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January 13, 2009

die quote ist alles!

für eine gute quote wird so ziemlich alles getan! ist ja auch in ordnung. nehmen wir mal zum beispiel rtl. die verdienen mit quote geld. je mehr quote - desto mehr werbung kann verkauft werden - desto mehr verdient rtl!

und was tut rtl für die quote? sie lassen 10 promis ins dschungelcamp einziehen. ok. für die quote...

man muss ja nicht hinsehen. man muss auch nicht hinhören und mitreden wenn die anderen davon im büro erzählen.

man muss gar nichts!

allerdings will nicht nur rtl geld verdienen sondern auch das büro! und da sind wir schon beim thema. ich bin das büro. und ich entscheide, was im büro berichtet wird und was nicht. big brother hab ich zum beispiel abgelehnt! aber die haben ja auch keine quote.

am dschungelcamp kommt man aber einfach nicht vorbei. und ich muss gestehen, das dschungelcamp beschert dem büro sagenhafte traumquoten bzw klicks! und die braucht das büro.

am anfang war ich noch vorsichtig. doch als es dann am samstag den all time besucherrekord gab (normalerweise läuft wochenende nich so besonders) dachte ich mir, nun gut, dann bekommt das volk eben dschungelcamp!

da sitze ich nun und berichte über stars die eigentlich keine sind, wie sie eklige prüfungen über sich ergehen lassen, sich gegenseitig anzicken und über ihre phobien sprechen - die eigentlich keine sind, nur um sich wichtig zu machen...

zwischendurch frage ich mich, warum die das alles machen. aber die antwort ist bekannt! für ihre eigene quote!

ich frage mich nur, was passiert, wenn das dschungelcamp wieder vorbei ist? wer oder was bringt dann die quote?

die frage wird sich rtl stellen und ich mich natürlich auch...

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November 25, 2008

kranke welt!

damit das büro immer auf dem laufenden ist, verbringe ich sehr sehr sehr viel zeit im internet. da finde ich nicht nur nützliches für das büro, sondern auch allerlei anderes zeug.

gestern zum beispiel das video das mich so entsetze und heute gleich zwei dinge aus japan!

einmal dieses video, das zeigt wie krass überbevölkert aber spaßabhängig das land ist und diesen artikel!

in dem artikel geht es um einen neuen trend in japan. männer werfen mit lebenden mehlwürmern auf frauen und ergötzen sich dann an deren angewiderten reaktionen.

das für mich krasse ist, dass es offenbar nicht nur einer ist, der das macht, sondern dass es immer mehr werden!

eine erklärung für die sache könnten die krassen japanischen pornos sein. in japan dürfen zwar auch in pornos keine geschlechtsmerkmale zu sehen sein (penis und vagina sind unscharf gemacht) doch umgeht man das mit recht krassen praktiken und ideen! ich möchte hier nun nicht alle aufführen doch wenn man sucht, findet man vor allem videos, die den anschein haben sollen, dass sie mit versteckter kamera auf der straße gefilmt wurden.

dabei wird (angeblich)unbekannten frauen schnell unter den rock gefasst, oder ein mann spritzt sein sperma auf eine (ihm angeblich unbekannte) frau die irgendwo auf einer parkbank oder ähnliches sitzt und haut dann schnell ab...

die frauen tun als wären sie geschockt und angeekelt. die videos sind wohl hochbeliebt und man holt sich offenbar einen darauf runter, dass frauen angewidert oder geschockt sind.

kranke welt halt...

(das video zu dem ich heute verlinke ist übrigens total harmlos. es zeigt ein wellenbad in japan. welches aber so gut besucht ist, dass man kein wasser sieht!)

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November 24, 2008

Breast Ironing!

Ich dachte eigentlich, dass mich so schnell nichts mehr erschüttern kann, dass ich schon vieles gesehen und gehört habe. Aber das hier übertrifft wirklich einiges!

Von der weiblichen Beschneidung in vielen Teilen Afrikas hat man ja schon gehört. Sie ist schrecklich und furchtbar und es muss alles erdenklich mögliche getan werden, um dieses Ritual zu stoppen!

Nun bin ich auf ein Video gestoßen, dass mich genauso schockt! Damit die Töchter nicht zu früh schwanger werden oder Sex haben, versuchen die Eltern zu verhindern, dass die Töchter sexuell begerehnswert aussehen!

Dazu haben sie sich eine schmerzhafte Idee einfallen lassen. Sie bügeln und drücken die noch junge Brust möglichst oft, so damit diese nicht wächst!

Wie kann man nur!

Schaut euch das Video hart, es ist zwar hart, aber ich finde man muss darauf aufmerksam machen!

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November 22, 2008

Pimp the Partybus - Ein Hoch auf Chinese Democracy!

Ich hab bisschen Kopfschmerzen heute morgen! War sehr feucht fröhlich gestern!

Aber was tut man nicht alles um mit Evil Jared Hasselhoff mitzuhalten!

Ich geh jetzt zurück ins Bett. Neugierige können hier lesen!
Bilder gibts hier!

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November 21, 2008

Ich der Gossipkönig! (Teil 2 - Daniel Craig in Berlin)

Vor kurzem hatte ich hier ja schon davon berichtet, dass ich die Möglichkeit bekam, die Premiere des neues James Bond "Ein Quantum Trost" in Berlin zu besuchen.

Leider ist mein Büro noch klein und zu unbekannt und ich bekam eine Absage und somit keine Akkreditierung. Ich war schon etwas enttäuscht. Das muss ich zugeben. Doch ich entschloss mich trotzdem, der Premiere einen Besuch abzustatten.

Also nahm ich meine Kamera und fuhr zum Sony Center am Potsdamer Platz wo die Premiere stattfand. Als ich ankam, war schon allerhand los. Der Teppich wurde noch gestaubsaugt, letzte Vorbereitungen wurden getroffen. Ich wusste, dass es erst so gegen 18 Uhr losging. Ich war um vier da. Doch da schon viele Schaulustige und Fans am roten Teppich standen und warteten, beschloss ich mir einen guten Platz zu suchen und auch zu warten.

Ich fand einen Platz, fast ganz vorne am Eingang zum Kino und direkt am Zaun, stellte mich dort hin und wartete. Es war saukalt und mit der Zeit kamen immer mehr Schaulustige und Fans. Neben mir standen zwei Damen aus Hessen. So um die 50. Sie waren richtige Fans. Sie waren extra wegen Daniel Craig nach Berlin gereist und hofften ein Autogramm zu ergattern.

Endlich ging es los. Die Premierengäste trudelten so langsam ein und je mehr kamen, desto mehr Leute kannte ich. Von allen Prominenten die ich kannte, (es waren noch viel mehr da, ich erkannte dummerweise nicht alle) machte ich ein Foto. Einer der ersten war Ex Aussenminister Joschka Fischer. Ich machte ein Foto wie er gerade interviewt wurde und dann lief er an mir vorbei. Ich schrie "Herr Fischer!", er schaute nur kurz und ich sagte ein Foto bitte, aber Herr Fischer lief einfach weiter...

Dann kamen immer mehr und mehr Promis. Mario Barth, Michi Beck von den Fantastischen Vier, ein Oliver Pocher im Pelz, und viele viele andere!

Und endlich war es dann soweit. Mein lieblings James Bond Daniel Craig und Olga Kurylenko kamen. Ich knippste nur noch wie wild. Ich war aufgeregt. Die zwei standen plötzlich direkt vor mir. Ich vergaß alles um mich herum obwohl die Leute kreischten wie wild und nach vorne drängten.

Als ich später zuhause darüber nachdachte wurde mir erst bewusst, wer da eigentlich so direkt vor mir stand und wen ich da fotografierte.

Manchmal ist es schon aufregend so ein Leben als Gossipkönig.

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November 20, 2008

Ich der Gossipkönig! (Teil 1 - Das schlechte Gewissen)

Ein Gossipkönig zu sein kann wirklich anstrengend sein.

Ständig muss man auf dem Laufenden sein, was die Stars und Sternchen so treiben. Man schreibt über sie, manchmal auch nicht gerade nett, und am nächsten Tag kommt man zu einem Fototermin und lernt die Leute, über die man am Tag davor noch hergezogen ist, in echt kennen.

So geschehen bei einer Sat1 Party in Berlin. Dort war die Premiere des Zweiteilers "Wir sind das Volk". Nach der Premiere gab es lecker Essen und Trinken und ich stand mit einem Bier in einer Ecke und beobachtete das Treiben.

Plötzlich stellt sich Herr X neben mich. Auch mit Bier. Über Herr X habe ich schon ein paar mal geschrieben. Unter anderem, dass er ein total schlechter Schauspieler ist, die Serie in der er mitspielt totaler Schrott ist, und er eines Nachts betrunken randalierte und von der Polizei besucht wurde. Herr X steht nun neben mir und wir kommen ein bisschen ins Gespräch. Es stellt sich raus, der Herr X ist total nett. So ein ganz normaler Mensch wie du und ich.

Auf die Frage was ich so mache muss ich erst mal schlucken und sage dann ich hätte hier Fotos gemacht.

Ach so, Pressefotograf sagt er und ich lasse es einfach mal so stehen...

Bisher gab es von ihm nichts mehr zu berichten, ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, ob ich wieder so über ihn herziehen würde...









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September 30, 2008

apple vs pc!

seit kurzem bin ich stolzer apple besitzer! mcbookpro! schick das teil! jedoch ist die umgewöhnung von langlanglangjähriger pc arbeit zu einem apple dann doch nicht so leicht wie immer alle sagen.

ach das erklärt sich alles von selbst! das ist alles so toll und einfach und easy und pc is eh scheisse. haben sie alle so gesagt.

nun gut. irgendwie funktioniert auch alles. aber alles bisschen anders. so bilde ich mir ein, das meine internetverbindung mit dem apple deutlich langsamer ist als mit dem pc! das mitgelieferte savari is zwar schick, jedoch konnte ich mit dem browser kein bild auf ipernity hochladen! hat diese erfahrung noch jemand anders gemacht? erst mit firefox hat es dann funktioniert.

nächstes problem. wie macht man eigentlich einen screenshot?

thunderbird. jedes mal wenn ich eine mail schreiben oder beantworten will, kommt so eine art fehlermeldung dass die verbindung zu gmx nicht funktioniert oder sowas. ich klick dann jedes mal auf abbrechen und dann funktioniert es trotzdem fehlerlos und einwandfrei... mich nervt nur jedes mal diese fehlermeldung weg zu klicken!

manchmal komm ich mir mit meinen erfahrungen die ich so mach bisschen bescheuert vor. hoffe nur, dass jemand anders die auch gemacht hat.

gruß und danke für mögliche ratschläge und hinweise.

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June 17, 2008

viertelfinale

bukovski, hast du das gesehen? die deutschen haben das viertelfinale erreicht. als deutscher und eigentlicher fußballfan und unter anderen umständen hätte ich ja geschrieben YUCHUUU WIR SIND IM VIERTELFINALE!!! allerdings hatten wir ja echt glück dass wir überhaupt gegen die ösis gewonnen haben. ich finde da muss man wirklich nicht lange hupend durch die nacht fahren und stolz drauf sein. peinlich das spiel meiner meinung. warum sich ein gomez noch stürmer nennen darf ist mir wirklich schleierhaft. hey ich bin vfb fan und gomez mein held der letzten zwei jahre aber das geht nun wirklich nicht. ich kann verstehen wenn ein stürmer wie er stuttgart verlassen will und nach keine ahnung, barcelona oder so wechseln will. aber hey, warum nach bayern? WARUM? um wie lukas das geschehen von der bank aus zu beobachten? wie kann ein schwabe nur zu den bayern gehen!? gomez, von mir aus geh wohin du willst, du bist mir mittlerweile echt egal!

das spiel anzusehen war wirklich keine freude. sogar löw regte sich auf und musste auf die vip tribüne. aber bevor er das spiel weiter schauen durfte musste er erst mal der kanzlerin erklären was eigentlich passierte. auch ein scheißjob.

gut dass es ja noch den ballack gibt. bleibt nur zu hoffen dass er nicht zum dopingtest muss - bei dem gesichtsausdruck beim freistoß würde mich nichts mehr wundern …

nun wie auch immer, wir deutschland ist weiter. aber ich wette nur bis gegen portugal. wenn wir deutschland so kickend auch noch gegen portugal gewinnt dann …

ich weiß auch nicht - dann bin ich für holland!

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June 14, 2008

sachen gibts ...

hallo bukovski, ich hab dir doch neulich von dem brief meiner mutter erzählt. heute kam ich endlich dazu den dritten artikel zu lesen. er stand in der rubrik "live aus dem kino" kommt von der "stuttgarter zeitung" und der artikel selbst heisst "noch sieben tage zu leben" es geht um einen typ der montags immer in die sneak preview geht. immer ins gleiche kino. (filmtheater friedrichshain) das lustige ist, früher bin ich da auch immer hingegangen. hab da nämlich in der nähe gewohnt. ja ich war mal ein prenzlberger. aber zeiten ändern sich. und er erzählt von einem bestimmten film den er da gesehen hat. ICH HAB DEN AUCH GESEHEN! WIR WAREN AM SELBEN TAG IM SELBEN KINO!!! und jetzt jahre später schreibt er darüber in der stuttgarter zeitung, meine mutter liest das und schickts mir... unglaublich oder? oder er hat den film ähnlich aufgenommen wie ich. es war ein horror film. für ihn und für mich auch war es der erste horrorfilm im kino. ich weiß noch wie ich alleine nach hause laufen musste und echt angst hatte! und dann hat mich mein damaliger mitbewohner (amerikaner aus texas) noch verarscht und mir angst eingejagt (miete hat er auch nie bezahlt und dafür immer mein essen gegessen...) bukovski, hier ist dieser artikel. extra für dich.

Ich gehe ungefähr einmal pro Woche ins Kino. Manchmal gehe ich auch an zwei Tagen hintereinander oder einige Wochen lang gar nicht, weil ich verreist bin oder kein Geld habe. Aber im Schnitt komme ich auf 52 Kinobesuche im Jahr, das ergibt in den zwölf Jahren, die ich in Berlin lebe, 624 Filme. Bei einer Länge von durchschnittlich neunzig Minuten habe ich also bisher 936 Stunden meines Lebens in Berliner Kinos verbracht. Und den größten Teil dieser Zeit im Filmtheater am Friedrichshain. Das liegt zum Teil daran, dass es sich in der Nähe meiner Wohnung befindet, vor allem aber gibt es dort jeden Montag um 23 Uhr eine Sneak Preview. Ich mag es, wenn sich der Vorhang öffnet, das Licht ausgeht und ich keine Ahnung habe, was mich erwartet. Der Sneak Preview habe ich einige ungewöhnliche cineastische Erlebnisse zu verdanken. Ich habe dort eine Reihe Filme gesehen, die ich mir sonst nie angeschaut hätte.

An einen Film kann ich mich besonders gut erinnern. Ich war mit Christoph verabredet. Christoph hatte Liebeskummer, und ich hatte ihn überredet mit in die Sneak zu gehen, damit er auf andere Gedanken kam. Wir hatten keine Ahnung, was wir sahen, auch nicht als der Titel auf der Leinwand erschien. Es war ein amerikanischer Film, und es ging um Teenager, die ein Video ansahen und kurz darauf nicht mehr lebten. Als wir begriffen, dass es ein Horrorfilm war, war es zu spät. Der Film hatte einen so hinterhältigen Plot, dass er einen mit flachem Atem in den Sitz presste und es einem unmöglich machte, aufzustehen und den Kinosaal zu verlassen. Es war mein erster Horrorfilm im Kino. Christoph ging es ebenso. Naomi Watts, die Hauptdarstellerin, kämpfte verzweifelt gegen den Fluch des Videos, denn jeder, der es gesehen hatte, erhielt kurz danach einen Anruf mit der Ankündigung, dass er noch sieben Tage zu leben habe. Wir hatten das Video auch gesehen. Der Film hatte ein offenes Ende: Naomi Watts lebte nach Ablauf der sieben Tage immer noch, aber das Böse war nicht gänzlich besiegt. Christoph und ich traten aus dem Kino in die Berliner Nacht.

"Ich kann jetzt unmöglich nach Hause gehen", sagte Christoph. Das konnte ich auch nicht. Wir gingen ins "Unendlich", wo wir, wie sich herausstellte, nicht die einzigen Kinobesucher waren, und die meisten waren, wie wir, keine professionellen Horrorfilmgucker. Es dauerte nicht lange, bis wir alle um einen großen Tisch saßen und uns gegenseitig zu beruhigen versuchten, was mit fortschreitendem Alkoholkonsum immer weniger klappte. Als der Wirt uns um kurz nach drei rausschmiss, waren wir fest davon überzeugt, nur noch sieben Tage zu leben. Unter unseren Schicksalsgefährten war eine Frau, die Corinna hieß und Christoph schon den ganzen Abend über angesehen hatte.

"Normalerweise mache ich so etwas nicht", sagte sie, "aber ich habe einfach keine Zeit mehr zu verlieren." Sie nahm Christophs Gesicht zwischen ihre Hände und küsste ihn.

Christoph sah sie aus todgeweihten, betrunkenen Augen an. "Eigentlich habe ich ja Liebeskummer", sagte er langsam, "doch darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen."

Dann nahm er sie in die Arme und beide brachen in Tränen aus.

Nach dieser Nacht hatte Christoph keinen Liebeskummer mehr. Er hatte noch eine Woche lang Angst, zu sterben, aber er starb nicht. Keiner von uns starb. Wir trafen uns eine Woche später im Filmtheater am Friedrichshain wieder, um uns überraschen zu lassen, welchen Film wir diesmal sehen würden.

Vielen dank an Daniel Klaus der diesen Text geschrieben und veröffentlicht hat. sollte er was dagegen haben bitte melden.

schönes em abend noch. möge der bessere gewinnen.

nachdenken!

gute nacht.

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March 30, 2008

Feuchtgebiete - Eine Kritik

Worum geht es in Ihrem Buch?” Eigentlich eine ganz normale harmlose Frage, die der NDR-TALKSHOW- Moderator da Charlotte Roche stellt. Eigentlich. Die Antwort ist dann nicht mehr ganz so harmlos. Zwiespältig. Das würde darauf ankommen, ob sie es jemandem erzählen müsste, der das Buch nicht lesen sollte (z.B. ihrer Mutter), der würde sie einfach sagen, dass es nur um weibliche Selbstbefriedigung ginge und um sonst nichts.

Der Moderator will aber wissen, was sie ihm sagen würde, damit er das Buch liest. Nun, das Buch eigne sich hervorragend als Wichsvorlage, und natürlich könnte man(n) noch viel über den weiblichen Körper lernen.

Nun gut, dachte ich mir, wenn die direkt kann, kann ich auch direkt. Gegen eine gute Wichsvorlage hatte ich noch nie etwas einzuwenden. Und ich muss ja gestehen: Auf Charlotte Roche steh ich total. Ja, ich weiß, ich bin da nicht der einzige Mann, aber es ist nun mal so. Ich habe ihr sogar mal eine Kurzgeschichte gemailt, aber sie hat nie geantwortet... Kurz und gut: Mit einem Glas Wein machte ich es mir also gemütlich und klickte auf den Link, der mir die ersten fünf Seiten von „Feuchtgebiete "versprach.

Was dann kam, war dies: Solange ich denken kann, habe ich Hämorrhoiden. Viele, viele Jahre habe ich gedacht, ich dürfte das keinem sagen. Weil Hämorrhoiden doch nur bei Opas wachsen.

Nein, ich hab nicht daneben gegriffen. Ja, das sind Feuchtgebiete (! ).Die allerersten zwei Sätze! Und es geht so weiter. Eine Frau (Name und Alter werden auf den ersten fünf Seiten noch nicht bekannt) erzählt von ihrem Arschproblem. Super! Dann muss ich das mit meinem Eichelkäse ja auch nicht mehr für mich behalten, oder?

Charlotte, jetzt mal ganz im Ernst: Ich glaube an deine Fähigkeiten, und ich weiß, was du alles durchgemacht hast, ich liebe deine anarchische Art. Die Tat oder Wahrheit-Spielchen mit Promis, die man im Internet findet, sind das Beste, was ich seit langem gesehen habe, und ich würde dich gerne öfter im TV sehen. Aber bitte: Lass das Schreiben! Ja, ich gebe zu, ich habe nur die ersten fünf Seiten gelesen –mehr war technisch nicht machbar. Aber ich glaube, ich hätte freiwillig ohnehin und auch nicht weiter gelesen.

Natürlich versuchst du, zu provozieren, das kannst du sehr gut. Aber, Charlotte, was du einfach nicht kannst, ist schreiben. Ich fürchte, über das Buch wäre niemals geredet worden, wenn jemand anderes, der nicht so bekannt ist, es geschrieben hätte.

 

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hier steht die ganze Kritik

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February 11, 2008

Gestern in Neukölln

In einem Friseurschaufenster hängt ein Zettel. Es werden ab sofort neue Azubis gesucht. Ein Mädchen sagt zu ihrer Freundin: Hey schau, die suchen auch noch Azubis.

Antwort der Freundin. Oh ja, aber scheisse ey, nur mit einfachem Hauptschulabschluss, den hab ich doch nich!

 

Was soll man da machen...

 

Gute Nacht!

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January 6, 2008

Wie doof kann man(n) eigentlich sein...?

Ich dachte immer dass mich nicht mehr so viel überraschen kann aber dann habe ich das hier gefunden. Manchmal tut es mir echt leid ein Mann zu sein, gehöre ich wirklich zu einer Rasse die sowas macht?!


Für alle die nicht gleich klicken wollen, der Link führt zu einem Artikel der
Bild in dem ein Bildleserreporter auf einer Erotikmesse einen dummen heldenhaften Wettbewerb dokumentiert, in dem sich männliche Pornodarsteller von einem Flammenwerfer grillen lassen. Wer am längsten in den Flammen aushält bekommt als Belohnung eine liebestunde mit einer schönen Frau. Die Verlierer dürfen sich mit Omas vergnügen...

 

Gute Nacht.

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December 24, 2007

Das feiertägliche Tagebuch

Wie ich Weihnachten erlebe und überlebe

Der 24.12.2007 begann mit den Worten: Du musst noch einkaufen gehen, und komm mir bloß nicht ohne die Weihnachtsbaumkerzen nach Hause.

Na klar, ich gab meiner Freundin einen Kuss und machte mich ohne Frühstück auf den Weg. Die wichtigen Sachen wie Milch Eier und Mehl waren schnell gefunden, aber die Baumkerzen machten mir dann schon einige Schwierigkeiten...

Junger Mann, da hättense mal früher dran denken können wa! Guckense mal in det Regal da! Wat sehn se da? Nüscht!

So ging das in gefühlten 10 Geschäften. Bin dann doch noch fündig geworden. 10 Minuten vor Ladenschluss. Beim Türken. Kommt wohl außer mir keiner auf die Idee für Weihnachten dort einzukaufen. Ich hab mich kaum getraut zu fragen - Haben Sie zufällig noch Weihnachtsbaumkerzen? Das sind so kleine rote schmale Kerzen die man in den Baum hängen und anzünden kann?!

Hey Alter, hälste mir für bescheuert, klar ham wer sowas! Sonst noch wat? Nur Schweinefleisch hammer nich...

Macht nichts, meine Freundin ernährt sich vegetarisch!

Ach so, Hühnchen ist aber noch da!

Vegetarisch! No Meat, No Chicken No Fish!

Und was esst ihr dann?

 

25.12.2007

Meine Freundin hat auch einen Vater, nichts besonderes eigentlich aber bei dem befinden wir uns gerade. Familienbesuch quasi. In Essen. Auch hier steht im Wohnzimmer ein Weihnachtsbaum. Allerdings mit ganz komischen Kerzen. Ich hab dieses Jahr keine gescheiten Kerzen für den Baum gefunden, wird uns erklärt. Hätte ich das geahnt, gibt wohl keine Türken in in Essen?!

 

26.12.2007

Zum ersten mal in meinem Leben bin ich in Köln und im Kölner Dom. Genau jetzt macht macht die Batterie von meinem Fotoapparat schlapp... Freue mich auf ein Bier, um mal von diesem Familienweihnachtsstressflash runter zu kommen - und dann? Bier gibts hier in Köln nur in der 0,2 Liter Version! Trotzdem überall Touristen. Hoffentlich denken die nicht, dass das normal ist in Deutschland mit dem Bier...

Jetzt sind wir bei der Mutter meiner Freundin angekommen, Bier gibts hier auch keins, aber der Wein ist lecker.

 

28.12.2007

Weihnachten ist vorbei, aber meine Freundin und ich sind immer noch auf großer Deutschlandfamilientour. Gelegendlich würde ich mich gern mal wieder in mein eigenes Bett und so legen, ohne Familie nebenan aber noch sind wir eine Weile unterwegs - bis nächtstes Jahr auf jeden Fall noch.

Mein Vater hat heute schon zwei mal aufgeregt angerufen. Wann wir kommen und was es zu essen geben soll, meine Freundin würde doch kein Fleisch essen.

Nein sie ist kein Fleisch, aber sonst eigentlich alles.  Ok und was ist mit Lachs zur Vorspeise?

Vegetarisch: No Meat, No Fish, No Chicken!

 

Fortsetzung folgt...

 

 

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December 2nd, 2007

Ich - Das Pärchen

Früher, also damals, als ich noch kein Pärchen war, da hasste ich Pärchenabende!

Ich fühlte mich jedes Mal wie das fünfte Rad am Wagen – also total überflüssig, ja manchmal fühlte ich mich sogar durchsichtig und irgendwie nicht vorhanden. Da hat man sich dann mal zum Essen verabredet, weil man eine Freundin schon ewig nicht mehr gesehen hat. Sie ist auch sofort begeistert von der Idee, weil sie mir ja auch endlich ihren neuen Freund vorstellen will und so. Also gut, da sitzen wir nun im Restaurant und wollen das Essen bestellen. Das ständige Gebusssel, Gegrabsche und Rumknutschen übersehe ich einfach, aber die Ohren abzuschalten ist schwierig. "Du Schatzi, was willst du denn essen?" (Küsschen) "Sollen wir
uns eine Pizza teilen, Schnuckiputz? Wir müssen ja bisschen auf unser Figürchen achten..." Dabei streichelt sie liebevoll und lächelnd über seinen Bauch, der im Vergleich zu meinem wie ein Adonissixpackbauch aussieht.

Und wer achtet auf meine Figur? Wer will sein Essen mit mir
teilen?


Das Gespärch plätschert so dahin, und ich erfahre alles, was an ihrem neuem Freund so toll ist. Der sitzt einfach nur da und lächelt schüchtern. Wir kennen uns nicht, aber auch er kennt wahrscheinlich solche Abende und zuckt zwischendurch fast entschuldigend mit den Schultern.

Glück gehabt, du neuer Freund! Nächstes Mal bin ich das
Pärchen!


Nun wie gesagt, jetzt bin ich ein Pärchen und erlebe solche Abende von einer ganz anderen Seite. Vielleicht liegt das ja auch am Alter oder so, aber ich habe beobachtet, dass man das oben beschriebene Problem einfach damit umgehen kann, dass man sich als Pärchen einfach nur noch mit Pärchen trifft. Das ist wirklich total praktisch! Man muss das Gegrabsche der anderen nicht mehr übersehen, sondern kann endlich selbst grabschen! Ich frag mich immer, was die Kellner wohl denken. – Ach Gott, schon wieder so ein Pärchentisch, soll ich warten, bis alle fertig gegrabscht haben, oder soll ich gleich fragen, was sie bestellen wollen?

Irgendwann fällt auf, dass Karin lächelnd eine Apfelschorle nach der anderen bestellt, während alle anderen an ihrem Bier nippen. Das eine Pärchen schaut erst sich fragend an und dann das andere Pärchen.

"Du bist schwanger?!"

Dann gibt es für die nächsten Stunden kein anderes Thema mehr. Moment, so stimmt das nicht. Es gibt für die nächsten Jahre kein anderes Thema mehr. Das Pärchen mit Kind fragt zwar höflich und interessiert aussehend, wie es einem so geht und was man so macht, will aber eigentlich nur wissen, ob man selbst endlich ein Kind erwartet oder heiratet, oder ob man von einem anderen Pärchen so etwas weiß. Ist das abgehakt, dann erfährt man alles, wie es
ihr in der Schwangerschaft geht, wie er mitleidet, wie toll die Geburt war, wie es ist, nachts aufzustehen und dass die Kleine einfach keinen Brei mag.

Allerdings kann ich auch von ganz anderen Pärchenabenden berichten. Neulich wurden wir von der Freundin meines Freundes eingeladen. Er hatte an diesem Tag Geburtstag und
sie hat Freunde von ihm zum Essen eingeladen. Er wusste das nicht. Also ein Überraschungsgeburtstagessen. Tolle Idee! Nichts mit krasser Komasaufen-Geburtstagsparty bis morgens um 5 oder so was. Nein, einfach ein gemütlicher Abend am Wohnzimmertisch. Bei dem man sich nicht schämen muss, wenn man (obwohl nicht schwanger) nur Wasser trinkt.

Seit diesem Abend habe ich das Gefühl, endlich
dazuzugehören! Angekommen zu sein im Pärchenleben!
Angekommen im Erwachsenenland.

Willkommen im Leben!

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November 22, 2007

kulturschock

nun eigentlich bin ich mir nicht so sicher ob ich es wirklich kulturschock nennen kann, ich hab eigentlich nichts neues gesehen oder erlebt, alles was ich getan habe - ich bin heute am kudamm in berlin in diesen riesensaturnmarkt. der ist echt riesig. ich hab nichts gegen saturn und ich war auch vorher schon in saturn und mediamärkten aber dieser...

vier oder fünf stockwerke, sie alle wollen dir was verkaufen, is klar, will ja jeder aber hier hat man das gefühl man is irgendwie falsch. vor einem riesenfernseher bin ich stehen geblieben. ich hab das preisschild gesehen. und noch mal draufgeschaut. und nochmal gelesen. und dann laut den preis gesagt: 85850,- Euro!

nochmal: fünfundachtzigtausendachthundertfünfzig euro...

wo leben wir denn?

fotos machen war übrigens im ganzen laden nicht erlaubt!

 

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November 16, 2007

Das Männerinterview

Tun euch Frauen leid?

Anton: Nein. Wieso sollten sie uns denn leid tun? Frauen sehen toll aus, werden von den Männern angesprochen, warum sollten sie uns leid tun?
Carlos: Ich finde auch, Frauen sollten nicht bemitleidet werden.
Anton: Also diese Menstruationssache ist schon Scheiße.
Carlos: Ja, und Kinder kriegen ist auch hart... Da gibt’s so einen Spruch, den ich irgendwie cool fand: Ich bin eine Lesbe, gefangen in einem Männerkörper.

Habt ihr eure Lebensgefährtin gewählt?

Anton: Das kann man nicht wählen. Das ist halt so ein Gefühlsding. Von dreien passt es bei einer und wenn man dann zusammenkommt, ist es schön. Es ist ja nicht so, dass man nimmt, was kommt.
Carlos: Ja ,schon. Sicher basiert vieles auf Zufall, aber je länger eine Beziehung dauert, desto gewollter ist es doch. Je länger die Beziehung, desto weniger Zufall. Also ja, schon persönlich ausgesucht.

Was bezeichnet ihr als weiblich?

Carlos: Brüste!
Anton: Kurven!
Carlos: Katzen! Und rumzicken, wobei ich auch Männer kenn', die verdammt gut zicken können...
Anton: Zartheit ist weiblich oder das Wort gefühlvoll. Das ist auch sehr weiblich.
Carlos: Du brauchst noch irgendwelche Charaktereigenschaften, oder was willst du eigentlich hören? Also fürsorglich sein ist zum Beispiel total weiblich, find ich. Oder so gut zuhören wie Frauen, können Männer auch nicht. Weißt du, was ich meine? Also Frauen haben halt dieses Helfersyndrom.
Anton: Nee!
Carlos: Na gut, gibt auch Männer, die ein Helfersyndrom haben.

Warum müssen wir Frauen nicht verstehen?

Anton: Weil wir Männer sind.
Carlos: Weil das ein Vorurteil ist.
Weil man(n) das entweder nicht will oder weil einfach nicht alles relevant oder wichtig ist, was die Frauen sagen. Also, ich will das jetzt nicht so absolut sagen, aber ich hab zum Beispiel keine Lust, über Kalorien und Kochen oder so was zu sprechen.
Ach, ich finde diese Frage kategorisierend! Sexistisch! Vorurteilsbeladen!

Beneidet ihr Tiere, die ohne Hoffnung auszukommen scheinen, z.B. Fische im Aquarium?

Anton: Nein.
Carlos: Nö. Gehört doch dazu, also Trauer und so.
Anton: Wenn man das beneiden würde, heißt das doch, dass man mit dem menschlichen Leben nicht zurechtkommt und lieber ein Tier sein will.

Welche Hoffnung habt ihr aufgegeben?

Carlos: Irgendwann Geld zu haben. Ich hab nämlich gemerkt, dass Geld Quatsch ist. Also ,die Hoffnung war mal, Geld zu haben, aber wenn man nicht 1000% dahinter steht ,wird das nichts.
Anton: Hoffnungen sind Erkenntnissen gewichen. Ich hab die nicht aufgegeben. Sie sind halt den Erkenntnissen gewichen. Ich hab die Hoffnung verloren oder aufgegeben und die Erkenntnisse gewonnen.

 

Sind denn Träume und Hoffnungen nicht eigentlich das Gleiche?

Carlos: Ich glaube nicht, dass Hoffnung Träume sind. Träume sind weiter gefasst. Oft unerreichbar.
Anton: Aber Hoffnungen können auch unerreichbar sein.

 

Wenn ihr jemanden mit einer unheilbaren Krankheit kennt, macht ihr ihm dann Hoffnung, die ihr selbst als Trug erkennt?

Anton: Kommt auf die Situation an. Wenn er es braucht, dann ja.
Carlos. Man könnte ja mit Alternativen kommen. Ich würde es so drehen, dass er die Zeit, die er noch hat, sinnvoll nutzen soll.
Ich will ihm keine falschen Hoffnungen machen, sondern ihn ablenken. Ihm Alternativen zeigen.

Habt ihr Humor, wenn ihr alleine seid?

Carlos: Klar, na ja, also bei mir ist das mehr so ein innerliches Grinsen.
Anton: Ja, ich lache schon über mich selbst, zum Beispiel bei eigenen kleinen Missgeschicken, wie zum Beispiel wenn ich stolpere. Oder wenn ich im gelben Regencape auf dem Fahrrad durch die Stadt fahre. Dann sehe ich mich selbst und muss lachen.
Aber auch, wenn ich endlich ein schwieriges Telefongespräch mit Erfolg hinter mich gebracht habe, eines, das ich so ewig vor mir hergeschoben habe, dann geht’s mir richtig gut, und ich freu mich über mich selbst. Sehr überschwänglich.

Kennt ihr Tiere mit Humor?

Anton: Nö, also ich amüsier mich manchmal über Tiere, aber ich hab eh nicht so den Bezug zu Tieren.
Carlos: Nein. Also ich lach auch über Tiere, aber selbst haben die doch keinen Humor. Wenn, dann wäre der aber bestimmt ein sehr schwarzer...
Anton: Schwarzer Humor ist ja eh der beste...
Carlos: Ach so, wenn dann Katzen, die haben bestimmt Humor, die grinsen immer so komisch.

Gesetzt den Fall, ihr glaubt an einen Gott: Kennt ihr Anzeichen dafür, dass er Humor hat?

Anton: Wieso denn gesetzt den Fall? Natürlich glaube ich an Gott. Und natürlich hat er auch Humor. Gott ist doch in uns allen. Dann hat er auch Humor. Er hat ihn ja schließlich auch erfunden.
Carlos: Also ich weiß nicht. Bei all den absurden Dingen auf der Welt. Da kann ja nur Gott drauf kommen. Ich glaub aber irgendwie nicht, dass das was mit Humor zu tun hat, ich glaub eher, dass Gott sadistisch veranlagt ist.
Hat Dante nicht was über Humor geschrieben? Moment, ich schau mal. (Er schaut, findet aber nichts.)

Haltet ihr die Dauer einer Freundschaft für einen Wertmaßstab dieser?

Carlos: Eigentlich schon. Es kommt aber nicht wirklich auf die Dauer an, sondern auf die Intensität.
Anton: Bei einer Freundschaft ist Zeit kein Faktor. Ich glaube auch, dass es wirklich auf die Intensität ankommt.
Freundschaften können sich aber auch abflachen weil man sich einfach auch verändert. Jeder verändert sich ja, das ist doch normal.
Carlos: Ich hab 'nen Kumpel, den kenn ich schon 15 Jahre. Wir sehen uns vielleicht zweimal im Jahr, aber wenn, dann ist das nicht nur Small Talk. Das ist immer wieder spannend, find ich. Dass wir uns nach so langer Zeit immer noch so viel zu sagen haben, obwohl wir uns so wenig sehen.
Anton: Ich kenn das auch mit Freundschaften, die man selten sieht, aber das Level verändert sich nicht. Und wenn man dann immer über das Gleiche spricht, suche ich mir dann lieber neue Freunde.
Carlos: Also muss sich für dich eine Freundschaft weiterentwickeln?
Anton: Nun ja, wie gesagt, man ändert sich ja auch.
Carlos: Ist aber auch 'ne schwierige Frage.
Ich hab da auch so Leute an der Uni, da will ich gar nicht, dass sich das entwickelt...

Was fürchtet ihr mehr: das Urteil eines Freundes oder eines Feindes?

Beide: Das eines Freundes.
Anton: Bei 'nem Feind ist mir das egal. Da kann ich den Modus einschalten; hey den kenn ich nicht, ist mir doch egal, was der sagt.
Von einem Freund trifft mich das mehr. Freundschaft kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Carlos: Also bei mir hört die Freundschaft bei Ungerechtigkeit auf oder wenn der andere sehr beleidigend wird.

Wie viel Aufrichtigkeit ertragt ihr von einem Freund?

Carlos: 90% lacht...
Na ja, kommt halt auch wieder auf die Intensität an.
Anton: Ich finde, das kommt auf den Kontext an.

Wie steht ihr zu Säuglingen?

Anton: Ach herrje.
Carlos: Es gibt ja Mütter, die bis drei säugen. Das sind ja dann immer noch Säuglinge. Lacht. Ansonsten eher neutral.

Aber du hast ja ein eigenes Kind? Wie war das da bei dir?

Carlos: Du kannst als Mann ja nicht viel machen am Anfang. Die Mutter säugt halt...
Und es gibt ja am Anfang kaum richtiges Feedback. Aber trotzdem hast du ja diese Hormone (ausgeschüttet), die dich dieses Kind lieben lassen.
Anton: Ich glaube, ich könnte da erst was dazu sagen, wenn ich selbst Vater wäre. Sonst hatte ich da bisher nicht so den Bezug dazu.

Möchtet ihr mit vollem Bewusstsein sterben oder lieber plötzlich, z.B. durch einen herabfallenden Ziegel?

Carlos: Also dann schon lieber Ziegel.
Anton: Das ist keine Frage von wollen, sondern das entscheidet der liebe Gott...
Carlos:... mit Humor.

 

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Dieses Interview führte ich mit zwei Freunden im Auftrag von www.misstilly.de Auf Wunsch habe ich die Namen geändert.

Das Fraueninterview findet man hier

 

 

 

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