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Gänseblümchen ❀

Sunday May 3rd, 2009 at 09:06PM

Die germanischen Stämme im nebligen Norden bekamen das klare Blau des Himmels nur selten zu Gesicht. Ihnen verkündete das Gänseblümchen mit dem Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Sie gaben ihm den Namen "Baldurs Auge" oder "Baldurs Braue", auch die Volksnamen Augenblümchen oder Sonnenblümchen geben einen Hinweis auf diese Assoziation.
Die Blume aus dem Zaubergarten Freyas blüht unverzagt fast das ganze Jahr hindurch. Nur bei Nacht und schlechtem Wetter hält sie ihre Blüten fest verschlossen.

Das kleine anrührende Pflänzchen, das unseren Ahnen heilig war, wird von den Kindern sehr geliebt. Mit wahrer Begeisterung flechten sie daraus Zöpfe oder winden kleine Kränze.

In der Blumensprache des Mittelalters konnte jeder der Götter und übersinnlichen Mächte von einer Pflanze repräsentiert werden. So war das bescheidene Pflänzchen bei den Kelten der heiligen Margarete geweiht und gehörte als "Blume der Bauernpatronin" zum einfachen Volk.
Erst später kam es zu ungeahntem Ruhm, als es vom französischen König Ludwig IX. (1214-1270) zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufgenommen wurde. Dazu ließ er sich einen Ring mit einem geflochtenen Blütenkranz anfertigen.

Die Volksmedizin kennt das Gänseblümchen zur Blutreinigung, zur Stoffwechsel- und Appetitanregung, als Magen-, Galle- und Lebermittel. Mit seinen Saponinen, Gerbstoffen, Bitterstoffen, Flavonoiden und organischen Säuren wirkt es bei Leberbeschwerden und Hauterkrankungen.
Das Gänseblümchen hat eine enge Beziehung zur Haut. Mit seinem wundheilenden und hautreinigenden Saft wird es in der Volksheilkunde gerne bei Wunden mit stärkerem Hautdeffekt, bei Quetschungen, Verstauchungen und Verrenkungen gegeben.
Bellis intensiviert die Stoffwechseltätigkeit der Haut und ist in Teeform als "Blutreinigungsmittel" bei Hautunreinheiten bekannt. Vermutlich macht der hohe Gehalt an Saponinen die Haut für andere heilende Substanzen durchlässiger.

Bei Kindern stoppt es als Wiesenpflaster alle Tränen. Dazu wird ein frisch zerriebenes Blättchen bei kleineren Verletzungen auf die Wunde gelegt. Auch der Kräuterpfarrer Künzle wußte um die besondere Wirkung dieser Kinderpflanze. Er empfahl das Gänseblümchen jeder Kinderteemischung beizufügen.
Auf keinen Fall darf das Gänseblümchen, genauso wie die Brennessel in der "Neunkräutersuppe" bzw. der Gründonnerstagssuppe fehlen. Mit dieser traditionellen Frühjahrsspeise können wir unseren Körper von den angesammelten Schlacken des Winters befreien. [...]

(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)

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Pandarinepro says:
Wer haette das gedacht ...
;-)
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
A.Meise says:
Auch "Frauenleiden", Warzen, Bronchitis, Krampfadern oder Zahnschmerzen kann man mit dem Gänseblümchen prima behandeln.
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
Ja? Ist mir nun wirklich neu, aber wirklich befasst hab ich mich damit auch nie, obwohl meine Eltern früher eine extreme Gänseblümchenwiese ums Haus hatten...
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro replies:
Mein Vater hat die schoenen Gaensebluemchen immer ausgestochen, damit nur der Rasen "ordentlich" aussieht. Schade, denn die sahen wirklich sehr huebsch aus, aber sein geschultes Gaertnerauge hat das wahrscheinlich gestoert. Schliesslich hat man ihm in seiner Lehre ja eingetrichtert, dass Gaensebluemchen "Unkraut" sind ...
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
als ich klein war, bestand das grundstück fast nur aus wiese mit obstbäumen. mit vielen obstbäumen... und mit extrem vielen gänseblümchen. jetzt sind noch gänseblümchen da, aber deutlich weniger als damals. die obstbäume sind inzwischen auch fast alle weg, meine mutter sagte schon 'der hackt gerne bäume um', aber deutlicher beschreibt es das (auch von meiner mutter) *gg* 'irgendwann mal weht hier ein heisser wind trockene strohbüschel vor sich her wie in verlassenen städten in ollen westernfilmen'.
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kind edited this comment 6 months ago.
Pandarinepro replies:
Gut beschrieben, aber eine schreckliche Vorstelleung ;-)
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
pehei says:
Schlauer werden mit Sue ;o)
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
Sowas kommt davon, wenn man für woanders irgendwas über Gänseblümchen sucht... mir hätte ja ein kurzes Zitat gereicht. Gefunden habe ich letztlich zu viel bis hin zu einem langen Andersen-Märchen :)
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
wie war das dann mit den ersten dreien, die man essen sollte oder je nach standort vielleicht doch besser nicht? welche sind die ersten, welche die letzten? *verwirrtguck*
This is a reply to DerBaum's comment.
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
Olherpro says:
Was doch alles in diesem kleinen Plümchen drinsteckt!
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
gans viel scheinbar ;)
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
naaaaa.... steht auch so in der wikipedia
This is a reply to DerBaum's comment.
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
Elbertinumpro says:
Danke für die Information -
Posted 6 months ago. ( permalink / translate )
winter*kindpro replies:
bitte :)
Posted 6 months ago. ( permalink )

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