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Tante Käthe
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Gedanken, Fragen, manchmal Antworten; wahllos aufgesammelt, immer nur lose gebündelt und selten durchstrukturiert. Im Kleistschen Sinne: die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden...:-)
Tante Käthe
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All articles concerning Tante Käthe
[# 5] Klein, aber fein: Estland
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August 23, 2009
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6 comments
Ihr erinnert Euch? Wir waren stehengeblieben auf Muhu; auf einem Campingplatz, der mal wieder nur uns allein gehörte. Muhu ist eine der 3 Inseln, die dem estnischen Festland vorgelagert sind, und war während des Kalten Krieges militärisches Sperrgebiet: Keiner durfte auf die Insel oder von der Insel herunter ohne Sondergenehmigung. Das hat angeblich die dort lebenden Menschen dazu gezwungen, in ihrem täglichen Leben ohne Hilfe von außen zurecht zu kommen. Andererseits jedoch sind sie auch miss…
[# 4] Klein aber fein: Estland
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July 23, 2009
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9 comments
A ls der Abend kommt, merken, wir, was wir für ein Glück hatten, diesen Ort zu finden. Wir sind ganz allein hier, nur das Zwitschern der Vögel und das Wispern des Windes in den Pappeln am Ufer ist zu hören, sonst herrscht absolute Stille. Faul hängen wir nach einem opulenten Festessen auf den bequemen Holzstühlen vor dem Zelt und betrachten den Horizont und die kleine Lagune, in der Möwen und einige Reiher sich um das Abendbrot streiten, währen…
[# 3] Klein, aber fein: Estland
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July 18, 2009
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33 comments
Nach dem Frühstück (mit kalter Milch--*arrggh*) verlassen wir das Schulgelände und radeln über die breite Ausfallstraße Richtung Grenze. Auf der Straße glänzt der nasse Asphalt und es ist immer noch viel zu kalt, aber immerhin scheint die Sonne -- wir sind mittlerweile für Kleinigkeiten dankbar.... Hier oben brummt der laute Verkehr an uns vorüber, obwohl (oder gerade weil?) Sonntag ist. Die Autos schwirren nur so an uns vorbei, aber wir sind ja kampferprobt und lassen uns nicht ban…
[# 2] Klein, aber fein: Estland
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July 16, 2009
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15 comments
Es ist zunächst eine ruhige und schnelle Fahrt über die autobahnähnlich ausgebaute Küstenrandstraße, die „via baltica“. Wir kommen bestens voran, da nur wenig motorisierter Verkehr an uns vorbeibraust. Dann jedoch wird es unsanfter und laut. Wir bleiben aber auf der Schnellstraße; schließlich wollen wir nicht lange in Lettland bleiben, sondern so unkompliziert wie möglich nach Estland kommen. Es ist kühl, regnerisch, Wolkenfetzen rasen über uns hinweg und bringen immer m…
[# 1] Klein, aber fein: Estland
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July 15, 2009
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38 comments
Es ist noch früh an diesem Morgen, die Luft ist klar und ein wenig zu kühl für Ende Juni: Es geht mal wieder auf „große Tour“....Dass die zunächst ganz profan im Nahverkehrszug nach Lübeck beginnt, kümmert mich wenig, ich bin in Gedanken schon hoch im Norden. Dreimal müssen wir auf dieser Bahnreise umsteigen, aber alles geht gelassen und ruhig, denn wir haben alle Zeit der Welt: Das Schiff wird erst abends ablegen und bis dahin ist noch so viel Zeit, dass wir uns sogar eine Stadtbesichtigu…
Zu Gast bei Holly oder: Wie wird man Dosenöffner.....
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December 29, 2008
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15 comments
Vorausschicken zum besseren Verständnis muss ich das hier: www.ipernity.com/blog/tantekaethe/104131 F liegen ist nicht so wirklich mein Ding, ich wundere mich immer wieder, wie so ein schweres Teil oben bleiben kann und misstraue der Technik im allgemeinen….Aber dieses wirklich „Flugangst“ zu nennen, wäre übertrieben: es ist mehr ein Unwohlsein, ob der Pilot da vorn auch genau weiß, was er macht…. Nun denn, wir waren dank eines redseligen montenegrinischen Taxichauffeurs pü…
Regen
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November 21, 2008
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26 comments
Es ist sicher nicht besonders erquicklich, wenn man morgens früh schon aufwacht vom wütenden Geprassel des Regens an den Schlafzimmerscheiben. Dann, während man sich im Bad fertigmacht, während man Cornflakes und Kaffee zubereitet, während das Ei kocht, stelle ich mir regelmäßig leise die "Hand aufs Herz"-Frage: Rad oder Bahn? Ein zorniger Blick in den noch schwarzen Morgen, ein hoffnungsloses Lauschen, ob's nicht doch langsam aufhört zu schütten---Nein, heute mal wieder kein Glück, al…
Geschmack der Kindheit......
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October 19, 2008
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47 comments
Kennt ihr so etwas? Geschmack, Gerüche, ein bestimmtes Essen oder Getränk, das euch an eure Kindheit erinnert und bei dem sofort eine (und NUR eine!) Assoziation eintritt? Meine Nase und mein Gaumen haben viele solcher Erinnerungen, unter anderem --bitte nicht lachen!-- rheinische Schinkenfleischwurst.. Nie war sie so gut wie in Kindertagen, denn sie war die dicke Scheibe, die man beim freundlichen Metzger nebenan über den Glastresen gereicht b…
"Wo Fulda sich und Werra küssen...."
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October 18, 2008
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22 comments
A n die Fulda geht es dieses Jahr auf unserer „kleinen“ Herbst-Radtour; und zwar ein bisschen erweitert, denn wir wollen schon ab Göttingen quer übers Land an die Weser und von dort bis zur Fulda-„Mündung“; dann den Fluss sozusagen gegen den Strich fahren. Bei wahrhaft bilderbuchmäßigem Herbstsonnenschein steigen wir in den Regio nach Göttingen, der –wen wundert’s!—montags vormittags so gut wie leer ist: Wir haben das Radabteil für uns allein und machen uns ungeniert breit.…
Witz gefällig?
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October 2, 2008
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27 comments
"Gibt es Schlimmeres als einen Wurm im Apfel?" "Ja. Einen halben Wurm."
# 15 "Einsamkeit hat ihren Preis"--oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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September 22, 2008
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26 comments
76 km zum nächsten Fährhafen, nach VENTSPILS– wie viele davon Waschbrettpiste sind, wissen wir nicht. Wir hoffen, dass mal irgendwann nach Drucklegung unserer Karte (2001) etwas getan worden ist im Straßenbau; vor allem an der Küste. Schon die ersten 100 m sind nur schiebend zu bewältigen, aber dann wird es etwas glatter und wir steigen wieder auf. Langsam, um uns an das Ruckeln und Knirschen zu gewöhnen—ein flotter Spaziergänger könnte jetzt gut mit uns Schritt halten. Der Aut…
# 14 "Einsamkeit hat ihren Preis"--oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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September 21, 2008
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19 comments
„Sachma, wo hast du denn die Frontroller hingepackt, gestern Abend?“ weckt mich Norberts leicht verärgerter Tonfall am frühen Morgen. „Ich will Kaffee kochen!“ „Menno, die stehen auf dem Tisch drüben!“ kontere ich—schließlich sind sie weithin zu sehen….. „Da steht nix!“ kommt es zurück. Ich krieche verschlafen aus dem Zelt---und bin schlagartig wach: Drei der 4 Frontroller fehlen, sind geklaut worden während der Nacht. Mir wird nicht sofort die Bedeutung dieses Diebstahl…
#13 „Einsamkeit hat ihren Preis“—oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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September 15, 2008
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26 comments
Adios, Riga! Die betagte Frühstücksausteilerin (oder besser „Auf-den-Tisch-Knallerin“) im Hostel will uns wohl den Abschied leicht machen: Mit struppigen Haaren, Schleifchenbluse, engem Rock und wahren Knobelbechern an den nylonbestrumpften Beinen (!) weist sie uns erst militärisch knapp unsere Plätze zu, dann wirft sie aus 30 cm Höhe die Zutaten für das Frühstück auf die Tische; man meint, sie tut uns einen Gefallen. Ihr verkniffenes Gesicht kennt kein Lächeln, ich überlege schon bei d…
# 12 "Einsamkeit hat ihren Preis" -- oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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August 29, 2008
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28 comments
Morgens vom Wecker wach geworden, der aus dem Fahrradgepäck herausquäkte—ich hatte vergessen, ihn auszustellen. Aber gut so, denn ohne Wecker hätte ich viel länger geschlafen, weil die harte und durchgelegene Matratze mich immer wieder hochschrecken ließ. In Ermangelung von Müsli haben wir „Kascha“ aus Buchweizengrütze gegessen—außerordentlich nussig - geschmackvoll; aber für immer wär’ das nichts für mich! Unsere Gastgeber haben voller Rücksicht auf uns gewartet, bis wir wach waren,…
#11 "Einsamkeit hat ihren Preis"--oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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August 24, 2008
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25 comments
Angenehm, diese Fahrt strikt Richtung Norden auf die lettische Grenze zu…die Straße ist flach und sauber und eben, die Sonne scheint und meint es gut mit uns, nur: ein wenig belebter könnte es schon sein! Wir bekommen Hunger, denn unsere Vorräte stehen bei Null, aber es gibt keinen Supermarkt, kein Bistro, kein Hotel oder Restaurant. Keine Bauernhöfe, auf denen wir fragen können—nichts. Nur Landschaft. Und davon nicht zu knapp. Die nächste größere Stadt ist BIRZAI. Unser Weg führt eigent…
# 10 „Einsamkeit hat ihren Preis“—oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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August 23, 2008
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18 comments
I n VABALNINKAS sind 2 Hotels, wie unsere Karte sagt. Ha! Wir finden sie auch, denn die Hinweisschilder existieren noch. Aber die Hotels sind mit Brettern vernagelt; hier gibt es gar nichts mehr. Der Ort sieht zwar nicht verkommen aus, ist aber öde und verlassen, dabei hat er eine Polizeistation, 2 Schulgebäude und ein Einkaufszentrum. Was tun? Wir sind mitten in einer Klein“stadt“, mit Einfamilienhäusern und kleinen Gärten. Bauernhöfe gibt es hier im Ortskern nicht. Ich gehe zum e…
# 9 "Einsamkeit hat ihren Preis"--oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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August 23, 2008
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14 comments
Wir kommen aber trotz der Hitze gut voran, wenn auch mit Schwitzen…Hier ist nun die bisher schönste Landschaft: wir fahren durch endlose Birkenalleen, sind oft im Schatten und können besser durchhalten. Dörfer wechseln sich ab, alle verträumt, verschlafen; kleine Holzhäuser, die in der Sonne dösen. In den Gärten duften die Blumen mit dem Dill um die Wette; Hunde keifen uns hinter schiefen Holzzäunen an. Menschen? Nur ganz selten mal ein alter Mann, der auf klapprigem Fahrrad zum Zigar…
# 8 "Einsamkeit hat ihren Preis"--oder wie ich lernte, das Baltikum zu lieben
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August 22, 2008
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30 comments
Morgens geht es wieder recht früh aus den Federn: Alle Kleidungsstücke sind trocken, der Bauch ist wohlgefüllt mit Müsli und 2 Becher Kaffee pro Gehirn und Kopf haben uns wach werden lassen. Also los, wieder über die Autobahn/Schnellstraße, aber diesmal frisch und ausgeruht und hellwach--- Etwa eineinhalb Stunden dauert die Fahrt bis zu den „outskirts“ der Stadt, dann kommen wir in die Wohngebiete der wirklich Reichen: Schönheitschirurgen, Privatkliniken,…
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