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September 30, 2008

apple vs pc!

seit kurzem bin ich stolzer apple besitzer! mcbookpro! schick das teil! jedoch ist die umgewöhnung von langlanglangjähriger pc arbeit zu einem apple dann doch nicht so leicht wie immer alle sagen.

ach das erklärt sich alles von selbst! das ist alles so toll und einfach und easy und pc is eh scheisse. haben sie alle so gesagt.

nun gut. irgendwie funktioniert auch alles. aber alles bisschen anders. so bilde ich mir ein, das meine internetverbindung mit dem apple deutlich langsamer ist als mit dem pc! das mitgelieferte savari is zwar schick, jedoch konnte ich mit dem browser kein bild auf ipernity hochladen! hat diese erfahrung noch jemand anders gemacht? erst mit firefox hat es dann funktioniert.

nächstes problem. wie macht man eigentlich einen screenshot?

thunderbird. jedes mal wenn ich eine mail schreiben oder beantworten will, kommt so eine art fehlermeldung dass die verbindung zu gmx nicht funktioniert oder sowas. ich klick dann jedes mal auf abbrechen und dann funktioniert es trotzdem fehlerlos und einwandfrei... mich nervt nur jedes mal diese fehlermeldung weg zu klicken!

manchmal komm ich mir mit meinen erfahrungen die ich so mach bisschen bescheuert vor. hoffe nur, dass jemand anders die auch gemacht hat.

gruß und danke für mögliche ratschläge und hinweise.

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June 17, 2008

viertelfinale

bukovski, hast du das gesehen? die deutschen haben das viertelfinale erreicht. als deutscher und eigentlicher fußballfan und unter anderen umständen hätte ich ja geschrieben YUCHUUU WIR SIND IM VIERTELFINALE!!! allerdings hatten wir ja echt glück dass wir überhaupt gegen die ösis gewonnen haben. ich finde da muss man wirklich nicht lange hupend durch die nacht fahren und stolz drauf sein. peinlich das spiel meiner meinung. warum sich ein gomez noch stürmer nennen darf ist mir wirklich schleierhaft. hey ich bin vfb fan und gomez mein held der letzten zwei jahre aber das geht nun wirklich nicht. ich kann verstehen wenn ein stürmer wie er stuttgart verlassen will und nach keine ahnung, barcelona oder so wechseln will. aber hey, warum nach bayern? WARUM? um wie lukas das geschehen von der bank aus zu beobachten? wie kann ein schwabe nur zu den bayern gehen!? gomez, von mir aus geh wohin du willst, du bist mir mittlerweile echt egal!

das spiel anzusehen war wirklich keine freude. sogar löw regte sich auf und musste auf die vip tribüne. aber bevor er das spiel weiter schauen durfte musste er erst mal der kanzlerin erklären was eigentlich passierte. auch ein scheißjob.

gut dass es ja noch den ballack gibt. bleibt nur zu hoffen dass er nicht zum dopingtest muss - bei dem gesichtsausdruck beim freistoß würde mich nichts mehr wundern …

nun wie auch immer, wir deutschland ist weiter. aber ich wette nur bis gegen portugal. wenn wir deutschland so kickend auch noch gegen portugal gewinnt dann …

ich weiß auch nicht - dann bin ich für holland!

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June 14, 2008

sachen gibts ...

hallo bukovski, ich hab dir doch neulich von dem brief meiner mutter erzählt. heute kam ich endlich dazu den dritten artikel zu lesen. er stand in der rubrik "live aus dem kino" kommt von der "stuttgarter zeitung" und der artikel selbst heisst "noch sieben tage zu leben" es geht um einen typ der montags immer in die sneak preview geht. immer ins gleiche kino. (filmtheater friedrichshain) das lustige ist, früher bin ich da auch immer hingegangen. hab da nämlich in der nähe gewohnt. ja ich war mal ein prenzlberger. aber zeiten ändern sich. und er erzählt von einem bestimmten film den er da gesehen hat. ICH HAB DEN AUCH GESEHEN! WIR WAREN AM SELBEN TAG IM SELBEN KINO!!! und jetzt jahre später schreibt er darüber in der stuttgarter zeitung, meine mutter liest das und schickts mir... unglaublich oder? oder er hat den film ähnlich aufgenommen wie ich. es war ein horror film. für ihn und für mich auch war es der erste horrorfilm im kino. ich weiß noch wie ich alleine nach hause laufen musste und echt angst hatte! und dann hat mich mein damaliger mitbewohner (amerikaner aus texas) noch verarscht und mir angst eingejagt (miete hat er auch nie bezahlt und dafür immer mein essen gegessen...) bukovski, hier ist dieser artikel. extra für dich.

Ich gehe ungefähr einmal pro Woche ins Kino. Manchmal gehe ich auch an zwei Tagen hintereinander oder einige Wochen lang gar nicht, weil ich verreist bin oder kein Geld habe. Aber im Schnitt komme ich auf 52 Kinobesuche im Jahr, das ergibt in den zwölf Jahren, die ich in Berlin lebe, 624 Filme. Bei einer Länge von durchschnittlich neunzig Minuten habe ich also bisher 936 Stunden meines Lebens in Berliner Kinos verbracht. Und den größten Teil dieser Zeit im Filmtheater am Friedrichshain. Das liegt zum Teil daran, dass es sich in der Nähe meiner Wohnung befindet, vor allem aber gibt es dort jeden Montag um 23 Uhr eine Sneak Preview. Ich mag es, wenn sich der Vorhang öffnet, das Licht ausgeht und ich keine Ahnung habe, was mich erwartet. Der Sneak Preview habe ich einige ungewöhnliche cineastische Erlebnisse zu verdanken. Ich habe dort eine Reihe Filme gesehen, die ich mir sonst nie angeschaut hätte.

An einen Film kann ich mich besonders gut erinnern. Ich war mit Christoph verabredet. Christoph hatte Liebeskummer, und ich hatte ihn überredet mit in die Sneak zu gehen, damit er auf andere Gedanken kam. Wir hatten keine Ahnung, was wir sahen, auch nicht als der Titel auf der Leinwand erschien. Es war ein amerikanischer Film, und es ging um Teenager, die ein Video ansahen und kurz darauf nicht mehr lebten. Als wir begriffen, dass es ein Horrorfilm war, war es zu spät. Der Film hatte einen so hinterhältigen Plot, dass er einen mit flachem Atem in den Sitz presste und es einem unmöglich machte, aufzustehen und den Kinosaal zu verlassen. Es war mein erster Horrorfilm im Kino. Christoph ging es ebenso. Naomi Watts, die Hauptdarstellerin, kämpfte verzweifelt gegen den Fluch des Videos, denn jeder, der es gesehen hatte, erhielt kurz danach einen Anruf mit der Ankündigung, dass er noch sieben Tage zu leben habe. Wir hatten das Video auch gesehen. Der Film hatte ein offenes Ende: Naomi Watts lebte nach Ablauf der sieben Tage immer noch, aber das Böse war nicht gänzlich besiegt. Christoph und ich traten aus dem Kino in die Berliner Nacht.

"Ich kann jetzt unmöglich nach Hause gehen", sagte Christoph. Das konnte ich auch nicht. Wir gingen ins "Unendlich", wo wir, wie sich herausstellte, nicht die einzigen Kinobesucher waren, und die meisten waren, wie wir, keine professionellen Horrorfilmgucker. Es dauerte nicht lange, bis wir alle um einen großen Tisch saßen und uns gegenseitig zu beruhigen versuchten, was mit fortschreitendem Alkoholkonsum immer weniger klappte. Als der Wirt uns um kurz nach drei rausschmiss, waren wir fest davon überzeugt, nur noch sieben Tage zu leben. Unter unseren Schicksalsgefährten war eine Frau, die Corinna hieß und Christoph schon den ganzen Abend über angesehen hatte.

"Normalerweise mache ich so etwas nicht", sagte sie, "aber ich habe einfach keine Zeit mehr zu verlieren." Sie nahm Christophs Gesicht zwischen ihre Hände und küsste ihn.

Christoph sah sie aus todgeweihten, betrunkenen Augen an. "Eigentlich habe ich ja Liebeskummer", sagte er langsam, "doch darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen."

Dann nahm er sie in die Arme und beide brachen in Tränen aus.

Nach dieser Nacht hatte Christoph keinen Liebeskummer mehr. Er hatte noch eine Woche lang Angst, zu sterben, aber er starb nicht. Keiner von uns starb. Wir trafen uns eine Woche später im Filmtheater am Friedrichshain wieder, um uns überraschen zu lassen, welchen Film wir diesmal sehen würden.

Vielen dank an Daniel Klaus der diesen Text geschrieben und veröffentlicht hat. sollte er was dagegen haben bitte melden.

schönes em abend noch. möge der bessere gewinnen.

nachdenken!

gute nacht.

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March 30, 2008

Feuchtgebiete - Eine Kritik

Worum geht es in Ihrem Buch?” Eigentlich eine ganz normale harmlose Frage, die der NDR-TALKSHOW- Moderator da Charlotte Roche stellt. Eigentlich. Die Antwort ist dann nicht mehr ganz so harmlos. Zwiespältig. Das würde darauf ankommen, ob sie es jemandem erzählen müsste, der das Buch nicht lesen sollte (z.B. ihrer Mutter), der würde sie einfach sagen, dass es nur um weibliche Selbstbefriedigung ginge und um sonst nichts.

Der Moderator will aber wissen, was sie ihm sagen würde, damit er das Buch liest. Nun, das Buch eigne sich hervorragend als Wichsvorlage, und natürlich könnte man(n) noch viel über den weiblichen Körper lernen.

Nun gut, dachte ich mir, wenn die direkt kann, kann ich auch direkt. Gegen eine gute Wichsvorlage hatte ich noch nie etwas einzuwenden. Und ich muss ja gestehen: Auf Charlotte Roche steh ich total. Ja, ich weiß, ich bin da nicht der einzige Mann, aber es ist nun mal so. Ich habe ihr sogar mal eine Kurzgeschichte gemailt, aber sie hat nie geantwortet... Kurz und gut: Mit einem Glas Wein machte ich es mir also gemütlich und klickte auf den Link, der mir die ersten fünf Seiten von „Feuchtgebiete "versprach.

Was dann kam, war dies: Solange ich denken kann, habe ich Hämorrhoiden. Viele, viele Jahre habe ich gedacht, ich dürfte das keinem sagen. Weil Hämorrhoiden doch nur bei Opas wachsen.

Nein, ich hab nicht daneben gegriffen. Ja, das sind Feuchtgebiete (! ).Die allerersten zwei Sätze! Und es geht so weiter. Eine Frau (Name und Alter werden auf den ersten fünf Seiten noch nicht bekannt) erzählt von ihrem Arschproblem. Super! Dann muss ich das mit meinem Eichelkäse ja auch nicht mehr für mich behalten, oder?

Charlotte, jetzt mal ganz im Ernst: Ich glaube an deine Fähigkeiten, und ich weiß, was du alles durchgemacht hast, ich liebe deine anarchische Art. Die Tat oder Wahrheit-Spielchen mit Promis, die man im Internet findet, sind das Beste, was ich seit langem gesehen habe, und ich würde dich gerne öfter im TV sehen. Aber bitte: Lass das Schreiben! Ja, ich gebe zu, ich habe nur die ersten fünf Seiten gelesen –mehr war technisch nicht machbar. Aber ich glaube, ich hätte freiwillig ohnehin und auch nicht weiter gelesen.

Natürlich versuchst du, zu provozieren, das kannst du sehr gut. Aber, Charlotte, was du einfach nicht kannst, ist schreiben. Ich fürchte, über das Buch wäre niemals geredet worden, wenn jemand anderes, der nicht so bekannt ist, es geschrieben hätte.

 

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hier steht die ganze Kritik

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February 11, 2008

Gestern in Neukölln

In einem Friseurschaufenster hängt ein Zettel. Es werden ab sofort neue Azubis gesucht. Ein Mädchen sagt zu ihrer Freundin: Hey schau, die suchen auch noch Azubis.

Antwort der Freundin. Oh ja, aber scheisse ey, nur mit einfachem Hauptschulabschluss, den hab ich doch nich!

 

Was soll man da machen...

 

Gute Nacht!

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January 6, 2008

Wie doof kann man(n) eigentlich sein...?

Ich dachte immer dass mich nicht mehr so viel überraschen kann aber dann habe ich das hier gefunden. Manchmal tut es mir echt leid ein Mann zu sein, gehöre ich wirklich zu einer Rasse die sowas macht?!


Für alle die nicht gleich klicken wollen, der Link führt zu einem Artikel der
Bild in dem ein Bildleserreporter auf einer Erotikmesse einen dummen heldenhaften Wettbewerb dokumentiert, in dem sich männliche Pornodarsteller von einem Flammenwerfer grillen lassen. Wer am längsten in den Flammen aushält bekommt als Belohnung eine liebestunde mit einer schönen Frau. Die Verlierer dürfen sich mit Omas vergnügen...

 

Gute Nacht.

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December 24, 2007

Das feiertägliche Tagebuch

Wie ich Weihnachten erlebe und überlebe

Der 24.12.2007 begann mit den Worten: Du musst noch einkaufen gehen, und komm mir bloß nicht ohne die Weihnachtsbaumkerzen nach Hause.

Na klar, ich gab meiner Freundin einen Kuss und machte mich ohne Frühstück auf den Weg. Die wichtigen Sachen wie Milch Eier und Mehl waren schnell gefunden, aber die Baumkerzen machten mir dann schon einige Schwierigkeiten...

Junger Mann, da hättense mal früher dran denken können wa! Guckense mal in det Regal da! Wat sehn se da? Nüscht!

So ging das in gefühlten 10 Geschäften. Bin dann doch noch fündig geworden. 10 Minuten vor Ladenschluss. Beim Türken. Kommt wohl außer mir keiner auf die Idee für Weihnachten dort einzukaufen. Ich hab mich kaum getraut zu fragen - Haben Sie zufällig noch Weihnachtsbaumkerzen? Das sind so kleine rote schmale Kerzen die man in den Baum hängen und anzünden kann?!

Hey Alter, hälste mir für bescheuert, klar ham wer sowas! Sonst noch wat? Nur Schweinefleisch hammer nich...

Macht nichts, meine Freundin ernährt sich vegetarisch!

Ach so, Hühnchen ist aber noch da!

Vegetarisch! No Meat, No Chicken No Fish!

Und was esst ihr dann?

 

25.12.2007

Meine Freundin hat auch einen Vater, nichts besonderes eigentlich aber bei dem befinden wir uns gerade. Familienbesuch quasi. In Essen. Auch hier steht im Wohnzimmer ein Weihnachtsbaum. Allerdings mit ganz komischen Kerzen. Ich hab dieses Jahr keine gescheiten Kerzen für den Baum gefunden, wird uns erklärt. Hätte ich das geahnt, gibt wohl keine Türken in in Essen?!

 

26.12.2007

Zum ersten mal in meinem Leben bin ich in Köln und im Kölner Dom. Genau jetzt macht macht die Batterie von meinem Fotoapparat schlapp... Freue mich auf ein Bier, um mal von diesem Familienweihnachtsstressflash runter zu kommen - und dann? Bier gibts hier in Köln nur in der 0,2 Liter Version! Trotzdem überall Touristen. Hoffentlich denken die nicht, dass das normal ist in Deutschland mit dem Bier...

Jetzt sind wir bei der Mutter meiner Freundin angekommen, Bier gibts hier auch keins, aber der Wein ist lecker.

 

28.12.2007

Weihnachten ist vorbei, aber meine Freundin und ich sind immer noch auf großer Deutschlandfamilientour. Gelegendlich würde ich mich gern mal wieder in mein eigenes Bett und so legen, ohne Familie nebenan aber noch sind wir eine Weile unterwegs - bis nächtstes Jahr auf jeden Fall noch.

Mein Vater hat heute schon zwei mal aufgeregt angerufen. Wann wir kommen und was es zu essen geben soll, meine Freundin würde doch kein Fleisch essen.

Nein sie ist kein Fleisch, aber sonst eigentlich alles.  Ok und was ist mit Lachs zur Vorspeise?

Vegetarisch: No Meat, No Fish, No Chicken!

 

Fortsetzung folgt...

 

 

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December 2nd, 2007

Ich - Das Pärchen

Früher, also damals, als ich noch kein Pärchen war, da hasste ich Pärchenabende!

Ich fühlte mich jedes Mal wie das fünfte Rad am Wagen – also total überflüssig, ja manchmal fühlte ich mich sogar durchsichtig und irgendwie nicht vorhanden. Da hat man sich dann mal zum Essen verabredet, weil man eine Freundin schon ewig nicht mehr gesehen hat. Sie ist auch sofort begeistert von der Idee, weil sie mir ja auch endlich ihren neuen Freund vorstellen will und so. Also gut, da sitzen wir nun im Restaurant und wollen das Essen bestellen. Das ständige Gebusssel, Gegrabsche und Rumknutschen übersehe ich einfach, aber die Ohren abzuschalten ist schwierig. "Du Schatzi, was willst du denn essen?" (Küsschen) "Sollen wir
uns eine Pizza teilen, Schnuckiputz? Wir müssen ja bisschen auf unser Figürchen achten..." Dabei streichelt sie liebevoll und lächelnd über seinen Bauch, der im Vergleich zu meinem wie ein Adonissixpackbauch aussieht.

Und wer achtet auf meine Figur? Wer will sein Essen mit mir
teilen?


Das Gespärch plätschert so dahin, und ich erfahre alles, was an ihrem neuem Freund so toll ist. Der sitzt einfach nur da und lächelt schüchtern. Wir kennen uns nicht, aber auch er kennt wahrscheinlich solche Abende und zuckt zwischendurch fast entschuldigend mit den Schultern.

Glück gehabt, du neuer Freund! Nächstes Mal bin ich das
Pärchen!


Nun wie gesagt, jetzt bin ich ein Pärchen und erlebe solche Abende von einer ganz anderen Seite. Vielleicht liegt das ja auch am Alter oder so, aber ich habe beobachtet, dass man das oben beschriebene Problem einfach damit umgehen kann, dass man sich als Pärchen einfach nur noch mit Pärchen trifft. Das ist wirklich total praktisch! Man muss das Gegrabsche der anderen nicht mehr übersehen, sondern kann endlich selbst grabschen! Ich frag mich immer, was die Kellner wohl denken. – Ach Gott, schon wieder so ein Pärchentisch, soll ich warten, bis alle fertig gegrabscht haben, oder soll ich gleich fragen, was sie bestellen wollen?

Irgendwann fällt auf, dass Karin lächelnd eine Apfelschorle nach der anderen bestellt, während alle anderen an ihrem Bier nippen. Das eine Pärchen schaut erst sich fragend an und dann das andere Pärchen.

"Du bist schwanger?!"

Dann gibt es für die nächsten Stunden kein anderes Thema mehr. Moment, so stimmt das nicht. Es gibt für die nächsten Jahre kein anderes Thema mehr. Das Pärchen mit Kind fragt zwar höflich und interessiert aussehend, wie es einem so geht und was man so macht, will aber eigentlich nur wissen, ob man selbst endlich ein Kind erwartet oder heiratet, oder ob man von einem anderen Pärchen so etwas weiß. Ist das abgehakt, dann erfährt man alles, wie es
ihr in der Schwangerschaft geht, wie er mitleidet, wie toll die Geburt war, wie es ist, nachts aufzustehen und dass die Kleine einfach keinen Brei mag.

Allerdings kann ich auch von ganz anderen Pärchenabenden berichten. Neulich wurden wir von der Freundin meines Freundes eingeladen. Er hatte an diesem Tag Geburtstag und
sie hat Freunde von ihm zum Essen eingeladen. Er wusste das nicht. Also ein Überraschungsgeburtstagessen. Tolle Idee! Nichts mit krasser Komasaufen-Geburtstagsparty bis morgens um 5 oder so was. Nein, einfach ein gemütlicher Abend am Wohnzimmertisch. Bei dem man sich nicht schämen muss, wenn man (obwohl nicht schwanger) nur Wasser trinkt.

Seit diesem Abend habe ich das Gefühl, endlich
dazuzugehören! Angekommen zu sein im Pärchenleben!
Angekommen im Erwachsenenland.

Willkommen im Leben!

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November 22, 2007

kulturschock

nun eigentlich bin ich mir nicht so sicher ob ich es wirklich kulturschock nennen kann, ich hab eigentlich nichts neues gesehen oder erlebt, alles was ich getan habe - ich bin heute am kudamm in berlin in diesen riesensaturnmarkt. der ist echt riesig. ich hab nichts gegen saturn und ich war auch vorher schon in saturn und mediamärkten aber dieser...

vier oder fünf stockwerke, sie alle wollen dir was verkaufen, is klar, will ja jeder aber hier hat man das gefühl man is irgendwie falsch. vor einem riesenfernseher bin ich stehen geblieben. ich hab das preisschild gesehen. und noch mal draufgeschaut. und nochmal gelesen. und dann laut den preis gesagt: 85850,- Euro!

nochmal: fünfundachtzigtausendachthundertfünfzig euro...

wo leben wir denn?

fotos machen war übrigens im ganzen laden nicht erlaubt!

 

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November 16, 2007

Das Männerinterview

Tun euch Frauen leid?

Anton: Nein. Wieso sollten sie uns denn leid tun? Frauen sehen toll aus, werden von den Männern angesprochen, warum sollten sie uns leid tun?
Carlos: Ich finde auch, Frauen sollten nicht bemitleidet werden.
Anton: Also diese Menstruationssache ist schon Scheiße.
Carlos: Ja, und Kinder kriegen ist auch hart... Da gibt’s so einen Spruch, den ich irgendwie cool fand: Ich bin eine Lesbe, gefangen in einem Männerkörper.

Habt ihr eure Lebensgefährtin gewählt?

Anton: Das kann man nicht wählen. Das ist halt so ein Gefühlsding. Von dreien passt es bei einer und wenn man dann zusammenkommt, ist es schön. Es ist ja nicht so, dass man nimmt, was kommt.
Carlos: Ja ,schon. Sicher basiert vieles auf Zufall, aber je länger eine Beziehung dauert, desto gewollter ist es doch. Je länger die Beziehung, desto weniger Zufall. Also ja, schon persönlich ausgesucht.

Was bezeichnet ihr als weiblich?

Carlos: Brüste!
Anton: Kurven!
Carlos: Katzen! Und rumzicken, wobei ich auch Männer kenn', die verdammt gut zicken können...
Anton: Zartheit ist weiblich oder das Wort gefühlvoll. Das ist auch sehr weiblich.
Carlos: Du brauchst noch irgendwelche Charaktereigenschaften, oder was willst du eigentlich hören? Also fürsorglich sein ist zum Beispiel total weiblich, find ich. Oder so gut zuhören wie Frauen, können Männer auch nicht. Weißt du, was ich meine? Also Frauen haben halt dieses Helfersyndrom.
Anton: Nee!
Carlos: Na gut, gibt auch Männer, die ein Helfersyndrom haben.

Warum müssen wir Frauen nicht verstehen?

Anton: Weil wir Männer sind.
Carlos: Weil das ein Vorurteil ist.
Weil man(n) das entweder nicht will oder weil einfach nicht alles relevant oder wichtig ist, was die Frauen sagen. Also, ich will das jetzt nicht so absolut sagen, aber ich hab zum Beispiel keine Lust, über Kalorien und Kochen oder so was zu sprechen.
Ach, ich finde diese Frage kategorisierend! Sexistisch! Vorurteilsbeladen!

Beneidet ihr Tiere, die ohne Hoffnung auszukommen scheinen, z.B. Fische im Aquarium?

Anton: Nein.
Carlos: Nö. Gehört doch dazu, also Trauer und so.
Anton: Wenn man das beneiden würde, heißt das doch, dass man mit dem menschlichen Leben nicht zurechtkommt und lieber ein Tier sein will.

Welche Hoffnung habt ihr aufgegeben?

Carlos: Irgendwann Geld zu haben. Ich hab nämlich gemerkt, dass Geld Quatsch ist. Also ,die Hoffnung war mal, Geld zu haben, aber wenn man nicht 1000% dahinter steht ,wird das nichts.
Anton: Hoffnungen sind Erkenntnissen gewichen. Ich hab die nicht aufgegeben. Sie sind halt den Erkenntnissen gewichen. Ich hab die Hoffnung verloren oder aufgegeben und die Erkenntnisse gewonnen.

 

Sind denn Träume und Hoffnungen nicht eigentlich das Gleiche?

Carlos: Ich glaube nicht, dass Hoffnung Träume sind. Träume sind weiter gefasst. Oft unerreichbar.
Anton: Aber Hoffnungen können auch unerreichbar sein.

 

Wenn ihr jemanden mit einer unheilbaren Krankheit kennt, macht ihr ihm dann Hoffnung, die ihr selbst als Trug erkennt?

Anton: Kommt auf die Situation an. Wenn er es braucht, dann ja.
Carlos. Man könnte ja mit Alternativen kommen. Ich würde es so drehen, dass er die Zeit, die er noch hat, sinnvoll nutzen soll.
Ich will ihm keine falschen Hoffnungen machen, sondern ihn ablenken. Ihm Alternativen zeigen.

Habt ihr Humor, wenn ihr alleine seid?

Carlos: Klar, na ja, also bei mir ist das mehr so ein innerliches Grinsen.
Anton: Ja, ich lache schon über mich selbst, zum Beispiel bei eigenen kleinen Missgeschicken, wie zum Beispiel wenn ich stolpere. Oder wenn ich im gelben Regencape auf dem Fahrrad durch die Stadt fahre. Dann sehe ich mich selbst und muss lachen.
Aber auch, wenn ich endlich ein schwieriges Telefongespräch mit Erfolg hinter mich gebracht habe, eines, das ich so ewig vor mir hergeschoben habe, dann geht’s mir richtig gut, und ich freu mich über mich selbst. Sehr überschwänglich.

Kennt ihr Tiere mit Humor?

Anton: Nö, also ich amüsier mich manchmal über Tiere, aber ich hab eh nicht so den Bezug zu Tieren.
Carlos: Nein. Also ich lach auch über Tiere, aber selbst haben die doch keinen Humor. Wenn, dann wäre der aber bestimmt ein sehr schwarzer...
Anton: Schwarzer Humor ist ja eh der beste...
Carlos: Ach so, wenn dann Katzen, die haben bestimmt Humor, die grinsen immer so komisch.

Gesetzt den Fall, ihr glaubt an einen Gott: Kennt ihr Anzeichen dafür, dass er Humor hat?

Anton: Wieso denn gesetzt den Fall? Natürlich glaube ich an Gott. Und natürlich hat er auch Humor. Gott ist doch in uns allen. Dann hat er auch Humor. Er hat ihn ja schließlich auch erfunden.
Carlos: Also ich weiß nicht. Bei all den absurden Dingen auf der Welt. Da kann ja nur Gott drauf kommen. Ich glaub aber irgendwie nicht, dass das was mit Humor zu tun hat, ich glaub eher, dass Gott sadistisch veranlagt ist.
Hat Dante nicht was über Humor geschrieben? Moment, ich schau mal. (Er schaut, findet aber nichts.)

Haltet ihr die Dauer einer Freundschaft für einen Wertmaßstab dieser?

Carlos: Eigentlich schon. Es kommt aber nicht wirklich auf die Dauer an, sondern auf die Intensität.
Anton: Bei einer Freundschaft ist Zeit kein Faktor. Ich glaube auch, dass es wirklich auf die Intensität ankommt.
Freundschaften können sich aber auch abflachen weil man sich einfach auch verändert. Jeder verändert sich ja, das ist doch normal.
Carlos: Ich hab 'nen Kumpel, den kenn ich schon 15 Jahre. Wir sehen uns vielleicht zweimal im Jahr, aber wenn, dann ist das nicht nur Small Talk. Das ist immer wieder spannend, find ich. Dass wir uns nach so langer Zeit immer noch so viel zu sagen haben, obwohl wir uns so wenig sehen.
Anton: Ich kenn das auch mit Freundschaften, die man selten sieht, aber das Level verändert sich nicht. Und wenn man dann immer über das Gleiche spricht, suche ich mir dann lieber neue Freunde.
Carlos: Also muss sich für dich eine Freundschaft weiterentwickeln?
Anton: Nun ja, wie gesagt, man ändert sich ja auch.
Carlos: Ist aber auch 'ne schwierige Frage.
Ich hab da auch so Leute an der Uni, da will ich gar nicht, dass sich das entwickelt...

Was fürchtet ihr mehr: das Urteil eines Freundes oder eines Feindes?

Beide: Das eines Freundes.
Anton: Bei 'nem Feind ist mir das egal. Da kann ich den Modus einschalten; hey den kenn ich nicht, ist mir doch egal, was der sagt.
Von einem Freund trifft mich das mehr. Freundschaft kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Carlos: Also bei mir hört die Freundschaft bei Ungerechtigkeit auf oder wenn der andere sehr beleidigend wird.

Wie viel Aufrichtigkeit ertragt ihr von einem Freund?

Carlos: 90% lacht...
Na ja, kommt halt auch wieder auf die Intensität an.
Anton: Ich finde, das kommt auf den Kontext an.

Wie steht ihr zu Säuglingen?

Anton: Ach herrje.
Carlos: Es gibt ja Mütter, die bis drei säugen. Das sind ja dann immer noch Säuglinge. Lacht. Ansonsten eher neutral.

Aber du hast ja ein eigenes Kind? Wie war das da bei dir?

Carlos: Du kannst als Mann ja nicht viel machen am Anfang. Die Mutter säugt halt...
Und es gibt ja am Anfang kaum richtiges Feedback. Aber trotzdem hast du ja diese Hormone (ausgeschüttet), die dich dieses Kind lieben lassen.
Anton: Ich glaube, ich könnte da erst was dazu sagen, wenn ich selbst Vater wäre. Sonst hatte ich da bisher nicht so den Bezug dazu.

Möchtet ihr mit vollem Bewusstsein sterben oder lieber plötzlich, z.B. durch einen herabfallenden Ziegel?

Carlos: Also dann schon lieber Ziegel.
Anton: Das ist keine Frage von wollen, sondern das entscheidet der liebe Gott...
Carlos:... mit Humor.

 

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Dieses Interview führte ich mit zwei Freunden im Auftrag von www.misstilly.de Auf Wunsch habe ich die Namen geändert.

Das Fraueninterview findet man hier

 

 

 

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September 27, 2007

Heimaturlaub

Schwäbische Nachbarn sind was Tolles! Erzählt man dem einen aus Haus Nummer 13, dass man einen Besuch aus Berlin macht, dass man nicht studiert und immer noch keine anständige Arbeit hat, fragt der aus Haus Nummer 9 zwei Tage später, was man denn in dem Callcenter so machen muss...
Das ist fast wie beim Donnerstagfreundeskreisessen.

Neben meiner Mutter, ins Haus Nummer 12, ziehen jetzt "Assis" ein, das sagen jedenfalls alle anderen Nachbarn. Auch meine Mutter. Die Türken unten in dem Haus Nummer 18 seien ja viel ruhiger und sauberer als erwartet. In Berlin soll das ja nicht so sein, sagt Familie Kormoran. Die sind Ärzte, haben fünf Kinder, und bekommen jedes Jahr einen neuen roten BMW. Ob ich schon mal in Neukölln war, werde ich gefragt, und der Name des Stadtteils wird dabei ausgesprochen, als ob dort Ausnahmezustand herrscht und zu erwarten ist, dass in Kürze die Amis einmarschieren müssen.

Für alle Großstädter hier mal ein kleiner Bericht aus einer (meiner) kleinen schwäbischen Heimatstadt in folgender Reihenfolge (auch für Hip-Hopper verständlich):
Mein Haus, Mein Block, Meine Stadt.

Mein Haus:
In meinem Haus wohnen meine Mutter, eine andere Frau, die mal mit einem Türken verheiratet war (was eigentlich total unspannend ist, aber überall immer hinter vorgehaltener Hand erzählt wird), mein Onkel und ich. Jeweils manchmal. Mein Onkel und ich leben großteils in Berlin (er ist damals vor der Bundeswehr geflohen, ich vor anderen Dingen).
Meine Mutter kann erzählen, was in Sichtweite so alles passiert. Zum Beispiel von dem Künstler mit schwarzem Porsche, der nur schwarze Boxershorts trägt und vorzugsweise betrunken und nachts seinen Sportwagen testet, indem er sich in den Wagen setzt und einfach das Gas durchdrückt.

Mein Block:
Bis vor kurzem haben hier nur gutbürgerliche ältere ordentliche deutsche Schwaben gewohnt. Da aber auch ältere ordentliche deutsche Schwaben mal sterben, werden die Bewohner nach und nach ausgetauscht. Die Häuser werden von den Kindern bzw. Familienangehörigen verkauft und es ziehen andere ein. Keine ordentlichen alten Schwaben mehr, sondern, wie im Haus nebenan, Asis mit Tattoos auf dem Arm und vielen lauten Kindern. Oder wie in dem anderen Haus eine ganze türkische Großfamilie. Klassisch mit VW-Bus und Kopftuch.

Meine Stadt:
A S P E R G, ca. 13000 Einwohner.
Die Bahnhofstraße ist die Hauptverkehrsdurchgangstraße. 30-Zone. Mittags um 12, wenn alle Geschäfte geschlossen haben und Mittagsruhe ist (das ist hier wirklich so), kann man mitten auf dieser Hauptstraße einen Mittagschlaf halten, ohne sich in Gefahr zu bringen. Laufe ich diese Straße etwas später am Tag entlang, von Anfang bis Ende, dann treffe ich auf ca. 1,5 Kilometern ca. 50 Menschen, von denen ich von mindestens 75 Prozent den Namen, oder den Beruf, oder die Familie, oder den Wohnort kenne. Oder ich war sogar mit ihnen auf der Schule.

Die Jungs, die mich damals geschlagen haben, grüßen mich heute nett und zeigen mir ihren Sohn im Kinderwagen. Da gibt’s auch noch die Bärbel. Sie stand damals auf mich. Und ich ja so irgendwie eigentlich auf sie, jedenfalls steht das so in meinem Tagebuch. Problem war, dass Stefan und ich immer über sie gelästert haben und so. Mensch, das ist äh 15 Jahre her... Heute spricht sie nicht mehr mit mir. Also sie spricht schon mit mir, das klingt dann aber so: Ja, das wären dann 15,80 Euro. Brauchen Sie vielleicht eine Tüte? Treffe ich sie auf der Straße, lässt sie mich voll auflaufen, ich bleib stehen, weil sie auf mich zu kommt, und sie geht einfach wort- und grußlos an mir vorbei, obwohl ich mit ausgestreckter Hand da stehe.

Toll ist überhaupt, dass ca. 80 Prozent der Mädchen, mit denen ich damals auf der Schule war, mir heute etwas verkaufen. So erfahre ich von Ayla beim Bäcker, wie es Yvonne im MediaMarkt geht, und von der weiß ich, dass ich doch zu Tina in den Saturn soll, da ist das billiger, und Eysche erzählt mir, dass Nihal die jetzt bei H und M arbeitet, mit Achmed verheiratet ist, der aber auch mal mit Zehra zusammen war, die verkauft auch, allerdings verheiratet in der Türkei und mit Kindern, mehreren wohl...

Die Jungs, mit denen ich auf der Schule war, haben alle ihren Traumjob gefunden. Toni übernahm die Pizzeria Italia Italia seiner Eltern. Tom kann mein Auto reparieren, und Steffen erklärt mir in meiner Hausbank, dass ich mittlerweile kreditunwürdig geworden bin. (Wahrscheinlich weiß das auch schonToni in der Pizzeria, er hat mich gleich gefragt, ob ich mir denn die Frutti Di Mare Pizza auch wirklich leisten kann, aber vielleicht war das ja auch nur ein Witz...)

Sonst kenne ich nicht wirklich jemanden mehr. Ich mache zwar immer nochmal einen Abstecher in meine ehemalige Lieblingsstammdiscothek, und die sieht immer noch gleich aus, aber das Durchschnittsalter ist auch immer noch das gleiche wie vor 10 Jahren. Was schade ist, ich frage mich, wo diejenigen sind, die mit mir damals die Nächte durchgemacht haben.
Und immer wenn ich mich das frage, merke ich, wie alt ich geworden bin, dass die Zeit wahnsinnig schnell verflogen ist, und mir fällt ein, dass Leute in meinem Alter oft schon zum ersten Mal geschieden sind und sich um das Sorgerecht der Kinder streiten.

Und wenn ich mir dann anfange, diese Sorgen zu machen, ist es immer Zeit für ein letztes Bier, bei dem ich darüber sinniere, ob ich nicht endlich bald was tun sollte, um auch in die Rentenkasse einzahlen zu können, und etwas, mit dem ich auf Familienfeiern angeben kann. Wobei Familienfeiern wieder eine Sache für sich sind. Es sind meistens Beerdigungen, die mich bewegen, Berlin zu verlassen und meine schwäbische Heimat zu besuchen. Na ja gut, zwischendurch treibt mich der Hunger nach Mamas Küche oder die Pflicht, mich wenigstens an Weihnachten mal zu Hause blicken zu lassen...

Wenn ich dann das Bier ausgetrunken und in meinem alten Kinderbett ausgeschlafen habe, ist dann auch wieder Zeit, mich von Mama zu verabschieden und mir selbst zu sagen, so schnell kommst du nicht wieder. Aber schön wars trotzdem, irgendwie.

 

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September 19, 2007

Und was machst du so?

Und, was machst du so in letzter Zeit? – Wie ich diese Frage hasse! Nicht dass ich in letzter Zeit nichts getan hätte, aber ich vergess einfach immer, was ich so mache, und weiß dann nie eine gute Antwort. Dann denke ich immer, der Fragesteller könnte meinen, dass in meinem Leben absolut nichts Spannendes passiert, oder dass ich doch ein paar Dinge mache, aber von denen vielleicht nichts erzählen will.
So ist es aber gar nicht.
(Ich bin recht glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Ich habe wirklich gute Freunde, und es ist auch nicht so, dass ich nur zu Hause sitze oder so. Ja gut, ich bin früher schon öfter weg gegangen, aber man wird halt doch irgendwann mal ruhiger – auch wenn man sich das selbst noch nicht so eingestehen will...)

Um dieser Frage in Zukunft besser begegnen zu können, habe ich mir jetzt vorgenommen, Tagebuch zu schreiben. Eigentlich sollte es "wieder" heißen. Ich hab nämlich schon mal Tagebuch geschrieben. Damals war ich im Alter zwischen 10 und 16 und hab alles aufgeschrieben, was mich damals so bewegte. Schon witzig, wenn man sich das heute so durchliest. Unter anderem auch spannend, in wen man in seinem Leben schon so alles verknallt war und mit wem man gern mal Sex gehabt hätte...

Jedenfalls will ich jetzt wieder Tagebuch schreiben, damit ich immer, wenn ich gefragt werde, was ich so mache, mein Tagebuch zücken und darin nachschlagen kann.

Nein ich werde nicht bloggen! Die Idee hatte ich auch erst, aber es gibt ja mittlerweile sooo viele Blogs. Und ich bezweifle, dass die alle jemand liest. Oder wie viele Blogs lesen Sie so täglich?

Und es hat doch was, wenn ich mein kleines Buch hervorhole, wenn ich gefragt werde, was ich in letzter Zeit so getan hab... – könnte mir vorstellen dass das auch bei Frauen gut ankommt, oder?
Zumindest ist es besser, als zu sagen, lies doch in meinem Blog nach, warte mal, ich schreib dir die Adresse auf. Weil, dann ist das Gespräch beendet. Womöglich wollte die tollste Frau der Party mit einem ins Gespräch kommen und man hat sie auf sein Blog verwiesen!

Ich finde das Leben heutzutage eh viel zu digital! Es ist wirklich schrecklich, wenn man jemanden irgendwas fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort – google doch mal, oder schau bei Wikipedia. Furchtbar! Man schreibt sich nur noch Emails, beim Studieren kopiert man sich alles Wichtige einfach aus dem Text, anstatt es sich mühevoll in einer Bibliothek aus Büchern herauszuschreiben.

Können Sie eigentlich noch mit einem Stift eine Seite mit einer ordentlichen Schrift niederschreiben? Also für einen Brief beispielsweise oder so was? (Da fängt's schon an, mir fällt gar nichts mehr ein, wozu man sonst noch eine Seite einfach nur so mit einem Stift voll schreiben sollte, was haben denn die Menschen früher immer alles geschrieben?)

Vor einiger Zeit habe ich eine Frau, mit der ich mir bisher nur Emails geschrieben hatte, gebeten, mir einen RICHTIGEN Brief zu schreiben. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie es getan hart, aber: Es war absolut krass, ich konnte ihn nicht lesen! Wirklich gar nicht! Kein Witz!
Ihre Schrift war einfach grauenhaft. (Sie hat behauptet, ihre Einkaufszettel könne sie meistens noch ganz gut entziffern, sonst schreibt sie nichts mehr mit der Hand.)
Aber vielleicht habe ich mich selbst auch schon so weit von handschriftlichen Texten entwöhnt, dass ich sie nicht mehr richtig lesen kann?

Heute habe ich jedenfalls angefangen, Tagebuch zu schreiben. Hab mir extra so ein DinA5 großes Heft gekauft. Nein, ohne Schloss und ohne Diddl-Bilder drauf...

Was für heute drin steht?

Bin Krank. Liege im Bett und trink Tee. Schon drei Tassen.

Toll oder?

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August 6, 2007

Warten auf Juliane

Ich bin mal wieder mit Juliane auf ein Bier verabredet. Wie immer, haben wir am Telefon ausgemacht. Wie immer heißt 19.00 Uhr unten am U-Bahnhof Eberswalder Straße.


Wahrscheinlich wird sie eh wieder zu spät sein, denke ich, als ich pünktlich am Treffpunkt bin. Wie immer. Eigentlich macht mir warten sonst gar nicht so viel aus, ich liebe es, fremde Menschen zu beobachten und einfach nur zu schauen, aber sonst ist auch nicht November. Heute ist es kalt, es regnet, und das Leutebeobachten macht so gar keinen Spaß.


Wenigstens warte ich nicht alleine. Mit mir stehen noch vier andere Männer da, die auch warten und ständig auf die Uhr schauen. Mit Nils komme ich ins Gespräch. Wir haben wohl das gleiche Schicksal, was? Wieso, frage ich, wartest du auch auf Juliane? Verwirrt schaut er mich an. Neee, auf Caro. Das ist immer das gleiche, meint er. Manchmal habe ich das Gefühl, die Frauen machen das absichtlich. Ich will gerade sagen, dass ich auch pünktliche Frauen kenne, aber Nils lässt mich nicht zu Wort kommen. Weißt du, Caro ist so eine, die immer alles bekommt, was sie will, sie muss nur mal mit den Augen zwinkern… Was hat das denn mit dem Zuspätkommen zu tun, will ich Nils fragen, aber der redet einfach weiter. Caro ist so eine reiche Schwäbin, die von ihren Eltern echt alles bekommt, die Schwaben sind doch alle gleich – hier versuche ich gar nicht erst, was zu sagen, ich bin ja selbst einer. Nils hat sich mittlerweile richtig in Rage geredet. Kopfschüttelnd und mit geballten Fäusten (welche aber auch auf die Kälte zurückzuführen sein könnten) steht er da und wartet.


Wir warten gemeinsam schweigend weiter, und zwischendurch schaut Nils jede Minute auf sein Handy – ich übrigens auch, allerdings ist mir selbst nicht wirklich klar, was ich da Neues sehen will, eine SMS oder einen Anruf würde ich hören, und die Uhrzeit sehe ich auch an der großen Wanduhr gegenüber. Die zwei anderen, die am Anfang mit uns gewartet hatten, sind mittlerweile weg. Haben wir uns wohl die falschen Freundinnen ausgesucht, meint Nils, das ist wie im Supermarkt, man sucht sich immer die falsche Kasse aus. Komischer Vergleich, denke ich und zucke nur mit den Schultern, als ich bemerke, wie sich Nils' Augen aufhellen und wie er sein wohl bestes Lächeln auflegt. Hallo, da bist du ja, sagt er und atmet auf, nimmt Caro in die Arme. Ihre Frage, ob er schon lange warte, beantwortet er mit: ach nee du, ich bin selbst gerade erst gekommen…


Frierend schaue ich den beiden hinterher und denke nochmal an den Supermarkt-Vergleich – vielleicht doch was Wahres dran, denke ich, als ich von der Seite angesprochen werde. Tut mir leid, meine Mutter hat noch angerufen und die konnte ich nicht abwimmeln, meint Juliane. Ist doch nicht schlimm, höre ich mich sagen, ich bin auch eben erst gekommen.

 

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August 3rd, 2007

geschrieben während eines praktikums vor langer langer zeit (und ich war verliebt)

nachdem ich stundenlang spielen durfte, allerdings immer ohne kameraden und ohne spielzeug hat sich jetzt die lage geändert. ich habe hunger aber anstatt trinken zu können, was leider nicht geht weil mir die rohstoffe fehlen muss ich meine zeit in island verbringen.

dort habe ich, so laß ich es im alten testament, die elfen gefunden. jedoch machten die mich auch nicht satter.

um mich etwas abzulenken beobachtete ich mich selbst wie ich einen kugelschreiber klaue und morgens wieder zurücklege. desweiteren beobachte ich mich dabei ein mädchen zu beobachten das mir nicht erzählen will wie es ihr geht. doch sie hat die dass und das fehler immernoch nicht zurückbekommen, was aber langsam zeit wird denn mein magen wird laut.

heute mittag sprach ich mit einem mädchen das ein jahr beim mittagessen. sie war letzte woche in spanien und besuchte ihre schwester. die ist auch ein jahr, aber eben in die andere richtung.

wurde beim blitzen fotografiert, aber ich kann es nicht aufmachen, ich hasse diese neumodischen computer, die dir ständig sagen wie bescheuert du bist, da sag ich es doch lieber meinem vater das es mir egal ist was primzahlen sind. das weiß ich auch selbst.

so ich muss weiter. DIE ELFEN RUFEN. ABER HUNGER MUSS ICH BETRINKEN

ICH WÜNSCH

BIS DA

 

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July 30, 2007

Kloputztag oder die modernen Zeiten meiner Mutter...

Neulich beim Kloputzen hatte ich endlich mal wieder die Zeit, mir Gedanken zu machen, aber vielleicht waren es ja auch die giftigen Dämpfe, die mich dazu verleiteten nachzudenken. Wobei ich ja zugeben muss, schon vor dem Kloputzen überrascht worden zu sein.

Mein Handy klingelte, was ja so eigentlich nichts besonderes in der heutigen Welt ist, vorausgesetzt man besitzt ein Handy, weil wenn man kein Handy besitzt und es klingelt trotzdem, muss man sich noch mehr Gedanken machen - aber was ich eigentlich sagen wollte, mein Handy klingelte, und ich sah, dass mich meine Mutter erreichen wollte - jetzt kommen wir zu dem eigentlich besonderen – da stand: MAMA HANDY auf dem Display meines Handys. Das daran besondere ist, dass ich zwar wusste, dass meine Mutter ein Handy besitzt, doch bis zum Klingeln meines Handys war ich davon überzeugt, dass sie nicht mal weiß, wie man dieses moderne Gerät eigentlich einschaltet bzw. benutzt. Zu meiner weiteren Überraschung war dieser Teil der Überraschung nur der kleinere Teil der eigentlichen Überraschung, die jetzt zu meiner Überraschung folgen sollte (wow, kann ich verwirrende Texte schreiben, kommt das vom Kafka lesen?).


Meine Mutter, die bisher in einer Welt lebte, in der der Videotext das modernste ist, was sie sich vorstellen kann, und selbst den konnte sie bisher nicht bedienen... (Sie fragt mich auch jedes Mal wenn sie mich anruft und ich die Nummer erkenne, woran ich denn sehen und wissen würde, dass sie es ist...) jetzt habe ich den Faden verloren – ach ja meine Mutter - sie erzählte mir von ihrem neusten Möbelstück in ihrer Wohnung, einem Computertisch.... Bevor ich fragen konnte, was sie denn mit einem Computertisch anfangen will, erzählte sie mir auch schon von dem Computer, der sich darauf befindet, und davon, dass sie ins Internet will und nur noch eine Unterschrift ihres Vermieters dazu braucht, weil sie über das Kabel ins Netz will....


Ein Anruf!
Ein Anruf meiner Mutter von ihrem Handy!
Ein Anruf meiner Mutter von ihrem Handy, bei dem sie mir mitteilt, dass sie über das Kabel ins Internet will.


Ein Anruf, der MICH schlagartig in ein etwas versetzt, das weniger modern ist als meine Mutter... Mich, der beleidigt ist, wenn jemand aus dem Freundeskreis ein neueres Handy hat als ich, ich, der glaubt, ohne Internet und ohne Handy nicht überleben zu können, ich, der in virtuellen Chat-Räumen mehr Frauen kennen gelernt hat als im wahren Leben, ich werde jetzt von meiner Mutter überholt! Was kommt morgen? Bekomme ich morgen eine Email von meiner Mutter, in der sie mir Tipps gibt, auf welcher Chatseite es die besten Singles gibt, und übermorgen simst sie mir die Adresse von ihrer neuen Homepage...?


Einige Tage später, ich hatte mich etwas erholt über die so plötzlich aufgetreten modernen Zeiten meiner Mutter, klingelte mal wieder das Telefon. Es war eben jene, die verzweifelt versuchte, ins Internet zu gelangen, um nach ihren Emails zu schauen (ich hatte ihr eine SMS geschrieben, in der ich ihr mitteilte, dass ich ihr gemailt hatte, ich wunderte mich, dass sie anrief, das hieß, sie war in der Lage die SMS zu lesen). Jedenfalls saß sie gerade vor ihrem Computer und versuchte verzweifelt ihre Mails zu lesen. Normalen Computer- und Internet-Benutzern erklärt man ganz schnell, dass man oben in der Adresszeile die Adresse seines Emailanbieters eintragen soll, dann muss man nur noch seine Namen und Code eintragen, auf LOG IN klicken und dann kann man im Normalfall seine Emails lesen.

Alles total einfach eigentlich. Normale Internet- und Email-User stimmen mir an dieser Stelle bestimmt zu. Aber die eigentlichen Probleme begannen jetzt erst. Hier ein kleiner Auszug der Fragen, die ich von ihr in einem 45-Minuten-Telefongespräch gestellt bekam.

Woran erkenn ich denn, dass ich schon im Internet bin?
Wer ist mein Emailanbieter?
Wo ist die Adresszeile?
Muss ich das groß oder klein schreiben?
Mit der linken oder mit der rechten Maustaste?
Wie komme ich an dieses komische A? (Sie meinte das @.)
Wie lautet denn eigentlich meine Emailadresse?
Und mein Code?
Wo trage ich den Code ein?
Aber hier stehen jetzt nur Sternchen!
Muss ich das groß oder klein schreiben? (ja, das kam tatsächlich mehrmals)

An dieser Stelle möchte und muss ich mal erklären, dass ich die cholerische Art meines Vaters geerbt habe. Ich habe wirklich mein Bestes getan, aber als es nach 45 Minuten immer noch keinen Fortschritt gab, gestand ich meiner Mutter, dass ich ihr nun so am Telefon leider wirklich nicht weiterhelfen kann und ich beendete das Gespräch. Als ich auflegte, musste ich erst mal laut schreien! Übrigens rief sie eine halbe Stunde später noch mal an und erklärte mir, dass sie es nun endlich geschafft hatte und mir auch eine Email geschrieben hatte. Die hatte ich schon längst gelesen. Sie bestand aus einem einzigen Wort!


HILFE!

 

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July 11, 2007

Alle(s) bei Obi

Ein gemütliches Wochenende mit meiner Freundin war angesagt. Es hat auch perfekt angefangen, wir hatten ausgeschlafen, lecker gefrühstückt und lagen gerade auf der Couch, sie in meinen Armen, als mich plötzlich zwei total unschuldige Augen anblickten – duhuuuu? Kannst du mir helfen, ich brauch noch ein paar Sachen vom Baumarkt und kann die nicht alleine tragen, du weißt ja, dass ich kein Auto habe...


Das war's also mit dem gemütlichen Wochenende. Aber welcher Mann kann in so einer Situation schon nein sagen? Ja klar helfe ich dir, brauchst doch nicht fragen, hörte ich mich in der nettesten Stimme sagen, die ich so drauf habe. Du bist viel zu lieb, dachte ich noch, als sie sagte, du bist sooooo lieb. Jaja, antwortete ich, wann gehen wir? 30 Minuten später fand ich mich zwischen Regalbrettern, Hängelampen und Bilderrahmen wieder.

 

Ach so, eine Leiter brauche ich auch noch, sagte sie, so eine große lange, sonst kann ich in meinem Altbau keine Lampen anschrauben – sag mal, kannst du so was eigentlich? Hmpf, hörte ich mich antworten, als wir auch schon vor den Leitern standen und wir (ich tat so als ob) überlegten, welche der Leitern wohl die richtige wäre. Du denkst daran, dass wir die in der U-Bahn und durch den Regen irgendwie nach Hause bringen müssen, wollte ich gerade sagen, als ich plötzlich IHN sah! Ich schaute etwas verwirrt. Hast du einen Geist gesehen? fragte meine Freundin, ich schaute sie an, ähh moment mal, ich glaub, da war grad...


Wer war da? Ich konnte nicht antworten, denn in dem Moment war ich schon längst um die Ecke gebogen, um sicher zu gehen, ob ich wirklich richtig sah, und da stand er wirklich. Der, den ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne, von dessen Band ich drei CDs besitze und der mir wegen seiner respektlosen Art irgendwie total gefiel. Ich ging zurück zu meiner Freundin und erzählte ihr von meiner Sichtung. Und plötzlich war es mir total egal, was mir meine Freundin in die Hände packte und wie lange der Einkauf noch ging. Denn mein Star hatte das gleiche Problem wie ich. Er schob den Einkaufswagen, etwas gelangweilt, und wartete darauf, dass seine Freundlich endlich alles zusammen hatte...

 

Mir war nie bewusst, dass Musiker, die man aus dem Fernseher und Radio kennt, auch irgendwie irgendwo wohnen und auch eine Freundin haben, die erwartet, dass ihr Freund, wer auch immer das sein mag, ihr hilft. An der Kasse sah ich ihn dann wieder, er stand an der Kasse neben mir, vor ihm gab es irgendein Problem, weshalb sich die Wartezeit verlängerte und es war offensichtlich, dass er total genervt war. Ob er über diesen Einkauf wohl ein Lied schreibt? fragte ich mich, und als er die Augen verdrehend in meine Richtung sah, antwortete ich ihm auf die gleiche Art. Er sah es! Er lächelte! Ich lächelte! Wir verstanden uns! Ohne Worte!



Das Leiternheimtragen machte mir echt nichts aus, es war zwar saukalt, es regnete und ständig beschwerte sich jemand, ob ich nicht besser aufpassen könnte mit meiner Leiter, aber mir war alles egal, da draußen gab es einen Star, dem es genauso ging wie mir. Und wahrscheinlich sitzt er genau jetzt, jetzt wo ich gerade diese Zeilen schreibe, auch da und schreibt ein Lied...

 

Übrigens sind mir im Laufe des Wochenendes eine Menge Sachen aufgefallen, die meine Freundin sonst noch so aus dem Baumarkt dringend brauchen könnte. Ich freue mich schon auf nächsten Samstag! Baumarktzeit...

 

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June 26, 2007

Warum Männer immer wollen...

Das habe ich nun davon, da sitze ich nun als einziger Mann bei der ersten Miss Tilly Redaktionskonferenz und die Damen dürfen schreiben, was sie wollen und nur mir wird ein Thema aufgedrückt. Na toll! Warum Männer immer wollen, soll ich mal klären. Fast will ich etwas schnippisch fragen, wer sich denn dann um die Frage kümmert, warum Frauen immer Kopfschmerzen haben, aber da ich alleine unter Frauen sitze, lasse ich das lieber.

Denn ich denke, dass Frauen nur deshalb denken, dass Männer so oft wollen, weil sie so oft Kopfschmerzen haben. Wenn sie nicht so oft Kopfschmerzen hätten, würde es ihnen vielleicht gar nicht negativ auffallen, dass wir Männer immer wollen, sondern fänden das sogar toll...

Nun sitze ich hier nach einer recht schlaflosen Nacht, nicht weil ich mal wieder wollte, sondern weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken musste, warum wir Männer denn eigentlich immer wollen.... Ich kam zu mehreren Möglichkeiten, die ich hier nun als Top 10 wiedergebe.

 

 

10. Fishing for compliments

 

Nichts ist für einen Mann schöner als Bestätigung zu bekommen, und wie bekommt er die wohl am besten? Natürlich, indem er herausfindet, ob seine Frau schon wieder bereit ist, mit ihm zu schlafen.

 

9. Ablenkung

 

Wieder mal haben wir vergessen, den Rasen zu mähen, den Müll runter zu bringen, das Haushaltsgeld zu überweisen oder einfach nur vergessen, auszurichten, dass die beste Freundin angerufen hat. Wir Männer wissen ja, dass nun Ärger droht. Aber jeder Ärger lässt sich mit einem bisschen Sex davor viel besser aushalten.

 

8. Zeitüberbrückung

 

Was soll man(n) denn zwischen Sportschau und dem Late Night Movie sonst machen? Oder zwischen Aufwachen und Frühstück. Oder zwischen Frühstück und arbeiten gehen. Oder zwischen Rasen mähen und Müll runter bringen??

 

7. Kontrolle

 

Ja, wir Männer sind furchtbar eifersüchtig, auch wenn wir es nicht zugeben wollen, aber wir sind es. Und weil wir ja schlecht die ganze Zeit fragen können, ob ihr heute mit einem anderen Mann geschlafen habt, kontrollieren wir eben einfach selbst. Wir tarnen das eben ein bisschen...

 

6. Sportlicher Ehrgeiz

 

Es müsste doch zu schaffen sein, die drei Minuten und 25 Sekunden vom letzten Mal zu überbieten.

 


5. Erzählstoff

 

Weil die Kollegen auf Arbeit ständig erzählen, dass sie das gaaaaanze Wochenende durchge... na ja, ihr wisst schon was, haben und wir das endlich auch mal erzählen wollen.

 

4. Eure Fragen - unsere Antwort

 

Findest du mich noch schön? Bin ich dir zu dick? Magst du mich? Liebst du mich? Sind dir meine Brüste groß genug? Gefalle ich dir auch wirklich?

Antworten wir Männer mit Ja, dann hinterfragt ihr dieses Ja.

Antworten wir mit etwas anderem als Ja, seid ihr beleidigt oder stellt komische Fangfragen, die wir Männer eigentlich niemals richtig beantworten können. Deshalb haben wir DIE Antwort gefunden, die uns doch eigentlich alle glücklich machen müsste - oder?

 

3. Die Zigarette danach

 

Wahrscheinlich ist die Zigarette danach sogar für Nichtraucher das Coolste, was es geben kann und wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, im Bett rauchen zu dürfen, ohne Ärger zu bekommen.

 

2. Medizin

 

Sex ist gesund, es stärkt jedenfalls das Immunsystem und ihr wisst doch, wie wir Männer sind, wenn wir krank sind. Da wir das auch wissen, wollen wir eigentlich nichts anderes, als euch vor uns zu schützen, wenn wir krank sind.

 

 

Und der Top Grund warum wir Männer immer wollen ist einfach der, WEIL FRAUEN einfach das Beste sind, was uns jemals widerfahren kann..

 

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June 21, 2007

chat

kann mir mal einer sagen wie das geht? da öffnet sich niergens ein chatfenster...? was muss ich tun?

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