Eisengallustinte
Die Eisengallustinte wird aus metallischen Salzen und der Gerbsäure der Galläpfel hergestellt. Galläpfel sind Gelege der Gallwespe (Cynips tinctoria) in dünnen Ästen und den Blättern von Eichen. Nach 3-6 Monaten haben sich hellbraune bis grünschwarze Wucherungen mit einem Durchmesser von 8-15 Millimetern, die sogenannten Galen, entwickelt.
Der Vorteil der Tinte ist die Wasserfestigkeit. Allerdings ist sie nicht lichtstabil und verursacht den gefürchteten Tintenfraß in Handschriften: Die Säurebestandteile greifen das Pergament oder Papier an und machen es brüchig.
Eisengallustinte ist die wohl am häufigsten verwendete Schreibflüssigkeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Aus dem arabischen Raum gelangte die Eisengallustinte Mitte des 1. Jahrhunderts nach Mitteleuropa, wo sie sich schnell durchsetzte. Erst mit der Entwicklung der modernen Farbstoffe im 19. Jahrhundert wurde sie langsam verdrängt.
Zur Herstellung der Tinte sind ab dem frühen Mittelalter eine Vielzahl von Rezepten überliefert.
Hauptbestandteile der meisten Rezepte sind neben Galläpfeln, Vitriol und Wasser auch Gummi arabicum, Alaun (Wir kennen es heute als Kaliumaluminiumsulfat), Zucker und Wein. Die Galläpfel, die die gerbsäurehaltige Substanz für die Tinte liefern, entstehen durch das Gelege der Gallwespe (Cynips tinctoria) in dünnen Ästen und Blättern junger Eichen. Nach 3-6 Monaten haben sich hellbraune bis grünschwarze Gallen mit einem Durchmesser von 8-15 Millimetern gebildet, in denen sich die jungen Gallwespen entwickeln. Die Zusammensetzung der gerbsäurehaltigen Substanzen (Tannin, Gallussäure usw.) im Gallapfel ist sehr unterschiedlich, so dass es für die Herstellung der Tinte recht schwierig ist, eine gleichbleibende Qualität zu erreichen.
Bei der zweiten Tintenkomponente, dem Vitriol, unterscheidet man zwischen Eisenvitriol (Wir kennen es heute als Eisensulfat.) und Kupfervitriol (Wir kennen es heute als Kupfersulfat.). Im Mittelalter kannte man zwar auch schon beide Vitriole, konnte sie jedoch bei der Gewinnung im Bergwerk nicht vollständig voneinander trennen, so dass Eisenvitriol immer mit Kupfervitriol und anderen Vitriolen verunreinigt war. In Verbindung mit der Gerbsäure und Luftsauerstoff wird das Eisenion im Vitriol aufoxidiert und fällt als schwarzer Eisengallatkomplex aus, der Eisengallustinte.
*Reinhard* has replied to Salvatore*Reinhard* has replied to wutzi*Reinhard* has replied to limonelimone has replied to *Reinhard**Reinhard* has replied to limone*Reinhard* has replied to EvaGanesha*Reinhard* has replied to Janett Kaatz*Reinhard* has replied to *Ingo**Reinhard* has replied to Lebojo*Reinhard* has replied to uxxa....a little bit…uxxa....a little bit… has replied to *Reinhard*Die Eisengallustinte wird aus metallischen Salzen und der Gerbsäure der Galläpfel hergestellt. Galläpfel sind Gelege der Gallwespe (Cynips tinctoria) in dünnen Ästen und den Blättern von Eichen. Nach 3-6 Monaten haben sich hellbraune bis grünschwarze Wucherungen mit einem Durchmesser von 8-15 Millimetern, die sogenannten Galen, entwickelt.
Der Vorteil der Tinte ist die Wasserfestigkeit. Allerdings ist sie nicht lichtstabil und verursacht den gefürchteten Tintenfraß in Handschriften: Die Säurebestandteile greifen das Pergament oder Papier an und machen es brüchig.
Eisengallustinte ist die wohl am häufigsten verwendete Schreibflüssigkeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Aus dem arabischen Raum gelangte die Eisengallustinte Mitte des 1. Jahrhunderts nach Mitteleuropa, wo sie sich schnell durchsetzte. Erst mit der Entwicklung der modernen Farbstoffe im 19. Jahrhundert wurde sie langsam verdrängt.
Zur Herstellung der Tinte sind ab dem frühen Mittelalter eine Vielzahl von Rezepten überliefert.
Hauptbestandteile der meisten Rezepte sind neben Galläpfeln, Vitriol und Wasser auch Gummi arabicum, Alaun (Wir kennen es heute als Kaliumaluminiumsulfat), Zucker und Wein. Die Galläpfel, die die gerbsäurehaltige Substanz für die Tinte liefern, entstehen durch das Gelege der Gallwespe (Cynips tinctoria) in dünnen Ästen und Blättern junger Eichen. Nach 3-6 Monaten haben sich hellbraune bis grünschwarze Gallen mit einem Durchmesser von 8-15 Millimetern gebildet, in denen sich die jungen Gallwespen entwickeln. Die Zusammensetzung der gerbsäurehaltigen Substanzen (Tannin, Gallussäure usw.) im Gallapfel ist sehr unterschiedlich, so dass es für die Herstellung der Tinte recht schwierig ist, eine gleichbleibende Qualität zu erreichen.
Bei der zweiten Tintenkomponente, dem Vitriol, unterscheidet man zwischen Eisenvitriol (Wir kennen es heute als Eisensulfat.) und Kupfervitriol (Wir kennen es heute als Kupfersulfat.). Im Mittelalter kannte man zwar auch schon beide Vitriole, konnte sie jedoch bei der Gewinnung im Bergwerk nicht vollständig voneinander trennen, so dass Eisenvitriol immer mit Kupfervitriol und anderen Vitriolen verunreinigt war. In Verbindung mit der Gerbsäure und Luftsauerstoff wird das Eisenion im Vitriol aufoxidiert und fällt als schwarzer Eisengallatkomplex aus, der Eisengallustinte.
*Reinhard* has replied to uxxa....a little bit…