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September 13, 2009

Tod eines Stilllebens

Immer mal gut, über sich selbst lachen zu dürfen/können/müssen...

Anne Seltmann brachte mich durch ein Foto drauf: ein Schachbrett samt Figuren ins Bild zu setzen. Natürlich eine Konstellation, die's in sich hat - etwa eine entscheidende Stellung einer "Jahrhundertpartie" (eine solche habe ich persönlich natürlich nicht vorzuweisen..). Ich hatte diese Absicht halb vergessen - bis ich, eine WM-Partie (Kasparov-Karpov) nachspielend, auf diesen Kommentar stieß: "Plötzlich steht das Brett in Flammen:" - nach einem völlig überraschenden, alles grundsätzlich neu bestimmenden Zug Kasparovs.

Meine Idee: eben diese Stellung aufbauen, fotografieren - aber "in Flammen". Gewissermaßen flambiert. Also, ich baue auf meinem schönen Schachbrett die Stellung auf, gieße dann reichlich Hochprozentiges (40% plus) aufs Holzbrett und zücke das Feuerzeug. Das sah denn auch schön, allzu schön aus. Das erste Foto ging daneben, der zweite Versuch desgleichen. Ich dachte, wenn man gar Eiscreme flambieren kann, dann auch ohne Schaden ein stabiles Schachbrett. Erneut flambiert, noch mehr Saft aufs Brett - schöner Anblick - Klick! - und dann das Malheur: zuviel des Feuerwerks, Brett und Figuren (allesamt aus Holz) hatten irreversiblen Schaden genommen - angekokelt, verunstaltet.

(nun, ich wollte eh ein neues Brett haben, auch neue Figuren - der weiße König lief seit ein paar Jahren ohne Kreuz, d.h. ohne Krone auf dem Kopf herum).

Ob denn meine Neigung zur Fotografie nun zwingend die Devastierung der eigenen Wohnverhältnisse nach sich ziehen müsse? - so meine Frau angesichts des entstandenen Malheurs.

(Stillleben (drei L) - früher Stilleben (zwei L) - die neue Rechtschreibung! Französisch "nature morte". )

Ach ja, das Foto war nicht so toll...

Published at 21:31 ( 12 comments / 266 visits )
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August 4, 2009

Ein paar Worte zu Esperanto...

Mitunter notiere ich Titel/Untertitel/Kommentare in Esperanto. Das machen hier nicht ganz wenige, und dies liegt (auch) daran, dass Ipernity lobenswerterweise Esperanto als Sprache mitaufgenommen hat (was auch Wikipedia getan hat!) .

Was Esperanto ist (oder auch nicht ist oder sein will) lässt sich andernorts ausführlich lesen. Hier nur das für mich Wichtigste.

Ich schätze Espeanto, weil....

- es eine bewundernswert intelligente, bei aller Einfachheit mitunter gar raffinierte Sprache ist,

- es das Bewusstsein für linguistische Denkstrukturen schult,

- es weltweite Kontakte (auch im Netz) erlaubt,

- diese Sprache nicht "Weltsprache" sein will, sondern "Welthilfssprache", damit ein neutrales Medium,

- es folglich dazu beitragen kann, dem um sich greifenden Sprachimperialismus Einhalt zu gebieten (globale Dominanz von ein, zwei Sprachen),

...

"Esperantist" bin ich im engeren Sinne nicht - wenn man darunter jemanden versteht, der eine Ideologie propagieren will. Ich sehe Esperanto aus einem sehr pragmatischen Blickwinkel - aber auch bei dieser Selbstbeschränkung ergibt sich manches gute Argument für diese Sprache.



Published at 07:16 ( 11 comments / 217 visits )
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July 9, 2009

Ein bisschen Urlaub ...

.. ist schon lange fällig, wird aber wohl nur eine runde Woche dauern. Immerhin, mal sehen was die Insel Rügen zu bieten hat, hoffentlich nicht nur Regen. Bis auf bald.... und einen lieben Gruß an meine Besucher!

Klaus

Published at 12:47 ( 7 comments / 154 visits )
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July 6, 2009

Was einem so passiert...

Ich bin mit der Kamera unterwegs, schlendere durch die Straßen der Stadt, finde mal hier, mal da ein lohnenswertes Objekt. Irgendwann bin ich in einer Gasse, dort stelle ich mich, den Rücken zur Gasse, in eine schattige Nische, um in Ruhe ins Display schauen zu können. Plötzlich brüllt hinter mir eine Männerstimme: "Hey du A....h, hier wird nicht in die Ecke gep.....st ! Ich lass gleich den Hund los!" Ich bin für einen Moment völlig verwirrt, dann begreife ich, was da abläuft. Mit einem Ruck drehe ich mich um, reiße die Kamera hoch, sehe den Brüllhals in einem Fenster des gegenüberliegenden Hauses - und "Klick!" habe ich ihn. Das war ein Gesicht - erst die Wut im Gesicht, dann die völlige Verdatterung und Sprachlosigkeit. - Nun, es folgten dann ein paar klärende Worte - aber auch die Bitte, das Bild für mich zu behalten. War ihm doch irgendwie unangenehm. Nun, ich hab's ihm zugesagt. :-)

Published at 07:53 ( 7 comments / 130 visits )
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June 23, 2009

Meine Sicht - Deine Sicht

Was mich wiederholt beschäftigt, mal interessiert, mal auch irritiert: es gibt Fotos, von denen ich glaube "naja, setz sie mal rein, wer weiß wozu..." - und die finden dann unverhofft regen Zuspruch. Dann das Gegenteil - ein Bild, von dem ich denke, es sei ein "winner" geht eher unbemerkt unter. Das macht mir keinen Kummer - etliches hat hier ja eh ein eher flüchtiges Dasein - aber mich beschäftigt diese Diskrepanz von subjektiver Erwartungshaltung und Selbsteinschätzung einerseits und dem mitunter gegenläufigen "response" andererseits doch ein wenig. Geht's anderen auch so?

Published at 21:26 ( 9 comments / 187 visits )
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June 14, 2009

Gruppenproblem:

Ich komme nicht mehr in neue Gruppen rein. D.h. ich schaff es nicht mehr Mitglied zu werden. Ich klicke an "Dieser Gruppe beitreten" - und bin trotzdem nicht drin. Stattdessen habe ich dann eine Einladung stehen - gehe ich aber darauf ein, d.h. klicke ich auch da, dann geschieht dasselbe noch mal.

Ich habe auch mal via "Hilfe" mich an die Administration gewandt - da kam nichts. ......???

Published at 07:26 ( 11 comments / 155 visits )
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June 5, 2009

Einmal Luft holen..

... und den Bestand ordnen, immerhin hat sich in den paar Monaten, die ich hier präsent bin, eine beachtliche Zahl von Fotos eingefunden. Da kommt der Tipp, mir ein paar Alben anzulegen, gerade rechtzeitig (Danke für den Tipp!). Das braucht wohl ein wenig Zeit, so dass ich dann vorübergehend - eine Woche kann's wohl sein - nicht allzuviel vor die Linse bekommen werde.



Published at 18:01 ( 7 comments / 137 visits )
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June 4, 2009

Die Bilder und das Unbewusste

Es gibt keinen Zufall - und wer da nein sagt, der kommt am Ende nicht umhin einzugestehen, dass es doch einen Zufall gibt - in dem Sinne, dass einem etwas zu-fällt.

Ich habe von Anfang an meine Bilder - auch - als eine Art Tagebuch begriffen - daher bin ich auch recht unbekümmert, was die Schwankungen in qualitativer Hinsicht angehen mag. D.h. sie, die Fotos bilden eine Sequenz, die wahlweise, je nach persönlicher Einstellung, als eine zufällige oder als eine unterbewusst-unbewusst gesteuerte begriffen werden kann. Wer sich meine Bilder anschaut, der wird in motivischer wie in stilistischer Hinsicht schwerlich einen roten Faden finden können - hier scheint ein "anything goes" zu gelten. Blicke ich aber zurück auf die privaten Geschehnisse der letzten Monate, so sehe ich durchaus eine unterbewusste Regie am Werke - der Zusammenhang der Fotos mit meinem Erleben, auch mit meinem Traumerleben ist enger als der Außenstehende glauben mag. Da bin ich gewiss eher die Regel als die Ausnahme (?)



Published at 21:04 ( 3 comments / 119 visits )
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April 7, 2009

Zu den Quellen

Worauf mich Emmy mit gutem Recht hinwies: darauf, dass wir es tunlichst nicht versäumten sollten, bei den einzelnen Teilnehmern zu den Ursprüngen, gewissermaßen zu den Quellen zu gehen, also nicht nur deren letzte Produkte in Augenschein zu nahmen, sondern auch Früheres, oder gar Anfängliches. Zu vieles droht da dauerhaft zu versacken. Dabei ist es doch mitunter recht interessant, die Entwicklungen der Einzelnen zu verfolgen - gibt es einen durchgehenden Stil (bei mir mit Sicherheit -leider?- nicht, wie treu bleibt er/sie seiner Motivwahl etc. Ich habe mir vorgenommen, zukünftig verstärkt so zu verfahren - auch wenn ich dabei am Ende ein paar Adressen weniger aufgesucht haben werde.

Published at 06:41 ( 7 comments / 203 visits )
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April 6, 2009

Rückholaktion

Weiß eigentlich jemand, ob und wenn ja: wie ich gegebenenfalls hier abgespeicherte Bilder wieder rückspeichern kann?

Published at 17:37 ( 2 comments / 114 visits )
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March 28, 2009

Fotos und Paragraphen

Verletzt jemand das Copyright, dann kann man ihn - mit Recht - belangen. Aber da gibt es offenbar im Bereich der Fotographie diverse Grauzonen.Z.B.: Kunstausstellung im öffentlichen Raum - etwa eine Skulpturenausstellung. Da habe ich letztlich ein Foto dieser Ausstellung entfernt, nachdem mich jemand darauf hinwies, dass die Künstlerin sich auch für öffentlich ausgestellte Objekte ihr volles Verfügungsrecht ausbedingt - und per Rechtsanwalt gegen von ihr nicht eigens genehmigte Fotos angeht. Weiß da jemand Genaueres?

Published at 17:45 ( 2 comments / 142 visits )
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March 9, 2009

"Die Zweite Heimat"

Ich sah jetzt nach 16 Jahren ein zweites Mal Edgar Reitz' Riesen-Epos "Heimat" - bestehend aus drei Teilen - insgesamt über 40 Stunden - es wird nie langweilig.

Vor allem fesselte mich "Die Zweite Heimat" (der längste Teil, gut 25 Stunden) - ich war noch sehr viel stärker beeindruckt als beim ersten Mal (Erstausstrahlung der "Zweiten Heimat" Frühjahr 1993.)

Ein absolutes Meisterwerk!!

Warum ich das hier schreibe? Natürlich (hier) nicht wegen des Inhaltes - ein Porträt der 60er Jahre in Deutschland, sondern wegen der sagenhaften Kameraführung und Fotografie. Noch stärker als im ersten Teil des dreiteiligen Gesamtwerkes. Man schaue sich z.B. die zweite Hälfte des 10. Films der Zweiten Heimat an - " Das Ende der Zukunft" - ich kenne wenig Vergleichbares.

Glücklicherweise hatte unsere Stadtbücherei das gesamte Opus auf DVD. Als ich die gänzlich unvermutet entdeckte, habe ich erstmal dem Himmel gedankt (gibt's einen Schutzpatron der Fotografie? - Vielleicht der Lichtträger, Luzifer persönlich ? ;-) )

Published at 11:48 ( 7 comments / 180 visits )
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February 18, 2009

Alle mal herkukken!

Ein Zwang, dem die meisten hier wohl nicht entgehen können/wollen: Wie viele haben meine Bilder gesehen? Welches Ranking habe ich folglich? etc...

Gänzlich abwegig dabei: das Aufrufen der eigenen Adresse als Maßstab des Eigenwertes zu nehmen ! Wäre grundlegend falsch und wird in der Regel erhebliche Verunsicherungen nach sich ziehen. Eine gute Schulung folglich : die faktische oder nur vermeintliche Missachtung positiv als Akt nichterfolgter Vereinnahmung zu begreifen (ist natürlich ein fragwürdiger Seelentröster).

Klingt zugegeben nach Paranoia - ruft ergo nach sofortiger Löschung - aber hat wohl eher zu tun mit dem alten Thema der Magie des Bildes.

Published at 22:35 ( 0 comments / 123 visits )
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February 1st, 2009

"Unberührte Natur"

"Unberührte Natur" - das ist ein geläufiger Topos der deutschen Touristikbranche. Meist heißt es dann: "noch unberührt".

Mensch und Natur - das ist ja ein Thema der deutschen Romantik. Vereinfacht: Natur mit oder oder Mensch?

Z.B. in diesem Bild - wäre es besser ohne Personen? www.ipernity.com/doc/wesselklaus/4020788

Es spielt dabei keine Rolle, welchen Wert das Foto hat - es geht allein um die Frage, wieviel ein Foto gewinnt oder verliert durch Einbeziehung bzw. Weglassung des Menschen .Das ist natürlich eine Frage grundsätzlicher Art, sie ist in der Kunst schon vor langer Zeit diskutiert worden.

Freundliche Grüße,

K.W.

Published at 17:39 ( 2 comments / 156 visits )
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January 28, 2009

Kindlich - Childlike

It has repeatedly been stated (among others by Picasso himself) that with respect to principles of composition drawings of children actually are quite often perfect works of art - provided that these children are younger than, say, nine years of age. I am glad that I collected at least some of my children's drawings.

Then, growing older, children start having a critical eye on their drawings, wondering whether they are "correct", "real" or just"right". As a result the pictures usually become poor.

This certainly does not mean that children of that age, if given a camera, will produce good photos or even little works of art.

But this observation reminds me of Heinrich Kleist's famous text on the puppet theatre ("Über das Marionettentheater"). It deals essentially with the loss of one's "innocent" way of moving - the inevitable result of one's constant reflexion of one's own acting.

According to Kleist regaining that innocence of movement could be likened to one's re-entry into paradise. As he puts it this would mark "the last chapter in human history".

My photos are amateur photos. At times, with a bit of luck, some may be even better than the average. However, it may be interesting that these photos were taken when "the child within" had partly taken over.







Kinderzeichnungen, das hat schon ein Berufener wie Picasso festgestellt, sind in kompositorischer Hinsicht (oft oder gar meist) vollkommen. D.h.: bis zu einem Alter von maximal 8, allerhöchstens neun Jahren. Ich habe Zeichungen meiner Kinder aus diesem Alter, die ich für kleine Kunstwerke halte.

Dann ist die Unschuld dahin, dann wird das Bild kritisch daraufhin beäugt, ob es denn auch "richtig"ist, ob es denn auch "stimmt". Und dann werden die Bilder dürftig, oft gar schlecht.

Das soll nun nicht heißen, dass man Kindern unter 9 Jahren eine Kamera in die Hand geben soll, auf dass diese dann Meisterwerke fabrizieren. Werden sie, die Kinder, natürlich nicht tun.

Aber das Thema erinnert an Kleists Marionettentheater - der Verlust der Unschuld der Bewegung, die Folge der Reflexion des eignen Tuns.

Die Wiedergewinnung der Unbefangenheit kommt Kleist zufolge der Rückkehr ins Paradies gleich.

Meine Fotos sind Hobbyfotos, die meisten eher durchschnittlich, einige vielleicht etwas gelungener. Das aber sind seltsamerweise diejenigen, in denen "das Kind in mir" Regie führte.

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Published at 22:23 ( 3 comments / 117 visits )
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January 19, 2009

Fotographie unserer Ahnen

While studying books on the history of photography in our local library I was deeply impressed (among others) by the photos taken by August Sander in the 1920ies (his famous collection "Menschen des 20. Jahrhunderts" - "People of the 20th century"). He can't have anticipated what photography might be like dozens of years later. According to our standards his equipment was ridiculously primitive.

What makes his photos so valuable, at times so enigmatic - is it just the fact that the older a photo becomes the more aura it gains?

And if so: is this aura ("substantually") real, is it actually a part of the photo itself or do we just attribute it to the photo?

Published at 22:15 ( 0 comments / 98 visits )
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January 18, 2009

Keine Ahnung...

Ich hatte ja keine Ahnung, was das hier für ein komplexes Gebilde ist, dieses ipernity... ich bin da faktisch reingestolpert. Vermutlich zu früh - ich fotografiere völlig amateurhaft - und das eigentlich erst seit maximal zwei Jahren.

Dass man hier schreibt, nicht nur fotografiert... alle machen das - wieso unterliegt man diesem vermeintlichen Zwang? Seit Tagen grübele ich darüber wie das Netz unser aller Leben in den letzten Jahren tiefgreifend verändert hat...

Mehr fällt mir zum Auftakt nicht ein, sorry....

Published at 19:30 ( 8 comments / 155 visits )
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