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Braun Röhrenradio SK 2

Braun Röhrenradio SK 2
Design: Fritz Eichler
Braun AG, Frankfurt, Germany

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Demetrius Chryssikos
Demetrius Chryssikos
Der Braun SK 1 ist ein Röhrenradio, das von Fritz Eichler und Arthur Braun für das Unternehmen Braun 1954 entworfen wurde. Das neu entwickelte Tischradio „SK 1“ sowie „SK 2“ wurden 1955 auf der Düsseldorfer Funkausstellung vorgestellt. Der „SK 1“ war eines der ersten Braun-Produkte aus der Abteilung für Formgestaltung und leitete das neue Produktdesign des Unternehmens ein. Im Fachhandel wurden diese Braun-Geräte als Kleinsuper-SK geführt.
Erwin und Artur Braun fanden Hinweise darauf, dass die Endverbraucher der damaligen „aufgeblasenen Pracht“ der Einrichtungsgegenstände überdrüssig waren und sich schlichten und zweckmäßigen Hausrat wünschten. Um dem gerecht zu werden, bat Erwin Braun daraufhin Fritz Eichler um Hilfe. Dieser zeigte ihm einen Katalog des New Yorker Museum of Modern Art und berichtete über die Arbeiten des Dessauer Bauhauses. Fritz Eichler arbeite bis dahin unter anderem als Regisseur und Gestaltungsbeauftragter und studierte von 1931 bis 1935 Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft in Berlin.

Überzeugt von der Notwendigkeit das Erscheinungsbild der Braun-Produkte zu ändern, entschieden sich Artur und Erwin Braun, das Unternehmen neu auszurichten und intern neu zu organisieren. Dazu gehörte auch die Einführung einer Abteilung für Formgestaltung, dessen Aufgabe es sein sollte, schlichte und funktionelle Geräte zu entwerfen. Dieser Vorstellung entsprach der 1954 entwickelte Rundfunkempfänger „SK 1“. Erstmals auf der Düsseldorfer Funkausstellung präsentiert, bekam das Radio in der Branche den Spitznamen „Kaninchenstall“. Auf der Funkausstellung wurden auch die neu gestaltete Musikschrankreihe „PK-G“, die Tischsupergeräte „TS-G“ und „G-11“ sowie der Kofferempfänger „combi“ präsentiert. 1956 erschien, dem neuen Gestaltungskonzept folgend, die von Hans Gugelot und Dieter Rams entworfene Radio-Phono-Kombination „Phonosuper SK 4“.
Der „SK 1“ und „SK 2“ wurden auch 1957 auf der La Triennale di Milano (11. Triennale in Mailand) präsentiert, dort erhielt das Unternehmen den Grand Prix für das Gesamtprogramm. Das neue Produktdesign brachte dem Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten einen gewaltigen Imagegewinn ein.
1955 kam auch das technisch erweiterte Modell, der „SK 2“, für UKW- und Mittelwellen-Empfang (MW) auf den Markt. Das Gehäuse gab es in den Farbtönen Hellgelb, Lichtgrün, Hellbeige, Hellblau und Graphit. Die runde Skalenscheibe ist bei den ersten Geräten noch mittig farblich geteilt und hat noch den großen Braun-Schriftzug.
Spätere Modelle des „SK 2“ und auch deren Nachfolger hatten eine Einschaltanzeige mittels einer Glühlampe, die als Leuchtpunkt auf der Skala unterhalb des kleinen Braun-Schriftzugs zu sehen ist. Teilweise verfügen sie über einen Klangregler sowie einen Niederfrequenz-Anschluss auf der Rückseite. An den NF-Anschluss kann ein Plattenspieler oder Tonbandgerät angeschlossen werden. Um die Schallplatte hören zu können, muss der SK auf Mittelwelle eingestellt und am Skalenring gedreht werden. Der Verkaufspreis betrug 1955 schon 145,- DM.
2 years ago.