Sehnsüchtig erwartet wurden sie. Und kaum waren sie da, stürzten sich alle darauf: die Gruppen. Was für Chancen endlich eben jene Gruppen zu Leben zu erwecken, die man aus f****r-Zeiten so schmerzlich vermißte! Und da sich alle Tatkräftig ans Werk machten, kommen viele dieser beliebten Gruppen als Zwillinge daher. Zwei mal Dresden, zwei mal Sachsen, zwei mal "Up above my head"... Spaßig, diesem Treiben zuzusehen. Zumal zwischendurch die Search-Groups-Funktion nicht funktionierte. Einen der Zwillinge hab ich dadurch selbst produziert (war ich doch schon Initiator der Flickr-Gegenstückes). Nu werd ich ersteinmal abwarten, was sich sonst noch tut. Ob jemand das ganze wissenschaftlich beobachtet? Was für soziokulturelle Chancen: Menschen, die sich voller Begeisterung in Gruppen sammeln und wie sich die Themen- und Interessengebiete nach und nach ausdifferenzieren. Herr Soziologe - hier liegen Chancen...
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Doris und Alex says:
- wer diese Communitys wie nutzt,
- welche verschiedenen Typen der (kontrollierten) Selbstdarstellung und des "Identitätsmanagements" bzw. welche
- verschiedene Nutztypen wie "Beobachter", "Kommentatoren", "Erzähler", "Themenanwälte" und "Vernetzer" (siehe auch: Schmidt, Jan. 2006. Weblogs – eine kommunikationssoziologische Studie. Konstanz: UVK.) es gibt,
- wie sich um ein Netzwerk von Kontakten herum relativ abgeschlossene "Sozialräume" oder "Blogosphären" entstehen
all das ist natürlich total interessant. Aber ich bin ja hier privat und außerdem hab ich doch ganz andere Forschungsinteressen: etwa die neomarxistische Neuformulierung der Straßenbahnsoziologie.
;-)
tinG replies:
Tante Käthepro says:
Hau rein!! DIE hätte ich gern mal gelesen....:-))
(Du suchst doch nur einen Grund, um mit dem Jungen pausenlos herumzufahren...:-))
Tin(a?), ich hoffe, dass sich die Gruppen wirklich so "ausdifferenzieren", wie Du es prophezeist. Das wäre ja noch zu wünschen!!--Immerhin haben wir in f****r-Zeiten durchaus auch unangenehme Erfahrungen mit Gruppen gemacht, die einfach nur noch lächerlich waren.
tinG says:
Ich find es interessant zu beobachten, wie aus Gruppen mit simplen Oberbezeichnungen (wie z.B. "Catchy colours") immer mehr Feinabstufungen zu Gruppenthemen werden. Nach "Blue", "Green", Yellow" und "Red" kommen dann "Pink´n green" und "a little bit blue" und so. Und plötzlich gibt es Gruppen für alle möglichen "Scheißchen". Es entstehen lauter Nieschenprodukte. Und je differenzierter es wird, um so mehr steigen die Regeln an, da man sein Bild ja auch in die richtige Gruppe packen soll. Es könnte ja auch knapp daneben liegen und in die Nachbargruppe viel besser passen. Was´n Spaß! (oder auch nicht...)
Mich hat es gestört, wie Meschen es dann schafften ihr Bild in möglichst viele Gruppen auf einmal zu platzieren, nur damit es viele Leute zu Gesicht bekommen. Diese Hascherei nach Kommentaren und Betrachtern, die sich eh nur mit "Nice!" und "lovely!" zu Wort melden.
Ich htte mal ein Bild von meiner Mittleren mit Schrumpelfuß nach dem Baden online gesetzt und das ist nie in irgendeiner Gruppe gewesen. Und dennoch haben es so viele angeklickt, daß es im explore gelandet ist und nun mehr als 1000 Betrachter hat.
Gruppen sind halt nett, aber auch nicht alles. Kommt drauf an, was man draus macht.
--
Seen in my account recent activity (?)
Tante Käthepro replies:
Das ist ja GENIAAAAL!! Netter Schrumpelfuß........
Du hast bei den Kommentaren
"Gorgeous!"
"Marvellous!"
"Excellent!"
"Beautiful!"
"Amazing!"
"Pretty!"
vergessen....,-)