Manfred

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Posted on 01/11/2016


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Kloster Urspring


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Ehemaliges Benediktinerinnenkloster

Ehemaliges Benediktinerinnenkloster
Das Benediktinerinnenkloster Urspring bei Schelklingen, gegründet (nach) 1127, aufgelöst 1806, war ein Priorat des Klosters St. Georgen im Schwarzwald.
Vielleicht im 10. Jahrhundert wurde südwestlich von Blaubeuren bei Schelklingen das Quellgebiet eines Baches besiedelt, das nach dieser Quelle und dem Bach den Namen „Urspring(en)“ erhielt. Erstmals wird Urspring in einer nur abschriftlich überlieferten Urkunde von 1127 genannt. Eine Stifterfamilie – drei Brüder mit den Namen Rüdiger, Adalbert und Walther – übergab darin den Ort Urspring mit der Kirche an das Kloster St. Georgen im Schwarzwald, repräsentiert durch den Abt Werner I. und den Konvent. Mit der Vogtei über Urspring wurde Graf Diepold II. von Berg (1116/27–1160/66) betraut.

Dass bald danach Benediktinerinnen in Urspring einzogen, ergibt sich dabei aus der späteren Überlieferung. Sogar dass die Nonnen aus dem St. Georgener Tochterkloster Amtenhausen kamen, ist bekannt. Eindeutig spricht das St. Georgener Privileg Papst Alexanders III. von 1179 von der Unterstellung Ursprings unter das Schwarzwaldkloster. Die cella, das Priorat, das Tochterkloster, war ein von der Schwarzwälder Mönchsgemeinschaft abhängiger Frauenkonvent „im Recht des Eigentums“ St. Georgens. Obwohl für das 12. Jahrhundert diesbezügliche Nachrichten fehlen, kann aus der späteren Überlieferung gefolgert werden, dass das Frauenkloster einen Prior beherbergte. Dieser war ein Mönch aus St. Georgen als Vertreter des Schwarzwaldklosters vor Ort. Gleichzeitig fungierte der Prior als Pfarrer der Klosterkirche, Seelsorger und Beichtvater der Nonnen.

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