sanssouci zu einem Gesamtkunstwerk der friderizianischen Kunst des 18. Jahrhunderts. Statuen: Apoll von Belvedere und zweimal Diana

Orangerieschloss von Sanssouci - Park Sanssouci -…

05 May 2023 40 19 645
Im Mittelbau der Dreiflügelanlage befindet sich der imposante Raffaelsaal, in dem die sehenswerte Sammlung von über 50, aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kopien von Gemälden Raffaels untergebracht wurde. Besonders hervorzuheben ist außerdem das zur Gästewohnung gehörende Malachitzimmer, das opulent mit Skulpturen, vergoldetem Dekor und kunsthandwerklichen Objekten ausgestattet ist Der über 300 Meter lange Bau umfasst neben den seitlichen Pflanzenhallen, die noch heute dem Überwintern der kälteempfindlichen Kübelpflanzen dienen, ehemalige Herrschafts- und Bedienstetenwohnungen. Das Denkmal Friedrich Wilhelms IV. ersetzte eine Kopie der Germanenfürstin Thusnelda, die ursprünglich auf Wunsch des Königs im Säulenhof des Mittelbaus platziert war.

Marmorsaal im Schloss Sanssouci - Park Sanssouci -…

05 May 2023 25 17 853
Der Marmorsaal auf der Gartenseite diente als Festsaal und hat einen ovalen Grundriss. Seine Kuppel ist durch eine Lichtöffnung im Scheitelpunkt geöffnet und wurde vom Pantheon in Rom inspiriert. Der Marmor, der für die Säulen, Wände, Fensterlaibungen und ornamentalen Einlegearbeiten des Fußbodens verwendet wurde, stammt aus Carrara und Schlesien. Im Mamorsaal befinden sich acht korinthische Säulenpaare aus Marmor mit vergoldeten Basen und Kapitellen. Die Decke ist mit vergoldeten Stuckarbeiten verziert. Diese beinhalten kassettierte Felder, militärische Embleme sowie in Medaillons dargestellte Attribute der Künste und Wissenschaften. Eine weibliche Figur und zwei Putti spielen auf Musikinstrumenten. Die Allegorie der Musik wird durch die Verwendung von Orgel, Laute, Hörnern, Flöten und Trompeten illustriert. Zusammen mit den anderen drei Figurengruppen, die den Themen Zivil- und Militärbaukunst, Malerei und Bildhauerkunst sowie Astronomie/Astrologie und Geographie gewidmet sind, entsteht ein Kanon der Künste und Wissenschaften. Die Statue des jugendlichen Gottes Apollo von François Sigisbert Adam (1710-1761) wendet sich der Statue der Venus Urania zu, die als Pendant im Marmorsaal des Schlosses Sanssouci steht. Apollo hält eine Schrifttafel mit dem Vers „Te Sociam Studeo Scribundis Versibus Esse, Quos Ego De Rerum Natura Pangere Conor.“ („Hilf mir, wenn ich versuche, die Natur in Verse zu fassen.“). Die Statue der Venus Urania von François Sigisbert Adam (1710-1761) zeigt die Göttin der Liebe und Schönheit. Sie wendet sich in der Gestik als Pendant zur Statue des Apollo hin.

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