From My Collection: Topcon uni

My Camera Collection

Among Detlev M.'s albums



From My Collection: Topcon uni

My trusty old Topcon – the first SLR I bought in 1965, when I still was a pupil, but had earned some money with some temporary jobs. I used it for roughly 20 years, and it’s still going strong. The problem is the battery for the power supply – it is, like in many cameras in those days, a PX625 mercury cell of 1.35 V, which is forbidden in Europe since a couple of years.. The Topcon uni was built from 1964 to 1973 by Japanese company Tokyo Kogaku. It was the first automatic SLR with TTL exposure measurement at maximum aperture. The shutter is a Seikosha between-the-lens shutter with 1/500 – 1 sec and B. The lens is a 1:2/53 mm UV Topcor with 6 lenses, alternatively a 1:2/50 mm HI Topcor was mounted. Apart from the focal length, I don’t know the differences. Topcon used a proprietary bayonet, and since the camera never was as popular as Nikon, Minolta or Contaflex f.e. (even though it was better from technical point of view), it was difficult to find third party lenses. Topcon itself offered 7 lenses from 28 up to 200 mm focal length. Even though I had some whole lot of fun photographing with this camera, it suffered from mainly two things: - The mirror made an awful noise when repulsing - Due to the aperture adjustment ring being mounted to the camera body, and not to the lens, the max aperture had to be adjusted separately when changing the lens. This wasn’t really fail-safe. If you forgot to adjust it, it lead to wrong exposure … For the battery problem mentioned above I found a solution I described for a Rolleiflex SL35 (currently German only). Indeed the solution for the Topcon is similar, but, due to a different battery case (see pic 4 and 5 in the linked article), not exactly the same; so I have to write another article.

Voigtländer Vito BL

Die Voigtländer-Sektion in meiner kleinen Sammlung historischer Fotokameras hat Zuwachs bekommen - eine Voigtländer Vito BL (und auch, vor einiger Zeit schon, eine Bessa von 1934, aber an der muss ich noch etwas tun). Die Vito B-Serie wurde von 1954-1960 gebaut, die BL erblickte 1956 das Licht der Fotowelt, und das ist auch nach der Seriennummer das Baujahr meiner BL. Der Unterschied zur B: Die BL hatte einen eingebauten Belichtungsmesser, und zwar entweder einen Bewi-Automat selenium (wie meine) oder, und das hauptsächlich für den Export, einen Bertram. Die Bedienung des Bewi ist etwas gewöhnungsbedürftig: Man muss den Knopf auf der Rückseite der Kamera drücken, ihn dann wieder schlagartig loslassen, und der Bewi zeigt irgendetwas an, das, wenn man Glück hat, eine korrekte Blenden- und Verschlusseinstellung ergibt. Am besten macht man aber mehrere Messungen und bildet dann den Mittelwert ... Als ich den ersten Blick auf "meine" Vito BL warf, dachte ich "OMG, die ist aber gut benutzt worden" - sie sah zerkratzt aus. Erst der zweite Blick ergab, dass das eigentlich nur Dreck war, Grünspan. Entsprechend muffig roch auch das Futteral und die Belederung der Kamera. Eine Behandlung mit meinem Spezialreiniger ließ sie aber bald - von weitem betrachtet - wie aus dem Laden erstrahlen. Bei näherer Betrachtung, u.a. dieser Fotos, muss ich dann aber wohl noch etwas Feinarbeit leisten ;-) Die Technik ist fast ohne Tadel - alle Zeiten, auch die langen, laufen einwandfrei. Nur der Selbstauslöser scheint nicht zu tun, was aber auch nicht verwunderlich ist bei dem Alter der Kamera. Kaum einer der Selbstauslöser an meinen historischen Kameras funktioniert so, wie er sollte. Das hat in aller Regel nichts mit defekten Teilen oder schlappen Federn zu tun, sondern schlicht mit Dreck. Ich müsste das alles auseinandernehmen und reinigen, das ist mir aber dann doch etwas zu viel Arbeit nur für einen Selbstauslöser. Selfie-Fans dürfen mich jetzt etwas beschimpfen ... ;-) Das Objektiv ist der Vierlinser Color-Skopar 1:2.8/50, der Verschluss ist ein Prontor SVS mit B, 1, 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100, und 1/300 Sekunde. Der Sucher ist noch der alte Glasklotzsucher, der bekannte Voigtländer-Leuchtrahmensucher, der ziemlich genau den Bildausschnitt anzeigte und auch einen Parallaxen-Ausgleich bot, wurde erst ab 1957 verbaut. Verkauft wurde die Vito BL seinerzeit je nach Ausstattung für um die 210 DM. Aktuell ist die Vito BL mit einem Ilford HP5 s/w-Film geladen, und die ersten Fotos durfte sie auf dem Ihme-Ausflug der Donnerstagsrunde machen. Mal sehen, was an Fotos so herauskommt - etwas dauert es noch. Update 03-08-2015: Nee-nee, was mir da passiert ist ... Irgendwo auf der Patrone war ein klitzekleines B aufgemalt. Das habe ich zwar gesehen, mir aber nichts bei gedacht. Oder doch, ja: Ich dachte mir, der Mann (ein Profi), dem ich eine ganze Reihe Arista-Filme abgekauft hatte, hatte mir noch ein Konvolut von 5 oder 6 Spulen dazugepackt, mit der Bemerkung, dass in denen zwar die jeweils angezeigten Filme enthalten seien, da es aber Meterware sei, ich mich nicht auf eine feste Anzahl Bilder verlassen könne. Und ich dachte, es ist eben eine von denen. Nun, nach dem Entwickeln zeigte sich, dass es einer von meinen Filmen war, den ich wohl mal vergessen hatte. Und der in einigen Bildern meinen Schwager zeigte mit seinem Geländemotorrad und Bilder von einer Geländeveranstaltung. Und das muss vor ca. 30 Jahren gewesen sein; jetzt natürlich überdeckt mit den aktuellen Bildern von der Vito. Man kann aber auch blöd sein ... Jetzt ist also wirklich ein neuer Arista drin.

Rolleiflex SL 35

Meine kleine Sammlung historischer Kameras ist seit kurzem um ein Exemplar reicher: eine Rolleiflex SL 35, eine 35mm-Spiegelreflexkamera. Im Jahre 1966 entschlossen sich die Rollei-Werke Franke & Heidecke aus Braunschweig, bisher berühmt für ihre herausragenden zweiäugigen Spiegelreflexen im Mittelformat, auf den Zug der immer beliebter werdenden 35mm-Spiegelreflexkameras aufzuspringen, und entwickelten die Rolleiflex SL 35. Die SL 35 ist eine kompakte, gut in der Hand liegende Kamera. Als Standard-Objektiv kam zunächst das SL-Xenon 1:1.8/50 von Schneider zum Einsatz (wie auch bei diesem Exemplar), später war es das 1:1.8/50 Planar von Carl Zeiss. Die Verbindung zum Body wurde mit dem proprietären Bajonett QBM (Quick Bayonet Mount) realisiert. Bei ihrem Erscheinen im Jahr 1970 war die SL 35 allerdings technisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Zwar hatte sie einen Mikroprismen-Entfernungsmesser im Prismensucher, einen Gummituch-Schlitzverschluss mit B, 1-1/1000 sec und einen gekoppelten CdS/TTL (Through The Lens = durch das Objektiv) Belichtungsmesser durch das Objektiv. Allerdings geschah die Belichtungsmessung bei Arbeitsblende, will heißen, zur Messung musste das Objektiv abgeblendet werden, was bei schlechten Lichtverhältnissen die Zeigeranzeige im Sucher kaum noch sehen ließ. Die Konkurrenz aus Japan war da wesentlich weiter, die Kameras maßen bei Offenblende. Soviel ich weiß, war die Topcon Uni im Jahr 1964 die erste KB-SLR mit TTL-Messung bei Offenblende. Die Topcon befindet sich auch in meiner Sammlung, sie war meine erste Spiegelreflexkamera; muss ich bei Gelegenheit auch mal vorstellen. Mit dem Verkaufspreis von damals 675,- DM hatte die SL 35 es schwer, sich gegen die japanischen SLRs durchzusetzen, was sich auch im Fehlen von Fremdobjektiven bemerkbar machte. Nur Tamron bot Objektive für das QBM-Bajonett an. Natürlich bot Rollei eine ganze Reihe eigener Objektive an, die allerdings preislich keine direkten Schnäppchen waren. Mein Exemplar ist in einem hervorragenden Zustand, die Optik ist absolut kratzerfrei und alle Zeiten, auch die langen, laufen ohne jede Beanstandung. Nachdem ich nun auch das Batterieproblem gelöst habe , steht einem Test im Feld nichts mehr im Weg. Das Batterieproblem liegt im Übrigen, wie bei vielen, eigentlich den meisten Kameras aus der Zeit, darin, dass für die Stromversorgung eine Quecksilberbatterie zum Einsatz kam. Das Problem: Quecksilberbatterien sind seit 2008 seitens der EU verboten. Wie man trotzdem alte Schätzchen am Leben halten kann, werde ich demnächst in einem eigenen Bericht erklären.

Meopta Flexaret IVa

Die Meopta Flexaret-Reihe wurde bis 1971 im Meopta-Werk in Prerov (Tschechien, damals noch Tschechoslowakei) gebaut. Die Objektive sind ein Anastigmat 1:3 f=80mm als Sucherobjektiv und als Aufnahmeobjektive ein Belar 1:3.5 f=80mm, ein Vierlinser vom Tessar-Typ. Als Verschluss kommen sowohl ein Prontor-SVS (1-1/300,B) als auch ein Metax (1-1/400,B) zum Einsatz. Meine hat den Metax verbaut. Eine Besonderheit der Flexaretten seit der IV besteht darin, dass nicht nur T120-Rollfilme verwendet werden können, sondern auch Kleinbildfilme. Allerdings kann bei der IV der Film noch nicht zurückgespult werden, muss also in der Dunkelkammer oder im Wechselsack entnommen werden. Ab der Baureihe V kann der Film auch zurückgespult werden. The Meopta Flexaret series have been produced until 1971 in Prerov (Czech Republic, Czechoslovakia in those days). The lenses are an Anastigmat 1:3 f=80mm as viewfinder and a 4-elements Belar 1:3.5 f=80mm. The shutters were as well Prontor-SVS (1-1/300,B) as also Metax (1-1/400,B). Mine has a Metax shutter.

Meopta Flexaret IVa, Verschluss

Metax-Verschluss der Meopta Flexaret IVa. Es gab eine böse Hemmung im Verschluss: egal, welche Zeit ich einstellte, den Verschluss interessierte das nicht und er löste mit gefühlt 1/250 aus. Das sind aller Erfahrung nach Verharzungen, das kann passieren. So etwas kann man mit ein paar (aber wirklich nur ein paar, will heißen wenig) Tropfen Feuerzeugbenzin lösen, wenn man Glück hat. Glücklicherweise fand ich auch eine französische Site im Netz, auf der der Auseinanderbau einer Flexaret beschrieben wurde. Einmal an den Verschluss herangekommen, war es relativ einfach, mit einer Spritze hier und da einen Tropfen Benzin zu platzieren und die kleinen Verschlusshebeleien von Hand zu bewegen, bis alles wieder lief. Geduld und ein ruhiges vorsichtiges Händchen ist bei einer solchen Aktion gefragt. Und nachdem ich auch den speziellen Transportmechanismus verstanden hatte, war ich froh und freute mich, die Flexarette wieder zum Leben erweckt zu haben.

Welta Weltax

Die Weltax wurde von den Welta Kamerawerke Waurich & Weber in Freital/Sachsen in verschiedenen Modellen von 1939 bis 1959 produziert, mein Exemplar ist wahrscheinlich von 1954. Es hat einen Tempor-Verschluss mit 1-1/250 sec + B und ein Tessar-Objektiv 1:3.5/75 mm. Benutzt wird T120-Rollfilm. Das Besondere an dieser Kamera ist, dass sowohl im 6*6 als auch im 4.5*6 Format fotografiert werden kann. Für letzteres gibt es einen Einstellschieber auf dem Sucher und eine Maske, die man auf der Filmbühne einbaut. Diese Maske ist leider nicht dabei. Ansonsten ist die Kamera in hervorragendem Zustand. Different models of the Weltax have been built by Welta Kamerawerke in Freital/Saxonia between 1939 and 1959. Mine is most probably from 1954. It has a Tempor shutter with 1-1/250 sec and B, the lens is a Tessar 1:2.5/75 mm. It is a medium format camera for T120 rollfilm. One can shoot photos in both 6*6 and 4.5*6 format. The camera is in nearly mint condition, even if it's lacking the 4.5*6-mask.

Agfa Billy

In dieser Form wurde die Agfa Billy Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhundert gebaut. Sie ist mit einem IGETAR F/8.8 Anastigmaten mit Blenden von 8.8, 12.5 und 18, und dem Verschluss Agfa Automat mit B, 1/25, 1/50 und 1/100 ausgerüstet. Das Filmformat ist 6*9 für Rollfilm Typ 120. Technisch scheint sie ok zu sein, es bewegt sich alles, was sich bewegen soll; ein Test mit Film steht noch aus. Optisch hat die Kamera etwas gelitten, an einer Stelle ist der Lederbezug abgeschabt, an anderer Stelle löst er sich vom Gehäuse, was aber schnell zu beheben ist. Die Griffschlaufe wird auch etwas überholt werden müssen. The Agfa Billy has been produced in this shape from the end of the 20s to beginning 30s of the 20th century. It is equipped with IGETAR F/8.8 Anastigmat lens with apertures of 8.8, 12.5 and 18. The shutter is an Agfa Automat with B, 1/25, 1/50 und 1/100. The film format is 6*9 for T120. Technically it seems to be ok - everything that has to move does move actually. A final test with a film inside ist still missing, though.Optically the leathers and the loop are affected, but that could be fixed - the other day ;-)

Pouva Start

Die Pouva Start ist eine einfache Anfänger-Kamera mit Bakelit-Gehäuse und einem Duplar 1:8 Objektiv. Sie hat zwei Blendenstufen, 1:8 (trüb) und 1:16 (Sonne). Der Verschluss bietet "Zeit" und "Moment" Einstellung. Letztere ist wahrscheinlich 1/60 oder 1/125 sec. Das Filmformat ist 6*6 für Rollfilm Typ 120. Optisch ist die Kamera in Ordnung, die Bereitschaftstasche muss etwas aufgearbeitet werden. Zur Geschichte: Die Karl Pouva AG wurde im Jahr 1939 von Karl Pouva in Freital/Sachsen gegründet und produzierte zunächst einfache Diaprojektoren. Die Pouva Start kam 1951 ins Programm und ist somit eine der ersten Kameras aus DDR-Fertigung. The Pouva Start is a simple beginner's camera with bakelite body and Duplar 1:8 lens. The lens has the apertures: 1:8, marked "trüb" (dull), and 1:16, marked "Sonne" (sun). The shutter has two positions: "Zeit" (T) and "Moment", which most probably is 1/60 or 1/125 sec. It uses T120 films in 6*6 format. History: The Karl Pouva AG was founded in 1939 in Freital and initially produced simple slide projectors. The production of the Start began in 1951, thus it was one of the first cameras produced in former GDR.