Ich finde manches davon wirklich schön, anderes aber ist nur in der Gesamtwirkung beeindruckend und mit dem verfallenden Gemäuer als Einheit wirklich scheusslich schön! Ein Tempel ehemals urbaner Subkultur, nun zum erhaltungswürdigen und tourismusträchtigen Wallfahrtsort gemacht ...
das wiederum kann ich verstehen. letzendlich ist es nicht das "gesprühe" sondern die struktur massiven spurenhinterlassens, vorzugsweise auf altem gemäuer. warst du nie punk?
Als Opfer von Schmierangriffen in zweistelliger Anzahl kann ich selbst Kunstwerke an tolerierbaren Flächen nicht mehr unbefangen betrachten, geschweige denn genießen.
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Für mich gilt: Lieber nichts von dieser Kunst als diese Kunst mit seinen überwältigenden Nebenwirkungen in Folge wilder, destruktiver Schmiererei, die vor nichts Respekt hat. Ich könnte das differenzierter betrachten, wenn in der Szene und der Anhängerschaft eine klare Abgrenzung der Künstler und deren Anhängerer von den zerstörerischen Kratzern und Schmierern zu erkennen wäre. Dem ist aber nicht so, wie ich in einschlägigen Foren erfahren habe. Subversion gehört dazu. Leider bedeutet das auch bzw. vor allem Subversion gegen einfache Privatleute (z.B. Verschandelungen an Mietshäusern und von U-Bahn-Scheiben).
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Ob Kunst, Schmiererei oder beides: Wo sie der Allgemeinheit aufgezwungen werden, sind sie nichts anderes als individuell-asoziale Äußerungen zur unnützen und (nur deshalb) schädlichen Erregung allgemeinen Ärgers.
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Aber es ist nicht nur die auch Lebensqualität mindernde Sachbeschädigung.
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Was mich bei den Sprayern, Taggern, Scratchern & Co. ferner bedenklich stimmt, ist die - für mich offenbare - hohe Aggressivität und Gewaltbereitschaft in diesen Kreisen. Das kann jeder nachprüfen: Mir fällt z.B. beim Presseticker der Berliner Polizei auf, dass es so gut wie nie z.B. Cannabispflanzer oder andere Leichtdeliktier sind, die zur Waffe greifen. Auch nicht Kreditkartenfälscher und sonstige Betrüger. Aber bei jeder dritten bis vierten Meldung über ertappte Schmierer wird auch über Messerstiche (in einem Fall hat ein Scratcher einen Schraubenzieher in den Rücken einer Privatperson gestochen, die es wagte, das Kratzen zu Kritisieren) berichtet.
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Ich verstehe zwar nicht den Zusammenhang (Verhältnis Gewalt und Geschmier versus Gewalt und andere Kleindelikte), aber ich sehe ihn.
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Es tut mir Leid. Von Lunaryunas Foto habe ich mich weit entfernt. Das liegt wie eingangs geschrieben daran, dass ich solche Bilder nicht unbefangen sehen kann.
Ich verstehe die emotionalen Reaktionen vollkommen, bin ich doch auch mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo mich die täglich auftauchenden neuen Schmierereien an unserem liebevoll restaurierten Haus nerven. Aber bedenkt doch bitte alle, dass dies hier eine Ruine ist, die alternative Künstler für die Subkultur erobert und ERHALTEN haben! Da ist doch der Gebrauch von Graffiti völlig legitim wie ich finde!
Richtig, Christina.
Aber das hier sind keine "Graffitti" mehr in des Wortes ursprünglicher Bedeutung; das hier sind in meinen (unbelasteten und unbefangenen!) Augen üble Schmierereien.
Mag sein, dass darunter mal etwas war, das Sinn/Verstand/politische Meinung/"Punk" ausdrückte und wiedergab--das hier ist es nicht mehr. So, wie ich das hier sehe, gehört das zur Sektion "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände".
(So gesehen zeigt es uns natürlich auch "Politik".)
Ich verstehe was Du meinst, aber ich habe dort ehrlich gesagt so manches kleine Eckchen mit satirischen, witzigen oder echt geistreichen Sprüchen oder Bildern gefunden. Ist so eine Art Schatzsuche von mir ;)
Mein Verhältnis zu Graffiti ist zwiespältig. Zunächst einmal faszinieren sie mich in bestimmten Zusammenhängen, insbesondere wenn sie trostlose Stadtarchitektur oder verlassene Industrieariale "dekorieren". Ich entdecke immer wieder Kunstwerke, die voller Kraft und von genialem Einfallsreichtum sind.
Was mich aber abstößt, ist dieses allgegenwärtige dilettantische Geschmiere und Gekratze irgendwelcher Möchtegerne.
Ich kann gut verstehen, dass Leute empört sind, die liebevoll und aufwendig Häuser renovieren und restaurieren, wenn nach kurzer Zeit diese Schmierereien auftauchen.
Trennen kann man diese zwei Ebenen nicht. Wie schon anderswo erwähnt, ist gewünschte Illegalität ein "Markenzeichen" aller Sprüher. Also müssen für alle das Strafgesetzbuch und zivile Schadenersatzansprüche gelten. Wobei ich als Richter großzügiger wäre, wenn jemand durch unfähige Stadtplaner und Architekten entstandene Verschandelungen durch seine Kunst abmildert.
Das sind sehr kluge und ausgewogene Worte, Hartmut, die vielleicht am ehesten auch meiner zwiespältigen Empfindung entsprechen. Aber ich finde immer noch, dass die unglaubliche Vielschichtigkeit der hier verewigten "Sprühereien" ein irgendwie faszinierendes Gesamtbild ergibt.
Genau das wollte ich mit meinen zwei schlichten Wörtern am Anfang zum Ausdruck bringen. Aber man kann natürlich auch eine Diskussion über die strafrechtliche Relevanz von Graffiti daraus machen. Graffiti als Kunstform und üble Schmierereien an unschuldigen Häuserwänden oder Zügen sind für mich völlig verschiedene Dinge.
Frohe Ostern und viele bunte (Graffiti-)Eier!
Opa Hoppenstedt says:
lunaryuna pro replies:
bunthund pro replies:
machen irgendwie nostalgische gefühle, die bilder...
lunaryuna pro replies:
Olher pro says:
bunthund pro replies:
Olher pro replies:
Opa Hoppenstedt says:
Anne Seltmann pro says:
obwohl ich unter den Sprühern schon einige Künstler wahr genommen habe...
Delcour (Forum Libertus) says:
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Für mich gilt: Lieber nichts von dieser Kunst als diese Kunst mit seinen überwältigenden Nebenwirkungen in Folge wilder, destruktiver Schmiererei, die vor nichts Respekt hat. Ich könnte das differenzierter betrachten, wenn in der Szene und der Anhängerschaft eine klare Abgrenzung der Künstler und deren Anhängerer von den zerstörerischen Kratzern und Schmierern zu erkennen wäre. Dem ist aber nicht so, wie ich in einschlägigen Foren erfahren habe. Subversion gehört dazu. Leider bedeutet das auch bzw. vor allem Subversion gegen einfache Privatleute (z.B. Verschandelungen an Mietshäusern und von U-Bahn-Scheiben).
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Ob Kunst, Schmiererei oder beides: Wo sie der Allgemeinheit aufgezwungen werden, sind sie nichts anderes als individuell-asoziale Äußerungen zur unnützen und (nur deshalb) schädlichen Erregung allgemeinen Ärgers.
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Aber es ist nicht nur die auch Lebensqualität mindernde Sachbeschädigung.
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Was mich bei den Sprayern, Taggern, Scratchern & Co. ferner bedenklich stimmt, ist die - für mich offenbare - hohe Aggressivität und Gewaltbereitschaft in diesen Kreisen. Das kann jeder nachprüfen: Mir fällt z.B. beim Presseticker der Berliner Polizei auf, dass es so gut wie nie z.B. Cannabispflanzer oder andere Leichtdeliktier sind, die zur Waffe greifen. Auch nicht Kreditkartenfälscher und sonstige Betrüger. Aber bei jeder dritten bis vierten Meldung über ertappte Schmierer wird auch über Messerstiche (in einem Fall hat ein Scratcher einen Schraubenzieher in den Rücken einer Privatperson gestochen, die es wagte, das Kratzen zu Kritisieren) berichtet.
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Ich verstehe zwar nicht den Zusammenhang (Verhältnis Gewalt und Geschmier versus Gewalt und andere Kleindelikte), aber ich sehe ihn.
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Es tut mir Leid. Von Lunaryunas Foto habe ich mich weit entfernt. Das liegt wie eingangs geschrieben daran, dass ich solche Bilder nicht unbefangen sehen kann.
lunaryuna pro says:
Käthe (making an old dream come true) pro replies:
Aber das hier sind keine "Graffitti" mehr in des Wortes ursprünglicher Bedeutung; das hier sind in meinen (unbelasteten und unbefangenen!) Augen üble Schmierereien.
Mag sein, dass darunter mal etwas war, das Sinn/Verstand/politische Meinung/"Punk" ausdrückte und wiedergab--das hier ist es nicht mehr. So, wie ich das hier sehe, gehört das zur Sektion "Narrenhände beschmieren Tisch und Wände".
(So gesehen zeigt es uns natürlich auch "Politik".)
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lunaryuna pro replies:
Käthe (making an old dream come true) pro replies:
*g*
(Das lohnt sich ja auch manchmal auffem Klo....!:-)))
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lunaryuna pro replies:
lichtundschatten pro says:
Was mich aber abstößt, ist dieses allgegenwärtige dilettantische Geschmiere und Gekratze irgendwelcher Möchtegerne.
Ich kann gut verstehen, dass Leute empört sind, die liebevoll und aufwendig Häuser renovieren und restaurieren, wenn nach kurzer Zeit diese Schmierereien auftauchen.
Trennen kann man diese zwei Ebenen nicht. Wie schon anderswo erwähnt, ist gewünschte Illegalität ein "Markenzeichen" aller Sprüher. Also müssen für alle das Strafgesetzbuch und zivile Schadenersatzansprüche gelten. Wobei ich als Richter großzügiger wäre, wenn jemand durch unfähige Stadtplaner und Architekten entstandene Verschandelungen durch seine Kunst abmildert.
lunaryuna pro replies:
Opa Hoppenstedt replies:
Frohe Ostern und viele bunte (Graffiti-)Eier!
lunaryuna pro replies:
Danke für die lieben Wünsche!
nevadafoto.de says:
Klasse Arbeit!
lunaryuna pro replies:
Christophe says:
lunaryuna pro replies:
Watch More TV !!! says:
lunaryuna pro replies:
Traviesa pro says:
Lorbas Poporbas says: