Buelipix

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Posted on 05/01/2015


Photo taken on June 20, 2008

1/6 f/3.3 4.7 mm ISO 400

Panasonic DMC-TZ5 by Buelipix



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Flughafen Zürich-Kloten


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Pistensanierung Piste 16/34 Flughafen Zürich-Kloten (© Buelipix)

Pistensanierung Piste 16/34 Flughafen Zürich-Kloten (© Buelipix)
Pistensanierung Flughafen Zürich-Kloten:
Die Piste 16/34 des Flughafens Zürich-Kloten wurde 1949 gebaut und 1976 erstmals saniert.
Von September - Dezember 2007 und April - November 2008 wurde wieder eine Sanierung durchgeführt.
Für die rund einjährige Pistensanierung, die aus Witterungsgründen in zwei Etappen durchgeführt wurde, galten strenge Auflagen: Die Arbeiten mussten jeweils in der Nacht exakt zwischen 23.30 und 05.30 Uhr ausgeführt werden. Der Baulärm durfte dabei nicht grösser sein als der Hintergrundlärm. In den Nächten auf Samstag und auf Sonntag durfte nicht gearbeitet werden. Von 05.31 bis 23.30 Uhr musste die Piste trotz den nächtlichen Arbeiten normal benutzbar sein.
Hätte der in der Nacht eingebaute Belag um 05.30 Uhr eine Oberflächen-Temperatur von maximal 80°C überschritten, wäre keine Pistenfreigabe erteilt worden.
Als Konsequenz drohte eine Konventionalstrafe von 25’000CHF pro 15 Minuten Verspätung.

Bauverfahren:
Zur Sanierung des Rollbereiches der Start- und Landepiste 16/34 wird der bestehende Betonbelag, der eine mittlere Stärke von 35 Zentimeter aufweist, auf einer Länge von 3750 Meter und einer Breite von 23 Meter abgebrochen und durch einen Asphaltbelag ersetzt.
Die Bearbeitung erfolgt in Etappen von jeweils etwa 50 Metern, mit folgendem Ablauf:
Zwischen 18.00 und 22.00 Uhr werden Trag- und Binderschicht in die eigens erstellte Stahlbauhalle auf dem Flughafengelände angeliefert. Aufgrund der strengen Umweltauflagen ist ein direktes Anliefern des Mischgutes zur Baustelle nachts nicht gestattet.
Nach der Pistenfreigabe zwischen 23.30 und 24.00 Uhr, je nach Flugverkehr, wird durch die Flughafen-Bausicherheit das Startsignal für das Auffahren der benötigten Baumaschinen und Bauarbeiter gegeben, welche bereits in einem Konvoi auf einer Parallelstraße zur Piste am warten sind.
In der Zeit von 23.30 bis 01.00 Uhr werden die Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten auf der Piste ausgeführt.
Ab 1.00 Uhr beginnt der Einbau der Tragschicht (Schichtstärke 23 - 25 cm) mit einem GPS gesteuerten Bulldozer. Die Trag- und die Binderschichten werden ab der Belagshalle mit Radladern auf Sattelschlepper verladen und zur Einbaustelle auf der Piste geführt. Der Einbau und die Verdichtung der Tragschicht muss um 2.30 Uhr abgeschlossen sein, damit mit der Lieferung und dem Einbau der Binderschicht (10 cm) begonnen werden kann.
Die Binderschicht wird mit zwei Einbaumaschinen eingebaut. Sie muss bis 3.45Uhr eingebaut und verdichtet sein, damit im Anschluss die Centerline Lampen in dem frisch eingebauten Belag gesetzt und mit einem leistungsfähigen, schnellbindenden Mörtel eingegossen werden können. Gleichzeitig werden Reinigungs- und Markierungsarbeiten ausgeführt.
Die Pistenfreigabe für den Flugbetrieb erfolgt jeweils um 05.30 Uhr. Die Flughafen-Bausicherheit prüft um 05.30 Uhr inwiefern die Vorgaben erfüllt sind. Entsprechend erteilt diese die Freigabe zur ersten Landung um 06.00 Uhr.
Pro 50m Etappe werden pro Nacht in der Tragschicht 665 Tonnen und in der Binderschicht 340 Tonnen, d.h. total 1'005 Tonnen Mischgut eingebaut. Die Binderschicht wird auf fertige Belagshöhe eingebaut. Dadurch kann zu einem späteren Zeitpunkt die Binderschicht um 4 cm abgefräst und durch eine Deckschicht (SMA 11) ergänzt werden.

Die Bilderserie entstand in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2008.
Was diese Leute dort für eine Leistung vollbracht haben, beeindruckt mich bis heute. Zwischen diesen Ungetümen, nachts bei Lärm - Wind - Wetter, der ständige Zeitdruck ... enorm!
Ich hatte in dieser Nacht die Panasonic Lumix FZ-50 dabei, eigentlich eine Super-Kamera für die damalige Zeit. Sie war genau 12 Monate und 2 Wochen alt. Leider tat sie an diesem Abend nach etwa 7 Bildern keinen Wank mehr* und ich musste mit der TZ-5 weiterknipsen, die ich immer als Reservekamera dabei hatte.
* Garantieansprüche bei der offiziellen Vertretung wurden abgelehnt, die Kamera sei vor über 12 Monaten gekauft worden. Nach einigem Hin- und Her erhielt ich 50% Preisnachlass auf der Reparatur. Diese Vertretung gibt es in der Zwischenzeit nicht mehr …

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