Diese freundliche Mitarbeiterin wollte heute morgen NICHT von Kunden gestört werden, vielleicht war der Zeitungsartikel so spannend.
Zum Sachverhalt:
Als Rollstuhlfahrer muß JEDE Fahrt mit den DB-Zügen mindestens 1 Tag zuvor bei der Mobilitätszentrale der DB angemeldet werden. Um eine Einstiegshilfe mittels Rampe zu erhalten wird dann von der Mobilitätszentrale der DB Service Point als Treffpunkt 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges benannt.
Als ich heute morgen dort ankam war KEIN DB-Mitarbeiter vor Ort. Ich fuhr deshalb vom Service Point zum Reisezentrum, auch bekannt als Fahrkartenschalterhalle.
Die Mitarbeiter dort sagten mir, der Service Point IST besetzt. Ich war wütend dass sie mir nicht glaubten und sagte dann, vielleicht beschäftigten Sie Flaschengeister, die unsichtbar sind dann kann es sein dass er besetzt war. Noch während des Gespräches lief dann eine "rote DB Mütze"
in den Gängen und die Dame vom Reisezentrum sagte, ich rufe beim Service Point an damit jemand an die Treppe vorkommt, denn die Zeit nocheinmal mit dem Aufzug dort hochzufahren haben Sie nicht wenn Sie den Zug erreichen wollen.
An der Treppe angekommen, (Fotostandort) wunderte ich mich, dass die sture Mitarbeiterin nicht auf mich zukam. Also rief ich laut "Hallo" und habe gewunken, schließlich wurde sie ja vom Reisezentrum informiert, dass ein Rollifahrer zur Treppe kommt. Sie rief mir dann zu, nutzen Sie den Aufzug dort. Ich rief zurück " Nein - kommen Sie bitter her !"
Als Sie sich weigerte und wieder vom Aufzug faselte machte ich diese Aufnahme, doch da war die Dame in einer anderen Beschäftigung (evtl. Zeitung lesen ???).
Ich drehte um und fuhr ins Reisezentrum, blieb wegen des Wendekreises und Zeitnot bis zur Zugabfahrt vor den Absperrungen stehen und rief der Dame zu, "Sie haben doch dort angerufen, Ihre Kollegin weigerte sich zur Treppe zu kommen. Ich möchte mich beschweren und brauche den Namen von ihr."
Ein weiterer männlicher Fahrkartenverkäufer schnautze mich dann sehr unfreundlich an, "können Sie leiser sein ich habe gerade ein Kundengespräch. Ich antwortete: "Toll !!! Auch ich führe gerade ein Kundengespräch, kann aus Zeitmangel nicht zentimetergerecht vorfahren!! "
Nun habe ich auch den Namen der Mitarbeiterin vom Reisezentrum die alles bezeugen kann und werde mich mit einer saftigen Beschwerde an die Bahn wenden.
Wahrscheinlich wird es nichts bringen, doch wenn diese unfreundliche Person schon öfter negativ aufgefallen sein sollte wird sie hoffentlich für Ihre Glanzleistung heute zur Rechenschaft gezogen.
Unternehmen Zukunft - Deutsche Bahn.....
Dabei ist mir erst vor ein paar Tagen ähnliches passiert, trotz Anmeldung wußte die Kundenbetreuerin auf einem Unterwegsbahnhof nichts von meinem Zustieg und befand sich genau am entgegengesetzten Ende des Zuges. Ich wartete vor dem Mehrzweckabteil und die Schaffnerin trabte in betont langsamen Schneckentempo den ganzen Zug entlang und schnautze mich sofort an "Können Sie sich nicht anmelden, dann wäre ich im richtigen Wagen gewesen".
Als ich ihr mitteilte dass ich angemeldet bin telefonierte Sie mit Ihrer Dienststelle um nachzufragen ob meine Behauptung zutreffend sei. Dann wurde sie zwar freundlicher, aber noch während ich mich mit ihr unterhielt machte der Lokführer folgende Durchsage "Achtung Fahrgäste, wegen Zustieg eines Rollstuhlfahrers hat unser Zug eine Verspätung von 4 Minuten. Wir bitten um Entschuldigung". Behindertenfeindlicher geht es in meinen Augen nicht. Für die Bahn scheint ein behinderter Fahrgast ein Störfaktor zu sein (ähnlich einer Weichenstörung) für den man sich entschuldigen muß.
Ich liebe die Deutsche Bahn......
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dh4oaa says:
Völlig überlastet und genervt vom Nichtstun !!! Es war kein weiterer Kunde weit und breit in Sicht !!!
Mathiaspro says:
Viel Erfolg!