"Als China sich langsam zu öffnen begann, war es wie ein ausgehungertes Kind, das wahllos alles verschlang, was in seine Reichweite kam. Als dann die Welt nichts als ein erregtes, glückliches Land in neuen Kleidern sah, dass nicht mehr vor Hunger schrie, sahen die Journalisten einen Körper mit gestörter Verdauung, der sich vor Schmerzen wand.
Aber das Gehirn, das zu diesem Körper gehörte, war unbrauchbar, denn dem chinesischen Gehirn fehlten noch die Zellen, die für die Verarbeitung von Wahrheit und Freiheit zuständig sind. Durch den Zwiespalt zwischen dem, was die Journalisten wussten und was sie sagen durften, entstand eine Athmosphäre, unter der ihre geistige und physische Gesundheit litt."

Das ist ein Zitat aus einem Buch (s.o.) , dass ich gerade, atemlos und mit beklemmend pochendem Herzen ausgelesen habe.
Eine ausgewanderte chinesische Journalistin schreibt über chinesische Frauen, dernen Leben, deren Schicksale vor, während und nach der „Großen Proletarische Kulturrevolution“.

Es öffnet die Augen für all das Leid, die Qualen die das chinesische Volk erleiden musste, aber auch für die dunkle Natur des Menschen, der Macht erhält.

Es ist jedem zu empfehlen, der all zu leichtgläubig den Medien gegenüber ist. Auch wenn es hierzulande keine aktive Zensur gibt, so ist das nicht Verbreiten von Nachrichten und Meldungen, eben auch eine, wenn auch passive Zensur. Wir wissen viel zu wenig darüber, was um uns herum passiert, weil wir einfach auf die Berichte anderer angewiesen sind. Ob diese Berichte bzw. deren Auswahl nun subjektiv oder objektiv geschiet, entzieht sich unserem Einfluss und macht uns abhängig und manipulierbar.
*grrrrrrr*

Holger

ISBN-13: 978 3 426 77913 2 und 10: 3 426 77913 7