Zufällig stolperte ich heute mal wieder über ein schönes Stück für die Vitrine. OK, natürlich auch zum alltagsgebrauch. Wobei hierbei immer mehr Schätzchen um die Verwendung kämpfen dürfen.

Die Optima 1035 entstand ab 1976 bei der Agfa - Kamerawerk AG, München. Der damalige Verkaufspreis lag bei etwas über 300 DM. Der moderne Agfa Paratronic Verschluss erlaubt laut Datenblatt Belichtungszeiten zwischen 15 Sekunden und 1/1000s. Diversen Berichten zufolge sollen jedoch sogar dank der elektronischen Steuerung Belichtungszeiten bis 180 Sekunden (3 Minuten) möglich sein.

Die Optima 1035 vefügt über die Baureihentypische Programmautomatik mittels CdS-Zelle
sowie einen Blitzmodus mit manueller Blendeneinstellung und fester Verschlußzeit. Der eingebaute Blitz wird bei Verwendung eines Aufsteckblitzes durch einen schiebeschalter deaktiviert.

Die Optima typische besonderheit eines fehlenden Rückspulhebels ist auch weiterhin erhalten. Der bei der 1035 nach oben gewanderte Schnellspannhebel übernimmt diese Aufgabe nach betätigen des "R" Knopfes. Weiterhin ist die bewährte abgedeckte Filmaufnahme, die ein Belichten des Filmes bei versehntlichem öffnen verhindert, auch in dieser Optima ebenso beibehalten worden, wie der Filmlauf von rechts nach links. Die Filmpatrone steht dabei praktisch auf dem Kopf. Der extem große Umkehr-Galilei-Sucher mit eingeblendeten Paralaxmarken und Entfernungsanzeige (dreistufig) kann begeistern. So hell und groß wünscht man sich das noch heute gerne. Natürlich verfügt auch diese Kamera der 70er Jahre Kultserie über den charakteristischen rot/orangen Nullkaft-Auslöseknopf (Sensor) und das zugehörige Optimatypische "zzzzat" Auslösegeräusch. 

 Mehr zu den kultigen Optimas unter de.wikipedia.org/wiki/Agfa_Optima#Optima_535_Sensor_und_1035_Sensor