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"Gibt es Schlimmeres als einen Wurm im Apfel?"
"Ja. Einen halben Wurm."
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"Gibt es Schlimmeres als einen Wurm im Apfel?"
"Ja. Einen halben Wurm."
Beim Überholen tödlich verunglückt.
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Edit: Beim Rechtsüberholen.
An die Fulda geht es dieses Jahr auf unserer „kleinen“ Herbst-Radtour; und zwar ein bisschen erweitert, denn wir wollen schon ab Göttingen quer übers Land an die Weser und von dort bis zur Fulda-„Mündung“; dann den Fluss sozusagen gegen den Strich fahren.
Bei wahrhaft bilderbuchmäßigem Herbstsonnenschein steigen wir in den Regio nach Göttingen, der –wen wundert’s!—montags vormittags so gut wie leer ist: Wir haben das Radabteil für uns allein und machen uns ungeniert breit.
Knapp anderthalb Stunden braucht der Bummelzug bis Göttingen, dann heißt es treten, denn ab hier geht es eigentlich nur noch bergauf. Ein wenig müssen wir an der B 3 entlang, aber dann dürfen wir auf den
Weser-Harz-Heide-Weg abbiegen, der uns in 16 km nach Dransfeld führt; ein weiter Umweg, aber es geht nur durch Wald und übers Feld, von weitem hört man den Lärm der Autobahn—wir sind unter uns. (…was manchmal ganz gut ist, da hört dann keiner mein leises Keuchen und Fluchen, wenn’s mal wieder hart ankommt….)-- Zur Belohnung gönnen wir uns in Dransfeld ein leckeres Brötchen, beim Metzger frisch gemacht, mit Frikadellen. Wir verspeisen es gemütlich auf einem Betonkasten in der Sonne sitzend.....
Märchenland
Etwa 3 Stunden brauchen wir bis auf die Kuppe; zwischendurch hinter Dransfeld geht es mal ein wenig bergab, aber das ist nicht der Rede wert, der Weg geht schnell wieder bergauf. Ich weiß allerdings, dass die Belohnung ganz schnell kommen wird: Etwa 9 km geht es nun nur noch steil bergab, bis hinunter an die Weserfähre in einer Schussfahrt—ein wahrer Genuss. Norberts Tacho kommt durch den Hänger-Schub bis auf 45 km/h, ich begnüge mich mit 35, da hört bei mir der Spaß auf…..
am Reinhardswald
Unten wartet schon die Fähre auf uns, wir rutschen gewissermaßen noch mit drauf und können direkt übersetzen.
Dann geht es am anderen Weserufer weiter Richtung Hannoversch-Münden; immer schön gemütlich leicht bergab ohne Anstrengung an der B 80 (?) entlang…bis zum Campingplatz: ebenso leer wie der Zug, ganz für uns allein....
Hannoversch Münden, Fährenpfor…
Zeltaufbau unter einer Birke, anschließend noch ein kleiner Stadtbummel mit frühem Abendbrot, dann scheucht uns aufkommender Regen ins Zelt zurück….
Di
Am nächsten Morgen ist es diesig-duster und neblig, aber die Temperaturen sind angestiegen.
Wir haben die Platz-Küche zur Verfügung und können dort frühstücken—wir sind ja allein…
Gegen 10:00h Aufbruch und über die große Pionierbrücke direkt auf den R1, der uns ab jetzt nicht mehr verlassen wird: Wir sind an der Fulda, die hier recht behäbig direkt neben unseren Rädern vorbeifließt. Weit über uns hören wir den Autoverkehr auf der B 3 nach Kassel.
Der Radweg macht jede Flussbiegung mit, dafür erspart er uns alle Steigungen und wir kommen gut voran. Landschaftlich ist der Fuldaradweg ein Genuss und auch die Infrastruktur stimmt: Lokale, Restaurants und kleine Schankwirtschaften entlang der Strecke machen ihn leicht und verführen zur Pause—nur uns nicht, denn jetzt in der Nachsaison sind 3 von 4 Lokalen geschlossen: wir sind ja allein….
In „Roter Kater und graue Katze“ irgendwo um Kassel herum bekommen wir ein schmackhaftes spätes Mittagessen und genießen die laue Luft und die Aufmerksamkeit der Bedienung auf der Terrasse am Wasser—wieder sind wir allein….
Gegen 18:00 h erreichen wir die Fuldaschleife Büchewerra bei Guxhagen, mit einem kleinen Campingplatz direkt am Ufer. 3 oder 4 Wohnwagen sind besetzt, alle anderen stehen verzurrt und festgetäut da und warten auf den nächsten Sommer: Wir sind allein….
Wir können das Zelt unmittelbar neben einem Tisch mit Bank aufbauen und machen uns zuerst einmal ein gemütliches Abendbrot, dann erkunden wir den Ort: 2 Kneipen, eine Kirche, 10 Spitzbuben…..in der einen Kneipe trinken wir eine Kleinigkeit und belauschen die Fußball-Politik-Auto-Stammtischtiraden der Bauernlümmel….
Als wir zum Zelt zurückgehen, steigt ein Vollmond aus den Bäumen am Ufer: ich versuche, völlig unvorbereitet, erste Nachtaufnahmen freihändig und ohne jegliche Hilfe: Gar nicht so übel…
Nachts in der Fuldaschleife :-…
Mi
Morgens um 9:30h „Abflug“, nächstes Ziel: Melsungen, das wir ohne weitere Zwischenfälle erreichen. Ein hübsches mittelalterliches Städtchen mit altem Marktplatz und einer imposanten Brücke am Stadtkernrand: es reicht für eine kleine Besichtigungstour und einen Imbiss in einem Café.
Melsungen
Keine Ahnung, wer das ist!
Die Weiterfahrt nach Rotenburg wird langweilig: der Fluss ist nur noch ein Flüsschen und unser Radweg führt immer wieder durch abgeerntete Felder; oftmals auch weg vom Fluss. Das bedeutet auch immer lästige Steigungen; dicke, fette Anstiege völlig unvermittelt und heftig. Puh! Ich möchte lieber faul daher gondeln!
In Beisewörth kehren wir zu Leberknödelsuppe und Hacksteak in einem Campingplatz-Café ein: Der Pächter und Koch ist Hannoveraner und als er hört, woher wir kommen, fallen die Portionen wohl etwas größer als normal aus…Bei seiner Frau, die uns bedient, lerne ich, was ein „Frikadellenschein“ ist: die (gebührenpflichtige) Genehmigung eines Imbissbetreibers, auch Frischware verarbeiten zu dürfen. Jetzt weiß ich auch, warum manche Würstchenbuden nur „gebrühte“ Wurst verkaufen und nur vorgefertigte Frikadellen….Das Essen unseres Hannoveraners jedenfalls ist einsame Spitze! (Er hat ja auch den Frikadellen-Schein…)--
Gegen 16 h erreichen wir Rotenburg und finden sofort den Campingplatz---der leider geschlossen ist. Auch die unweit gelegene Jugendherberge hat kein Zimmer frei, also müssen wir uns eine Pension suchen. Wir haben Glück und erwischen ohne großes Suchen, was wir brauchen: Freundlich, auf Radfahrer eingerichtet und nicht zu teuer.
Rotenburg ist ein hübsches Städtchen; wie Melsungen, wie Hannoversch Münden, wie alle diese kleinen malerischen Orte am Fluss. [Vielleicht ein wenig gruseliger?] Gegessen haben wir hier nichts, wir hatten noch Proviant…Ich bin so müde, ich falle schon beim Ansehen der abendlichen Tagesschau in Tiefschlaf…..
Do
Nach einem späten Durchschnittsfrühstück geht es gegen 10:30 h weiter. In der Nacht hat es geregnet und der Radweg ist jetzt ziemlich aufgeweicht. Außerdem sind die Temperaturen empfindlich gesunken: ein frischer Wind kommt uns entgegen und pfeift uns um die Ohren. Die Landschaft bleibt so wenig abwechslungsreich wie gestern, da reizt uns auch Bad Hersfeld nicht. Der R 1 führt an der Stadt vorbei und wir bekommen mal wieder zu spüren, wie es aussieht, wenn eine Stadt nicht an Radtouristen interessiert ist: die Räder „waten“ durch den Abfall, der sich, achtlos aus den Autos geworfen, auf dem Radweg türmt: Wir fahren durch Coladosen, McDoof-Tüten, aufgeweichte TV-Kartons und zersplitterte Glasflaschen….Mich packt schierer Zorn auf diese hirnrissigen Autofahrer. Erst recht wütend werde ich, als die bisher perfekte R 1-Beschilderung plötzlich unvermittelt aufhört und wir zunächst in die Irre fahren und dann doch fast in die Innenstadt müssen, um den Anschluss wieder zu finden. Bleib mir weg mit Bad Hersfeld….
Gegen 13:00 h fängt es an zu regnen; erst ganz sacht und leise, dann schnell immer heftiger, und es hört nicht mehr auf: ‚Bläschenregen’ auf der Straße neben uns und eine Wand aus Regen vor uns: wir können ‚die Welt’ nicht mehr sehen. Wir planen um: Statt uns noch 20 km bis Fulda so weiter zu zwingen, machen wir Zwischenstation in Schlitz, im Hotel selbstverständlich. Wir folgen dem „bett & bike“ - Schild und bekommen in der Pension eine Suite (!!) bestehend aus Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad. Wir dürfen unsere Sachen in den Trockner geben und machen es uns erstmal gemütlich, bis der Regen nachlässt.
Bei der Erkundigung des Städtchens bedanken wir uns bei dem schlechten Wetter, denn ohne den Regen wären wir achtlos an diesem kleinen Schmuckstück mit seinen Burgen vorbeigeradelt!
Gegen Abend klart es auf, aber da reicht dann unsere Energie nur noch für einen Tee im Kebab-Haus…
Fr
Morgens um 7:30 h schon zum Frühstück, daher recht früh Abfahrt nach Fulda. Wir haben uns überlegt, zuerst zum Bahnhof in Fulda zu fahren, um den Rück-Zug festzulegen. Erst dann entscheiden wir, wie lange wir uns noch in der Stadt aufhalten wollen.
Kunst?
Wir kommen gut voran, die Umgebung hat sich komplett gewandelt. Den Fluss sehen wir kaum noch und wir müssen oft klettern, aber der Weg ist herrlich und führt immer wieder durch herbstbuntes Laub und an kleinen schmucken Dörfern vorbei; belohnt die Ansteigungen durch sehenswerte Landschaften.---bis 9 km vor Fulda das Seil von Norberts Schaltung aus seiner Verankerung reißt.
Ausgerechnet!
Es dauert ein wenig, aber er schafft es tatsächlich, das Seil wieder in die Halterung zu pfriemeln—ich atme erleichtert auf, denn wäre der Seilzug irreparabel gewesen, hätten wir alles umbauen müssen: Der Hänger an mein Rad, Sättel abbauen, vertauschen, ich hätte dann sein Rad nehmen müssen und wäre ohne Schaltung gefahren. Aber alles nicht nötig, nach etwa ¾ Stunde kann es weitergehen.
Wir erreichen Fulda Hbf etwa um 12 h, und als wir sehen, dass in nur 20 Minuten ein CANTUS nach Kassel bzw. Göttingen fährt, blasen wir alle Stadtbesichtigungen ab und bleiben am Bahnhof: Es dauert sowieso eine Weile, bis wir den Hänger auf dem Bahnsteig stehen haben—denken wir! Aber nein, welche Wohltat: In Fulda gibt es zu jedem Bahnsteig eine Rampe; für Rollstuhlfahrer und Radler….!!
Danke, Fulda!
Die Fahrt nach Göttingen geht an der Fulda entlang: es tut schon ein bisschen weh, in so kurzer Zeit alle kleinen Orte an sich vorbeiziehen zusehen, die man sich vorher über mehrere Tage„erkämpft“ hat….
In Göttingen haben wir ebenso schnellen Anschluss an einen Metronom, und im Radabteil tobt das wahre Leben: eine Rolli-Fahrerin, ein junger Mann mit Hund, 3 Türken, die sich in Gebärdensprache verständigen…...man kommt schnell ins Gespräch und so vergehen auch die letzten anderthalb Stunden im Fluge: um 16:40 h sind wir wieder im Lande.
Es war mal wieder schön!
Kennt ihr so etwas? Geschmack, Gerüche, ein bestimmtes Essen oder Getränk, das euch an eure Kindheit erinnert und bei dem sofort eine (und NUR eine!) Assoziation eintritt?
Meine Nase und mein Gaumen haben viele solcher Erinnerungen, unter anderem --bitte nicht lachen!-- rheinische Schinkenfleischwurst..
Nie war sie so gut wie in Kindertagen, denn sie war die dicke Scheibe, die man beim freundlichen Metzger nebenan über den Glastresen gereicht bekam, vorn auf der Spitze einer riesigen Aufschnittgabel steckend. Und sie war der Inbegriff von Luxus, denn auch zu Hause durfte man sich ein etwas dickeres Stück vom Ring abschneiden und --sonst streng verboten!-- ohne Brot schmausen.
Sie hat mich auch später begleitet und war ein willkommener Klein-Imbiss (Kalorien hin oder her!!), den man kalt oder warm genießen konnte: Kalt wird sie in den Nudelsalat geschnitten, warm halbiert zwischen 2 Brötchenhälften gelegt.....Lecker! Fleischwurst war und ist meine Lieblingswurst--MIT Knoblauch selbstverständlich.
Schlimm, dass hier in Niedersachsen kein Metzger auch nur im entferntesten einen blassen Schimmer von ihrer Herstellung hat, und abgepackte 4-Buchstaben-Discounter-Pappe esse ich nicht----also habe ich seit 7 Jahren keine "richtige" Fleischwurst mehr gegessen; habe auch nicht mehr daran gedacht----bis Donnerstag:
Wir gerieten durch einen bösen Regenguss auf unserer Radtour in das kleine Örtchen Schlitz, und nachdem wir uns im Hotel umgezogen hatten, wurden wir auf der Suche nach etwas Essbarem schnell fündig: Schräg gegenüber gabs einen Metzger, mit solch einem großen Pappmaché-Kameraden auf dem Bürgersteig vor dem Eingang: "Heute kesselfrische Schinkenfleischwurst!" stand auf dem Schild, das der Dicke in seinen Papphänden trug.....mir lief das Wasser im Mund zusammen, und alle Gerüche der Kindheit trafen mich wie der Blitz.....Also hineinmarschiert und gekauft: Einen ganzen Ring aus dem riesigen duftenden Stapel, der dort in der Theke glänzte.....und dann im Hotelzimmer gemächlich verspeist.
Ja, ich gestehe: ich aß mehr als ein Pfund Fleischwurst, auch "Lyoner" oder "Cervelas" genannt, gekocht/gebrüht und dann leicht heiß geräuchert. Und es hat mir so gut geschmeckt!
[PS: Wer schickt mir einen Ring?]
Vorgestern kam der LOML freudestrahlend und stolz mit einem feinen Aluguss-Bräter an: Kein ganz billiges Teil, aber trotzdem recht günstig. "Damit rücken Gänsebraten, Rehrücken oder Lammkeule, im Backofen geschmort, in nächste Nähe, gelle?"
klar doch, er hatte Recht und ich fand das Teil auch schön.
Nun hatten wir -bzw. ich- gestern Besuch und der LOML hat uns netterweise bekocht: seine berühmt-berüchtigte Kartoffel-Eier-Tortilla mit deutschem Einschlag; herzhaft lecker und mit wenig Fett und Brimborium. "Dazu nehme ich den neuen Bräter, das geht bestimmt klasse!"
Nun gut, er hat's gemacht, das Essen war hervorragend, der Besuch konnte beschwingt und gesättigt nach Hause gehen---und wir hatten heute mittag noch einen leckeren Rest. Also den Bräter in den Ofen geschoben, auf 170°C gestellt und den Glasdeckel draufgelegt; mit ein paar Tropfen Wasser zum Verdampfen in dem dafür vorgesehenen Griffteil.......
Nach 20 Minuten war der Resteauflauf heiß genug, der LOML macht die Backofentür auf und hebt den Bräter auf die Arbeitsplatte-----*ZOINK* knallt ihm der Deckel um die Ohren bzw. im- und explodiert in alle Richtungen.
*zoink*
[Und wer geht jetzt die Reklamation erledigen? Die Käthe natürlich. Ich freu mich schon auf die blöden Gesichter beim Händler.]
Holly ist diese kleine, ungeheuer verschmuste und liebe Stubenkatze.
Holly hat es gut, denn sie wohnt bei einem liebevollen und netten jungen Paar in einer hübschen Altbauwohnung mitten im Herzen von Palma de Malllorca, nicht weit entfernt von der prächtigen Kathedrale in einer kleinen Gasse der Altstadt.
Holly ist an allem schuld!
Das Haus
Holly bleibt aber nicht gern allein. Wenn also Hollys „Dosenöffner“ mal ein paar Tage wegfahren möchten, dann muss Holly versorgt werden.
Nun ergab es sich vor ein paar Tagen, dass die beiden jungen Leute von den Eltern des Mannes eingeladen wurden, die Weihnachts- und Silvesterfeiertage bei ihnen an der Atlantikküste zu verbringen. Unsere Beiden freuten sich sehr darüber---aber was sollte mit Holly geschehen? Man konnte Holly nicht mitnehmen und wollte auch keinem Nachbarn die Schlüssel geben.
Die junge Frau rief ihre Mama an und fragte um Rat.
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| Blick vom 'Balkon' |
Und nun kommt das Tolle an der Geschichte: Die Mama wohnt in Hannover und ist unsere Nachbarin. Und die hatte eine blitzgescheite Idee: Sie kam nämlich zu uns in die Wohnung und fragte uns, ob wir nicht Lust hätten, „house- and cat-sitting“ zu machen.
Müssen wir da lange überlegen????
Dank Internet hatten wir innerhalb von 1 Stunde Hin- und Rückflug zu einem annehmbaren Preis in der Tasche und freuen uns nun riesig auf volle 14 Tage Palma im Dezember und Januar……
YIPPIEH!!!!