Tante Käthe Published on July 16, 2009
by Tante Käthepro

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Post von Edelmira Toporek:
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[# 4] Klein aber fein: Estland
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[# 3] Klein, aber fein: Estland
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Imitat-Essen----------Ess en-Imitat?
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[# 2] Klein, aber fein: Estland
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[# 1] Klein, aber fein: Estland
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Nach Monica Bleibtreu nun auch....
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Ich hab mal wieder ein Schul-Schmankerl ....
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Mir ist heut so danach #4
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[# 2] Klein, aber fein: Estland

Thursday July 16, 2009 at 02:17PM

Es ist zunächst eine ruhige und schnelle Fahrt über die autobahnähnlich ausgebaute Küstenrandstraße, die „via baltica“. Wir kommen bestens voran, da nur wenig motorisierter Verkehr an uns vorbeibraust.

Bushaltestelle
Bushaltestelle
Dann jedoch wird es unsanfter und laut. Wir bleiben aber auf der Schnellstraße; schließlich wollen wir nicht lange in Lettland bleiben, sondern so unkompliziert wie möglich nach Estland kommen.
Münchhausen
Münchhausen





Es ist kühl, regnerisch, Wolkenfetzen rasen über uns hinweg und bringen immer mal wieder einen Schauer mit sich. Wir müssen öfter anhalten, um die Regenkleidung an- oder wieder auszuziehen(…oder um einen Kaffee trinken zu gehen...), aber wir fressen Kilometer um Kilometer.

lettisches Bauen
lettisches Bauen



Ab dem Abzweig nach Pabazi, dem ehemaligen Katharinenbad, fangen wir mit der Campingplatz-Suche an. Wir haben eine Liste dabei, die uns genug Plätze verspricht, aber schon jetzt merken wir, dass sie ihre Versprechen nicht einlösen kann: gut die Hälfte der aufgelisteten Übernachtungsmöglichkeiten stimmt nicht mehr: Geschlossen, verriegelt--Krise? In Saulkrasti jedoch finden wir eine ‚tourist information’, in der uns eine hübsche Lady den Weg zu einem „Biwakplatz“ beschreibt; weit draußen vor dem kleinen Badeort, der sicher auch schon bessere Zeiten gesehen hat….

Wir finden den Platz: Tatsächlich, nichts als eine große Wiese mit 2 Holz-Ferienhäusern (besetzt) und einem großen Familienzelt (auch besetzt). Eine Freiluftdusche entpuppt sich als Potemkinsches Dorf, denn es gibt dort kein Wasser. Das Plumpsklo am Zaunrand jedoch verfügt sogar über 2 Sitzplätze: getrennt nach „Damen“ und „Herren“ oder etwa „schon voll“ und „noch leer“ ? Zum Glück gibt es einen Wasserkran für alle, an einer der Hütten.
Wir versuchen, einen „Platzwart“ ausfindig zu machen, aber es gibt keinen; wir dürfen einfach so hier bleiben. Schnell spannen wir das Zelt, und unter den wachsamen Augen der Zeltbewohner verstauen wir unser Gepäck in den Apsiden, dann schwingen wir uns auf die Räder, um im Ort
noch etwas Essbares zu erwischen.—

Mit den Zutaten zaubert der LOML ein duftendes Abendbrot. Er nennt es "Lettischer Dillkartoffeltopf", ich nenne es einfach nur "Lecker!"....

Essen nachher
Essen nachher
Essen vorher
Essen vorher












Als es gegen 21 h anfängt zu regnen, kriechen wir in die Schlafsäcke und fallen sofort in Tiefschlaf.--

....................

Am anderen Morgen weckt mich das Geräusch eines Fußballs, von einem Kind versehentlich aufs Zelt gekickt. Auf mein unwilliges Gebrumm aus den Tiefen des Schlafsackes folgt ein verschämt-leises "Entschuldigung!" auf russisch, anschließend schnelles Getrappel auf dem Rasen, um den Ball aus unserem Greif-Bereich zu holen. Wer weiß, vielleicht klauen ja die Ausländer den Ball...:-)
Einmal wach, können wir auch genauso gut frühstücken. Der Himmel verspricht sowieso nichts Gutes und es es ist empfindlich kalt geworden. Ich ziehe alles an, was ich an warmer Kleidung mitgenommen habe.
Während wir unser Müsli vertilgen, fängt es leise an zu tröpfeln--schnell springen wir auf und bauen in Windeseile das Zelt ab, denn ein nasses Zelt heißt unnötiges Transportgewicht.--

Wir folgen wieder der Via Baltica, die immer autobahnähnlicher wird. Aber bei mäßigem Verkehr ist gut mit den Reifen schnurren, und die kühle Luft macht es uns leicht.

Üpsilon
Üpsilon
Küste
Küste





Nirgends bemerkt man, dass wir nicht mehr als 1 - 2km zur Küste parallel radeln: Wir sind von dichtem Mischwald umgeben, die (asphaltierte!) Strecke spult sich schnurgerade vor uns ab. Nur selten werden wir von Autos überholt, die gischtsprühend das Wasser aus den Straßenpfützen über uns werfen. Letten halt. Das kennen wir ja schon......;-)

Am späten Nachmittag erreichen wir Salacgriva und hoffen dort auf den Campingplatz--der auch nicht mehr existiert. Es gibt aber eine Sport-Gesamtschule mit einem "students' dormitory", in dem wir ein 4-Bett-Zimmer mit Dusche und WC für lächerliche 6 Euro bekommen: Dafür brauchen wir das Zelt nicht herauszuholen; das ist fast genauso billig wie ein Zeltplatz. Die pummelige kleine Verwalterin spricht Russisch und zeigt und erklärt uns freundlich, gutgelaunt und geduldig alles, was wir wissen möchten. Als das Schloss unserer Zimmertür klemmt und wir beim Hinausgehen nicht abschließen können, repariert sie mit dem LOML zusammen den Schließer: Gummihammer und Köpfchen...;-)
Kochen können wir dort nicht, aber wir kaufen uns Brot, Wurst, Käse und Joghurt für ein kaltes Abendbrot, genießen unser Essen bei offenem Fenster und betrachten die jungen Leute, die jetzt, im abendlichen Sonnenschein, überall auf dem Campus herumschwirren. "Bett"zeit für die Schüler ist um 22 h, dem schließen wir uns an; zufrieden, dass wir die 170 km bis zur estnischen Grenze in nur wenig mehr als 2 Tagen geschafft haben.-













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16 Comments / add your comment?

A.Meise says:
Bis auf den Regen klingt es ja (noch?) sehr gemütlich, was Ihr da so treibt!
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Ich sach doch: Es war alles ganz normal...:-)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
A.Meise replies:
Ich durfte Dich live und in Farbe kennen lernen - das GLAUBE ich nicht!! ;-)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
*gg*
Ach, glaub' doch, watte willß.


:-DD
Posted 4 months ago. ( permalink )
pehei replies:
Es kommt Dir nur so normal vor. Ich finde es trotzdem interessant, Dich auf diese Weise zu begleiten.
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Pandarinepro says:
Links: Hast du es im Quelltext editiert, oder im normalen Text? Das geht hier im Blog nur im Quelltext.

Und was sind denn Apsiden?
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Ooh, danke, Panda, das wusste ich nicht. Dann lass' ich das, ich weiß nämlich nicht, wie das Einsetzen von links im Quelltext geht...
.............
Edit:
Das ist ja ganz einfach!!! Danke für den Tipp...
.............................
Apsiden--->Apsis; sind die beiden "runden Enden" des Zelts, in denen man Gepäck verstaut. Kuckstu hier.Rechts ist die eine Apsis, auf der anderen Seite ist noch so eine. Schlafen kann man nur in der "Röhre", die natürlich nochmal abgeteilt ist in Form eines Innenzelts.
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthe edited this comment 4 months ago.
Pandarinepro replies:
Oh, ich dachte, das ist irgendwas Abgeschlossenes, damit einem das Zeug nicht geklaut wird. Danke fuer die Erklaerung - und freut mich, dass das mit den Links jetzt klappt :-)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
hermannfjpro says:
Kilometerfressen auf diese unspektakuläre Weise hat doch auch was ! - Weiter so ....
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Eigentlich sind wir keine Kilometerfresser; wir nehmen es so, wie's kommt.
Und hier kam es eben etwas flinker.
.-)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Varinpro says:
Wann gehts denn weiter? :-)))
--
Seen in varin home page (?)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
nochjemand says:
Wo ist denn das Bild der hübschen Lady von der tourist information? Ich finds nicht und such jetzt schon drei Stunden :-(

Welcome Back!
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Die hab' ich nicht abgepixelt--es hat geregnet und die Kamera war gut verstaut...:-)

Danke!
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Namastepro says:
toll, was ihr so erlebt ! :-)
Posted 4 months ago. ( permalink )
christel.kpro says:
also, Lettland ist nicht so einladend für mich ;-)
Posted 4 months ago. ( permalink / translate )
Tante Käthepro replies:
Posted 4 months ago. ( permalink )

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