Jugendstil

Keine Seite des Hauses glich der anderen.Der Flur ragte bugartig nach vorn, in vier Fenster ausgewölbt, wobei eines für sich oben und drei etwas weiter unten , wie bei einem Rundgang, ins Mauerwerk gelassen waren. Das einzelne Fenster oben, über dem das Dach einen langgestreckten Bogen beschrieb, glich einem überdimensionalen Schlüsselloch. Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:29 Der Turm - eine Spurensuche

Villa Elbblick

Ebenfalls an der Wolfsleite lag das Italienische Haus, in dem Christians zweiter Rohde-Onkel, Ulrich, und seine Familie lebten. … Manchmal hatte Christian die Rohdes unter einem mehr oder minder stichhaltigen Vorwand besucht, um den Treppenflur und die Jugendstildetails ihrer Wohnung ausführlich betrachten zu können. Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:28/29 Der Turm - eine Spurensuche

O Semmel!

Meno lachte, griff nach seiner Semmel, betrachtete sie eine Weile, Spottlust in den Augen. Er stand auf, streckte die Semmel mit pathetischer Geste von sich: "Dich, o vollblütige Dresdner Semmel, will ich besingen, wie du so prächtig und pausbäckig forderst die Freßsucht, doch kommst Du, sag an, aus Elysiums Konsum, hat vom volkseigenen Backblech geschabt dich der Bäcker Nopper, stammst du aus Wachendorfs gemütvoll bemehltem Geschäfte, aus Walthers oder Bäcker Georges frühmorgendlich mürrischen Körben? Doch…

Wintergärten

Christian war schon an der Treppe, er wollte durch die Tapetentür in den Wintergarten gehen, um nicht bei den Langes klopfen zu müssen; aber Libussa kam gerade aus der Küche, wo sie Semmeln aufgebacken hatte, der ganze Flur duftete danach. Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:86 Der Turm - eine Spurensuche

Blick nach Ostrom

Über Nacht hatte es weitergeschneit, der Garten, der unter dem Fenster jäh abfiel, lag unter einer dicken Weißdecke, das Gartenhaus, in dem Meno sommers oft schrieb, manchmal auch schlief, sah aus wie mit Zuckerguß bedeckt, die Sandstein-Brüstung links und rechts davon, die den oberen Teil des Gartens vom unteren, wilder belassenen, trennte, ragte nur wenig aus dem Schnee. Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:84 Der Turm - eine Spurensuche

Ulenburg

Schwedes und Orrés henkelten die Bewohner des Glyzinienhauses unter, von Haus Ulenburg, der Karavelle benachbart, kam die kinderreiche Familie des Kohlenhändlers Hauschild ("wie die Orgelpfeifen", sagte Barbara) und schien den ganzen Winternotvorrat an Kerzen angezündet zu haben (…). Einen Moment blieben sie unschlüssig – die Ulmenleite hinunter zur Kirche oder die Rißleite entlang Richtung Bäckerei Walther? Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:967 Der Turm - eine Spurensuche

Haus Abendstern

… und eben jetzt saß der andere, der wirklichere Christian bei Niklas im sprühhellen Musikzimmer auf der Récamiere, die Eltern, Lothar Däne, Schalplatten-Trüpel, Ezzo und Reglinde, Gudrun am Tisch mit den Meißner Gedecken, Gudruns Vater bärtig, mürrisch und verkannt im Sessel neben der Veranda (…). Uwe Tellkamp, Der Turm. Suhrkamp 2008:529 Der Turm - eine Spurensuche

Haus Abendstern

Der Turm - eine Spurensuche

Haus Abendstern

Der Turm - eine Spurensuche
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