Der Bär









Es sollte ein großer Tag werden und weil schon sehr oft darüber gesprochen wurde, war es an der Zeit, das Versprechen, wahr werden zu lassen.



Leon, so heißt einer von sechs meiner Enkelkinder. Leon ist schon sechs Jahre alt und er wollte schon immer mal einen richtigen Bären sehen.

Was ein Opa verspricht, muss er auch halten und so sollte es auf Safari gehen.



Oma hatte einige Überraschungen und Leckereien eingepackt und den Rucksack mit allem was man so für einen Tag Safari benötigt, gut und sicher verstaut.



Ich überprüfte den Fotoapparat und die Batterien, packte ihn in die Tasche und begab mich zum Auto, um noch nach Öl, Luft und den Kindersitzen zu schauen. Es war alles in Ordnung.



Schnell hatten wir die Strecke von 78 Kilometern hinter uns gebracht, denn Leon wartete schon sehr aufgeregt auf Opa und Oma.

Der Empfang war so stürmisch, wie wir ihn schon lange nicht mehr erlebten und Leon war kaum zu bremsen. „Fahren wir zu dem Bären? und ist der auch hinter Gittern? und kann der mich auch nicht beißen?“ und viele Fragen folgten und wollten kein Ende nehmen. „Darf meine Schwester Elvira auch mit kommen?“ fragte er noch ganz zum Schluss und wir sahen, dass er langsam an das Ende, all seiner Fragen kam. „Sicher nehmen wir Elvira mit“ antwortete Oma und ein strahlendes Lächeln umrahmte Leons Gesicht. Genau so aufgeregt wie Leon, sprudelten wild durcheinander gewürfelte Worte, aus Elviras Mund. Sie strahlte über ihr ganzes Gesicht und zeigte uns die Schuhe, die sie extra für die Safari ausgesucht hatte. „Ja“, sagte Oma und zog der Kleinen die Schuhe an, während Leon seine Tasche fest in den Händen hielt und zur Türe eilte. „Komm schon Opa, die beiden können ja nachkommen“, sprach er, riss die Türe auf und war im Hausflur verschwunden. „Ich gehe mit Leon schon einmal zum Auto“ sagte ich und ging Leon nach.

Er war so schnell die Treppen hinunter gelaufen, dass ich ihn kaum noch einholte. „Bitte setze dich nach hinten, hinter die Oma, damit ich dich im Rückspiegel sehen kann, ich helfe dir beim Anschnallen und bitte, bleibe auf der Fahrt still sitzen und zanke dich nicht mit deiner Schwester“ Dies musste man ihm sagen, denn er war außer Rand und Band und kaum zu bändigen, vor lauter Freude auf seinen Tag, bei den Bären.

Ich hatte ihn gerade angeschnallt und den Sitz zu Recht gerückt, da kamen auch schon die Mädels. - So nenne ich liebevoll meine Frau und die weiblichen Enkelkinder, wovon ich immerhin vier habe und zwei männliche Enkel.

Elvira wurde auch gesichert und platziert, Marion nahm ihren Platz ein und nach dem ich mich vergewissert hatte, dass alles seine Richtigkeit hat, fuhren wir los.

Leon hielt sich an sein Versprechen und nervte nicht, Elvira schlief schon kurz nach Fahrtantritt ein, so dass es eine ruhige Fahrt wurde. Nach einer halben Stunde, erreichten wir den Zoom Zoo, ohne nach dem Weg fragen zu müssen, da ich mir die Strecke vorher gut eingeprägt hatte. Ein Parkplatz war schnell gefunden, denn der Weg zum Zoom Zoo, ist gut beschildert und die Hinweise sehr früh zu erkennen.

Elvira wurde geweckt und mit schlaftrunkenen Augen schaute sie uns an. „Sind wir schon bei den Bären?“ fragte sie. „Bald“ war eine kurze und knappe Antwort von Marion.

Leon konnte es nicht abwarten und musste ein wenig gezügelt werden und so nahm ich Ihn an die Hand. Nach dem mir Marion den Rucksack auf den Rücken geschnallt hatte, ich das Auto verschlossen und Elvira an die linke Hand genommen, schritten wir dem Eingang des Zoom Zoo entgegen. Hier erwarteten uns drei Themen Parks, Afrika, Asien und Alaska.













Nach dem der Eintritt bezahlt, nahmen wir zunächst einmal Alaska in Angriff.

Am Eingang zum Alaska Park, wurden wir zunächst einmal fotografiert,

dann konnte es losgehen. Meinen Fotoapparat hatte ich ja gut eingepackt und eine kleine Digitale Kamera sollte nun Leon bekommen. Seine Freude und Begeisterung waren so etwas von groß und er fing auch sofort an zu knipsen. Jedes Bild musste nun von Oma bestaunt werden und ich kann nur schreiben, es waren sehr viele Bilder, die Leon an diesem Tage, noch machte.

An einer Renntierfarm, konnten wir das Ausmaß von Größe und Schönheit der Tiere bewundern und sie gaben uns ein schönes Schauspiel, in dem sie um den Platz liefen und sich anschließend zum Trinken ans Wasser gesellten. Dabei konnten ein paar schöne Bilder gemacht werden. Leon war eifrig bei der Sache und Elvira nervte, weil sie durst hatte. Dem konnte jedoch schnell Abhilfe geleistet werden und schon ging die Safari weiter.





Nach den Rentieren kam ein Gehege mit Wasser, in dem sich Seelöwen befanden, die jedoch Mittagsschlaf hielten, bis auf zwei, die sich ernsthaft zu streiten schienen.



Dies war ein Erlebnis, dass Leon und Elvira so schnell nicht vergessen werden.

Brüllend und Zähne fletschend gingen sich die beiden Seelöwen an und dies in einer Lautstärke, die auch mir ein wenig Respekt einflösste. „lasst uns weitergehen, es gibt noch viele andere Tiere zu sehen“ sagte ich und machte die ersten Schritte um zu gehen. Leon und Elvira folgten und Marion hielt schon einmal Ausschau nach einem kleinen Platz, denn es sollte nun etwas gegessen werden.

An einem Kinderspielplatz fanden wir eine Bank und so setzten wir uns nieder und wurden mit Getränken und Brötchen versorgt. Nahe dem Spielplatz befand sich ein kleiner See, in dem sich Enten und diverse andere Wasservögel, welche ich nicht kenne, tummelten.

Es war für mich mal wieder etwas zum fotografieren und auch Leon zeigte sein Talent und machte einige schöne Schnappschüsse. Die Brötchen waren vertilgt, getrunken hatten wir auch und in der Ferne hörte ich Geräusche, die wie Bärenlaute sich anhörten.

„Hast du das gehört Leon?“ fragte ich und Leon schaute mich mit großen Augen an. „Sind das die Bären?“ fragte er und ich nickte und sagte „komm lass uns dort hin gehen“. Dem Weg entlang gab es ein zwei Biegungen und dann konnte man ein Gehege erkennen, in dem eine Berglandschaft nachempfunden war. Über eine Hängebrücke kamen wir an einen Aussichtspunkt, von dem es eine hervorragende Sicht auf die Bären gab.



„Opa sieh mal wie groß die sind“, die kommen hier her“ und Leon zeigte auf einen Braunbären, der geradezu auf uns zukam. Ein wenig hinter mich stellend meinte Leon, „will der uns fressen?“ „Nein mein Junge erwiderte ich, der ist nur neugierig und möchte wissen wer ihn denn da besuchen kommt, denn er hat sicher noch keinen Leon wie dich gesehen“.



„ Hallo Bär, ich bin es, Leon, du bist aber ein großer Bär“, der Bär drehte sich in diesem Augenblick zu Leon herum und man konnte fast meinen er hätte Ihm zugehört, denn er stellte die Ohren auf, wie es Hunde tun, wenn sie lauschen. Dies schien Leon jedoch ein wenig Furcht einzuflößen, denn er versteckte sich gleich wieder hinter mir, während ich ein paar sehr schöne Bärenbilder schießen konnte. Dann erzählte ich Leon etwas über die Bären.



„Sie Leben normalerweise in Alaska und Kanada und Nordamerika und haben so viel Platz zum Leben, dass sich ganz viele noch in freier Natur befinden, jedoch dass es immer weniger würden, weil der Mensch zu viel Lebensraum für sich beansprucht. Die Bären wurden gejagt und getötet und immer weiter in die Bergwelt von Nordamerika und in die eisige Tundra von Russland verdrängt. Manche Bären hat man in die Zoos gebracht, damit wir sie uns ansehen können und damit sie nicht gejagt werden. Einige Bären leben bei Menschen im Circus und wurden dressiert um Kunststücke vor zu führen, womit sie dann ihr Geld für Futter und Ihren Dompteur verdienten. Ja es ist eben nicht leicht ein Bär zu sein und auch ich würde lieber in freier Wildbahn leben wollen“.



Leon hörte aufmerksam zu, schluckte hin und wieder schwer, als wenn er schon verstünde, was ich ihm alles über die Bären erzählte. „Nun lass uns weitergehen“ meinte ich, denn es gibt noch mehr zu sehen“. Wir verließen die Braunbären und nicht weit von Ihnen kamen wir zu den Eisbären. Ein sehr schönes Tier ging gerade unter einem Felsen entlang und zeigte sich in seiner ganzen Pracht.



Leon war begeistert und hatte alle Hände voll zu tun, diesen weißen Riesen mit dem Fotoapparat zu verfolgen.

Marion war inzwischen mit Elvira schon ein wenig weiter gegangen um sich vom vielen umherlaufen etwas auszuruhen.



Der Eisbär stellte sich auf und sprang mit einem großen Satz ins Wasser. Leon erschrak in diesem Moment, jedoch konnte ich ihn beruhigen und erzählte ihm, dass Eisbären sehr gerne schwimmen und sich im Wasser aufhalten und in freier Natur, sich von Fischen und Seerobben und anderen Meerestieren ernähren. Er hörte wieder sehr aufmerksam zu und für einen sechsjährigen Jungen, zeigte er reges Interesse an der Natur und den Tieren hier im Zoo.

Der Eisbär tauchte wieder auf, setzte sich genau vor die Scheibe an der wir standen und er schien kurze Zeit uns anzusehen und wir konnten ihn von ganz nahem betrachten, ohne dass er uns etwas anhaben konnte. „Welch ein Abenteuer für einen kleinen Jungen“, dachte ich so bei mir.



„Nun Leon lass uns zu Oma und Elvira gehen“ sprach ich Leon an, der schon wieder mit der Kamera hinter dem Eisbären her war. Er zeigte mir ein schönes Bild und ich musste ihn loben, denn da war im wirklich ein toller Schuss gelungen.

„Ein wirklich schönes Bild hast du da gemacht und wenn wir zu Hause sind, zeigst du es gleich deiner Mama“ sprach ich, nahm ihn an die Hand und machte mich auf Marion und Elvira zu suchen. Kurze Zeit nur mussten wir gehen, da saß Marion auf einer Bank und Elvira konnte ich auf einem Klettergerüst spielen sehen. Leon lief gleich zu Marion und überschlug sich fast vor Aufregung. „Oma guck mal ein Eisbär und der ist ins Wasser gesprungen und hat mich erschrocken und Opa hat mich beschützt und der Eisbär hat mich mit großen Augen angesehen und den Mund ganz weit aufgemacht als wenn er mich fressen wollte und und und“ stammelte Leon. Marion nahm ihn zur Seite und ließ sich alles erzählen, was der Kleine Leon erlebt hatte und sich noch aus seiner eigenen Fantasie dazu dichtete. Unter dessen, schaute ich ein wenig die Füße hochlegend, Elvira beim Spielen zu.



Welch glückliche Momente wir doch heute bei den Kindern erleben durften.

Die Kinder hatten die Bären gesehen, Marion ihre Enkelkinder lachen und ich nahm wahr, wie schön es doch ist, einen Zoo zu haben, in dem Tiere zu finden sind, denen der Mensch sehr viel Unheil angetan und sie dennoch einige Menschen gefunden haben, die sich für ihren Erhalt einsetzen und alles daran setzen sie wenigstens hier ein wenig Artgerecht zu halten.



Die Bären hier werden ein glückliches Leben haben und die Art wie sie hier gehalten werden ist ein schöner Beitrag für Mensch und Tier.



Nach dem Die Kinder noch Affen, Zebras, Giraffen, Nashörner und bei einer Bootsfahrt Flusspferde sehen konnten, Flamingos, Pelikane, Kormorane und große Karpfen im See waren sie leicht müde geworden und es war spät und zeitig genug, nun nach Hause zu fahren.



Leon und auch Elvira werden noch sehr oft vom Besuch im Zoom Zoo bei den Bären erzählen und wenn sie einmal groß sind, sicherlich etwas für den Erhalt von Tieren beitragen.



Ich wünsche mir, es gibt auch für Ihre Enkelkinder noch Bären und andere Tiere zu sehen und hoffe die Geschichte wird ein wenig dazu beitragen können, dass dies gelingt.





Von Walter Faßbender, für den Erhalt von wild lebenden Tieren und Zoobesuchen.











Der Bär









Es sollte ein großer Tag werden und weil schon sehr oft darüber gesprochen wurde, war es an der Zeit, das Versprechen, wahr werden zu lassen.



Leon, so heißt einer von sechs meiner Enkelkinder. Leon ist schon sechs Jahre alt und er wollte schon immer mal einen richtigen Bären sehen.

Was ein Opa verspricht, muss er auch halten und so sollte es auf Safari gehen.



Oma hatte einige Überraschungen und Leckereien eingepackt und den Rucksack mit allem was man so für einen Tag Safari benötigt, gut und sicher verstaut.



Ich überprüfte den Fotoapparat und die Batterien, packte ihn in die Tasche und begab mich zum Auto, um noch nach Öl, Luft und den Kindersitzen zu schauen. Es war alles in Ordnung.



Schnell hatten wir die Strecke von 78 Kilometern hinter uns gebracht, denn Leon wartete schon sehr aufgeregt auf Opa und Oma.

Der Empfang war so stürmisch, wie wir ihn schon lange nicht mehr erlebten und Leon war kaum zu bremsen. „Fahren wir zu dem Bären? und ist der auch hinter Gittern? und kann der mich auch nicht beißen?“ und viele Fragen folgten und wollten kein Ende nehmen. „Darf meine Schwester Elvira auch mit kommen?“ fragte er noch ganz zum Schluss und wir sahen, dass er langsam an das Ende, all seiner Fragen kam. „Sicher nehmen wir Elvira mit“ antwortete Oma und ein strahlendes Lächeln umrahmte Leons Gesicht. Genau so aufgeregt wie Leon, sprudelten wild durcheinander gewürfelte Worte, aus Elviras Mund. Sie strahlte über ihr ganzes Gesicht und zeigte uns die Schuhe, die sie extra für die Safari ausgesucht hatte. „Ja“, sagte Oma und zog der Kleinen die Schuhe an, während Leon seine Tasche fest in den Händen hielt und zur Türe eilte. „Komm schon Opa, die beiden können ja nachkommen“, sprach er, riss die Türe auf und war im Hausflur verschwunden. „Ich gehe mit Leon schon einmal zum Auto“ sagte ich und ging Leon nach.

Er war so schnell die Treppen hinunter gelaufen, dass ich ihn kaum noch einholte. „Bitte setze dich nach hinten, hinter die Oma, damit ich dich im Rückspiegel sehen kann, ich helfe dir beim Anschnallen und bitte, bleibe auf der Fahrt still sitzen und zanke dich nicht mit deiner Schwester“ Dies musste man ihm sagen, denn er war außer Rand und Band und kaum zu bändigen, vor lauter Freude auf seinen Tag, bei den Bären.

Ich hatte ihn gerade angeschnallt und den Sitz zu Recht gerückt, da kamen auch schon die Mädels. - So nenne ich liebevoll meine Frau und die weiblichen Enkelkinder, wovon ich immerhin vier habe und zwei männliche Enkel.

Elvira wurde auch gesichert und platziert, Marion nahm ihren Platz ein und nach dem ich mich vergewissert hatte, dass alles seine Richtigkeit hat, fuhren wir los.

Leon hielt sich an sein Versprechen und nervte nicht, Elvira schlief schon kurz nach Fahrtantritt ein, so dass es eine ruhige Fahrt wurde. Nach einer halben Stunde, erreichten wir den Zoom Zoo, ohne nach dem Weg fragen zu müssen, da ich mir die Strecke vorher gut eingeprägt hatte. Ein Parkplatz war schnell gefunden, denn der Weg zum Zoom Zoo, ist gut beschildert und die Hinweise sehr früh zu erkennen.

Elvira wurde geweckt und mit schlaftrunkenen Augen schaute sie uns an. „Sind wir schon bei den Bären?“ fragte sie. „Bald“ war eine kurze und knappe Antwort von Marion.

Leon konnte es nicht abwarten und musste ein wenig gezügelt werden und so nahm ich Ihn an die Hand. Nach dem mir Marion den Rucksack auf den Rücken geschnallt hatte, ich das Auto verschlossen und Elvira an die linke Hand genommen, schritten wir dem Eingang des Zoom Zoo entgegen. Hier erwarteten uns drei Themen Parks, Afrika, Asien und Alaska.













Nach dem der Eintritt bezahlt, nahmen wir zunächst einmal Alaska in Angriff.

Am Eingang zum Alaska Park, wurden wir zunächst einmal fotografiert,

dann konnte es losgehen. Meinen Fotoapparat hatte ich ja gut eingepackt und eine kleine Digitale Kamera sollte nun Leon bekommen. Seine Freude und Begeisterung waren so etwas von groß und er fing auch sofort an zu knipsen. Jedes Bild musste nun von Oma bestaunt werden und ich kann nur schreiben, es waren sehr viele Bilder, die Leon an diesem Tage, noch machte.

An einer Renntierfarm, konnten wir das Ausmaß von Größe und Schönheit der Tiere bewundern und sie gaben uns ein schönes Schauspiel, in dem sie um den Platz liefen und sich anschließend zum Trinken ans Wasser gesellten. Dabei konnten ein paar schöne Bilder gemacht werden. Leon war eifrig bei der Sache und Elvira nervte, weil sie durst hatte. Dem konnte jedoch schnell Abhilfe geleistet werden und schon ging die Safari weiter.





Nach den Rentieren kam ein Gehege mit Wasser, in dem sich Seelöwen befanden, die jedoch Mittagsschlaf hielten, bis auf zwei, die sich ernsthaft zu streiten schienen.



Dies war ein Erlebnis, dass Leon und Elvira so schnell nicht vergessen werden.

Brüllend und Zähne fletschend gingen sich die beiden Seelöwen an und dies in einer Lautstärke, die auch mir ein wenig Respekt einflösste. „lasst uns weitergehen, es gibt noch viele andere Tiere zu sehen“ sagte ich und machte die ersten Schritte um zu gehen. Leon und Elvira folgten und Marion hielt schon einmal Ausschau nach einem kleinen Platz, denn es sollte nun etwas gegessen werden.

An einem Kinderspielplatz fanden wir eine Bank und so setzten wir uns nieder und wurden mit Getränken und Brötchen versorgt. Nahe dem Spielplatz befand sich ein kleiner See, in dem sich Enten und diverse andere Wasservögel, welche ich nicht kenne, tummelten.

Es war für mich mal wieder etwas zum fotografieren und auch Leon zeigte sein Talent und machte einige schöne Schnappschüsse. Die Brötchen waren vertilgt, getrunken hatten wir auch und in der Ferne hörte ich Geräusche, die wie Bärenlaute sich anhörten.

„Hast du das gehört Leon?“ fragte ich und Leon schaute mich mit großen Augen an. „Sind das die Bären?“ fragte er und ich nickte und sagte „komm lass uns dort hin gehen“. Dem Weg entlang gab es ein zwei Biegungen und dann konnte man ein Gehege erkennen, in dem eine Berglandschaft nachempfunden war. Über eine Hängebrücke kamen wir an einen Aussichtspunkt, von dem es eine hervorragende Sicht auf die Bären gab.



„Opa sieh mal wie groß die sind“, die kommen hier her“ und Leon zeigte auf einen Braunbären, der geradezu auf uns zukam. Ein wenig hinter mich stellend meinte Leon, „will der uns fressen?“ „Nein mein Junge erwiderte ich, der ist nur neugierig und möchte wissen wer ihn denn da besuchen kommt, denn er hat sicher noch keinen Leon wie dich gesehen“.



„ Hallo Bär, ich bin es, Leon, du bist aber ein großer Bär“, der Bär drehte sich in diesem Augenblick zu Leon herum und man konnte fast meinen er hätte Ihm zugehört, denn er stellte die Ohren auf, wie es Hunde tun, wenn sie lauschen. Dies schien Leon jedoch ein wenig Furcht einzuflößen, denn er versteckte sich gleich wieder hinter mir, während ich ein paar sehr schöne Bärenbilder schießen konnte. Dann erzählte ich Leon etwas über die Bären.



„Sie Leben normalerweise in Alaska und Kanada und Nordamerika und haben so viel Platz zum Leben, dass sich ganz viele noch in freier Natur befinden, jedoch dass es immer weniger würden, weil der Mensch zu viel Lebensraum für sich beansprucht. Die Bären wurden gejagt und getötet und immer weiter in die Bergwelt von Nordamerika und in die eisige Tundra von Russland verdrängt. Manche Bären hat man in die Zoos gebracht, damit wir sie uns ansehen können und damit sie nicht gejagt werden. Einige Bären leben bei Menschen im Circus und wurden dressiert um Kunststücke vor zu führen, womit sie dann ihr Geld für Futter und Ihren Dompteur verdienten. Ja es ist eben nicht leicht ein Bär zu sein und auch ich würde lieber in freier Wildbahn leben wollen“.



Leon hörte aufmerksam zu, schluckte hin und wieder schwer, als wenn er schon verstünde, was ich ihm alles über die Bären erzählte. „Nun lass uns weitergehen“ meinte ich, denn es gibt noch mehr zu sehen“. Wir verließen die Braunbären und nicht weit von Ihnen kamen wir zu den Eisbären. Ein sehr schönes Tier ging gerade unter einem Felsen entlang und zeigte sich in seiner ganzen Pracht.



Leon war begeistert und hatte alle Hände voll zu tun, diesen weißen Riesen mit dem Fotoapparat zu verfolgen.

Marion war inzwischen mit Elvira schon ein wenig weiter gegangen um sich vom vielen umherlaufen etwas auszuruhen.



Der Eisbär stellte sich auf und sprang mit einem großen Satz ins Wasser. Leon erschrak in diesem Moment, jedoch konnte ich ihn beruhigen und erzählte ihm, dass Eisbären sehr gerne schwimmen und sich im Wasser aufhalten und in freier Natur, sich von Fischen und Seerobben und anderen Meerestieren ernähren. Er hörte wieder sehr aufmerksam zu und für einen sechsjährigen Jungen, zeigte er reges Interesse an der Natur und den Tieren hier im Zoo.

Der Eisbär tauchte wieder auf, setzte sich genau vor die Scheibe an der wir standen und er schien kurze Zeit uns anzusehen und wir konnten ihn von ganz nahem betrachten, ohne dass er uns etwas anhaben konnte. „Welch ein Abenteuer für einen kleinen Jungen“, dachte ich so bei mir.



„Nun Leon lass uns zu Oma und Elvira gehen“ sprach ich Leon an, der schon wieder mit der Kamera hinter dem Eisbären her war. Er zeigte mir ein schönes Bild und ich musste ihn loben, denn da war im wirklich ein toller Schuss gelungen.

„Ein wirklich schönes Bild hast du da gemacht und wenn wir zu Hause sind, zeigst du es gleich deiner Mama“ sprach ich, nahm ihn an die Hand und machte mich auf Marion und Elvira zu suchen. Kurze Zeit nur mussten wir gehen, da saß Marion auf einer Bank und Elvira konnte ich auf einem Klettergerüst spielen sehen. Leon lief gleich zu Marion und überschlug sich fast vor Aufregung. „Oma guck mal ein Eisbär und der ist ins Wasser gesprungen und hat mich erschrocken und Opa hat mich beschützt und der Eisbär hat mich mit großen Augen angesehen und den Mund ganz weit aufgemacht als wenn er mich fressen wollte und und und“ stammelte Leon. Marion nahm ihn zur Seite und ließ sich alles erzählen, was der Kleine Leon erlebt hatte und sich noch aus seiner eigenen Fantasie dazu dichtete. Unter dessen, schaute ich ein wenig die Füße hochlegend, Elvira beim Spielen zu.



Welch glückliche Momente wir doch heute bei den Kindern erleben durften.

Die Kinder hatten die Bären gesehen, Marion ihre Enkelkinder lachen und ich nahm wahr, wie schön es doch ist, einen Zoo zu haben, in dem Tiere zu finden sind, denen der Mensch sehr viel Unheil angetan und sie dennoch einige Menschen gefunden haben, die sich für ihren Erhalt einsetzen und alles daran setzen sie wenigstens hier ein wenig Artgerecht zu halten.



Die Bären hier werden ein glückliches Leben haben und die Art wie sie hier gehalten werden ist ein schöner Beitrag für Mensch und Tier.



Nach dem Die Kinder noch Affen, Zebras, Giraffen, Nashörner und bei einer Bootsfahrt Flusspferde sehen konnten, Flamingos, Pelikane, Kormorane und große Karpfen im See waren sie leicht müde geworden und es war spät und zeitig genug, nun nach Hause zu fahren.



Leon und auch Elvira werden noch sehr oft vom Besuch im Zoom Zoo bei den Bären erzählen und wenn sie einmal groß sind, sicherlich etwas für den Erhalt von Tieren beitragen.



Ich wünsche mir, es gibt auch für Ihre Enkelkinder noch Bären und andere Tiere zu sehen und hoffe die Geschichte wird ein wenig dazu beitragen können, dass dies gelingt.





Von Walter Faßbender, für den Erhalt von wild lebenden Tieren und Zoobesuchen.