Der Pic du Canigou ist ein Symbol, auf jeden Fall in Katalonien. Lange Zeit hielt man ihn für den höchsten Gipfel der Pyrenäen, doch dann hat man festgestellt, dass der Pic du Canigou trotz seiner majestätischen Silhouette mit einer Höhe von 2 784 m nur der dritthöchste Berg der Pyrernäen ist. Nichtsdestotrotz genießt er den "heiligen Staus eines katalonischen Fujiyamas", jeder muss den Gipfel einmal im Leben erkommen haben.
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| Pic du Canigou |
Patrick Süskind lässt eine Episode seines Bestsellers "Das Parfüm" auf den Pic du Canigou spielen. Der an der Schwelle des Greisenalters stehende Marquis de la Taillade-Epinasse steigt im Dezember auf den Gipfel des Berges, um "sich dort drei Wochen lang der schiersten. frischesten Vitalluft auszusetzen" und dann "pünktlich am Heiligen Abend als kregler Jüngling von zwanzig Jahren wieder herabzusteigen." Doch das Selbstexperiment von Taillades Fluidaltheorie scheiterte "und das letzte, was von ihm gesehen wurde, war seine Silhouette, die mit ekstatisch zum Himmel erhobenen Händen und singend im Schneesturm verschwand".
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| the other side of the Pic du C… |
Auch Kurt Tucholsky hat diesen Berg bezwungen. Auf seiner berühmten Pyrenäenreise wanderte er von Vernet-les-Bains aus auf den Gipfel des Canigou: „Das war ein Gebirgsmarsch wie aus dem Bilderbuch. Der Nachtportier schließt frühmorgens das Hotel auf, im Rucksack ist das Frühstückspaket, weil ich nicht weiß, wann ich wieder herunterkommen werde, und kaum sind acht Stunden vergangen, bin ich oben. Mir war das Meer versprochen worden, doch dick verhängt lag das Land. Aber darauf kam es ja gar nicht an. Unterwegs war es viel schöner als oben.
Unterwegs gab es lange Grashalme, die absonderlich schmeckten, aber ohne Grasstängel im Mund kann man nicht marschieren. Unterwegs war eine Rinderherde mit Kühen, Ochsen und Ochsen mit Gebommel. ... Unterwegs waren drei Quellen, eine immer frischer als die andre. Ich füllte die Thermosflasche in der obersten und trank noch unten im Tal das eisige Quellwasser. Unterwegs war ich allein, und daher sang ich schöne Lieder. ... Und alle Sträucher riefen: „Nochmal!“ wenn ich vorbeikam, und dann sang ich es nochmal und nochmal, unten lagen die kleinen Städte im Tal, Prades und die Eisenbahn. Und weil ich wusste, dass dies der letzte Marsch in den Pyrenäen sein würde, deshalb presste ich das letzte Glückströpfchen aus allen Wangen und trank mein Eiswasser und zerbrach beinah meinen Stock und war sehr glücklich."
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| Le Canigou in the evening ligh… |
Nur ich war nicht oben, zum einen bin ich kein Katalane und mit meinem Alter ganz zufrieden und außerdem kann ich nicht singen und drittens bevölkern im Hochsommer die Massen - die im Jeep den Gipfel "erklimmen" - den gesamten Berg und von unten sieht er doch auch ganz schön aus!
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Evelyne Colepro says: