Kainer Wahr

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Posted on 08/22/2009


Photo taken on August 22, 2009


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Der Böse Buddha

Der Böse Buddha
Von einer Illustrierten wie dem Stern einen inhaltlich anspruchsvollen und sachlich richtigen Artikel zu erwarten, egal zu welchem Thema, ist wie wenn Menschen glauben, Kühe seien lila. Obwohl, viele Menschen kennen Kühe tatsächlich nur noch aus der Reklame für Schokoladenimitate und glauben was was sie da aufgetischt kriegen. Auf einen Sternartikel über den Dalai Lama überhaupt irgendwie einzugehen, erübrigt sich aber so oder so. Eine Replik bekam ich allerdings gerade per Fax. Siehe hier.

Comments
York
York
Ich lese nie den Stern -- bis auf diese eine Ausgabe, die ich mir mal im Urlaub gekauft hatte. Der Artikel war einfach nur schlecht. Und zwar nicht in dem Sinne, daß er meine Meinung nicht widerspiegelt (ich habe keine zum Dalai Lama) oder daß er unausgewogen und inhaltlich irreführend war (ich weiß nicht genug darüber, um das zu beurteilen), sondern einfach weil er nicht informativ war. Das Lesen fühlte sich wie Zeitverschwendung an. Der ganze Stern war so. Peinlich, daß so viele Menschen dieses Blatt lesen. (Aber na gut. Jedem halt das Seine.)
8 years ago.
Kainer Wahr has replied to York
Der Artikel bot ein unangenehmes Gemisch an Wahrem, Halbwahrem und Verdrehtem welches in einer für Illustrierte üblichen Art aufbereitet war, um ein bestimmtes Bild zu erzeugen. In diesem Falle ging es darum einen reisserischen Artikel genau in dem Moment auf den Markt zu bringen, in dem der Dalai Lama nach Deutschland kam und man somit eine erhöhte Auflage erreichen konnte. Der Artikel beginnt damit, dem Dalai Lama und der Tibetischen Regierung "enge Beziehungen zum NS-Regiem" zu unterstellen. Eine Quelle wird nicht genannt, was genau damit gemeint sei, erfährt man nicht. Wie schön. Ausgerechnet das Blatt, das sich mit den Hitlertagebüchern unauslöschlich blamabel in die deutsche Pressegeschichte eingeschrieben hat, enthüllt uns die Wahrheit über die Nazis und die Buddhisten. Die 'Journalisten' Tilman Müller und Janis Vougioukas werfen dem Dalai Lama u.a. vor, eine Freundschaft zu Heinrich Harrer gepflegt zu haben, der aber SS-Mitglied gewesen sei. O-Ton: "Zu seinem Lehrer Heinrich Harrer pflegte der Dalai Lama eine enge Freundschaft. Die Nazivergangenheit des einstigen Oberscharführers störte ihn nicht." (Stern 30.7.09; S.38) Nun ja, die "Nazivergangenheit" kam 1997 heraus, Harrer und der Dalai Lama kannten sich seit den späten 40er Jahren (vgl. hier) Ach ja, und mit dem CIA hat der heilige Mann natürlich auch paktiert. Man ahnte es ja schon immer, irgendwas stimmt mit dem nicht.

Allerdings wäre es wünschenswert, wenn etliche Punkte, die auch in diesem Schmierenartikel angesprochen werden, von seriöser Seite untersucht würden.
8 years ago.
Kainer Wahr has added
Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Sternartikel findet sich hier: http://info-buddhismus.de/Korrekturen_und_Reflexionen_zum_Stern-Artikel.html
7 years ago.