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Berliner Kindl Weisse

Berliner Kindl Weisse
Elegant, lebendig weltoffen - die Berliner lieben ihre Stadt und genießen ihr Bier.

Hans-Jürgen, Hélène chevillard have particularly liked this photo


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Demetrius Chryssikos
Demetrius Chryssikos
Berliner Kindl ist eine Biermarke der zur Oetker-Gruppe gehörenden Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei. Gegründet wurde die Brauerei 1872 als Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG in Rixdorf, dem heutigen Berliner Ortsteil Neukölln. Sie wurde 1910 in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft umbenannt.
Seit 1907 symbolisiert der Goldjunge im Krug das Berliner Kindl.
2 years ago.
Demetrius Chryssikos
Demetrius Chryssikos
Am 1. Februar 1872 gründeten die Gastwirte Peter Joseph Linke, Philipp Jaeger, Ernst Baumbach, Franz Specht und Fritz Schmiedel, der Kaufmann Heinrich Mestern, der Bankdirektor Otto Swoboda und Bernhard Heßlein an der Hermannstraße 214 Ecke Rollbergstraße in Rixdorf die Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG. Ihr Ziel war es, untergäriges Bier zu brauen. In Norddeutschland war die Herstellung untergäriger Hefe zu dieser Zeit schwierig, da sie eine Umgebungstemperatur zwischen 4 und 9 °C erfordert, die Entwicklung der Kältemaschine jedoch noch nicht weit fortgeschritten war. Georg Leonhard Hopf und Kaufmann F.W. Fanta waren 1828 bei ihrem ersten Versuch mit Eiskellern in der Friedrichstraße Nr. 126 (heute Sitz des Ullstein-Verlages) am hohen Grundwasserspiegel gescheitert, wohingegen Hopfs zweiter Versuch ein Erfolg wurde: „Nun wird im Jahre 1838 in Berlin durch den früheren bayrischen Weinküfer Hopf zum ersten Male Bier nach bayrischer Art gebraut und in seinen, am Tempelhofer Berg gelegenen Lokalitäten zum Ausschank gebracht.“
Mit ihrem Grundkapital von einer Million Talern (preußisch Kurant) erwarb die Vereinsbrauerei Grundstücke in der Ecke Berliner/Jägerstraße, auf denen sie neben den für den Braubetrieb notwendigen auch Gebäude für Nebengeschäfte errichten ließen. Trotz unvollendeter Bauarbeiten wurde die Brauerei am 1. März 1873 eröffnet. Der erste Bierausstoß erfolgte am 17. März 1873.
Nach der Umbenennung in Vereinsbrauerei Rixdorf gelang es 1889/1890, die angestrebte Produktion von einhunderttausend Hektolitern (hl) Bier zu erreichen. Anfang der 1890er Jahre begann die Produktion eines Spezialbiers nach Bayrisch-Münchener Art mit dem Namen Berliner Kindl. Dieses erfreute sich schon bald großer Beliebtheit und führte zur Überschreitung der Zweihunderttausend-Hektoliter-Marke. Der Name des Bieres nahm Bezug auf die im 19. Jahrhundert unter dem Namen Münchner Kindl populär gewordene Wappenfigur Münchens, eventuell auch auf die nach dieser benannte Münchner-Kindl-Brauerei.
Um das Markensymbol zeitgemäßer zu gestalten, wurde 1907 ein Wettbewerb gestartet, in dem der Entwurf von Georg Räder gewann. Seither ist der Goldjunge im Krug das Markenzeichen der Brauerei.
Ab 1909 erfolgte die Konzentration auf die Herstellung des Berliner Kindl mit einem Stammwürzegehalt von 13 Prozent. Am 17. Dezember 1910 beschloss die Generalversammlung der Vereinsbrauerei Rixdorf, ihren Namen in Berliner Kindl Brauerei-Aktiengesellschaft zu ändern. Die frisch umbenannte Brauerei begann nun, rund 20 kleinere Brauereien aufzukaufen. Dieser Trend sollte sich später vor allem in den „Goldenen Zwanzigern“ ausprägen.
2 years ago.
Demetrius Chryssikos
Demetrius Chryssikos
Der Zweite Weltkrieg traf die Brauerei noch härter. Die Hälfte des Fuhrparks und viele Mitarbeiter wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Allerdings konnten die Berliner Verkehrsbetriebe aushelfen und mit Straßenbahnen die Auslieferung des Bieres übernehmen. Als Folge der Rationierungen musste 1941 der Stammwürzegehalt auf 8 Prozent gesenkt werden.
Im Juni 1944 wurden die in der Nähe des Flughafens Tempelhof gelegenen Brauereigebäude bei Fliegerangriffen stark beschädigt. Kriegsgefangene wurden zur Beseitigung der Trümmer und zum Abtransport des Bieres eingesetzt. So konnte schon im Juli der Betrieb wieder aufgenommen werden.
2 years ago.
Demetrius Chryssikos
Demetrius Chryssikos
Auch die Nachkriegsjahre verliefen für die Kindl-Brauerei unerfreulich. Da Deutschland Reparationszahlungen an die Sowjetunion leisten musste, wurden große Teile der Brauwerke abgebaut. In Moskau entstand daraus eine völlig neue Brauerei.
Nur durch Tauschgeschäfte konnten die Berliner Anlagen wieder notdürftig komplettiert werden und schließlich 1947 ihren Betrieb wieder aufnehmen. Hierbei sei angemerkt, dass die ersten zwei Hektoliter am Tage der Wiedereröffnung von der Berliner-Bürgerbräu-Brauerei stammten.
Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörten auch Brauanlagen im damaligen Stadtbezirk Weißensee zum Konzern. Aufgrund der Teilung Berlins fielen diese Einrichtungen und die Werke in Potsdam an die DDR. So wurde die Abteilung I in Neukölln wieder vollständig aufgebaut und modernisiert.
Der Betrieb nahm 1955 Kredite bei deutschen Banken auf und erhielt amerikanische Aufbauhilfe. Dies und der Aufkauf der Schöneberger Schlossbrauerei (Bärenbier) im vorangegangenen Jahr sorgten für einen weiteren Aufschwung des Unternehmens, schließlich konnte 1972 – pünktlich zum 100. Jubiläum – die ehemalige Rekordmarke von einer Million Hektoliter Kindl-Bier wieder erreicht werden.
Bereits in den 1950er Jahren war Berliner Kindl im Mehrheitsbesitz der Oetker-Gruppe.
1988 übernahm die Binding-Gruppe die Mehrheitsbeteiligung an der Berliner Kindl Brauerei AG.
Schließlich wurde nach der Deutschen Wiedervereinigung die Potsdamer Braustätte (alte Abteilung II) wieder integriert und der Betriebsteil der ehemaligen Kindl-Brauerei Weißensee (gehört seit 2001 zum Ortsteil Alt-Hohenschönhausen) gelangte auf dem Umweg über die Brau & Brunnen im Jahr 2004 als Eigentum an den Konzern zurück.
2 years ago. Edited 2 years ago.