Ein Marienkäfer in einem Garten.


Der Sommer naht und überall duftet es nach wunderschönem Honig, nach Rosen, Lavendel, Thymian und verschiedentlichen Düften.



Die Kirschen und die Johannisbeeren sind voll meiner Leibspeisen. Die Blattläuse, schwarz, zart grün und einige Lausarten, die mir hier noch nie aufgefallen, schmecken mir vorzüglich.



Der Mensch ist sehr eifrig dabei den Garten zu hegen und zu pflegen und manche Laus an den Rosen, fällt seinen Händen zum Opfer. Er scheint sie nicht dort zu mögen und ich sehe, wie er immer wiederkehrend an den Rosenbüschen auftaucht und die Läuse, die dort besonders gut schmecken, mir vor der Nase wegschnappt, in dem er sie zwischen den Fingern zerquetscht. „welch eine Schande“.



Auf meinem Streifzug durch den Garten, erreiche ich eine Sonnenblume, von deren Höhe, ich den Menschen, tief unter mir sehen und beobachten kann, wie er mit einem haarigen Stiel, die Läuse von den Blättern verjagt, so dass sie auf den Boden fallen und von den Ameisen, meinen Nachbarn, willkommen geheißen werden. Gleich machen sie sich daran, die Läuse zu Melken und während die Läuse so geschafft vom Melken, versuchen die Rosen zu erklimmen, habe ich leichte Beute und lasse mir das Mittagessen gerne, sehr üppig schmecken.



Die Mittagssonne brennt hernieder, während ich, ein schönes schattiges Plätzchen unter der riesigen Sonnenblume,


für mich ganz alleine habe. Von hier aus, habe ich den Überblick, über den gesamten Garten.



Ein herrlicher Garten mit vielen Blumen. Der Mensch scheint sich viel Arbeit und Mühe zu geben, denn die Pflanzen und auch die Insekten, Bienen, Hummeln, Wespen, Schwebefliegen, Grasmücken, Falter in den schönsten Farben und sogar Libellen, lassen sich hier nieder.



Ein plötzlich auftauchender Schatten verheißt nichts Gutes. Eine Amsel fliegt geradewegs über meinen Kopf hinweg. Auf dem Boden nimmt sie sich den Schnabel voller Insekten, hebt ab und fliegt davon. „Da habe ich noch einmal Glück gehabt, denn sie hat mich nicht gesehen“.



Ich fliege zu einem Wassertank um den herum, Wein wächst,


in dessen Blättern sich einige leckere Rebläuse vergnügen, die sollen mein Nachmittagsmenü werden. Die Reben sind schön mit Beeren gefüllt, deren Saft ist das Ziel mancher Wespe und auch eine riesige Ringeltaube macht sich an den Beeren zu schaffen. Der Mensch kommt mit lautem Geschrei aus seiner Wohnung und verjagt die Taube. Die kann er scheinbar nicht leiden. Die Art wie der Mensch auf die Taube reagiert, ist schon sehr seltsam.

Nun setzt der Mensch sich mitten in den Garten, zwischen Gänseblümchen und Löwenzahn und mit einem seltsamen Gerät schaut er sich die Blüten und Stängel an und leichtes Klicken kann ich vernehmen. „Was mag er wohl da machen?“



Von den Rebläusen gesättigt, fliege ich nun über die Johannisbeersträucher auf einen Bogen aus Metall, an denen sich Rosen empor ranken, deren Läuse ich mir für den Abend ausgesucht habe.




Von hier oben habe ich wiederum einen herrlichen Ausblick und kann einige seltsam aussehende Vehikel unweit vom Garten ausmachen, welche unbewegt dort herum stehen. Plötzlich wird es sehr laut und ein immer lauter werdendes Geräusch, kommt auf mich zu und noch so ein Vehikel, gesellt sich mit dröhnender Lautstärke zu den anderen. Ein Mensch, jedoch nicht wie der andere, kommt aus dem Vehikel. Der Mensch der schon die ganze Zeit im Garten herum geht, mal hier und mal da, die Blattläuse vertreibt und Wasser auf dem Boden ablässt und mit seltsamen Gerätschaften um her geht, mal hier und dann bald mal dort stehen bleibt, um sich Blüten und Stängel zu betrachten, begrüßt den Menschen, mit Berührungen von Kopf zu Kopf und die Menschensprache, die ich zwar nicht verstehe, jedoch erkennen lässt, das sie sich verständigen. Mit Händen und Füßen und mit Kopfnicken und Kopfschütteln, verschwinden sie in der Hauswand.



Ich sehe mir von hier oben auf dem Metallgestell, den Garten an und finde, „hier lässt es sich aushalten“ und beschließe, eine Weile Gast in dieser kleinen Welt voller Blüten, Gräser, vielen Gerüchen und Farben zu sein.

Der Tag neigt sich und die Sonne versinkt langsam hinter den Wolken in einer goldenen Farbenpracht


Es wird ein schöner Sommer und ich denke, ich werde noch einmal vom Nektar der Blüten der prächtigen Kirsche, den saftigen Birnen, den süßen Erdbeeren berichten.



Nun Kinder eine gute Nacht, schön war der Tag und in diesem Garten habe ich ihn gerne verbracht.



Der Marienkäfer........................

Walter Faßbender