1/50 - Südwestkirchhof Stahnsdorf

Berliner Friedhöfe


In Berlin gibt es über 200 Begräbnisstätten. Verwaltungs-offiziell sind aktuell rd. 140 davon aufgelistet und erfaßt. Darunter fallen 10 historisch bedeutsame, 12 sogenannte "Prominentenfriedhöfe" sowie jene touristisch gehipten "11 Friedhöfe, die man gesehen haben muß, bevor man stirbt" (Überlappungen inklusive). Mit nur 50 Bildern für das "50 images- project" kann ich mich nur auf Wesentliches …  (read more)

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31 Jan 2021

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1/50 - Südwestkirchhof Stahnsdorf

Hiermit starte ich eine neue Serie im Rahmen des "50 images project", nämlich "Berliner Friedhöfe" . ... Detailansicht der Außenterrasse (sorry, da Freitag, hier erstmal eine Nahaufnahme der Friedhofskapelle ... mehr Ansichten + Informationen werden folgen.) ------------------------------------------------------- Happy Fence Friday everybody ! (5. Februar 2021)

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31 Jan 2021

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02/50 - Südwestkirchhof Stahnsdorf

Der 1909 eröffnete Friedhof der Berliner Evangelischen Kirchengemeinden ist mit 206 Hektar der zehntgrößte Friedhof weltweit und nach dem Hauptfriedhof Hamburg- Ohlsdorf Deutschlands zweitgrößter Friedhof. Auf dem Gelände wachsen mittlerweile rund 200.000 Bäume. Die hölzerne Friedhofskapelle nach dem Vorbild norwegischer Stabkirchen wurde 1908 bis 1911 nach Plänen des Kirchenarchitekten Gustav Werner errichtet (sein Grab befindet sich übrigens direkt auf der Wiese gegenüber der Kapelle). Die Inneneinrichtung, die Bemalungen, die farbigen Jugendstil-Glasfenster (s. PiPs) und die wertvolle Sauer-Orgel sind im Originalzustand erhalten. Ab 1949 lag der Friedhof infolge der Teilung Deutschlands auf dem Gebiet der DDR; nach den Ereignissen vom 17. Juni 1953 war es Besuchern aus West-Berlin nur noch mit einem besonderen Passierschein möglich, den Südwestfriedhof zu besuchen. Die endgültige Isolation des Kirchhofs wurde mit dem Mauerbau am 13. August 1961 besiegelt. Aktuell erfreut sich der Friedhof zunehmender Beliebtheit, gerade unter Jüngeren - die Kapelle war Kulisse für die Netflix-Serie "DARK" (PiP re.).

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08 Feb 2018

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3/50 - Engel in Grün

... von all den Skulpturen und Grabdenkmälern auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf ( Auswahl s. PiPs) ist das hier mein absoluter Lieblingsengel (s. auch PiP 1).

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31 Jan 2021

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4/50 - Familiengruft der Familie Langenscheidt

Der Südwestkirchhof Stahnsdorf gehört zu dem Dutzend sogenannter "Prominentenfriedhöfe" von Berlin. Schon in den 1920er- und 1930er-Jahren fanden verstorbene "VIPs" aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Technik hier ihre letzte Ruhe, z.T. in aufwendigen Erbgrabstätten, andere unter schlichten Steinplatten. Darunter sind auch 18 Ehrengräber, die in Pflege des Landes Berlin stehen. Das Hauptbild hier zeigt die Familiengruft der Langenscheidts. Der vormalige Sprachlehrer Gustav_Langenscheidt (1832–1895, PiP 1), gründete mit dem nach ihm benannten Verlagsimperium den bedeutendsten Wörterbuch-Verlag der Welt. Ursprünglich befand sich die Familiengrabstätte auf dem Alten St. Matthäus- Kirchhof in Berlin- Schöneberg, ganz in der Nähe von Langenscheidts Verlag und deren Wohnhaus. Ende der 1930er Jahre wurden jedoch ca. 15.000 Grabstätten aus Friedhöfen im Zentrum Berlins an den Stadtrand umverlegt, um Platz für Hitlers geplante Welthauptstadt Germania zu schaffen (woraus aus den bekannten Gründen nichts wurde). Auf diesem Wege kam der Stahnsdorfer Friedhof mit seinem Block "Alte Umbettung" zu einer bemerkenswerten Anzahl wunderschöner alter Grabdenkmäler und Erbbegräbnisstätten . Die Namen der meisten dort versammelten Familiendynastien kennt heute kein Mensch mehr ... Im Gegensatz dazu finden sich etliche unspektakuläre bis unscheinbare Grabstätten von Persönlichkeiten, die auch heute noch (oder wieder) als VIPs gelten können. Das unscheinbarste dieser Gräber gehört zu "Anwalt Liebling" Manfred Krug (1937-2016) - ein Baumbegräbnis, das unter dem Schnee des letzten Wintereinbruchs nicht mehr auffindbar war (also: kein PiP !). Ganz schlicht, aber dennoch mein "Lieblingsgrab" in Stahnsdorf ist das von Ernst Gennat (1880- 1939, PiP 2), dem Leiter der Berliner Mordkommission und Begründer moderner kriminaltechnischer Verfahren, wie sie auch heute noch weltweit angewandt werden. Der Autor Volker Kutscher hat mit seiner Buchreihe diesem bemerkenswerten Mann zu verdienter Bekanntheit wiederverholfen (Serie "Babylon Berlin"). weitere PiPs (v.l.n.r.): PiP 3: Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931); Regisseur von Nosferatu , des weltweit 1. Vampirfilms (1922) PiP 4: Werner von Siemens (1816–1892), Erfinder und Industrieller, Gründer von SIEMENS PiP 5: Otto Graf Lambsdorff (1926–2009), FDP-Politiker, Bundesminister PiP 6: Heinrich Zille (1858–1929), Maler , sozialkritischer Zeichner und Fotograf PiP 7: Wilhelm Kuhnert (1865 - 1926), Illustrator u.a. von "Brehms Tierleben" Weiterhin finden sich hier die Gräber folgender bekannter Persönlichkeiten: - Elisabeth von Ardenne (1853–1952), Vorbild für Theodor Fontanes Figur der „Effi Briest“ - Lovis Corinth (1858–1925), impressionistischer Maler - Engelbert Humperdinck (1854–1921), Komponist, u.a. Oper "Hänsel und Gretel" - Maja Maranow (1961–2016), Schauspielerin - Dieter Thomas Heck (1937–2018), Moderator und Showmaster .... wenn ich mal wieder in Stahnsdorf bin, werde ich auch diese Gräber aufsuchen+ ggf.ablichten. Ein informatives Kurz- Video (auch) zu den Prominentengräbern von Stahnsdorf findet sich bei Youtube: youtu.be/n6cxWdGbFUk

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16 Feb 2021

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05/50 - Waldfriedhof Stahnsdorf

Der Südwestfriedhof Stahnsdorf wird nicht zufällig auch "Waldfriedhof Stahnsdorf" genannt ... neben, zwischen, auf und um die ca. 115.000 Grabstätten wachsen rd. 200.000 Bäume. Bei meinem letzten "Winterbesuch" lag noch reichlich Schnee, innerhalb weniger Stunden kletterte das Thermometer von -10 auf +15 Grad. Folge: ganztägiger Nebel. Irgendjemand hat mal gesagt, Friedhöfe muß man im Herbst fotografieren - oder bei Nebel.Ich denke, das stimmt (s.a. PiPs).

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08 Apr 2021

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Zaundetail

... am Grab von Max Liebermann ... auf dem Alten Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee/Berlin (mehr von DIESEM - und etlichen anderen - Berliner Friedhöfen folgt im Jahresverlauf - s. auch HIER ) ----------------------------------------------------- Happy Fence Friday ! (9. April 2021)

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08 Mar 2021

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06/50 - Friedhöfe vor dem Halleschen Tor

Happy Fence Friday ! (16. April 2021) --------------------------------------------------- Die Friedhöfe vor dem Halleschen Tor (s.auch PiP) gehören zu DEN Friedhöfen, die ich im Rahmen des "50 images-project" erstmals besucht habe. Ich bin so begeistert von dem, was ich dort vorgefunden habe, daß ich vermutlich noch öfter dorthin zurückkehren werde. Eigentlich handelt es sich um 4 richtig alte Begräbnisstätten, die seinerzeit außerhalb der Stadtgrenzen (hier also "vor dem Halleschen Tore") angelegt wurden; heute allerdings einen überraschenden Ruhepol inmitten des turbulenten Stadtbezirks Kreuzberg bilden. Der erste dieser Friedhöfe wurde bereits ab 1735 angelegt, der letzte 1819. Alle Friedhöfe sind durch Durchgänge miteinander verbunden. Durch die Teilung Berlins nach 1945, und besonders nach dem Mauerbau 1961, wurden diese Friedhöfe weitgehenden von ihren evangelischen Kirchgemeinden getrennt, die diese normalerweise betreuten. In der Folge dieser "Verwahrlosung" konnte sich eine bunte Vielfalt an Fauna und Flora weitgehend ungestört entwickeln. Heute stehen die Friedhöfe als Gartenanlage unter Naturschutz. Die z.T. zerfallenen Gräber und Grüfte wurden (und werden) aufwendig restauriert. Mit das Beeindruckendste auf diesen Alten Friedhöfen ist die Unmenge verrotteter, verrosteter Zäune um die noch erhaltenen alten Erbbegräbnisstätten und Grüfte. Einige davon werde ich gelegentlich als PiPs diesem 50-Bilder-Beitrag hinzufügen bzw. in die HFF-Gruppe einstellen. Im Weiteren komme ich hoffentlich bald zu den Persönlichkeiten und Berühmtheiten, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Es sind so Einige ! .... Fortsetzung folgt also irgendwann im 50 Bilder- Projekt .

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27 Jan 2021

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07/50 - Trauerhalle an einem 27. Januar

27. Januar ist Holocaust- Gedenktag , deshalb, aber nicht nur deshalb: s. auch PiPs -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Als der "alte" Jüdische Friedhof in der Schönhauser Allee "voll" war (jüdische Gräber sind für die Ewigkeit, dürfen als nicht beräumt werden), wurde - weit draussen vor der Stadt, in der Gemeinde Weißensee - 1880 ein neuer Friedhof der Jüdischen Gemeinde zu Berlin angelegt. Bis heute ist er mit seinen 115.000 Grabstellen der flächengrößte erhaltene jüdische Friedhof Europas. Während des "Dritten Reichs" blieb dieser Friedhof auf direkte Anweisung Adolf Hitlers unberührt. Es geht die Legende, Hitler sei abergläubig gewesen und hätte panische Angst vor der Auferstehung des Golem gehabt. Der Friedhof stand schon zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz, und das ist auch so geblieben. Die Anlage des Friedhofs erfolgte nach einem Entwurf des Architekten Hugo Licht (1841-1923). Das Gebäudeensemble am Haupteingang steht im Stil der italienischen Neorenaissance (hier im Bild: die Trauerhalle). Am Haupteingang der Anlage ist das Holocaust-Mahnmal mit Gedenkplatten sämtlicher Konzentrations- und Vernichtungslager, die lt. den Beschlüssen der Wannseekonferenz an der praktischen "Lösung der Judenfrage" beteiligt waren. Der Friedhof beherbergt auch Grabstätten prominenter Vertreter der Berliner Gesellschaft ihrer Zeit, u.a. die von Stefan Heym, Samuel Fischer, Lesser Ury, Theodor Wolff, div. Kaufhaus- und Bankengründer, Schriftsteller, Künstler, Rabbiner u.a. Der Friedhof war einer der Drehorte für den Film „Alles auf Zucker“ von Dani Levy (2004) mit Henry Hübchen und Hannelore Elsner. -------------------------------------------------- Anmerkung Ich wohne unweit des jüdischen Friedhofs, deshalb - und weil er einfach unglaublich schön ist - komme ich seit Jahren immer wieder dort vorbei, und habe dementsprechend endlos viele Fotos von dort. Ausgewählte Bilder der vergangenen Jahre habe ich seit 2015 im Album Jüdischer Friedhof Weißensee festgehalten. Im Rahmen des 50 Bilder- Projekt hatte ich letzten Winter eine Serie "Berliner Friedhöfe" begonnen. Weit bin ich damit allerdings nicht gekommen ... Corona, der Sommer, div. Reisen - irgendwie erschien mir unter den aktuellen Umständen ausgerechnet eine Friedhofsserie unpassend. Zwischenzeitlich war ich allerdings auf ca. einem Dutzend historisch interessanter Friedhöfe, habe unendlich viel Faktenwissen und Bildmaterial zusammengetragen, so dass ich hoffe, die 50er Serie nun endlich in den kommenden Monaten komplettieren zu können (evtl. im Wechsel mit meiner lfd. Schweden-Serie.

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05 Nov 2018

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08/50 - HFF !

Happy Fence Friday everybody ! ... heute (aus gegebenem Anlass) - s. meinen gestrigen Beitrag vom Jüdischen Friedhof Berlin Weißensee