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Moosbuckels Welt

Gedanken, Fragen, manchmal Antworten; immer nur lose gebündelt und selten durchstrukturiert.

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Mark Da Silver's Blog
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July 3rd, 08

Les petites soeurs sont arrivées

 Le bonheur de rencontrer le bercail à l’étranger……

:……Oh, comment nous nous sommes réjouites quand une main nous a libérées du carton “touristique” et quand nous avons vu les "grandes"....

les trois

Nous voilà arrivées — mais comment tu l'as fait que le voyage n’a duré que 24 heures?

 

les petites

Eh, bien, tout est ok, mais maintenant quelque chose de sérieux: Tu sais que nos grandes soeurs ne font que des bêtises? Elles veulent tout savoir, veulent tout voir et cavalcadent dans toute l’habitation quand “Tat’ Kat” n’est pas là……et, quand elle rentre à la maison à midi, il lui faut les chercher!!

Elles se cachent partout, dans la cuisine

la lampe
,

dans la salle de bains

la salle de bains 2

—je les ai même trouvées devant la porte de la chambre à coucher!!

la chambre à coucher

la secrétaire
Elles veulent être secrétaire et dérangent le bureau--
la bibliothèque
Elles jettent les livres de la bibliothèque à terre!

le telefone
Elles téléphonent à n'importe qui--Dieu merci qu'elles ne sachent pas les indicatifs de France...!

Elles ont une conduite inacceptable! Et, ce qu’il faut encore critiquer: Elles mangent trop! La cuisine allemande leur plaît—et on le voit déjà…..elles ont pris des kilos  et ça suffit maintenant……

Mais ne t’en tracasse pas, nous deux, nous allons changer ça!

Nous avons écouté qu’on va nous emmener a un voyage---nous petites sont mieux pour ça que les grandes-----Yippie!!!!! Imagine, nous deux en course pour le baltique!

Aurais-tu cru ça, quand tu nous a faites??

Deux grands bisous d' ici!!

 

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June 26, 08

Chère maman,

nous voilà enfin arrivées dans notre nouvelle résidence! C’est très joli ici, même s’il n’ y a pas de jardin ni de mer! Mais le soleil brille et notre “Tat' Kat” nous a adoptées comme il faut!!

 

Tu vois qu’elle a tout de suite signé le certificate….

...

 

La première chose qu’on a vu/entendu, c’était son éclat de rire –encore à la poste!!—quand elle a ouvert le petit paquet et nous a tirées dehors- tout prudamment... c’était vraiment gentil , après ce voyage long et ennuyant.--

Elle est complètement différente de toi: grande et avec des cheveux blondes. Nous sommes directement allées à bicyclette avec elle et nous croyons qu’elle est sympa, parce qu’elle nous a laissées faire notre gymnastique sur tous les meubles dans l’apartement……

Les JouJouilles en Allemagne
Elle nous a montrées toute l’habitation, et on pense qu’ il y a assez de place pour nous!
joujou 8

Je t’envoie quelques photos, où on peut voir ce qu’on a déjà fait.

 

Elle a dit qu’il y a encore un homme qui vit avec elle---nous sommes très curieuses de le connaître quand il arrive de l'école: Il est prof.

Oh—Oh!!....

Maman, sois sûre que nous avons trouvé ici une vie très agréable et qu’on nous donne tout l’amour qu’il faut pour vivre une vie joujouilleuse!!

JouJou 9

 

(Ich habe heute 2 dieser handgefertigten Püppchen von je 22 cm Höhe bekommen und bin ganz begeistert. Sie sind sorgfältig "gewickelt" nach Art von Voodoo-Puppen;  fröhlich in ihren Farbkompositionen, hervorragend geeignet als Talisman.... Carol (www.ipernity.com/home/joujouilledansleko) nimmt für diese Größe --sie werden in Wunschfarben gemacht-- 10 Euro/Stück plus Porto und Verpackung 6 Euro. Hübsche kleine Glücksbringer!!! eine davon wird die Tour nach Norden mitmachen....)

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June 16, 08

Erdgas ist geruchlos......

 

....deshalb wird dem Haushaltserdgas ein Geruchsstoff zugefügt, damit wir merken, wenn Gas ausströmt.

……………………………………………………………………………………………..

Unser Haus hatte einen turbulenten Nachmittag: Die junge Nachbarin neben uns hat, nach gerade mal 3 Ehejahren, heute ihren Mann verlassen. Sie musste sich gewaltsam Zutritt zur eigenen Wohnung verschaffen, weil ihr Mann nicht öffnete. Also kam sie mit Verstärkung in Form von mehreren jungen Kerls an, ließ Schloss und Tür durch einen Schlüsseldienst aufbrechen und räumte dann ihre Habe aus, während ihr Noch-Mann sich verzweifelt im Schlafzimmer verschanzte und verbarrikadierte, für nichts und niemanden zu sprechen war:

 

Das Haus hat seine kleine Sensation.

 

Aber 4 Stunden später ist auch das vergessen, es herrscht wieder die allgemeine kleinbürgerliche Ruhe---bis plötzlich mein Lieblingsnachbar aus der ersten Etage mit weit aufgerissenen Augen zu uns hochgestürmt kommt: „Hier riecht’s nach Gas! Fenster auf! Türen auf! Kein elektrisches Gerät einschalten!“

Ich bin misstrauisch und schnüffele durch die Etagen: „Nö, hier riecht’s eigentlich nur nach Knofel!“, aber auch der mir Anvertraute mit seinem extrem feinen und verlässlichen Näschen erschnuppert Gas--und er ist bei weitem nicht so aufgeregt.

Was tun? Immerhin wohnt nebenan ein verzweifelter, gerade verlassener Ehemann…..?

 

Na gut, ich rufe die 110 an, erkläre die Situation und die befehlen uns, sofort die Wohnngen zu verlassen, die notwendigsten Papiere mitzunehmen und auf der Straße alles Weitere abzuwarten; sie versprechen, die Feuerwehr sofort zu benachrichtigen. Die kommt tatsächlich fast im selben Augenblick um die Ecke—mit dem ganz großen Gerät: 4 Löschzüge, 1 Notarztwagen, ein „Einsatzleitung“-Bus und ichweißnichtwieviele Feuerwehrleute mit Hacken und Schaufeln und Atemgerät-----ich dachte, mich trifft der Schlag…….das alles in unserer winzigen Straße.

 

Wir erklären, warum wir Verdacht geschöpft haben und warum wir glauben, dass es aus der gerade leergeräumten Wohnung kommen könnte. Die Roten stürmen die Treppe rauf—das Haus ist in Windeseile komplett gefüllt mit Feuerwehr –dass die sich nicht gegenseitig behindern?

In der Zwischenzeit füllt sich die Straße mit Schaulustigen und wir werden gefragt, was denn los sei. Es sieht tatsächlich grimmig aus, beängstigend. Aber insgeheim bin ich froh, dass alle „Offiziellen“ so schnell zur Stelle sind.

Wir müssen unsere Personalien angeben :“Wer hat hier die Polizei angerufen?“ und werden noch mal befragt---denn zum Glück hat sich unsere Befürchtung als blinder Alarm herausgestellt: Der Mann ist gar nicht zu Hause und das, was wir gerochen haben, war wirklich nur Knoblauch: In der ersten Etage brutzelte sich eine Mieterin eine geballte Ladung davon..----

Übrig bleiben eine aufgebrochene Wohnungstür und die Frage: Wonach riecht Erdgas?

 

 

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May 31, 08

Grillspaß am Önkelstieg

Neues aus Stenkelfeld?

 

Sonntag, 11. Juni, 11:03

In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg nutzt der Berufsschullehrer Herman S. ein kurzes Zwischenhoch. Die schmale Rauchsäule aus seinem mit zwei tiefgefrorenen Thüringern belegten Holzkohlegrill wird zum verheerenden Signal an die Nachbarschaft. Der überraschende Startschuss in die Grillsaison bringt die gesamte Siedlung völlig unerwartet in Zugzwang.

Sonntag 11:17

Aufgrund von Rohstoffmangel erfolgen nur vereinzelte Konter von den Nachbargrundstücken. Halbherzige Experimente mit Fleischkonserven und gemischtem Aufschnitt in Alufolie schlagen fehl. Der beißende Geruch einer angebrannten Mortadella erstickt dann letzte Hemmungen.

11:30

Die verzweifelten Rufe der Rentnerin Emilie H. nach ihrem verschwundenen, mehrfach preisgekrönten Zwergfasan "Hänschen" verhallen ungehört. Zur selben Zeit schmückt der arbeitslose Rohrleger Otto W. liebevoll den Kopf seiner sechsjährigen Tochter mit einer langen, gelben Schwanzfeder während auf seiner hastig improvisierten Feuerstelle eine nachlässig gerupfte Vogelleiche schmort.

12:06

Neid und Missgunst der gesamten Anwohnerschaft richten sich auf den üppig belegten Tessiner Rundgrill des Bordellbesitzers Kurt S. Wie üblich kann ihm auch dieses Mal eine Straftat nicht nachgewiesen werden, sodass die Strafanzeige vom zweiten Vorsitzenden des Kaninchenzüchtervereins "die Steher" über den Diebstahl seiner zwanzig gekürten Riesenrammler der Rasse "Varus Rustikus" gegen Unbekannt formuliert wird.

12:21

In einem benachbarten Waldgrundstück bemerkt der Direktor des dort kampierenden kleinen Wanderzirkus Schöller das Verschwinden des ausgewachsenen Nilpferdbullen "Romeo".

12:40

Wegen der Größe des von seinen Söhnen erbeuteten Grillguts erweitert Luftwaffenmajor außer Dienst Ottfried von F. seinen Bratenrost mit Stahlmatten von einer nahegelegenen Großbaustelle auf zehn Quadratmeter. Als Zündhilfe für die durchfeuchteten Birkenstämme kommt erstmals ein bislang unerprobter Raketentreibstoff aus seiner einstigen Dienststelle zum Einsatz. Die hundertfünfzig Liter Hydrometanolnitrat aus dem Kampfjägerbattallion "Petra Kelly" werden, wie sich augenblicklich zeigt, dem langjährigen Forschungsaufwand gerecht.

12:42

Beim ökomenischen Gottesdienst "Brot für die Welt" in der 16 km entfernten Sottrupper St.-Johannes-Kathedrale ist soeben der Choral "Bittet, so wird Euch gegeben" verklungen, als ein 3 Tonnen schweres, goldbraun gebackenes Nilpferdfilet krachend das schwere Kupferdach des Hauptschiffs durchschlägt und auf der mundgemeißelten Elfenbeinorgel aus dem 14. Jahrhundert landet. Mit bewundernswertem Improvisationstalent verkündet Bischof Krögel seiner staunenden Gemeinde, der Herr sei bisweilen auch zu Scherzen aufgelegt.

12:50

Die Reihenhaussiedlung ist von zwei Hundertschaften der Polizei umstellt. Die vom gefesselten Tierpfleger des Wanderzirkus Schöller abgegebene Täterbeschreibung: Hawaiihemd, hellgraue Shorts, Tennissocken, dunkelbraune Herrensandalen der Marke "Ötztaler Wanderspaß" engt den Kreis der Verdächtigen auf ca. 400 ein. Durch dunkle Rauchschwaden und verkohlte Tierkadaver taumeln Familienväter zur Vernehmung, Menschen wie du und ich, die mal ganz spontan am Sonntag grillen wollten.

 

 

 

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May 28, 08

Du willst Lehrer werden? Dann hör' mal gut zu!

58 Jahre wird mein Lebensgefährte N. dieses Jahr alt: Ein pädagogischer Haudegen, über 30 Jahre im Beruf, immer " an der Front" eingesetzt und mit allen Wassern gewaschen. Er war seinen Schülern mehr als einmal Vaterersatz, jedoch kein pflaumenweicher Kuschelpädagoge, sondern einer der unerbittlich fordert, aber eben auch fördert.

Im vergangenen Jahr musste er die Schule wechseln (in Hannover lässt man die Hauptschule 'sterben' und deshalb werden Strukturen aufgebrochen) und wurde Klassenlehrer einer verkommenen und verrohten 10. Klasse; Schüler, die anderswo nicht mehr aufgenommen worden waren--ein zusammen gewürfelter Haufen. Auch hier hat er sich eingesetzt und glaubte doch, bei vielen Erfolg gehabt zu haben--bis gestern.

Da kam er 2 Stunden eher als gewohnt nach Hause. Mit einer blau verfärbten länglichen Wunde auf der Stirn und einem Riss am blutunterlaufenen Auge----und das kam so:

Gestern war Prüfungstag „Schriftliche Prüfung Deutsch" 10. Klasse. Die Schüler mussten einen Aufsatz schreiben. Die Bedingungen waren klar abgesteckt und immer wieder aufs Neue eingehämmert worden; ein unbedingtes Muss bei Jugendlichen, die keine 'Spielregeln' akzeptieren. Unter anderem die Regel: KEINE HANDYS während der Prüfungszeit. Die beiden Lehrer teilen die Bögen aus, geben das Thema weiter und klären noch letzte Fragen--die Schüler fangen an zu arbeiten.

Plötzlich dengelt in die Stille hinein ein Handy.

Der Besitzer dieses Handy nimmt es aus seiner Tasche und -statt es sofort auszuklicken- fängt er völlig ungeniert an, zu telefonieren.

In normaler Lautstärke.

Im Klassenraum.

In der Klausur.

Mit scharfen Worten wird er von N. nunmehr wegen der eklatanten Störung des Raumes verwiesen, reagiert aber nicht, sondert redet weiter ins Handy hinein. Erst auf wiederholten Zuruf springt er plötzlich und unvermittelt auf, läuft nach vorne und unter wüsten Beschimpfungen („Flachwichser, Hurensohn, Bastard“, „fick dich ins Knie“) und lautem Geschrei nimmt er ein dort bereitliegendes Exemplar des DUDEN und knallt es seinem Lehrer mit Wucht an den Schädel um sodann den Klassenraum und die Schule zu verlassen.

Man kann sich vorstellen, welcher Tumult im selben Moment entstand. Zur Ehrenrettung der anderen Schüler sei gesagt, dass sie sich gemeinsam auf den Angreifer stürzen wollten, um ihn zu vermöbeln, was aber von N. abgewendet werden konnte. Nach etwa 10 Minuten ging die Klausur weiter.--

N. war gestern noch beim Unfallarzt. Er hat großes Glück gehabt, dass die Brille den Aufschlag abhalten konnte. Nicht auszudenken, was noch hätte passieren können.....

Der Angreifer hat heute den endgültigen Schulverweis bekommen, er darf das Schulgelände nicht mehr betreten. Das Angebot, die Prüfung allein und unter Aufsicht nachzuholen, hat er ausgeschlagen. Auch während des Gesprächs mit seiner Mutter und dem Direktor zeigte er  neue Aggression und beschimpfte seine Mutter.--


Die Anzeige wegen Beleidigung und Körperverletzung liegt schon bei der Polizei.--

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May 23, 08

Kauf' mich, iss' mich - denn ich bin gesund...?

Papier ist geduldig - auch, wenn es um die Verpackungen von Lebensmitteln geht: "Mit weniger Zucker" heißt es da bei Kellog's Frosties, "aktiviert die Abwehrkräfte" lockt Actimel von Danone und Nestlé bewirbt seine Trio-Frühstücksflocken gar mit einer "Vollkorngarantie".Was weniger deutlich auf der Packung steht, ist das, was tatsächlich in den Lebensmitteln drin ist....:


www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,554852,00.html


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© Published at 16:06 ( 6 comments / 245 visits )
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May 8, 08

She's simply the greatest...

Beim Anklicken von Perles Nina-Simone-Link gefunden:

 

www.youtube.com/v/5T3FXFnoTzE&hl=de

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May 7, 08

Sagte ich schon, wie sehr ich Achim Achilles schätze???

Schon wieder ein Beitrag:

 

 

Kuddel, der Held

 

Oben sportsmännisch lächeln, aber unten wetzen, dass das Blut aus den Schuhen spritzt: Achim Achilles' Trainingspartner hat wider Erwarten die bessere Zeit vorzuweisen! Damit ist es vorbei mit dem Gönnertum. Vor allem, wenn der Schnellere eher dick und unförmig ist.

 

"Wir Läufer sind ja vorbildliche Sportskameraden. Wir freuen uns von Herzen, wenn der Rivale vom Lauftreff seine Bestzeit geknackt hat, vor allem dann, wenn er schneller, älter und deutlich schwerer ist als wir, zu allem Überfluß noch eine Frau, erst seit wenigen Monaten dabei und obendrein mit einem unmöglichen Stil unterwegs. Ja, wir gönnen jedem Mitläufer seinen Triumph, der schneller ist. Soweit die Theorie. In der Praxis verhält es sich ganz anders: Der wurstförmige Kuddel zum Beispiel ist die 10 Kilometer neulich in 44 Minuten und 48 Sekunden gelaufen. Ausgerechnet Kuddel, der Trampel, der jedes zweite Training geschwänzt hat, vor allem die giftigen langen Tempoläufe und einen Bauch wie ein Barolo-Faß vor sich her trägt. Wie kann das sein? Da muß ein Messfehler vorliegen. Oder er ist eine Abkürzung gelaufen. Vielleicht war er gedopt. Ich will auch was von dem Zeug.

 

 

 

"Bist Du schon mal unter 45 Minuten gelaufen?", fragt mit lieblicher Heimtücke meine Mona, als ich ihr von Kuddel erzähle. "Äähmtja, im Training", antworte ich, verschweige dabei allerdings, dass die Strecke vermutlich nicht ganz exakt 10.000 Meter lang war, auch wenn sie sich so anfühlte. "Und warum nicht bei einem Wettkampf?", fragt die garstige Gattin mit sicherem Instinkt für den tiefdunklen Fleck in meiner Läuferbiographie. "Irgendwas kam immer dazwischen", sage ich wahrheitsgemäß. Stimmt ja auch. Mal war es zu heiß, mal ich zu müde oder die Strecke zu steil, gerade nach hinten raus.

 

 

 

Oft fehlte auch nur eine klitzekleine Trainingswoche. Auf den letzten drei Kilometern, die mein Kopf stets zu sprinten befiehlt, gehorchen meine Beine übrigens nie. Dagegen kann man einfach nichts zu machen. Wahrscheinlich wieder mal die falschen Schuhe. Oder Socken. Oder beides. Fast immer ist ja auch die Strecke zu lang; nicht auszuschließen, dass sich die Veranstalter bei jeder zweiten Strecke vermessen.

 

Oder ich laufe nicht auf der Ideallinie, was ja schnell mal ein paar hundert Meter Überlänge bedeutet. Dazu kommt noch das unwürdige Gedränge an den Verpflegungsstationen, das irre viel Zeit kostet. Und diese Zuschauer stehen ja auch nur im Weg rum. Theoretisch jedenfalls bin ich immer schneller als es die Uhr anzeigt. "Kuddel sieht gar nicht sportlicher aus als Du", sagt Mona. Danke, liebe Frau, dass Du den glühenden Dolch in der offenen Wunde auch noch ein paarmal umdrehst.

 

Als Seine Lässigkeit Kuddel beim nächsten Lauftreff aufkreuzte, standen alle bewundernd um ihn herum und lauschten seinem Heldenbericht. Während er an seinen hühnerhautbezogenen Quallenschenkeln herumdrückte, erzählte der elende Angeber, dass er locker noch hätte schneller laufen können. Klar, Kuddel, logisch. Diese Märchen würde ich auch auftischen, aber nur wenn ich sicher wäre, dass keiner gesehen hat, wie gleich hinter dem Zielstrich schwallweise dieser fiese Cocktail aus halbverdauten Powerbar-Brocken und Guarana-Gel aus meinem saftiggrünen Gesicht gepladdert wäre.

 

 


 

Auch wenn es Überwindung kostet, einem derart charakterlosen Aufschneider die Hand zu geben, erweise ich dem Glücksläufer die unverdiente Ehre. "Spitzenmäßig, Kuddel", sage ich, verwerfe im letzten Moment den Plan, ihm statt eines Schulterklopfens ein Schulterkneifen angedeihen zu lassen und zwinge mich stattdessen zu einem Piranha-Lächeln.

 

Na warte. Bei nächster Gelegenheit werde ich dich zerquetschen wie eine leere Walker-Trinkflasche. Warum darf dieser Heini so schnell sein? Ich trainiere härter, länger, besser als er. Das ist einfach ungerecht. Ab sofort ist Kuddel mein Lieblings-Erzfeind: oben sportsmännisch lächeln, aber unten wetzen, dass das Blut aus den Schuhen spritzt.

Drei Wochen und etwa sieben Tempoläufe später nehme ich Abstand von meinem Plan. 4 Minuten 40 Sekunden auf den Kilometer, das ist auch eine schöne Zeit. Mein Körper hat sich eben entschieden, dass meine natürliche Schwelle damit erreicht ist. Mein Biorhythmus verträgt einfach keine höheren Geschwindigkeiten. Ist ja auch viel gesünder. Ich werde meine Strategie ändern und einfach warten. Eines Tages wird Kuddel einen Sehnenabriß erleiden oder Schlimmeres, weil er das Training in seiner widerlichen Leistungsgeilheit einfach übertrieben hat. Läufer wie Kuddel machen unseren ganzen schönen Sport kaputt."

 

Danke, Achim!

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May 3rd, 08

Wieder da.....-)

 

Heute nachmittag gegen 17 h sind wir per S-Bahn von Hameln aus wieder eingetrudelt; nach einem "Halbrund"-Kurs von etwa 180 km.

1. - 3. Mai

Schön war's, wenn auch das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat. Aber diese gartenähnliche Weserlandschaft im Schaumburgischen hat was; so ganz anders als die etwas eintönige Marsch im Norden. Und auch der lange, lange Weg den Mittellandkanal entlang hat Spaß gemacht--nur die Horden von betrunkenen jungen Menschen am 1. Mai haben mich erschreckt und abgestoßen. Wir wurden angepöbelt; auf den Brücken des Kanals standen sie in großen Pulks und ließen leere (?) Flaschen auf durchfahrende Schiffe fallen--das hatte nichts mehr zu tun mit den harmlosen "Vatertags"-Ausflüglern mit Bollerwagen; so, wie ich sie von früher kenne.--

Bei Petershagen sind wir vom Mittellandkanal an die Weser gewechselt und sind brav ihren Windungen gefolgt; über Porta Westfalica, Vlotho und Rinteln bis nach Hameln.....bis auf ein paar kleine Aufs und Abs im Vlothoer Bereich war alles flach und einfach zu bereisen, nur der Umgang mit dem neuen Hänger will gelernt sein: Rangieren ist nur raumgreifend möglich :-)

Ein paar Mal wurden wir arg von oben begossen, das Wetter änderte sich im Minutentakt: Kaum hatten wir die Regenkleidung angezogen, schien wieder die Sonne….sowas erträgt man mit stoischer Gelassenheit oder man lässt es bleiben: Ärgern hilft nix…

Heerscharen von Radlern kamen uns entgegen; vor allem im Bezirk Rinteln-Hameln; wir wurden bestaunt wegen des recht ungewöhnlichen Hängers. Das scheint aber auch damit zusammenzuhängen, dass kaum ein Radler jetzt mit Zelt und „Küche“ unterwegs ist. Die meisten schlafen in Pensionen, die am Wegesrand zahlreich vertreten sind und um Gäste werben.

Fotografiert habe ich nicht so sehr viel---Wolken hab’ ich immer wieder aufs Korn genommen; Wolkenberge und –formationen an diesem so sehr klaren und weiten Himmel dort. Fotos werden nachgeliefert…..:-)

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April 23, 08

Aufräumen

Unser Keller --recht geräumig und zum Glück auch so gut wie trocken-- quillt über: Vor 7 Jahren bin ich nach Hannover ausgewandert; mit Ängsten und Hoffnungen im Gepäck; in eine Wohnung, die uns beiden damals nicht so ganz behagte, aber erst einmal reichen musste.

Folglich wanderte vieles aus dem frischfrommfröhlichfrei zusammengeworfenen Doppelhaushalt erst einmal dort in den Keller, blieb über Monate verschlossen ("Man weiß ja nie, ob man das nicht nochmal gebrauchen kann!") in Umzugskartons stehen und schlief. Und schlief. Und schlief.

2004 bekamen wir endlich eine Behausung, die uns beiden passte und in der wir zusammenwachsen konnten. Die Kartons wanderten mit; immer noch nicht ausgepackt, ihren Inhalt immer noch "als Sicherheit" und "Fluchtmöglichkeit" behütend.

Aber jetzt reicht's: Im Keller kann man sich nicht mehr drehen und wenden, denn zu all' diesen Kartons sind noch die "Ersatz"-Fahrräder gekommen, und Kleinmöbel, die nun wirklich nichts mehr bei uns zu suchen haben. Also: Aus- und aufräumen ist angesagt. Und das haben wir denn auch am vergangenen Wochenende ausgiebig gemacht.

Mit ein wenig Wehmut, mit Entsetzen, mit schallendem Gelächter habe ich Dinge ausgepackt, von denen ich gar nicht mehr wussste, dass ich sie noch besaß--und wenn es erst einmal so weit ist, dann sollte man wirklich den tiefen Schnitt machen und genau DIESE Dinge auch wegwerfen (Nein, ich bin weder ein Ebay- noch ein Garage-Sale noch ein Flohmarkt-Mensch!); wenn's denn geht, in hohem Bogen!

Aber auch andere Schätzchen fand ich wieder; Dinge, die ich wohl vermisst hatte, aber von denen ich nicht genau wusste, ob ich sie vor dem "großen Treck" 2001 nicht doch eventuell verschenkt hatte....unter anderem eine dicke Kiste voll mit Papierbildern. Und meine heißgeliebten Spiele habe ich wiedergefunden. Die glaubte ich, verliehen zu haben und hab' mich riesig gefreut, sie jetzt wieder zu entdecken.

Fazit des Aufräumens:

Wir haben nun nur noch 2 komplette Besteckgarnituren statt 5

Von den 7 Butterdosen sind 5 verschwunden

Statt 20 Töpfen besitzen wir nun nur noch 12

Das eine Service für 8 Personen tut's auch

Wer braucht 4 Hundedecken, wenn er keine Hunde hat?

7 Auflauf- und 6 Kuchenformen sind genug!

 

7 große Umzugskartons stehen hochgepackt abholbereit und unser Keller ist zum Tanzboden mutiert....-)

[der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die ca. 800-1.000 Vinyls natürlich NICHT angerührt worden sind.]

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April 22, 08

"Holzschnittartig"

...sagt der SPIEGEL. Aber ist es nicht gut, dass wir endlich mal wieder einen heftigen Anti-Drogen-Film in Deutschland begrüßen dürfen?


www.spiegel.de/video/video-29579.html

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April 13, 08

C'est la vie....

Dienstag in der 3.Klasse (!!); kurz vor der zweiten großen Pause.

Es ist schon etwas unruhig, man räumt zusammen, packt die Taschen, ordnet seinen Tisch. 

Ich lehne an der Fensterbank und trage die vergangene Stunde ins Klassenbuch ein, als ich aus den Augenwinkeln einen kleinen "Kampf" bemerke: 2 Jungs reißen einem Mädchen einen kleinen handgeschriebenen Zettel aus der Hand. Ich dreh mich schnell um und bekomme (un-)glücklicherweise den Zettel zu fassen. Als ich ihn entknittere und lese, trifft mich fast der Schlag:

"Liebe Diana, ich habe dich gans dolle liep. Hoffentlich können wir bald mal viken."

In der Klasse wird es schlagartig mucksmäuschenstill. Unschlüssig, ob ich lachen oder weinen soll, frage ich zunächst mal vorsichtig: "Wer hat den denn geschrieben?"

Es meldet sich Toni, ein offener, fröhlicher und unbefangener Junge. Und genauso offen und unbefangen bekennt er sich zu seinem Text: "Ja, der ist von mir. Und-- nein, bitte lesen Sie ihn nicht vor." Ich schaue ihn an: "Toni, was denkst du dir denn dabei?" -- "Ich mag die Diana wirklich ganz doll, die ist soooo nett!" Recht hat er, der Toni; denke ich im Stillen. Aber bitteschön, F***** ist nun wirklich noch ein wenig zu früh, oder? Toni fühlt sich nicht im geringsten "ertappt" oder bei etwas Verbotenem "erwischt", und weil er so unbefangen antwortet --und damit er auch weiter so unbefangen auf mich zugehen kann--, greife ich zum ältesten aller Mittel:

glücklicherweise ist Tonis Mutter meine Kollegin und unterrichtet in der Parallelklasse. Ich gebe Toni den Zettel zusammengefaltet zurück: "Weißt Du was, Toni, Du gehst jetzt zur Mami in die 3a und gibst ihr diesen Zettel, ok?"

Er hat's gemacht; und die Mami und ich, wir haben in der anschließenden Pause herzhaft gelacht....

 

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March 18, 08

Man muss ihn einfach lieben:

Achim Achilles und seine regelmäßige Lauf-Kolumne im SPIEGEL....

 

 

www.spiegel.de/sport/achilles/0,1518,541777,00.html

Retro-Rüdiger trifft Beischlaf-Blödmops

 

"Schade, dass der BVG-Streik ausgesetzt ist. Es waren ein paar nette Tage, als der Berliner Nahverkehr lahm lag. Endlich hatten die Hauptstädter wieder einen Grund, von geregelter Arbeit abzusehen. Man traf sich morgens nicht in der U-Bahn, sondern im Stadion. Herrlich. 100 Minuten ohne Einsamkeit auf der grimmigen Tartanbahn, 400-Meter-Intervalle schrubben im trauten Kreise einer semi-ambitionierten Laienlaufschar. Aber allein war ich doch. Denn nur, weil sich viele Läufer auf engem Raum tummeln, reden sie noch lange nicht miteinander. Jeder Läufer ist Robinson auf seiner eigenen einsamen Insel.

 

Wäre "Sportsgeist" nicht nur ein Wort, dann würden wir gemeinsam stretchen, halbgare Tipps austauschen oder uns Mut zusprechen. Das Gegenteil ist der Fall: Ein halbes Dutzend Grüppchen und Einzelkämpfer halten sorgsam Abstand voneinander. Angst, Skepsis, Abneigung liegen in der Luft. Die anderen sollen nichts hören, nichts sehen, nichts riechen. Jeder bewegt sich nach seiner eigenen Trainingslehre, aber keiner orthopädisch korrekt.

 

Nur an freizeitsportlicher Coolness mag sich keiner überbieten lassen. Ein Stadion voller Narren, narzistisch wie ein Gebrauchtwagenmarkt: Offiziell ignoriert, insgeheim belauert man sich. Was treiben die anderen? Geheime Trainingsprogramme? Beeindruckende Wadenstruktur? Oder einfach nur Volltrottel, wie dieser Retro-Rüdiger im Achtziger-Jahre-Trainingsanzug, der sich dehnt wie Gerd Müller. Rüdi sprintet o-beinig 50 Meter und stretcht sofort wieder, bis die Muskelfasern quietschen. Fühlt an seinen Schenkelmuskeln. Guckt beifallheischend umher. Stolziert eine Weile. Kratzt sich verstohlen aber ausführlich am Skrotum. Fördert seinen Naseninhalt mit dem kleinen Finger ans Licht, um ihn sehr lange zu inspizieren. Sprintet wieder ein paar Meter. Garantiert Fußballer.

 

20 Meter entfernt schlurft ein Lauf-Methusalem über die Bahn, bestimmt schon die 20. Runde, im immer gleichen Tempo, mit dem immer gleichen reglosen Gesichtsausdruck, einschläferndem Emma-Schnaufen, den Kopf entspannt auf der linken Schulter abgelegt. Opa Piepenbrink zieht womöglich schon seit vier Wochen hier seine Kreise, Tag und Nacht. Niemand hat gemerkt, dass er beim Laufen einen Hirnschlag erlitten hat, aber die Körperfunktionen intakt geblieben sind.

 

Oder der zottelige Eremit, der die losgelöste Sohle seines rechten Laufschuhs mit einem Paar Extraschnürsenkel fixiert hat. Überholen kann man ihn nicht, weil er auf Bahn drei läuft und seine Arme wie Hubschrauberrotoren kreisen. Er würde jeden anderen Läufer einfach weghauen. Außerdem hüllt er sich in eine feuchte Wolke Feinspeichel. Man will gar nicht überholen, oder höchstens mit einer starken Brise. Denn der Herr sieht nicht gerade wie ein Duschsüchtiger aus.

 

Besonders ekelhaft sind die beiden Magermänner, die nicht länger als 70 Sekunden für die 400-Meter-Runde brauchen. Da kann was nicht stimmen. Wer schneller ist als ich, der muss gedopt sein.

 

Psychologisch interessant ist der Freak auf dem Rasen. Vielleicht ist es auch eine Sie. Es hat jedenfalls die Laufschuhe ausgezogen und hüpft in weichen Gummischuhen über das nasse Gras. Entweder ein Relikt der Achtundsechziger, das immer noch nicht gepeilt hat, dass Woodstock vorbei ist. Vielleicht auch ein Steffny-Leser, der an die Macht des Fußgelenktrainings glaubt. Oder was Esoterisches, das den Frühling herbeitanzt. Bislang leider erfolglos.

 

Neidische Blicke zieht ein vollschlanker Mittvierziger auf sich. Er wackelt zwar wie eine Fassbrause auf Schweineklauen, aber dafür nicht allein. An seiner Seite kämpft eine gedrungene, gleichwohl ästhetisch gerade noch erträgliche Anfangszwanzigerin im zeitlosen Vollfrottee-Outfit. Eindeutig eine Anfängerin. Eine halbe Bahn trabt das Paar, dann wird wieder spaziert. Klare Sache: Der Lustmolch würde zwar keine drei Runden durchhalten, aber die junge Dame hält ihn für einen Spitzentrainer, weil er kluge Sachen über Fettverbrennung sagt. Die Nummer zieht immer. So einfühlsam, wie er auf sie einredet, können sie noch nicht lange zusammen sein. Wahrscheinlich bereitet der greise Lustmolch einen aushäusigen Beischlaf vor. Alle Männer hier im Stadion wären bessere Trainer als der Blödmops. Aber er hat die Macht. Und sie verehrt ihn.

Jetzt habe ich die beiden schon das vierte Mal überrundet. Aber sie hat dennoch nur Augen für ihn. Das Gequatsche vom Feminat mag überall gelten, aber nicht im Stadion. Hier haben Frauen nach wie vor Angst vor starken Männern."

 

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February 9, 08

88 = Heil Hitler? Das habe ich nicht gewusst!

Codes besitzen in der rechten Szene identitätsstiftende Bedeutung. Mit ihnen wird die Zugehörigkeit mehr oder weniger verdeckt ausgedrückt. solche "geheimen" Zeichen sind beispielsweise Zahlenkombinationen oder Abkürzungen, die verbotene und strafrechtlich relevante Begriffe, Redewendungen und Organisationszeichen kaschieren. Die wahre Bedeutung soll sich nur Eingeweihten erschließen.

 

www.leipzig.de/imperia/md/content/51_jugendamt/fachstelle/hinter_den_kulissen.pdf

 

(Quelle: GEW 2/2008)

"...sind doch nur Zahlen....!"
28 = B & H = Blood & H…
18 = Adolf Hitler

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February 4, 08

passwords

 


Firmeninternes Merkblatt zur Auswahl des Zugangs-Passwortes

Um die Sicherheit der EDV-Anlagen von Firmen zu verbessern und die Möglichkeit der unautorisierten Benutzung dieser Ressourcen zu verhindern, wurden neue Regeln in Kraft gesetzt, die die Auswahl von Passworten betreffen. Alle Benutzer der EDV-Anlagen werden hiermit angewiesen, ihre Passworte entsprechend den folgenden Bestimmungen unverzüglich abzuändern.

1. Ein Passwort muß mindestens sechs Zeichen lang sein und darf keine zwei gleichen Buchstaben direkt nacheinander enthalten. Ebenso ist es nicht gestattet, zwei oder mehrere Zeichen direkt hintereinander einzugeben, die im Alphabet direkt aufeinander folgen, auch in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge. So ist zum Beispiel HGQQXP ein ungültiges Passwort (zwei gleiche Buchstaben folgen direkt aufeinander).
Ein weiteres ungültiges Passwort ist demnach zum Beispiel GFEDCB (mehrere Buchstaben in umgekehrt alphabetischer Reihenfolge nacheinander)

2. Ein Passwort darf nicht zwei oder mehr Buchstaben enthalten, die an der selben Position wie irgendeines der vorhergehenden Passworte sind. Beispiel: Wenn ein alten Passwort GKPWTZ war, so ist NRPWHS nicht erlaubt, da die Buchstaben PW an derselben Position wie im alten Passwort erscheinen.

3. Ein Passwort darf nicht den Namen eines Monats oder dessen Abkürzung enthalten. Beispiel: MAERZBC ist ein ungültiges Passwort, ebenso WMMARBC, da dies die Abkürzung MAR für “März” enthält.

4. Ein Passwort darf keine Zahl enthalten, die auch als Monatszahl verwendet wird. Aus diesem Grund sind Passworte, die eine andere Zahl als die Null enthalten, ungültig. Beispiel: WHRE3FX ist ungültig, da die Zahl “3″ die zahlenmäßige Entsprechung des Monats März darstellt.

5. Passworte dürfen keine Worte aus irgendeiner Sprache enthalten. Deshalb dürfen Passworte auch keine Buchstaben wie “A” oder “I” oder aufeinanderfolgende Buchstaben wie “AT”, “ME”, “TO” etc. enthalten, da es sich bei allen in diesem Fall z.B. um Worte der englischen Sprache handelt.

6. Passworte dürfen keine Folgen von zwei oder mehr Buchstaben enthalten, die auf einer Computertastatur in horizontaler, vertikaler oder diagonaler Richtung direkt aufeinander folgen. Beispiel: QWERTZ ist zum Beispiel ein ungültiges Passwort. GHNLWT ist ebenso ungültig, da die Tasten G und H auf der Tastatur direkt nebeneinander liegen. Ebenso ist zum Beispiel HUKWVM ungültig, da der Buchstabe U auf der Tastatur diagonal oberhalb des Buchstabens H liegt.

7. Ein Passwort darf keinen Namen einer Person, eines Ortes oder eines Dings enthalten. Beispiel: JOHNBOY ist ungültig.

Aufgrund der Komplexität der Passwort-Auswahl-Regeln, existiert momentan nur ein einziges Passwort, welches alle der oben genannten Tests besteht. Um die Passwortwahl für den Benutzer einfacher zu gestalten, wird dieses Passwort an alle Systemverwalter verteilt. Alle Benutzer werden angewiesen, dieses Passwort bei Ihrem Systemverwalter zu erfragen und umgehend zu benutzen.

(Autor nicht bekannt)

 

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