So, auch wenn ich nicht mehr in der Hauptstadt der U.S. weile, will ich nur kurz sagen, was ich erlebt habe. Evtl. versteht man dann auch die Fotos besser! ;-)

Nachdem ich am Donnerstag gut am Dulles Airport angekommen bin und auch mein Gepäck vollständig war (!), konnte es Richtung Hostel gehen. Dort angekommen gings zunächst aufs Zimmer. War ganz gut, allerdings super warm. Wie ich zum Schluss herausfinden sollte, war in dem Zimmer ne Klimaanlage, nur irgendjemanden war das zu kalt, so dass wir nachts mit 10 Mädels bei gefühlten 30 Grad schlafen durften!

Naja... Am ersten Abend lief dann nicht viel, war ziemlich groggy von dem Flug und dem Weg zum Hostel. Mehr als ne Unterhaltung mit ein paar Leuten war nicht mehr drin!

Am Freitag bin ich dann ziemlich früh los Richtung Georgetown. Zunächst am berühmt berüchtigten Watergate-Hotel vorbei, gings dann entlang des Hafens in das schmucke Viertel, das auch von sehr vielen Studente bewohnt wird (Georgetown-University). Nach dem Spaziergang war wieder Metro-Fahren angesagt (wirklich super Verkehrsnetz!) zum wohl bekanntesten Friedhof Amerikas - dem Arlington Cemetery. Sehr beeindruckend die vielen Grabsteine. Auch von John F. Kennedy, seiner Frau und seinem Bruder. Dann gab´s noch das typische Touriprogramm - die Wachablösung am Tomb of the unknown soldier. Von da aus gings dann wieder mit der Metro weiter zum Pentagon. Leider konnte ich keine Tour mitmachen, da hätte man sich schn ein paar Wochen oder Monate früher anmelden müssen. So führte mich mein Weg wieder Richtung Innenstadt nach Chinatown. Sehr quirliges Viertel, bei dem jeder Ladenname sowohl in Englisch als auch in Chinesisch angeschlagen ist - irgendwie süß! ;-) Dann hab ich mir noch den grandiosen Bahnhof von Washington angeschaut - die Union Station. Wirklich ein Wahnsinnsteil! Weiter gings zum Old Post Office. Das hat einen Turm, den man im Aufzug hochfahren kann. von da oben aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt! Auf meinem Weg nach Hause bin ich dann noch "mal eben" ins Naturkundemuseum geschlüpft. Total super: in der Stadt gibt es so viele Museen, die alle kostenlos sind, so dass man ruhig mal für eine oder zwei Stunden da reingehen kann - auch um sich abzukühlen! Ja, draussen war es schwül-heiß und in jedes Gebäude, in das man gekommen ist, wurde man zunächst schockgefroren wie ein paar TK-Erbsen! Egal, die Ausstellung war echt gut, obwohl ich ja auch nicht sooo der Museenfan bin. Damit war der Tag fast vorbei. War kurz im Hostel, um dann abends nochmal zur Mall zu gehen (keine Shopping-Mall, sondern die Mall ist ein ca. 1 Meile großer Platz, an dem man die ganzen Museen findet, aber auch das Capitol, White House, Washington monument usw.). Wenn´s dunkel ist, werden die Gebäude alle wunderbar angestrahlt! Sah klasse aus.

Am Samstag habe ich mich dann einer Tour angeschlossen. Das Hostel veranstaltet eigene Touren durch die Stadt, dieses Mal war die Monument-Tour dran. Unter der Leitung von Jeff ging es dann dann auf eine fast 5-stündige Tour durch die Innenstadt. Auch wir besuchten das White House, Washington Monument, Jefferson Memorial, Franklin Delano Roosevelt Memorial, Lincoln Memorial, Korean War Veteran´s Memorial, Vietnam Veteran´s memorial und Second World War Memorial. Da war dann die Tour zu Ende - wir auch! ;-) Nee, war ne richtig gute Tour, Jeff hat ne Menge erzählt (und dabei seine politische Meinung auch nie unterdrückt) und ich hab ein paar sehr nette Leute kennengelernt. Wird sind dann zu viert zur Union Station zum food court - so was wie die Coca-Cola-Oase im CentrO! Nach der kleinen Stärkung haben wir uns noch das Capitol und die Library of Congress (über 26 Millionen Bücher gibt´s hier) angesehen. Abends bin dann mit Melanie, Arnold und Francesco noch ins Hard Rock Cafe ein Bierchen trinken (KEIN wässriges Budweiser! ;-) ), bevor wir dann alle totmüde ins Bett gefallen sind.

Aber Morgenstund hat Gold im Mund! ;-) Um 9 waren wir schon wieder startklar. Durch Chinatown Richtung Museumsmeile. Wir wollten uns auf keinen Fall das Air and Space Museum entgehen lassen. Zu sehen gibt´s diverse Fluggeräte, die Geschichte der Luft- und Raumfahrt, sowie diverse Dinge rund ums Fliegen (auf der Erde und im Universum). Haben uns dann im IMAX noch nen 3D-Film angeschaut. Danach trennten sich unsere Wege. Ich hab mir noch ne Ausstellung über Jim Henson (ja, der von der Muppet Show und der Sesame Street) angeschaut. Ernie und Bert, Beaker, Rolfe und sonstige Puppen, aber auch Storyboards, Skribbles und Bilder waren auf jeden Fall ein besuch wert! Weitter gings in den Süden Washingtons zur Waterfront. Auch dort gibt es nen kleinen Jachthafen, aber das Beste ist der Fischmarkt! Frischer Fisch, Krebse (sehr lecker!), Shrimps, Austern und anderes Meeresgetier gibt´s eisgekühlt zum mitnehmen oder aber direkt gekocht, gebraten, frittiert zum dort essen. Da ich dann eigentlich alles gesehen habe, was ich mir anschauen wollte, bin ich trotzdem noch in ein Museum rein - in die National Gallery of Art. Ein paar Bilder und Skulturen habe sogar ich wieder erkannt! ;-) Danach war aber auch Schluss, meine Füße haben doch ziemlich gelitten...

In der letzten Nacht war dann auch endlich die Klimaanlage an und man konnte nun sogar mit Decke schlafen!