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December 1st, 2008

Eine chaotische Adventsgeschichte aus dem Büro...

1.Dezember - Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein Schoko-Engelchen. Ich liebe die Weihnachtszeit.

2.Dezember - Eine Glocke zergeht auf meiner Zunge.

3.Dezember - Kollege Meier erzählt mir von seinem Adventskalender. Heute fand er eine Armbanduhr, ich nur ein Schoko-Auto.

4.Dezember - Meier erzählt schmutzige Witze. Habe aus Höflichkeit mitgelacht. Der Azubi schaut pikiert zu Boden. Schoko-Tannenzweig.

5.Dezember - Ein Schoko-Schlitten, sehr schön.

6.Dezember - Unsere Putzfrau hat einen Wischmob zum Nikolaus bekommen vom Chef. Sie scheint sich nicht zu freuen. Meier kommt mit Nikolausmütze und verteilt Schokoriegel.

7.Dezember - Schoko-Engel. Meier muss zum Chef, hat ihn nämlich blöd angegrinst.

8.Dezember - Schoko-Weihnachtsbaum, ob der schon schimmelt?

9.Dezember - Meier hat einen Eintrag bekommen wegen Nikolausgrinsen.

10.Dezember - Zwei Osterhasen auf meinem Tisch. Alle grinsen.

11.Dezember - Schoko-Hase. Mein Mann findet Osterhase in der Handtasche. Erklärung folgt von mir. Wird nicht geglaubt.

12.Dezember - Azubi kommt im Minirock. Meier pfeift ihr hinterher. Sie schaut komisch. Meier muss morgen schon wieder zum Chef.

13.Dezember - Eintrag in die Personalakte, armer Kerl. Jammer. Schoko-Tannenzapfen, schmeckt heute nicht.

14.Dezember - Meiers Frau hat mit einem Kollegen telefoniert. Meier hat Osterhasenärger mit seinem Frauchen

15.Dezember - Termin bei der Frauenbeauftragten. Biete ihr ein Schoko-Glöckchen an um Meier zu entlasten. Sie empfiehlt mir einen Bogen um Azubi und Meier zu machen. Warum wegen dem Osterhasen.

16.Dezember - Die Schokolade schmeckt heute nicht, Meier fehlt. Seltsam.

17.Dezember - Meier ist zurück. Er erzählt mir, sein Streß hat bei ihm Potenzprobleme ausgelöst.

18.Dezember - Wir können den Azubi nicht trösten wenn sie Meier sieht. Sie läuft weinend zur Frauenbeauftragten. Die sagt ihr, es gibt jetzt keine Osterhasen, nur Weihnachtsmänner.

19.Dezember - Meier reißt nun Osterhasenwitze. Kollegen sehen mich lachend an. Ich zerkrümel meinen Schoko-Weihnachtsmann. Bin verlegen.

20.Dezember - Kleiner Umtrunk. Verschütte meinen Sekt. Versuche auf dem Klo meine Hose zu waschen. Falsche Tür. Stehe in Unterhose vor Meier. Immerhin, seine Potenzprobleme sind verschwunden.

21.Dezember - Ich lese zum dritten Mal Meiers Kündigung. Man, tut mir der Kerl leid.

22.Dezember - Ein Nachbar wünscht mir frohe Weihnachten. Ich haue ihm versehentlich ein blaues Auge mit der Handtasche. Meier kommt zufällig vorbei, sieht den Nachbarn, der ist ausgerechnet Vater vom Azubi.

23.Dezember - Polizei bei mir. Ich hätte dem Weihnachtsmann bei Karstadt nicht auch noch wegen Zornes zwischen die Beine treten sollen. Ich bewerfe die Polizisten mit dem fast leeren Adventskalender.

24.Dezember - Ich feier Weihnachten mit Liselotte. Wir teilen uns eine Zelle. Liselotte mag mich. Ich schenke ihr einen letzten Schoko-Engel. Sie sagt, sie hat auch ein Geschenk für mich. Ich kann Weihnachten alleine sein, Liselotte kommt raus.

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December 16, 2008

Christliche Weihnacht



St.Johannes Kathedrale in der Gemeinde Stenkelfeld

So lasset uns vom Weihnachtsfest berichten. Die Feierlichkeiten in Stenkelfeld erschöpften sich bereits im Vorfeld in allerlei Märkten, bei denen sich verfeindete Wohltätergruppen mit unbarmherziger Barmherzigkeit befehdeten.
Und so begab es sich aber zu der Zeit, als ein Aufruf vom Oberkreisdirektor ausging, auf dass alle Welt sich auf dem Stenkelfelder Weihnachtsmarkte blicken lasse.

Dienstag, 16. Dezember, 15 Uhr:
Unter dem Motto "Ein Stück weit Frieden spüren" eröffnet Pastoralreferent Reinhard Höllerich-Nöhrenberg den alternativen Stenkelfelder Weihnachtsmarkt rund um die St. Johannis Kathedrale, versäumt es jedoch, in seiner Begrüßung neben den Anwesenden auch den Anwesendlnnen den Segen der Weihnacht zu wünschen, dies führt zu ersten Unmutsbezeugungen aus dem Menstruationskreis lesbischer Künstlerinnen, die den Rest der Ansprache mit Trillerpfeifen und "Sackträger"-Sprechchören übertönen.

15 Uhr 31:
Durch die im Meditationstanz versunkenen Mitglieder der Frauen-Selbsterfahrungsgruppe "Silber-Elster", die mit ausgebreiteten Armen im ökologisch mit Senflauge gebatikten Wickelrock über die Kirchwiese schweben, bahnt sich bölkend und hupend der MC Schmöllerheide auf schweren Harleys den Weg zum Rockzelt von Jugendpastor Helge Bösch, der für 16 Uhr zum Motorradgottesdienst geladen hat.

15 Uhr 56:
Eine glühendheiße Pappterrine mit herzhafter Gulaschsuppe klatscht gegen das Transparent "Zucker ist Sünde" am Stand des vegetarischen Ernährungskreises "Mutter Erde", an dem das "Sumpfpumpenprojekt Eritrea" durch den Verkaufserlös von mit Nelkenfett gesüßter Vollkornschokolade unterstützt wird. Die Hauptverdächtige für diesen Anschlag, die Rentnerin Minna B., die am Nachbarstand für den Klön- und Strickkreis singender Seniorinnen mit dem Verkauf von kandierten Äpfeln, Rindsbratwurst und Räucherschinken für das Winterlager des Wanderzirkus Schöller sammelt, weist darauf hin, man sei im Vorfeld von besagtem Ernährungskreis lautstark als Tiermörder und Kadaverfresser verunglimpft worden.

16 Uhr:
Die Leistungsschau der Bundeswehr auf der Holtmannswiese hinter dem alten Soldatenfriedhof wird in bedrohlicher Nähe zum Infostand der "Christlich-autonomen Kriegsdienstverweigerer" eröffnet. So ist es nur eine Frage der Zeit, wann die diametralen Botschaften "Wir schaffen Frieden" auf der einen Seite mit den Thesen "Soldaten sind Mörder" sowie "Gelöbnis ist Meineid" auf der anderen Seite ins Gehege kommen. Zu tätlichen Übergriffen kommt es jedoch erst gegen 16 Uhr 7, nachdem sich Regimentspfarrer Öftering bei der Einsegnung zweier fabrikneuer BISON-FLAK-Panzer zu der Behauptung verstieg, Jesus sei eine Art Feldwebel Gottes gewesen.

16 Uhr 12:
Erstaunlich lange hält sich das Bläserkorps vom Jagd- und Hegering 2 mit seinem adventlichen Vortrag unmittelbar neben der Punschbude militanter Tierschützer von der Initiative "Waldfrieden", die mit den Aufklebern "Blutige Weihnachten - mitessen heißt mitschlachten" oder auch "Christus war ein Eichelhäher" gegen Wildgerichte am Heiligen Abend zu Felde ziehen. Zum offenen Schlagabtausch führt dann schließlich der weihnachtliche Blechchoral "Jesus war ein Jagdgesell". Revierförster Manfred von Lausitz-Ölpen, dem im Verlaufe der Feindseligkeiten das Mundstück seiner schweren Zugposaune durch die Schneidezähne gedrückt wurde, gibt später zu Protokoll, er habe seinen Hirschfänger gegen diese Anarchisten in begründeter Notwehr einsetzen müssen.

17 Uhr 15:
Am gemeinsamen Stand der Stillgruppe "Rumpelstilzchen" und des Betkreises schwangerer Hausfrauen flackert das nächste Scharmützel auf. Das Handgemenge mit dem benachbarten Info-Tisch der HIV-Selbsthilfegruppe Heringsmoor beginnt mit dem gegenseitigen Niederreißen der Transparente "Gib' Aids keine Chance - Kondome schützen" und auf der Gegenseite "Verhütung ist Mord - Kondorne sind Waffen".

17 Uhr 31:
Unter dem kleinen Zeltdach der orthodoxen Bibelgruppe "Prohabilis eterna", die unter dem Motto "Latein ist Gottes Wort" allerlei Informationsmaterial feilhält, in dem frühchristliche Liturgieformen sowie Latein als Weltsprache gefordert werden, wächst die Nervosität über den zunehmenden Geräuschpegel des benachbarten Motorrad-Gottesdienstes. Nach der Predigt mit dem Thema "Wasser zu Wein - Öl zu Benzin, Jesus war ein Biker" und der Danksagung für das Überleben zahlreicher riskanter Überholmanöver der letzten Saison besteigt die gefürchtete Speed-Metal-Formation "Rammbock" die Bühne.

17 Uhr 33:
Am Ende seiner christlich-lateinischen Duldsamkeit angekommen, trifft der orthodoxe Religionswissenschaftler Dr. Johannes Görtz mit dem unkontrollierten Wurf einer 15 Kilo schweren, in Schweinsleder gebunden Hetzschrift gegen Martin Luther die vordere der 24 in Reih' und Glied abgestellten Motorräder, die in einer Kettenreaktion wie Dorninosteine aufeinanderfallen. 30 Sekunden später beschließt der Harley-Club Schmöllerheide eine gründliche Flurbereinigung des gesamten Geländes.

17 Uhr 40:
Rund um die St. Johannis-Kathedrale tobt eine Schlacht, wie sie seit 1109, seit der Erstürmung der Höcklager Senke durch den Hunnenprinzen Bernward der Schlächter, in dieser Gegend nicht mehr erlebt wurde.

Mittendrin: Menschen wie du und ich, die in der Weihnachtszeit nur mal ein Stück weit Frieden spüren wollten.

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December 17, 2008

von wegen immer der Papa

... die Mama isses. Kindern kann man nix vormachen. :)

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December 23, 2008

Eine kleine Typologie des Weihnachtsgrußes:

Typ 1: der Romantiker
Merkmale: Schreibt noch selbst, am liebsten auf extra starkem Grußkarten-Papier mit aufgeklebten Silbersternchen
Besonderheiten: Wenn er die Karten bei der Post einwirft, macht sein Herz stets ein kleinen Satz.

Typ 2: Der Macho
Merkmale: Lässt alles seine Frau machen
Besonderheiten: Kann eigentlich von Glück reden, dass er dank ihrer Hilfe Weihnachten nicht verpennt.

Typ 3: Der Last-Minute-Grüßer
Merkmale: Schnell, kurz, etwas aufgeregt, bevorzugt SMS
Besonderheiten: Liebt Abkürzungen

Typ 4: Der Aussitzer
Merkmale: Öffnet erst nach Weihnachten seine Post, antwortet dann im nächsten Jahr
Besonderheiten: Ein chronisch schlechtes Gewissen

Typ 5: Der Spammer
Merkmale: Verschickt eine Massenmail an alle Einträge im Gästebuch.
Besonderheiten: Gilt charakterlich bei manchen als etwas unsensibel.

Typ 6: Die Quasselstrippe
Merkmale: Schreibt nicht, sondern redet.
Besonderheiten: Benötigt beide Feiertage, um alles abzutelefonieren.

Typ 7: Der Beantworter
Merkmale: Verschickt Weihnachtsgrüße spontan per SMS und nur, wenn er zuvor welche bekommen hat.
Besonderheiten: Antwortet nur auf persönliche und einfühlsame Anschreiben.

Typ 8: Der Profilneurotiker
Merkmale: Besondere Ausprägung von Typ 5 (der Spammer). Verschickt E-Mails mit einem selbst erstellten persönlichen Anhang, den zumindest er als humorvollen Beitrag zum Fest der Liebe empfindet.
Besonderheiten: Ausgeprägter Hang zur Selbstdarstellung

Typ 9: Der GIF-Mailer
Merkmale: Versendet per E-Mail kleine animierte GIF-Dateien oder Comics rund um das Weihnachtsfest, gerne auch mit Albernheiten oder strippenden Nikoläusinnen.
Besonderheiten: Lacht gerne, viel und laut, gelegentlich auch alleine.

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December 24, 2008

Joyeux Noël!

Hyvää Joulua! Buon Natale! Feliz Navidad! Vrolijk Kerstfeest! Zalig Kerstfeest!
Mele Kalikimaka! Mo'adim Lesimkha! God Jul! Boas Festas! Mata-Ki-Te-Rangi!
Wanikiya tonpi wowiyuskin!
Schöni Wienacht oder E guëti Wiënachtä!



... wünsche ich allen!
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December 31, 2008

Bonne et heureuse année!

Ein frohes und glückliches Jahr! Happy New Year! Felice anno nuovo!
Feliz año nuevo! Gelukkig nieuw jaar!

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