Am Montag habe ich Washington DC in Richtung Baltimore verlassen. Mit Metro, Bus und Light Rail bin ich um die Mittagszeit in Baltimore eingetrudelt. Von weitem konnte man schon das Zuhause der Ravens (Football) und der Orioles (Baseball) sehen - und die vielen Schornsteine und Industrieanlagen. Dementsprechend kann man Baltimore auch nicht mit Washington vergleichen. Es war eine ganz andere Atmosphäre in Baltimore, man kann es nicht beschreiben. Habe an dem einen Tag dann die meiste Zeit am Hafen verbracht. Außerdem war ich mittags im Lexington Market, einem der ältesten Markthallen im Land. Das wäre was für die meisten von euch Fleischfressern gewesen, Stand an Stand reihte sich da auf und an jedem gabs was mit toten Tieren. Ich hab dann aber auch was für Veggies gefunden und hab mich unter die Einheimischen gemischt. Obwohl, aufgefallen bin ich wie ein bunter Hund, da die einheimische Bevölkerung zum größten Teil schwarz ist (politsch korrekt: afro-american). Ein bisschen Shopping war dann auch noch drin, aber dann bin ich ins Hostel. Die Nacht war dann leider nicht so doll, da zwei Mädels so laut geschnarcht haben, wie es so mancher Kerl noch nicht mal tut. Und eine Asiatin fing an im Schlaf zu reden - natürlich in ihrer Landessprache! Ich war dann froh, endlich aufstehen zu können und mich nach Phillie aufzumachen!

Mit dem Greyhound gings dann zwei Stunden weiter in den Norden. Die Skyline von Philadelphia war wirklich beeindruckend! Von der Station aus bin ich dann zum Hostel gelaufen. War direkt auf der Haupteinkaufsstraße, so dass man sich schon mal alles angucken konnte. Das Hostel selbst liegt in einer kleinen Seitenstraße, aber sehr zentral. Ich habe mir dann wieder mal nen Stadtplan geschnappt und bin los. Und was macht man als guter Geograph? Man sucht sich einen hohen Punkt von dem aus man sich orientieren kann. Ich bin dann zur City Hall und mit dem Aufzug nach oben gefahren. Der Ausblick war einfach klasse! Orientierung war ganz gut, wobei es hier wesentlich einfacher ist sich zurecht zu finden als in Baltimore, da war es irgendwie verwirrend. Neben einem kleinen Abstecher nach Chinatown, habe ich mir die älteste bewohnte Straße der Stadt angeschaut, dann das Haus, wo die Frau gewohnt hat, die angeblich die erste US-Flagge hergestellt hat, den Hafen usw. Die Nacht mit rund 30 Mädels im Zimmer war wesentlich ruhiger als die davor!!! Kann aber auch an dem Wein gelegen haben, denn am Abend gab´s hier ne Wine & Cheese-Party mit Film-gucken. Heute dann habe ich mich auf die historischen Spuren Phillies begeben. Ich war in der Independence Hall, wo man auch (allerdings nur in Kopie) die Unabhängigkeitserklärung sehen konnte. Dann hab ich mir die Liberty Bell angeschaut und das Kulturprogramm auch schon wieder beendet! ;-) So langsam machen sich die Füße bemerkbar und eigentlich will ich ja noch was Power für NY haben. Bin dann noch durch ein paar Geschäfte gebummelt. Habe eben meinen Bus für morgen gebucht, um nach NY zu kommen. Es gab ein paar Komplikationen (wie könnte es anders sein), doch hier war Gott sei Dank eine Deutsche an der Rezeption, die mir geholfen hat. Somit ist der Transport gesichert. Jetzt gehe ich noch ne Kleinigkeit essen mit Harald, einem Norweger.

Bis dann, macht´s gut!