Ich zerfließe. Meine Gänsehaut schlägt Wellen und vergeht im Nichts.  Kurz: ich war wieder mal auf einem göttlichen Konzert. Diesmal: PJ Harvey. Bisher war die Gute quasi an mir vorbei gegangen und ich hatte kaum musikalische Notiz von ihr genommen. Gestern nun rief spontan ein Freund an, der sich heute PJ Harvey hier in Berlin im Friedrichstadtpalast angucken wollte, und der noch eine dieser teuren Großkonzertkarten übrig hatte. Da bin ich glatt mal mitgegangen, wie gesagt eigentlich fast nichts von PJ Harvey kennend.

Erstmal der optisch-akutstische Gegensatz: Abendkleid und z.T. heftiges Gitarrenrumgebrate, das war schon mal ein echter Hingucker. Äh. Hinhörer. Sie spielte alles alleine, also ohne Band, nur mit Gitarre (aber was für eine, brat brat brat), Klavier, Elektroharfe, Drumcomputer und einigen anderen Musikmachgeräten ausgerüstet. Und natürlich mit dieser Stimme. DIESE STIMME. DIESE STIMME!!!. Hallo? Wie kann man live bloß so geil singen? Unfassbar. Mehr kann man gar nicht dazu sagen. Der Saal tobte am Ende und es gab Standing Ovations (jaja, ansonsten war's bestuhlt).

Wann kommt das schon mal vor, dass man auf ein Konzert geht, eigentlich nichts von dem kennt, was kommt, und trotzdem einfach jedes Stück spitzenklasse findet? Seltenstiglich. Jetzt geht's an die Einarbeitung in die Konserven.

Leider war's  für diesen Preis viel zu kurz, aber trotzdem den Haufen Geld irgendwie wert. Wenn ich das mit dem schnöden Hooverphonic-Konzert von vorletzter Woche vergleiche wird klar, worin die Unterschiede zwischen der Musikbundesliga und der Landesliga liegen.