Manfred

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Posted on 01/11/2016


Photo taken on January 14, 2012


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Kloster Weggental


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Klosterkirche Weggental

Klosterkirche Weggental
Klosterkirche Weggental.
1682 begann der Bau der jetzigen Kirche nach dem Vorarlberger Münsterschema. Als Baumeister wird Michael Thumb angenommen. 1695 wurde sie fertiggestellt und am 29. Oktober desselben Jahres geweiht. Die Innenausstattung folgte aber erst im Lauf des ersten Drittels des 18. Jahrhunderts. Die Stuckaturen im Chor, um den Hochaltar und in der Apsiskalotte fertigte der Stuckateur Johann Georg Brix (1665–1742). Über der Apsis erhebt sich ein segnender Auferstehungschristus aus Stuck, umgeben von Engeln, links und rechts die vier Evangelisten sowie die Apostel Simon Petrus und Paulus. Das Bild des Hauptaltars von einem unbekannten Meister zeigt die Kreuzabnahme. Links und rechts vom Altarbild befinden sich Brustbilder der hl. Joachim und Anna, den Eltern Mariens. Sie entstanden alle drei ebenfalls um 1700.

Die Seitenaltäre aus Holz wurden zwischen 1701 und 1732 gefertigt und sind seit der Renovierung in den 1960er Jahren schwarz und gold gefasst. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei nicht um die originale Fassung handelt, sondern dass sie ursprünglich marmoriert bemalt waren.

Vorne links zeigt das Altarblatt Maria mit den 14 Nothelfern, vorne rechts Petrus´ Befreiung aus dem Gefängnis und Maria Magdalena. Die mittlere Nische links ist dem Gründer des Jesuitenordens Ignatius von Loyola gewidmet, der den Orden Maria weiht sowie die Jesuitenheiligen Aloisius und Stanislaus Kostka, in der rechten Seitenkapelle Maria mit ihrer Mutter Anna und Maria und Elisabeth. Das Altarbild in der letzte Nische rechts zeigt die Heilige Ursula mit ihren Gefährtinnen. In den Seitenaltarnischen sind zudem barocke Bilder von 1657 angebracht, die auf der rechten Seite die sieben Freuden Mariens zeigen, die auf der linken die sieben Schmerzen. In der ersten Nische links vom Eingang wurde eine Renaissanceskulptur mit der Ohnmacht Mariens aufgestellt, wie sie von Helferinnen aufgefangen wird. Daneben steht eine weitere Skulptur mit den sieben Schmerzen Mariens, die als sieben Schwerter in ihrer Brust erscheinen.

Rechts in der Apsis befindet sich der Eingang zu einer Seitenkapelle mit einer bühnenbildartigen Darstellung des Heiligen Grabes. Der goldene in Wien gefertigte Hochaltar von 1730 ist ein Geschenk des Kaiserhauses der Habsburger. Seit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde die Betreuung der Wallfahrt wieder von den Geistlichen der Stadtpfarrkirche St. Martin übernommen. Mit der Säkularisation drohte der Abriss der Kirche.

Überregional bekannt und von Sebastian Blau besungen ist die Weggentaler Krippe, die alljährlich vom 23. Dezember bis Lichtmess in vier Darstellungen präsentiert wird. Sie stammt von Leopold Lazaro. Sie wurde um 1835/40 für die Waldhorn-Wirtin Kreszentia Fischer geschaffen. Diese stiftete sie 1850 dem Kloster.[1]

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