Open letter by Dr. Robert A.F. Thurman
Dear G8 World Leaders,
We write you collectively with a serious request for you to take a step that would have far reaching consequences for the world.
I’m sure you agree that the integration of China into the community of nations as a responsible, peaceful, and cooperative actor on the world stage is one of the two most important challenges facing us all right now.
His Holiness the Dalai Lama is one of the most well-known, respected, and visionary spiritual leaders in the world, quite familiar to all of you and to the people of your countries.
The leaders of China are the only ones who do not know him personally, and that is something you all in concert could do something about. He can be of invaluable help in moving this integration in the right direction.The Dalai Lama is a friend of China, its people, and its leadership.
He wants their good just as much as he wants the good of the six million Tibetans he feels mosresponsible for.He is not unhappy for himself as things stand - as a realized Buddhist monk he is quite content in the state of “having gone from home to homelessness” (the description of a Buddhist renunciate), and India is considered the “Holy Land” by Buddhists.
Once the Chinese leadership takes the steps necessary to make his people happy by truly granting them the real autonomy they are promised in the Chinese constitution, then he will see toit that China’s deep wish for acknowledged, legitimate sovereignty over Tibet is fulfilled.
This is not at all that hard for China to do; it would gain the Chinese leadership enormous prestige, would be of great benefit to the Chinese and the Tibetan people, and crucial to preserve the Tibetan Buddhist culture and the fragile environment of the Tibetan high plateau.
The Chinese leaders’ fear of the Dalai Lama and of the spirituality he represents has prevented them from getting to know him and enlisting his help in resolving their problems with the people of Tibet.
By bringing him and them together at a world leaders’ summit would defuse this obstacle and initiate a whole new level of resolve on all sides to resolve this tragic situation that has persisted for more than half a century. It would be an historic event.
Perhaps to defuse the Chinese leaders’ reluctance to meet His Holiness, a half a dozen Nobel Laureates could be invited along with him; say Tutu, Wiesel, Gore, Yunus, Williams, Ibadi.
There could be a special session for the G8 leaders with these Laureates, to have the Laureates’ perspective on the world situation; and then a private meeting between Dalai Lama and Hu Jintao would not be so conspicuous.
If this meeting can be effected, there is no doubt an important follow-up process will be initiated by the Chinese leaders themselves, the steps of which will be obvious.
In hopes that you will give this proposal your strongest and most careful consideration and will decide to take this critical step at this critical moment.
Sincerely Yours,
Dr. Robert A.F. Thurman
Offener Brief von Dr. Robert A.F. Thurman
Sehr geehrte Regierungsoberhäupter der G8,Wir schreiben Ihnen gemeinsamen, um ein ernstes Anliegen vorzubringen, dass weitreichende Konsequenzen für die gesamte Welt haben könnte. Ich bin sicher, Sie stimmen darin überein, dass die Integration Chinas in die internationale Staatengemeinschaft als einen verantwortlichen und cooperativen Partner in den internationalen Beziehungen eine der beiden wichtigsten Herausforderungen ist, die uns allen derzeit gegenüberstehen.
Seine Heiligkeit der Dalai Lama ist einer der bekanntesten, respektiertesten und visionärsten spirituellen Oberhäupter in der Welt und Ihnen allen sowie den Bürgern ihrer Länder sehr vertraut.
Die Spitzenpolitiker Chinas sind die einzigen, die ihn nicht persönlich kennen. Das ist etwas wofür Sie alle gemeinsam etwas tun können. Er könnte eine unschätzbare Hilfe sein, diesen Integrationsprozess in die richtige Richtung zu lenken.
Der Dalai Lama ist ein Freund Chinas, des chinesischen Volkes und seiner Regierung.
Er wünscht deren Wohl ebenso wie das Wohl der sechs Millionen Tibeter, für die er sich am verantwortlichsten fühlt.
So wie die Dinge stehen, ist er nicht unglücklich wegen seiner selbst - als realisierter Buddhistischer Mönch ist er mit dem Zustand des "Weggegangen aus der Heimat in die Heimatlosigkeit" (die Beschreibung des Buddhistischen Entsagens) einverstanden und Indien wird als das "Heilige Land" der Buddhisten betrachtet.
Wenn die chinesische Regierung einmal die nötigen Schritte unternommen hat, um sein Volk glücklich zu machen, indem ihnen echte Autonomie gewährt wird, die ihnen die Chinesische Verfassung verspricht, dann wird er dafür sorgen, dass Chinas tiefer Wunsch für anerkannte, legitime Souveränität über Tibet erfüllt wird.
Dies ist ganz und gar nicht so schwer für China; es würde der chinesischen Führung enormes Ansehen verleihen, wäre von großem Vorteil für das Chinesische und Tibetische Volk und entscheidend für den Erhalt und Schutz der Tibetischen Buddhistischen Kultur und der fragilen natürlichen Umwelt des Tibetschen Hochplateaus.
Die Furcht der Chinesischen Politiker vor dem Dalai Lama und der Spiritualität, die er repräsentiert, hat sie davon abgehalten, ihn kennen zu lernen und seine Hilfe in Anspruch zu nehmen, ihre Probleme mit dem Tibetischen Volk zu lösen.
Durch die Vermittlung einer Zusammenkunft auf einem Gipfeltreffen der Spitzenpolitiker der führenden Nationen dieser Welt würde dieses Hindernis entschärft und eine gänzlich neue Ebene der Konflikt-Lösung auf allen Seiten erreicht, um diese tragische Situation, die nun seit mehr als einem halben Jahrhundert anhält, friedlich zu lösen. Das wäre ein historischer Moment.
Vielleicht könnten, um die diesbezügliche Zurückhaltung und das Widerstreben der Chinesischen Regierung aufzulösen, ein halbes Dutzend weiterer Nobelpreisträger zusammen mit ihm eingeladen werden, sagen wir Tutu, Wiesel, Gore, Yunus, Williams und Ibadi.
Es könnte eine spezielle Tagung der G8 Regierungsoberhäupter mit den Preisträgern einberaumt werden, um die Meinungen und Blickwinkel der Preisträger die Weltsituation betreffend einzuholen. Dann wäre ein privates Treffen zwischen dem Dalai Lama und Hu Jintao nicht allzu demonstrativ.
Wenn dieses Treffen herbeigeführt werden kann, gibt es zweifelsohne einen nachhaltigen Nachfolgeprozess, der durch die chinesische Führung selbst initiiert wird. Die Schritte dieser Entwicklung werden klar auf der Hand liegen.
In der Hoffnung, dass Sie diesem Vorschlag ihre stärkste und sorgsamste Berücksichtigung schenken und entscheiden, diesen kritischen Schritt in diesem kritischen Moment zu gehen.
Hochachtungsvoll
Ihr Dr. Robert A.F. Thurman
Kunihiko Zinguu says:
Kaj mi ankoraŭ esperas samtempe veran pacon eklernus Ĉina reĝimo.
Amike,