Die germanischen Stämme im nebligen Norden bekamen das klare Blau des Himmels nur selten zu Gesicht. Ihnen verkündete das Gänseblümchen mit dem Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Sie gaben ihm den Namen "Baldurs Auge" oder "Baldurs Braue", auch die Volksnamen Augenblümchen oder Sonnenblümchen geben einen Hinweis auf diese Assoziation.
Die Blume aus dem Zaubergarten Freyas blüht unverzagt fast das ganze Jahr hindurch. Nur bei Nacht und schlechtem Wetter hält sie ihre Blüten fest verschlossen.
Das kleine anrührende Pflänzchen, das unseren Ahnen heilig war, wird von den Kindern sehr geliebt. Mit wahrer Begeisterung flechten sie daraus Zöpfe oder winden kleine Kränze.
In der Blumensprache des Mittelalters konnte jeder der Götter und übersinnlichen Mächte von einer Pflanze repräsentiert werden. So war das bescheidene Pflänzchen bei den Kelten der heiligen Margarete geweiht und gehörte als "Blume der Bauernpatronin" zum einfachen Volk.
Erst später kam es zu ungeahntem Ruhm, als es vom französischen König Ludwig IX. (1214-1270) zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufgenommen wurde. Dazu ließ er sich einen Ring mit einem geflochtenen Blütenkranz anfertigen.
Die Volksmedizin kennt das Gänseblümchen zur Blutreinigung, zur Stoffwechsel- und Appetitanregung, als Magen-, Galle- und Lebermittel. Mit seinen Saponinen, Gerbstoffen, Bitterstoffen, Flavonoiden und organischen Säuren wirkt es bei Leberbeschwerden und Hauterkrankungen.
Das Gänseblümchen hat eine enge Beziehung zur Haut. Mit seinem wundheilenden und hautreinigenden Saft wird es in der Volksheilkunde gerne bei Wunden mit stärkerem Hautdeffekt, bei Quetschungen, Verstauchungen und Verrenkungen gegeben.
Bellis intensiviert die Stoffwechseltätigkeit der Haut und ist in Teeform als "Blutreinigungsmittel" bei Hautunreinheiten bekannt. Vermutlich macht der hohe Gehalt an Saponinen die Haut für andere heilende Substanzen durchlässiger.
Bei Kindern stoppt es als Wiesenpflaster alle Tränen. Dazu wird ein frisch zerriebenes Blättchen bei kleineren Verletzungen auf die Wunde gelegt. Auch der Kräuterpfarrer Künzle wußte um die besondere Wirkung dieser Kinderpflanze. Er empfahl das Gänseblümchen jeder Kinderteemischung beizufügen.
Auf keinen Fall darf das Gänseblümchen, genauso wie die Brennessel in der "Neunkräutersuppe" bzw. der Gründonnerstagssuppe fehlen. Mit dieser traditionellen Frühjahrsspeise können wir unseren Körper von den angesammelten Schlacken des Winters befreien. [...]
(Quelle: http://www.dr.hauschka.de)
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Pandarinepro says:
;-)
A.Meise says:
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winter*kind edited this comment 6 months ago.
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pehei says:
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Olherpro says:
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Elbertinumpro says:
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