Tante Käthe Published on August 31, 2007
by Tante Käthepro

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Polen 2007 # 11

Friday August 31, 2007 at 06:40PM

Freitag, 03.08.2007


Groß-Gamerki
Groß-Gamerki
Hier ist der Beweis
Hier ist der Beweis
Hier wartet man...
Hier wartet man...
Genowefa wartete mit uns
Genowefa wartete mit uns

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sitzen im Zug nach Elblag und ich lasse noch mal die letzten 2 Tage Revue passieren:

Wir haben es in die Tat umgesetzt, sind Mittwoch Morgen zu den Freunden ins Ferienhaus gefahren und haben mit ihnen den Mittwoch und den Donnerstag zusammengehockt. Das Ferienhaus war groß genug, so dass wir –hoffentlich?- nicht allzu sehr gestört haben.

Beim Sterngucken....
Beim Sterngucken....

 

 

 

 

 

Am Donnerstag sind wir gemeinsam mit dem Zug nach Malbork gefahren und haben dort eine Mammut-Besichtigung der Marienburg über uns ergehen lassen, die uns alle erschlagen zurückließ. (Die Besichtigung; nicht die Burg!) Fotos kommen später....

Die Zugfahrt über Elblag nach Malbork war unkompliziert und so billig, dass wir beschlossen haben, sie heute zu wiederholen und unseren Weg nach Norden ein wenig zu beschleunigen und abzukürzen….

Räder im Zug
Räder im Zug

In Elblag steigen wir aus und schieben die Räder auf den richtigen Bahnsteig—ein Verfahren, das in Polen unkompliziert gehandhabt werden kann: Man darf am Ende des Bahnsteigs an einer eigens dafür geschaffenen Absenkung über die Gleise gehen; etwas, das in Deutschland streng verboten ist. Während wir auf den Anschlusszug warten, werfen wir noch einen Kontrollblick in die Karte---und disponieren kurzerhand um: Nicht noch mal nach Malbork, sondern nach FROMBORK soll es gehen; rauf an die See, auf dem kürzesten Weg.

Gesagt, getan: Hinaus aus dem Bahnhof und weiter Richtung Norden—ich hege immer noch eine leise Hoffnung, dass man doch vielleicht mit einem „Spontan“-Tagesvisum nach Russland reinkommt….

Straßenbahn Elblag
Straßenbahn Elblag

 

 

 

 

 

Wir müssen durch Elblag hindurch, was endlos lange dauert.

Im Zentrum von Elblag
Im Zentrum von Elblag

Vor allem das Gewerbegebiet hinter der Stadt nimmt kein Ende. Aber es riecht gut: Dort sind 2 (?) Brauereien, deren würziger Maischeduft uns noch lange in die Nase sticht...

Es wird eine herrliche Fahrt durch ein parallel zur Küste verlaufendes Naturschutz-Sumpfgebiet; wenig Verkehr und viel Landschaft..:), flach und leicht und angenehm zu radeln.

Bei SUCHACZ erreichen wir die See und müssen das natürlich im Bild festhalten…

Trakehner
Trakehner
Wir passieren ein Trakehnergestüt und bewundern die Tiere, wir kommen durch kleine verschlafene Örtchen, die aber deutlichen Wohlstand zeigen—eins davon, Kadyny, beherbergt sogar einen „Mazurian Country Club“ in der ehemaligen Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II—Na also!

 

 

Ein Städtchen zeigt stolz eine alte, immens große Eiche:

YGGDRASIL ?
YGGDRASIL ?

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine stillgelegte Ziegelfabrik aus dem 19 Jahrhundert liegt am Wegrand; wir bedauern, dass sie anscheinend verkommt und verfällt. Als ich das pittoreske Gebäude durch das schmiedeeiserne Tor fotografieren will, kommt ein Rottweiler-Staff-Mix angerast und wirft sich wütend davor—ich weiche vorsichtshalber zurück; wer weiß, ob das verrostete Eisen den Hund aushält…

alte Ziegelbrennerei
alte Ziegelbrennerei
Geister??
Geister??

 

 

 

 

 

 

Etwa 10 km vor Frombork dann biegt die Straße ab ins Inland, mit beißenden Steigungen.

Sie sind nicht höher als 8-12%, aber sie nehmen kein Ende und es ist frustrierend, hinter jeder Straßenbiegung eine neue Steigung zu sehen—ich senke den Kopf, ziehe den Kappenschirm tief in die Stirn und konzentriere mich aufs Strampeln; betrachte dabei nur noch die jeweils nächsten 10 Asphaltmeter unterm Rad: Das hilft mir. So geht es etwa 2 Stunden, bis ENDLICH die Abfahrt nach Frombork kommt…..

Während der ganzen Fahrt droht Unwetter, es wird so dunkel, dass sogar die Sensoren der Fahrradlampen reagieren und wir mit Licht fahren…

Unwetter droht
Unwetter droht
aber wir haben Glück---bis ganz kurz vor dem Städtchen, da erwischt es uns dann doch noch und wir kommen völlig durchnässt an, werden zu allem Überfluss auch noch von einem überholenden LKW über und über mit Wasser überschüttet, halten uns nicht lange mit Quartiersuche bzw. mit der Suche nach dem Campingplatz auf, sondern folgen mehreren Hinweisschildern mit einem Schild „Privatzimmer mit Küchennutzung“: DAS passt!!

Wir werden auch sofort freundlich hineingewunken, schieben die Räder in eine Garage und machen es uns im Zimmer bequem, während wir auf das Nachlassen des Regens warten.—

Anschließend kaufen wir im Supermarkt des Ortes ein, schauen uns dann ein wenig um und finden es alles recht trostlos. Aber das kann täuschen, denn es ist kalt und windig, und die See draußen ist recht rau. Wir beschließen, uns zum Kochen ins Haus zu verkriechen und den Tag ausklingen zu lassen.--

 

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14 Comments / add your comment?

Mona Lisa says:
macht ne menge aus, wenn man müde ist, das wetter nicht so 1A ... und überhaupt find ich das alles ziemlich abenteuerlich. ich werde wohl zu alt und bequem für dergleichen! :-))
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Ja, schon, aber ich möchte keine unserer Erfahrungen missen. Ich bin halt nicht für 14 Tage "DomRep All-Inclusive" geschaffen, da langweile ich mich tierisch.
Bequem bin ich auch, alt auch, und unendlich faul.....aber im Urlaub muss möglichst alles ganz anders als zu Hause sein.
;-)
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
nee, das dom-dingens muss ich auch nicht grad haben, aber inzwischen bin ich doch sehr für ein eigenes bad im urlaub. ... wobei ich früher ein ausgesprochener camping-fan war. :-)
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Das Campen ist da auch gar nicht soooo wichtig! Wichtig, wenn überhaupt, finde ich es, morgens nicht zu wissen, wo man abends landet.
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
in den 70er jahren bin ich mit meiner allerurältesten kindergartenfreundin, einem lehrerstöchterlein, zum zelten nach südfrankreich gefahren. ich hatte reichlich erfahrung, für sie war es eine erstbegehung. die bei ihr zu hause üblichen stoffservietten nebst serviettenrigen hatte sie nicht gerade eingepackt, aber eine tischdecke. ... am zielort angekommen, haben wir erst matl eingekauft. dies und das ... und ich sagte: so, jetzt lernst du erst mal die erste camperregel: immer eine flasche wein im hause haben!! ... sie verstand es dann am abend, als wir ein paar leute kennenlernten, uns zusammensetzten und jeder seine getränke herbeiholte. :-))
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Heute sieht das auf den Campingplätzen oft ganz anders aus (ich bin früher nicht auf "sowas" gewesen und kann daher nicht vergleichen):
Bei einem großen Platz siehst du etwa 50 - 60 Wohnmobile, die so eng aneinander stehen, wie die Inhaber zu Hause es sich NIE gestatten würden. Die bleiben für sich. Man kennt sich, man geht jedes Jahr dorthin, man hat evtl. sogar schon einen Gartenzaun ums WoMo. (Dafür hat man es schließlich gekauft: Um es für Jahre am selben Platz zu parken. *gröööl*)

Dann kommen etwa 20 Großzelte mit Familie plus 2 Kindern; Zelten ist da alternativ oder notgedrungen.
Dann kommt lange nichts mehr........




Und DANN erst kommen die Parias; mit kleinen 2-3-Mann-Zelten, ohne großen Ballast, ohne StühlchenTischchenRegalchen. Oft stehen Räder davor; manchmal auch große Rucksäcke: Wanderer.
Ein richtiger Austausch mit "Wo kommt Ihr her, wo wollt Ihr hin?" und das Weitergeben von Unterwegs-Tipps wie Straßenverhältnissen oder Übernachtungsmöglichkeiten findet nur hier statt--die anderen fahren ja nicht herum, sondern haben sich da angenagelt.
:-)
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Mona Lisa replies:
ja, ich dachte mir, dass es sich so entwickelt hat. die große zeit der camping-romantik scheint vorbei zu sein. :-)
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
*Reinhard*pro says:
Fundsache zur Brauerei:
Die vormalige Elbinger Brauerei, genannt Englischer Brunnen aus Elbing ist seit etwa einem Jahrzehnt wieder als Elbrewery Co Ltd in Betrieb. Das Bier unter dem Markennamen EB ist eine der beliebtesten Biersorten in Polen. Die Brauerei Elbrewery ist heute die größte Brauerei Polens und gehört zum niederländischen Heineken-Konzern: Elbrewery Co. Ltd.
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Das macht sie mir nun nicht gerade sympathischer....
Am Gebäude dran stand "WARKA". Und, glaube ich, "ZYWIEC".
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
*Reinhard*pro replies:
Ja eine Warka-Brauerei gibt es da wohl auch noch!
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro says:
Muss ich mir morgen alles in Ruhe ansehen - heute bin ich zu muede.
Und gerade sehe ich, dass heute schon morgen ist ... ich muss ab in die Falle!
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro says:
Und jetzt weiss ich auch endlich, warum da oben steht
Hier ist der Beweis: Genowefa wartete mit uns, LOL!
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
°°
Posted 2 years ago. ( permalink )
NicoleB says:
Seufz......, fuer mich klingt's schoen :)!
Posted 2 years ago. ( permalink / translate )

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