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[TECH][NEWBIE][EN][DE] HDRposted by
Posted on Monday November 5, 2007 at 07:15.
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Spectacles says:
Das Problem: Film und digitaler Kamerasensor haben nicht im gleichen
Maße wie das menschliche Auge die Fähigkeit, große Helligkeitsunterschiede verarbeiten zu können. Ein JPG-Bild kann höchstens 256 unterschiedliche Helligkeitswerte (auch Tonwerte genannt) für jede der drei RGB-Grundfarben (Rot, Grün und Blau) darstellen. Digitale Kamerasensoren können einen 16 bis 256 mal so großen Helligkeitsbereich verarbeiten, und das menschliche Auge übertrifft diese Werte nochmal um ein Vielfaches.
Wird zum Beispiel ein nicht oder nur schwach beleuchtetes Objekt vor
einem sehr hellen Hintergrund fotografiert, lässt sich bei "traditioneller" Aufnahmetechnik bzw. Bildbearbeitung die Belichtung entweder auf die Licht- oder die Schattenbereiche ausrichten.
Das führt dazu, dass im ersten Fall die dunklen, im zweiten die hellen Bereiche des Motivs ohne Zeichnung - also ohne differenzierte Helligkeitsabstufungen - dargestellt werden.
Auch wenn moderne Filme und Kamerasensoren einen recht hohen Kontrastbereich aufnehmen können, wird der tatsächlich darstellbare Kontrast durch Aufnahme-/Speicherformat und Ausgabemedium begrenzt.
Hier bildet i.d.R. das gängige JPG-Format mit seinen 256 darstellbaren Helligkeitswerten je Farbkanal den "Flaschenhals".
Erster Schritt zur Lösung dieses Problems: Wahl eines Aufnahmeformats, das einen höheren Kontrastbereich verarbeiten kann als JPG. Hier bieten sich die RAW-Formate moderner Digitalkameras an, die 4096 bis 65536 unterschiedliche Tonwerte je Farbkanal aufnehmen.
Zweiter Schritt: Aufnahme einer Belichtungsreihe (3 bis 15 Einzelbilder sind üblich). Dabei sollte die Kamera auf einem Stativ fixiert und die Belichtungszeit - nicht die Blende! - von Einzelbild zu Einzelbild variiert werden.
Im dritten Schritt werden die einzelnen Aufnahmen der Belichtungsreihe mit spezialisierten Programmen (z.B.Photomatix, QtPfsGUI, fdrtools oder picturenaut) zu einem Bild verarbeitet, das alle Helligkeitswerte der Ausgangsbilder enthält, also einen hohen Kontrastumfang aufweist => High Dynamic Range, HDR.
Damit dieses Bild auf einem gängigen Ausgabemedium wie Bildschirm oder Drucker wiedergegeben werden kann, werden seine Helligkeitswerte mit Hilfe eines Verfahrens namens Tonemapping "zusammengestaucht".
Dabei werden Schatten-Details aus den länger belichteten Einzelaufnahmen und Details der hellen Motivbereiche aus den kürzer belichteten Aufnahmen berücksichtigt.
Das Tonemapping-Verfahren lässt sich bei nicht zu hohem Kontrastumfang des Motivs auch ohne Erzeugen einer Belichtungsreihe auf ein einzelnes Bild im RAW-Format anwenden.
Bildbeispiel (siehe oben):
Originalaufnahme (direkt in JPG konvertiert)
"Roar" von Roberto Ballerini
[...]
"Pseudo-HDR" (nach Tonemapping in JPG konvertiert
"Roar (HDR) von Roberto Ballerini"
[...]
Wie Ihr sehen könnt, zeigen das Löwengesicht und die Ohren im "Pseudo-HDR" deutlich mehr Details als im ersten Bild, allerdings wirkt der Himmel zu gesättigt und etwas unnatürlich.
Dieser Beitrag wurde bereits in der HDR Gruppe gepostet.
Spectacles edited this reply 2 years ago.
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Seen in a group discussion (?)
Patrick says:
www.naturescapes.net/072006/rh0706_1.htm
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Seen in a group discussion (?)
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Coming from a group home page (?)