Nun ruhen alle Wälder
Text: Paul Gerhardt (1648 ?)
* 12. März 1607 in Gräfenhainichen im Kurfürstentum Sachsen;
† 27. Mai 1676 in Lübben (Spreewald)
Vierstimmiger Choralsatz: Johann Sebastian Bach
* 31. März 1685 in Eisenach;
† 28. Juli 1750 in Leipzig
bearbeitet für Singstimme und Laute
Hans-Joachim Ortolf 2010
Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder,
es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen,
auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt.
Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben,
die Nacht, des Tages Feind; fahr hin! Ein ander Sonne,
mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint.
Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen
am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen,
wann mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal.
Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe,
das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus. Dagegen
wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit
Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zu Ende
die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden
vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei.
Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder,
der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten,
da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd.
Mein Augen stehn verdrossen, im Hui sind sie geschlossen,
wo bleibt denn Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden,
sei gut für allem Schaden, du Aug und Wächter Israel.
Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude,
und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen,
so lass die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein.
Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben
kein Unfall noch Gefahr! Gott laß euch selig schlafen,
stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar.
* 12. März 1607 in Gräfenhainichen im Kurfürstentum Sachsen;
† 27. Mai 1676 in Lübben (Spreewald)
Vierstimmiger Choralsatz: Johann Sebastian Bach
* 31. März 1685 in Eisenach;
† 28. Juli 1750 in Leipzig
bearbeitet für Singstimme und Laute
Hans-Joachim Ortolf 2010
Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder,
es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen,
auf, auf, ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt.
Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben,
die Nacht, des Tages Feind; fahr hin! Ein ander Sonne,
mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint.
Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sterne prangen
am blauen Himmelssaal; also werd ich auch stehen,
wann mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal.
Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe,
das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus. Dagegen
wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit
Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zu Ende
die Arbeit kommen sei; Herz, freu dich, du sollst werden
vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei.
Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder,
der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten,
da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd.
Mein Augen stehn verdrossen, im Hui sind sie geschlossen,
wo bleibt denn Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden,
sei gut für allem Schaden, du Aug und Wächter Israel.
Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude,
und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen,
so lass die Englein singen: Dies Kind soll unverletzet sein.
Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben
kein Unfall noch Gefahr! Gott laß euch selig schlafen,
stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Engel Schar.
Sonia Lavin, Blue Wave, Nadège ..., Rotraud_71 and 11 other people have particularly liked this photo

Dieses Lied gefällt mir sehr gut.
Ich habe es einst im Chor gesungen.
Es ist lange her und erinnert mich an die "guten alten Zeiten".
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Weiße Rose"Gute, alte Zeiten" ??
Für Dich nicht und schon gar nicht für den Textdichter, Paul Gerhardt. Wenn die Jahreszahl 1648 stimmt, dann ist eben mal der dreißigjährige Krieg zu Ende gegangen, mit all seinem Grauen und Schrecken. Wenn man das berücksichtigt, kommt man dem Text etwas näher, der mir große Schwierigkeiten macht, eigentlich völlig fremd ist. Aber im Licht der damaligen Zeit betrachtet, wird vieles klar. Die Musik von Bach ist es einfach, die mich immer wieder dazu bringt, mich mit diesen Liedern zu befassen.
Weiße Rose has replied to ♫ Hans-Joachim Ortol…Zur Zeit lebe ich die "guten neuen Zeiten":-)
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Weiße RoseElfriede has replied to ♫ Hans-Joachim Ortol…♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Elfriede♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to BlendoI like these words~~
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Emma♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to dentelleThis song is fascinating for me too, by this I cant not resist to sing him. It doesnt wonder this song has a long history over centuries, beginning with Isaac, Bach, Schubert, Reger, Distler etc. until our days
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Rotraud_71Danke
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to MaidiMerci à toi !...
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to j-p l'@rchéo"La musique baroque", bien sur, pas la musique moderne, mais toujours a vivre. Les temps se passent, la musique reste.
♫ Hans-Joachim Ortol… has replied to Mariana Szöcs