Kaunos

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Posted on 07/02/2014


Photo taken on July  1, 2014


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Gut Schönrath


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Gut Schönrath

Gut Schönrath
Das Gut Schönrath ist ein ehemaliger Herrensitz im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Höhenhaus, Am Flachsrosterweg 33.
Ursprünglich lag Schönrath vollkommen frei, etwa mittig zwischen dem ehemaligen Prämonstratenserkloster in Dünnwald, dem zerstörten Schloss in Stammheim und Mülheim am Rhein. Heute findet es sich eingezwengt zwischen der A 3 im Westen, der Eisenbahn-Bahnstrecke Gruiten–Köln-Deutz im Osten und dem Dünnwalder Kommunalweg im Norden wieder.

Seit der kommunalen Neugliederung (1975) und der auf diese folgenden Aufteilung der Stadt Köln in Stadtbezirke und -teile, liegt der Hof auf dem Gebiet des Stadtteils Höhenhaus. Bis zu der Herauslösung der Bürgermeisterei Merheim aus dem Kreis Mülheim, und deren Eingemeindung nach Köln zum 1. April 1914, war der Hof jedoch ein Teil der Gemeinde Dünnwald. Noch heute wird er verwaltungstechnisch in Kataster und Grundbuch unter der Gemarkung bzw. dem Bezirk Dünnwald geführt.
Geschichte

Der Nachweis von Schönrath (= Schöne Rodung) als Rittersitz rührt aus der Nennung eines „Ritter Sigwin“ hervor, der im 14. Jahrhundert diesen Besitz zur Sühne einer Blutschuld der Zisterzienserabtei Altenberg bei Odenthal geschenkt haben soll.[1] Nach Huck befand Schönrath sich aber schon im Jahr 1210 im Eigentum der Abtei, was er auch bis zu deren Aufhebung im Jahre 1803 im Rahmen der Säkularisation blieb. Mit 773 Morgen war er zu diesem Zeitpunkt der größte ihr zugehörenden Höfe, was sich in der vorausgegangenen Arrondierung durch Zukauf benachbarter (Buchheim, Mülheim, Espen und möglicherweise auch Merheim) begründet.[2]

Aus dem Besitz der Domäne gelangte er dann durch Kauf an den auf Schloss Stammheim sitzenden Freiherren Theodor von Fürstenberg (1772-1828). Wie in den Jahrhunderten zuvor ließen auch er und seine Nachkommen die Liegenschaft durch Pächter bewirtschaften. Um 1818 saß Johann Rolshoven als solcher auf dem Hof. Er hatte 1815 in Anna Sibilla Düppes eine Tochter aus Gut Iddelsfeld geheiratet und zog später auf das von ihm neu erbaute, und diesem gegenüberliegende Gut Neufeld in Holweide.

Im Jahr 1928 gelangte Schönrath dann aus dem Eigentum der nunmehrigen Familie von Fürstenberg-Stammheim in den Besitz der Stadt Köln, die dieses wie zahlreiche andere Gutshöfe in ihrem Speckgürtel zur Landbevorratung erwarb. Zwecks späterer Aufgliederung in Grundstücke für den Wohnungsbau oder eine gewerbliche Nutzung.

Seit 1860 verwaltete die Familie Litz das Gut. Ludwig Litz (1851-1913)[3], ein Sohn des Erstpächters, begründete eine Pferdezucht auf Schönrath die bis Ende der 1950er Jahre bestand. Im Jahr 1974 wurde die Tierhaltung dann gänzlich eingestellt und nur noch Ackerbau (Getreide, Zuckerrüben und Mais) betrieben.[4]

Die Hofanlage wurde am 1. Juli 1980 unter Denkmalschutz gestellt (Nr. 624).
Beschreibung

Das straßenseitig in Backstein aufgeführte zweigeschossige Wohnhaus von 7:3 Achsen wurde um 1870[5] unter dem Pächter „Heinrich Litz“ (* 21. Dezember 1824 in Köln; † 13. Juni 1874 auf Schönrath)[6] errichtet, der den Hof seit 1860 betrieb. Die nach Nord-Westen im Halbkreis vorgelagerten eingeschossigen Wirtschaftsgebäude sind ebenfalls aus Backstein aufgeführt.
Neurather Hof
Quelle:Wikipedia

J.Garcia, Lorenzo Kjell Salmonson, woelfi, Renate have particularly liked this photo


Comments
J.Garcia
J.Garcia
So verdant!
3 years ago.