Hanau - Schloß Philippsruhe - HDR

Schlösser und Burgen


Schloss Schwerin Orangerie - 4 PIP's

14 Aug 2025 33 15 440
Die Orangerie Schwerin liegt in direkter Nähe zum Schweriner Schloss und wurde im Jahr 1853 errichtet. Sie gehört zum Schweriner Residenzensemble, das seit 2024 zum Weltkulturerbe zählt. ist. Die zweiflügelige Orangerie befindet sich in der Achse des Hauptturms des Schlosses, ist zur Seeseite hin geöffnet und ihr Dach dient als Terrasse. Die Verwendung von Gusseisen, das damals als hochmodern galt, ist ein Zeitzeugnis der Industriellen Revolution. Die Orangerie erfüllt noch heute ihre ursprüngliche Funktion, Pflanzen in den Wintermonaten zu schützen. In den Sommermonaten kann man in einem Café den Blick auf das Schloss und den See genießen Die Viktoriastatuen auf dem Dach der Orangerie sind als Baudenkmale gelistet. Der bepflanzte Innenhof wird im Südosten von einem Arkadengang begrenzt. Das Ufer des Schweriner Sees ist nur wenige Meter entfernt. Zum Ensemble der Orangerie gehören ein Palmengarten und ein Muschelbrunnen, mehrere begehbare Dachterrassen. Direkt neben ihr liegt eine künstlich angelegte Felsengrotte.

Schloss Schwerin - 4 PIP's

15 Aug 2025 37 19 593
Das Schloss ist ein Bauwerk, das sich im Laufe eines über tausendjährigen Prozesses historisch entwickelt hat. Seine ringförmige Gestalt geht auf die Wallanlage einer slawischen Burg zurück, die um 941/942 auf der heutigen Schlossinsel errichtet wurde. Der letzte freie Fürst der Obotriten, Niklot, wurde 1160 von Heinrich dem Löwen besiegt, der daraufhin auf den Überresten der slawischen Burg eine deutsche Burg und die Stadt Schwerin errichtete. Fast 200 Jahre später, 1348, erhielten die christianisierten Nachfahren Niklots die Burg zurück. Seitdem regierten sie nahezu ohne Unterbrechung bis 1918 von hier aus den Schweriner Landesteil Mecklenburgs. 1918, mit der Novemberrevolution, war Friedrich Franz IV. gezwungen abzudanken. Nach dem Weggang der Großherzogsfamilie und dem Übergang des Schlosses in das Eigentum des Staates diente es wiederholt als Sitz des Landtages: in der Weimarer Republik und von 1948 - 1952. Seit 1990 tagt der Landtag des neu gegründeten Landes Mecklenburg-Vorpommern in dem altehrwürdigen Gebäude. Das Schloss wurde im 16. und 19. Jahrhundert umgebaut. Vor Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges gab es Pläne, es im Stil der Renaissance umzugestalten, was jedoch durch den Konflikt vereitelt wurde. Das heutige Erscheinungsbild setzt sich aus diesen Umbauphasen zusammen, wobei der Kern einiger Gebäude, wie der des Bischofshauses, um einiges älter ist. Die prägendste Phase war von 1843 bis 1857. Die Schlosskirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Das Schloss wird heute vom Landtag, der Schloßkirchengemeinde, als Museum und für gastronomische Zwecke genutzt.

Das Speisezimmer - Schweriner Schloss

14 Aug 2025 25 11 402
Das Speisezimmer im Schweriner Schloss ist Teil der prunkvollen Beletage, die als Hauptresidenz der mecklenburgischen Großherzöge diente. Er besticht durch seine historische Gestaltung aus dem 19. Jahrhundert, die den luxuriösen Lebensstil des Hofstaates widerspiegelt. Typisch sind prachtvolle Decken, Kronleuchter und historische Möbel, die den pompösen Rahmen für herzogliche Diner bildeten. Hier kann man die imposanten Zarenvasen betrachten. Vase aus der Porzellanmanufaktur St. Petersburg (184 Mittags gab es sieben bis zwölf Gerichte. Zum Beispiel Schildkrötensuppe, Kaviar, Entenbraten, Ananasgelee und Eis. Buntglasfenster (1883) von Christoph Philipp Böhmländer (1809 Nürnberg-1893) mit Mystischer Vermählung der heiligen Katharina von Alexandria.

Das Billardzimmer - Schloss Schwerin

14 Aug 2025 25 11 385
Das Billardzimmer befindet sich im ehemaligen Wohnbereich des Großherzogs Friedrich Franz II. Es verfügt über eine reich verzierte Holzdecke, holzvertäfelte Wände und eine umlaufende Stuckfries-Dekoration. Der Name des Zimmers geht auf das hier einst aufgestellte Billard zurück, das im Jahr 1857 installiert wurde. In den Jahren von 1879 bis 1904 wurde der Raum als russisch-orthodoxe Hauskapelle genutzt, und zwar von der Gemahlin von Friedrich Franz III., der Zarennichte Anastasia Michailowna. Die ausgestellten niederländischen Gemälde und Fayencen des 17. und 18. Jahrhunderts belegen die Kunstbegeisterung mecklenburgischer Herzöge. Der originale Stuckfries des Berliner Bildhauers F. W. Dankberg orientiert sich am Vorbild eines gemalten Frieses von W. von Kaulbach im Neuen Museum zu Berlin. Er präsentiert auf humorvolle und verfremdete Weise Episoden der frühen Menschheitsgeschichte.

Das Blumenzimmer - Schloss Schwerin

14 Aug 2025 29 17 467
Das Blumenzimmer im Schweriner Schloss ist ein prachtvolles und detailreiches Juwel aus dem 19. Jahrhundert. Großherzog Friedrich Franz II. ließ es als Geschenk für seine Frau Auguste gestalten. Es ist mit leuchtenden, floralen Motiven und Goldverzierungen geschmückt. Zu sehen sind darauf Blumen wie Stiefmütterchen, Glockenblumen und Rosen, die die Zuneigung des Herrschers symbolisieren. Das kreisrunde Zimmer im Hauptturm des Schlosses öffnet sich zur Landschaft und zu den Gartenterrassen über der Orangerie. Von dort aus hat man einen Blick auf den See und direkten Zugang zur Gartenterrasse. An der Decke befindet sich ein reicher Stuckdekor, der auch Allegorien der vier Elemente umfasst. In der Mitte der Stuckdecke befindet sich ein Deckengemälde, das zeigt, wie Genien die Initialen der Großherzogin zum Himmel tragen. Auch individuelle Porträts der Großherzogin sind Teil der Gestaltung. Sie zeigen Auguste mit jeweils unterschiedlichen Blüten im Haar. Zur Originalausstattung gehört der mit Intarsien verzierte Tisch, auf dem sich ursprünglich eine Blumenetagere befand.

Ahnengalerie - Schloss Schwerin - 4 PIP's

14 Aug 2025 30 9 439
Erst beim Schlossumbau im 19. Jahrhundert entsteht die heutige Ahnengalerie. Sie präsentiert zwischen vergoldeten Zinkgusssäulen 31 ganz- bzw. halbfigurige Fürstenporträts. Auf dem Weg in den Thronsaal wird dem Besucher so die lückenlose Geschlechterfolge aller regierenden und stammerhaltenden Herzöge von Mecklenburg-Schwerin seit 1348 vor Augen gestellt. Ein auf Bronzetafeln gravierter Stammbaum führt die Ahnenreihe noch weiter zurück bis zum slawischen Obotritenherrscher Niklot, dem 1160 gefallenen Begründer der Dynastie. Der geometrische Stuckdekor der Decke klingt in der Musterung des Tafelparketts aus Mahagoni, Eiche und Palisander nach. Dank langjähriger Recherchen durch den Hofarchivar Christian Friedrich Lisch kann bei der Einrichtung der Galerie auf 19 Originalbildnisse mecklenburgischer Herzöge und ihrer Gemahlinnen zurückgegriffen werden. Die übrigen Gemälde fertigt der Hofmaler Theodor Fischer 1852 bis 1856 als Kopien oder Idealporträts nach älteren Vorlagen, die ebenfalls Lisch ausfindig macht. Friedrich Franz III. Marmor Büste von 1893 Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg [-Schwerin] war von 1883 bis 1897 Großherzog im Landesteil Mecklenburg-Schwerin.

Das Sagenzimmer - Schloss Schwerin - 1 PIP

14 Aug 2025 27 7 449
Das Sagenzimmer im Schweriner Schloss ist ein früherer Gesellschaftsraum, der durch Wandmalereien, eine Allegorie der Legende des Marcus Curtius beeindruckt. Der Raum wird auch als "Zwischenflur" bezeichnet und liegt auf dem Weg zu weiteren Räumen wie dem Blücherzimmer führt. Das inhaltliche Thema wird im Bilderfries der Maler W. Peters und R. Elster aufgegriffen. Deckenstuck und -gemälde wurden beim Schlossbrand 1913 zerstört. Über der Stuckmarmorierung der Wände illustriert er in affektgeladener Dramatik die mittelalterlichen Versepen "Gudrun", "Tristan und Isolde", "Parzival", "Iwein" und "Armer Heinrich". Ergänzend finden sich Phantasieporträts der Dichter Gottfried von Straßburg, Walter von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach und Hartmann von Aue.

Das Blücherzimmer - Schloss Schwerin

14 Aug 2025 26 11 444
Das ist das Blücherzimmer. Das ist kein Schreibfehler, denn hier geht es nicht um Bücher, sondern um Blücher. Gebhard Leberecht von Blücher (*16.Dezember 1742, †12.September 1819). Er war ein preußischer Generalfeldmarschall, der durch den Sieg über Napoleon in der Schlacht bei Waterloo berühmt wurde. Volkstümlich „Marschall Vorwärts“ genannt, gehörte er zu den populärsten Helden der Befreiungskriege in Europa. Das Blücherzimmer im Schloss Schwerin wurde 1854/55 fertiggestellt und ist benannt nach den dort ausgestellten Porträts von Gebhard Leberecht von Blücher sowie Carl zu Mecklenburg und anderen Helden der Befreiungskriege. Wenn ihr das nächste Mal im Schlossmuseum seid, schaut euch die Wände einmal genauer an. Sie sehen aus, als wären sie aus Marmor. In Wirklichkeit sind sie aus poliertem und eingefärbtem Gips.

Wohnzimmer von Großherzogin Auguste - Schloss Schw…

14 Aug 2025 27 16 385
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2026! Das Wohnzimmer der Großherzogin Auguste im Schweriner Schloss wurde zwischen 1845 und 1857 im Stil des romantischen Historismus errichtet. Die halbhohe Eichenholzvertäfelung schließt mit einem Wandbord ab, dessen geschnitzte Konsolen zwischen 1910 und 1918 entfernt und zwischen 1989 und 1991 neu gefertigt wurden. Aufgrund originaler Befunde konnte auch die Wandbespannung aus blauem Halbseidendamast rekonstruiert werden. Der runde Tisch sowie die dazugehörigen Polstersessel und -stühle stammen aus der ursprünglichen, historistischen Schlosseinrichtung. Auf einer der Sessellehnen ist ein hessisches Wappen zu sehen, was darauf hindeutet, dass die Sitzgruppe nach 1864, d. h. nach der zweiten Heirat Friedrich Franz II. mit Anna von Hessen-Darmstadt, entstanden ist. Die Decke sieht aus, als wäre sie aus Holz geschnitzt, ist aber aus Pappmaché. Farbe und Holzmuster sind nur aufgemalt.

Schloss Friedenstein - Gotha - 5 PIP's

31 May 2024 25 8 738
Das barocke Schloss Friedenstein ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Kunst des neu gegründeten Herzogtums Sachsen-Gotha. Es wurde von Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha in Auftrag gegeben. Sein tief religiöses Verständnis spiegelt sich nicht nur in seinem Beinamen „der Fromme“ wider, sondern auch im Namen des Schlosses selbst. „Friede erneuert, Unfriede verzehrt“, kann man am Hauptportal lesen. Das Schloss sollte die damals bereits zerstörte Festung Grimmenstein ersetzen. Der Grundstein für das neue Schloss wurde im Herbst 1643 gelegt. Bis 1656 war die komplette Anlage schließlich fertiggestellt. Der symbolträchtige Schlossname wird sowohl in der Widmungsinschrift über dem Hauptportal als auch in der darüber angebrachten Reliefkartusche, die den „Friedenskuss“ zeigt, thematisiert. Das Schloss blieb in seiner Bausubstanz über die Jahrhunderte nahezu unverändert und wurde nicht nennenswert zerstört. Von Anfang an war es als Verwaltungs-, Wohn- und Repräsentationssitz sowie für Sammlungen, eine Bibliothek und das Militär vorgesehen. Es diente als Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha und beherbergt heute mehrere Museen, darunter das Schlossmuseum, die Kunstkammer, das Historische Museum Gotha und das berühmte Ekhof-Theater. Letzteres ist eines der ältesten Barocktheater mit originaler Bühnenmaschinerie. Blick vom Schloss auf das Herzogliches Museum Nach den schlimmen Erfahrungen des Dreißigjährigen Kriegs bekräftigt der Bauherr über dem Schlossportal seinen Wunsch „Friede ernährt – Unfriede verzehrt” mit einer Allegorie, bei der sich die Personifikationen von Gerechtigkeit und Friedsamkeit umarmen.

Burg Eltz - 5 PIP's

11 Jun 2025 30 17 843
Die Burg Eltz zählt zu den schönsten Burgen Europas. Sie ist im Stil des Mittelalters gebaut und verfügt über eine originale Einrichtung aus neun Jahrhunderten. Rüstungen, Schwerter, Hellebarden und Gold- und Silberarbeiten können besichtigt, aber nicht fotografiert werden. Die Burg hat alle Kriege überstanden und befindet sich seit über 850 Jahren im Besitz derselben Familie. Sie liegt mitten im Wald, tief im Tal und ist von einem Naturschutzgebiet umschlossen. Die Burg wurde vermutlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Sie steht auf einem Felsen im Tal. Die Burg ragt steil auf einem 70 Meter hohen, elliptischen Felskopf empor und wird auf drei Seiten von der Elz umflossen. Die Erbauer orientierten sich bei der Anlage an der natürlichen Felsformation. Dadurch entstanden die ungewöhnlichen Grundrisse einzelner Räume der Häuser, die nach den Linien des Hauses Eltz Platteltz, Kempenich, Rodendorf und Rübenach benannt sind. Bereits vor 1268 wurden die Burg und die dazugehörigen Güter unter den drei Brüdern Elias, Wilhelm und Theoderich aufgeteilt. Die Burg Eltz war fortan eine Ganerbenburg. Die Burg ist nicht nur für ihre Architektur bekannt, sondern auch für ihre Schatzkammer, die eine bedeutende Sammlung von Kunstwerken und historischen Artefakten beherbergt. Hier ist Fotografieren erlaubt. Die Jagdgöttin Diana, die auf einem Hirsch sitzt. Um sie herum sind ihre Jagdhunde, kleine Frösche, Eidechsen und Insekten zu sehen. Hier haben wir nicht nur ein Trinkgefäß, sondern auch ein Trinkspiel. Im verzierten Sockel des Gefäßes befindet sich ein Uhrwerk, das aufgezogen werden konnte, um Diana über die festlich gedeckte Tafel gleiten zu lassen und wo sie stoppte, durfte der Mann den Hirsch und die Frau den Hund austrinken, die beide mit Wein gefüllt waren. Weil Hirsch und Hund mit Ketten verbunden waren, kamen sie sich näher. Das Trinkgefäß "Die Völlerei – von der Trunksucht befördert" ist ein Kuriosum aus der Schatzkammer von Burg Eltz, das im 16. Jahrhundert entstanden ist. Es handelt sich um ein silbernes, vergoldetes Gefäß, das von Christoph Lindenberger in Nürnberg im Jahr 1557 geschaffen wurde. Das Kunstwerk zeigt eine humorvolle Darstellung der Völlerei und Trunksucht und diente als Trinkspiel

Schloss von der Leyen an der Mosel

11 Jun 2025 28 15 536
Die Burg wurde erstmals im Jahr 1272 erwähnt, vermutlich wurde sie jedoch bereits im 12. Jahrhundert erbaut. Im Jahr 1560 residierten die Fürsten von der Leyen hier und gestalteten die Burg zum Schloss um. Beim Ausbau der Eisenbahnstrecke (die heutige Moselstrecke) im Jahr 1876 wurde die bis an das Moselufer reichende Schlossanlage in zwei Teile zerschnitten. Knapp 100 Jahre später, im Jahr 1971, wurde zwischen Bahnlinie und Mosel die Bundesstraße 416 angelegt. Dafür mussten die erdgeschossigen Teile des Schlosses geöffnet bzw. umgebaut werden. Seitdem führt die Bundesstraße mitten durch das Schloss, über den ehemaligen Schlosshof.

Kaiserburg Nürnberg - Sinwellturm - 5 PIP's

19 May 2025 27 15 707
Auf einem besonders hohen Fels im Osten des Vorhofs steht der Sinwellturm. Er wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Im Rahmen einer größeren Renovierung der Burg in den 1560er Jahren wurde das Obergeschoss durch die gesimsartig hervorragenden Quaderringe erhöht, sodass es ein weiteres Geschoss sowie ein Zeltdach mit Spitzhelmaufsatz erhielt. Die Holztreppe mit 113 Stufen im Inneren, die zur Plattform hinaufführt, stammt vermutlich aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Der massive Bau und der ursprünglich in der Mitte des Turms gelegene Eingang machen den Bergfried zu einem sicheren Ort, der sich sowohl als Tresor als auch als Kerker eignet. Der Eingang befindet sich jetzt im Norden durch einen Anbau. Die Spitze des 41 Meter hohen Sinwellturms liegt fast 100 Meter über dem Niveau des Nürnberger Hauptmarkts. Wer den Aufstieg auf sich nimmt, wird mit einer tollen Aussicht belohnt. Blick in Richtung St. Sebald (Kirche von 1230) Blick auf die Burg vom Sinwellturm

Kaiserburg Nürnberg - Brunnenhaus und Badehaus

19 May 2025 26 14 657
In der Mitte der Vorburg befindet sich eines der wichtigsten Gebäude der Burganlage: das Brunnenhaus mit dem Tiefen Brunnen. Das zweigeschossige Gebäude wurde laut Inschrift im Jahr 1563 errichtet, sein Fachwerkgeschoss wurde 1951 vollständig erneuert. Obwohl die früheste Nachricht über den „Tiefen Brunnen” erst aus dem 14. Jahrhundert stammt, ist der Brunnen zweifellos älter. Er dürfte mit den ersten Bauten der Kaiserburg entstanden sein, denn eine Burg ohne autonome, geschützte Wasserversorgung – insbesondere im Falle einer Belagerung – ist undenkbar. Eindrucksvoll ist der Brunnen allemal: Bis auf die oberen Meter der Brüstung, die im 16. Jahrhundert aus Sandsteinquadern gesetzt wurden, wurde der Schacht über 50 Meter in den gewachsenen Felsen getrieben. Diese Tiefe wird bei jeder Führung durch eine Kamerafahrt anschaulich demonstriert. Eine Medienwand in der Brunnenstube zeigt die Kamerafahrt sowie weitere Informationen über den Brunnen.

Kaiserburg Nürnberg

19 May 2025 29 16 786
Die Nürnberger Burg war im Mittelalter eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Burg wurde 1050 erstmals urkundlich erwähnt. Sie besteht aus der Kaiserburg, der Burggrafenburg und den Bauten der Reichsstadt. Panorama vom Sinwellturm Bis ins späte Mittelalter war die Nürnberger Kaiserburg Schauplatz von Hoftagen und anderen wichtigen reichspolitischen Ereignissen. 1313 ging sie mit ihren Bauten aus der Stauferzeit in den Besitz der Reichsstadt über. Diese errichtete weitere Bauten und bezog die Burg im 16. Jahrhundert in die modernisierte Stadtbefestigung ein. Im äußeren Burghof Seit dem 19. Jahrhundert wurde die Burg für mittelalterliche Darstellungen genutzt und in diesem Zusammenhang umgebaut. 1945 weitgehend zerstört, wurde die Burg bis 1981 restauriert. Innenhof der Kaiserburg Der Luginsland ist ein 1377 errichteter Wachturm, welcher mit einer Höhe von 47 Metern der höchste Turm der Nürnberger Burg ist. Ende des 15. Jahrhunderts wurde an den Luginsland ein Gebäude angebaut, das zuerst als Kornspeicher und, wenn der Kaiser auf der Burg weilte, als Pferdestall diente, wodurch es den Namen Kaiserstallung erhielt. Heute befindet sich in der Kaiserstallung die zentrale Jugendherberge und das Jugendgästehaus

Schloss Philippsruhe - Hanau

24 Jul 2024 27 16 807
Das Hauptgebäude hat zwei Stockwerke und an beiden Seiten jeweils einen eingeschossigen Anbau. Zwischen 1700 und 1725 hat Graf Philipp Reinhard das Barockschloss am Flussufer bauen lassen. Ein Renaissance-Vorbau wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Was diese Kulisse so besonders macht, ist ihre Vielschichtigkeit. Die Parkanlage kann man auf verschiedene Weise nutzen. Im Sommer finden da viele Open-Air-Konzerte und Festivals statt. Auch die festlichen Säle bieten Raum für diverse Kulturevents. Außerdem sind im Schloss das Historische Museum Hanau, das Papiertheatermuseum und das schönste Standesamt im Rhein-Main-Gebiet untergebracht.

Schloss Cecilienhof - Potsdam

07 May 2023 36 18 944
Das Schloss wurde im Auftrag Kaiser Wilhelms II. von 1913 bis 1917 als Residenz für den Kronprinzen Wilhelm von Preußen und seine Gemahlin Cecilie erbaut. Der Architekt gruppierte die einzelnen Baukörper geschickt um mehrere Innenhöfe und schmückte die Fassade mit aufwendigem Fachwerk und Zierschornsteinen, um die wahre Größe des Gebäudes mit 176 Zimmern zu verschleiern. Im Obergeschoss befanden sich die Privatgemächer des Kronprinzenpaares, einschließlich eines als Schiffskabine gestalteten Kabinetts der Kronprinzessin, das im Original erhalten ist. Nach der Abdankung des Kaisers 1918 erhielten Wilhelm und Cecilie das Schloss 1926 vom Staat als Privateigentum zurück. Das Kronprinzenpaar bewohnte Cecilienhof bis zu seiner Flucht 1945. Vom 17. Juli bis 2. August 1945 war das Schloss der Tagungsort der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs. Die Räume im Erdgeschoss wurden als Verhandlungssäle und Arbeitsräume genutzt. Heute können sie als historischer Ort der Potsdamer Konferenz besichtigt werden. Im großen Saal wurde das Potsdamer Abkommen unterzeichnet. Schloss Cecilienhof wurde 1990 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Pegasusgruppe - Belvedere Pfingstberg - Potsdam

07 May 2023 31 11 893
Das geflügelte Pferd Pegasus schlug mit seinem Huf die berühmte Quelle auf dem Berg der Musen, den Helikon. Auf dem Pfingstberg in Potsdam verleihen gleich zwei Pegasusse dem Belvedere ihre Flügel. Die Originale aus Zinkguss von 1863 waren nach dem Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich verloren. Erst 1995 gelang es dem Förderverein gemeinsam mit Schülern, 50 Fragmente zu bergen. Darunter befanden sich ein Huf, eine Flügelspitze und Teile eines Pferdehodens. Einschussspuren deuten darauf hin, dass die Statuen als Zielscheibe missbraucht und mutwillig zerstört wurden. Die Funde und Fotos aus den 1930er Jahren dienten dem Berliner Bildhauer Andreas Hoferick als Anhaltspunkte für die Rekonstruktion. Das Pfingstbergensemble wurde 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

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