| April 2008 | ||||||||
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Langsam lande ich nach 7 Tagen Retreat im Schweigen wieder in Berlin. Wir haben im Retreat jeden Abend eine Kerze für alle Menschen in Tibet angezündet und Tonglen praktiziert.
Tonglen ist eine wunderbare tibetisch-buddhistische Praxis der Kadampa-Schule die auf den Weisen Atisha zurückgeht. Beim Tonglen, so wie ich es verstehe, nehmen wir ein leidvolles Erfahren und atmen es ein. Hilfreich dazu ist es, sich dies als schwarzen Rauch vorzustellen. Dann atmen wir alles was an Guten in uns ist aus. Hilfreich ist es sich das als weißen Rauch vorzustellen. Wichtig dabei ist es mit sich selbst anzufangen, also wenn wir z.B. Angst empfinden, dann fangen wir bei uns an sie einzuatmen, dann können wir allmählich alle Menschen dazunehmen, die wir mögen und dann vielleicht alle anderen auch. Wichtig dabei, auch wenn das nicht so einfach ist, ist absichtslos dabei zu bleiben. Wir wollen nichts bezwecken und nichts erreichen damit. Wir atmen einfach ein und aus, nehmen alles nicht so Schöne in unser Herz und geben alles Schöne aus unserem Herzen.
Ich finde diese Praxis richtig gut, weil sie sehr einfach ist und sie jedeR in jeder Situation machen kann. Und sie dreht genau das um, was sonst so manchmal in unserem Geist so rumgeht: "alles schöne zu mir, alles häßliche weg".
Ergänzende Literatur:
Chögyam Trungpa "Erziehung des Herzens"
Pema Chödron "Tonglen"
Pyar Troll "Bodhicitta- das erwachte Herz"
Mögen alle Wesen Glück erfahren und die Ursachen von Glück. Mögen alle Wesen frei sein von Leid und den Ursachen von Leid.
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