Michael's Fotos

Michael's Fotos

Posted on 06/09/2013


Photo taken on June  7, 2013



Authorizations, license

Visible by: Everyone
All rights reserved

351 visits

Gedenkstein auf dem Kammweg im Deister

Gedenkstein auf dem Kammweg im Deister
Das "Försterdenkmal", ein Findling auf dem Deisterkamm zwischen "Hohe Warte" und des "Höfeler", wurde am 22.Mai 1927 zur Erinnerung an den Doppelmord vom 12.August 1926 errichtet.
Am frühen Morgen des 12.August 1926 gingen der 33-jährige Hilfsförster Heinrich Meyer aus Egestorf (Deister) und der 76-jährige pensionierte Haumeister Heinrich Bode aus der Wennigser Mark zur Jagd in den Deister. Der Einbrecher, ein polnischer Landsmann namens Felix Dymbkowski war ebenfalls in den Morgenstunden mit Diebesgut vollbepacktem Rucksack auf dem Kammweg unterwegs, welches er nachts zuvor bei einem Einbruch in Lauenau von einem Schneidermeister erbeutet hatte. Die beiden Forstbediensteten trafen den Polen in der Nähe des Höfeler, vermuteten einen Wilderer und ließen sich den Inhalt seines Rucksackes zeigen. Während die beiden Forstbediensteten sich niederbeugten um den Rucksack zu kontrollieren erschoß Felix Dymbkowski beide blitzschnell mit einer Pistole, Kal. 7,65 mm (er gab mindestens je drei Schüsse auf M. und B. ab) und wurde vom Schwurgericht in Hannover zum Tode verurteilt und am 01. Juli 1927 im Gefängnishof an der Celler Straße in Hannover enthauptet.

Nur durch einen Zufall konnte der Mörder verhaftet und der Tat überführt werden,
denn ein paar Wochen nach dem Mord versuchte der aus Polen stammende Täter einen weiteren Einruch, diesmal in Peine, wieder mit seinem Komplizen der auch beim Einbruch in Lauenau dabei war, sich aber damals auf getrenntem Weg absetzte.
Bei diesem erneuten Einbruchsversuch wehrte sich das Opfer, ein Mühlen- und Gasthausbesitzer durch mehrere Schüsse auf die beiden Einbrecher. Der Komplize von Felix Dymbkowski wurde dabei verletzt und konnte auf frischer Tat mit schussbereiter Pistole in der Hand von der Polizei festgenommen worden. Es lag nahe, daß eventuell ein Zusammenhang mit dem Doppelmord im Deister bestünde; bei einer geschickt durchgeführten Vernehmung gestand der Festgenommene, daß nicht er, sondern sein Komplize Felix Dymbkowski der Mörder der Forstbediensteten sei; Dymbkowski gestand die Tat.

Comments