Heute, 3. Stunde: "Miteinander Leben", so heißt das Ersatzfach für die Kinder, die keinen Religionsunterricht bekommen: ein bisschen Ethik, ein bisschen Philosophie, ein bisschen Lebenshilfe.....
In meiner Geschichte geht es exemplarisch um Felix, einen Jungen, der seine Wutanfälle nicht in den Griff bekommt, sich blind auf seinen Widersacher stürzt und ihn vermöbelt. Meine Frage an die Zweitklässler: "Muss Felix wirklich seine Fäuste benutzen? Kann man denn so einen bösen Streit nicht anders [auf]lösen?"
Die Finger gehen gleich dutzendweise hoch und ich bin erleichtert, dass die Kleinen so viele Meinungen und Ideen dazu haben. G. will unbedingt "dran"kommen, fuchtelt wild mit dem Finger vor meiner Nase hin und her und ich erlöse ihn: "Ja, sag schon!"----und er sprudelt heraus:
"Ich würde ein Messer nehmen und ihn gleich aufschlitzen!"
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A.Meise says:
Tante Käthepro replies:
:-(
Selbst auf Nachfrage ging er nicht davon ab; grinste nur. Allerdings ist er wach und intelligent genug um evtl. schon abschätzen zu können, womit er uns schockieren kann.
Pandarinepro replies:
Tante Käthepro replies:
Ich bin ernst geworden und habe nachgehakt, ob er das ernst meint und wie er sich das vorstellt. Da machte er lächelnd mit beiden Händen die Aufwärtsbewegung mit einem pantomimischen Messer nach. Er wusste also ganz genau, was er damit ausdrückte.
Um dem Ganzen nicht noch mehr Bedeutung zuzumessen und ihm die Show nicht weiter zu gestatten, bin ich wortlos darüber hinweggegangen; es kamen dann auch von den anderen Kindern die beabsichtigten Vorschläge, Frieden zu stiften bzw. den Jungen aus der Geschichte "von der Palme" zu holen.
Er selbst hat dazu allerdings nichts mehr beigetragen.
Pandarinepro replies:
Gut, dass wenigstens die anderen Kinder mehr Hirn hatten!
Rasch2000pro says:
A.Meise replies:
Rasch2000pro replies:
Mit Abitur wird er Chirurg.
Wo ist der Unterschied?
Ach ja: Im Einkommen :-)
kolibri*pro says:
Gegrapha, temporarily lost in real lifepro says:
Tante Käthepro replies:
pehei says:
Als die Sache sich etwas beruhigt hat, fragt Alexander (8) mich, was eigentlich ein Kondom sei. Da stand ich nun musste dem aus streng katholischem Elternhaus stammenden Jungen erklären, wozu man ein Kondom benutzt. Ich weiß noch, dass das Wort "verhüten" in der Erklärung vorkam.
Beim Küchendienst kocht das Thema wieder hoch. Eine andere Gruppenleiterin (Wir waren jung, aber wir waren viele) fragt die Kinder, ob sie überhaupt wüssten, was ein Kondom sei. Da meldet sich Alexander: "Ich weiß es. Das ist was zum hüten. Zum Menschen hüten. ... Aber... wäre da ein Samuraischwert nicht viel besser."
Tante Käthepro replies:
pehei replies:
Rasch2000pro says:
Während des Studiums hatte ich was gelernt über restringierten und elaborierten Sprachcode.
Werde ich nie vergessen...
The Guennipro says:
Curlgirl replies:
Anne Seltmannpro says:
Warum stehen Jungen oft hilflos da, sind beziehungsgestört, gewaltbereit, versagen oft, sind alkohol- und drogengefährdet, geraten öfters in Schwierigkeiten?
Um Jungens in meinem KiGa-Alltag besser begleiten zu können, habe ich an einem zweitägigen Seminar teilgenommen. Thema "Starke Jungen"
Seminarleiter war Torsten Heuer, Diplom Sportlehrer.
Zahlreiche bahnbrechende Erkenntnisse über die psychisch und physische Entwicklung werden aufgezeigt. In den Seminaren erlebt man neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen auch immer ein großes praktisches Angebot.
Eltern sollten solche Seminare belegen, denn da liegt unter anderem die Wurzel des Übels
Manuel Wesser says:
Wir erlauben unserer Tochter (5J) am Wochenende etwas Fernzusehen, eigentlich müssten wir alle Nachrichtensender mit einer Kindersperre versehen. Denn wann die Bilder vom Bombenattentat veröffnetlicht werden können wir nicht beeinflussen.
Am Abend mit ihr Nachrichten zu sehen, versuchen wir gar nicht erst...
Wenn sie erst lesen kann... Was von den jetzt aufkommenden Kinderportalen zu halten ist, muss sich auch erst noch zeigen.
Meiner Meinung nach leben wir in einer Überinformationsgesellschaft, selbst Erwachsene sind dem nicht mehr gewachsen, wie sollen wir dann den Kindern den Umgang damit beibringen?
gin_ablepro says:
ich finde das richtig schlimm ...
Thueringerpro says:
nochjemand says:
Intelligent, oder eher plump?
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Coming from tantekaethe blog (?)
Tante Käthepro replies:
Aggressiv? Nicht sichtbar, zumindest bei mir nicht. Unruhig, weil unfähig, sich länger als 3 Minuten zu konzentrieren.
nochjemand replies:
Naja, du als Profi wirst da eh am besten mit umzugehen wissen. Hier in der Strasse ist auch so ein Kugendlicher, der so hibbelig ist und sich auf nichts konzentrieren kann. Das ist fast ne Strafe sich mit dem zu unterhalten. Er ist nett, aber diese Sprunghaftigkeit kann einem den Nerv rauben :-(
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