Szandor (D) Published on August 30, 2009
by Szandor (D)pro

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*peinlich* Hintergrund bei Portraits

Sunday August 30, 2009 at 08:18PM

Hi Leute... ist mir ja irgendwie peinlich, aber kann mir jemand nen guten Tipp geben, wie ich bei Portraits den HIntergrund gescheit verwaschen krieg. Ich bin da echt zu blöd zu...



Also ich schilder mal, was ich so mach... an einem Beispiel

Kamera Pentax K10D (also kein Vollformatsensor, Crop 1,5)
Objektiv Sigma 17-70mm - meist so irgendwo im 50-60mm-Bereich...
Model steht vom störenden Hintergrund (eine weiße Rauhputzwand, also eigentlich ziemlich homogen, aber halt leichte Struktur, vielleicht so wie Rauhfasertapete) mindestens 2-3m weg
Ich von Model weg auch so 2m vielleicht?
Model mit Reflektorscheibe aufgehellt.
Blende abwechselnd 4,5 und 5,6

schaut dann so aus:


Mich nervt das, dass man immer noch die Struktur von der blöden Wand sieht! Das is doch kein BEWERBUNGSFOTO.... *humpf*

Selbst bei Blende 4,0 (auch probiert) is dann netmal mehr die Nase vom Model scharf... aber der Hintergrund is immer noch mit Struktur erkennbar, verschwimmt also nie ganz zu einer weichen Fläche. so was wie Baumblätter zu großen grünen Flecken zu kriegen brauch ich gar nich erst versuchen, selbst wenn die Teile 200m weg sind....

Was mach ich denn falsch? Wie muss ich denn das aufbauen, damit das klappt? Model näher an Hintergrund und ich weiter weg? Model noch weiter weg und ich noch noch weiter? ich näher hin? Oder wie oder wer oder wo oder was???? Ich will so nen weichen HIntergrund haben wie... bei Macro oder so *kopfkratz* Ich mein, noch näher ans Model macht eigentlich überhaupt keinen Sinn, dann bräuchte ich ja ein Weitwinkel und hab danach Pferdenasen...

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15 Comments / add your comment?

Kallepro says:
Schau dir mal diese Website an: http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Damit kannst du das berechnen. Und dann etwas varieren. Hast du ein wenig mehr Brennweite? Ich habe eigentlich immer gute Ergebnisse was Shallow Depth of Field angeht. Also den Hintergrund zu einer homogenen "Suppe" zu machen. Ich persönlich würde aber mein 70-200 nehmen mit Blende 4.0 und dann nach Gefühl (mittlerweile) oder DoF Rechner.
Hoffe es hilft zumindest ein wenig.

Und: Es ist nicht peinlich :)
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Szandor (D)pro replies:
lieben Dank, Kalle. Das bookmarke ich mir gleich mal! Meinen die da mit Subject Distance die Entfernung die das Model zum Hintergrund hat, oder die Entfernung die ich zum Model habe?
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Kallepro replies:
Der Abstand vom Fotograf zum Model. Probiere es am besten mit irgendeinem Dummy aus. Nach ein paar Versuchen sollte das klappen.
Hier gibt es auch noch ein paar Tipps. Ich hoffe Englisch ist ok.

http://digital-photography-school.com/how-to-get-shallow-depth-of-field-in-your-digital-photos

Oder hier etwas technischer http://www.cambridgeincolour.com/tutorials/depth-of-field.htm

Mit der richtigen Einstellung wird der Hintergrund weiss bzw. eher hellgrau und glatt. Das DoF hast du bei deinen Makros ja eigentlich raus.

Ich hatte mich bei deinem Objektiv verlesen. Bis 70mm geht locker.
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Szandor (D)pro replies:
Jetzt bin ich bloß immer noch nicht so ganz helle im Kopf.
Also generell müsste ich näher an das Model heran und eine möglichst große Brennweite nehmen, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Dann habe ich aber folgende Probleme: Model passt ggf. nicht ganz drauf. Und aufgrund der großen BLende sind dann die Augen scharf und die Nase unscharf etc..
*grummelgrummel*
*weiter mit dem DOOF-Rechner spiel* Oje... bei 300mm ist der Garten nicht groß genug *kicher*

Also, ich werde üben, und euch auf dem Laufenden halten!!
Vielen Dank für die Links, die sind wirklich hilfreich!!
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Kallepro replies:
Also bei Portraits sollte man ca 70-80mm Brennweite nehmen. Das bezieht sich aber auf 35mm Kameras. Also ca. 50-60 bei einer Crop. Da lagst du also im Prinzip schon richtig. Du stellst dich so hin das alles was drauf soll auch aufs Bild passt. Mit diesem Abstand kannst du mit dem DoF Rechner experimentieren. Ich würde versuchen nur das Model noch scharf darzustellen, vielleicht noch bis 15cm dahinter. Ich vermute das der Hintergrund ca. 1,5 bis 2 Meter hinter dem Model sein sollte.
Mach einfach viele Testbilder. In jedem Fall benutze Blende 2,8 oder 4,0, bzw. das was dein Objektiv kann. Der Link von Flo ist einfacher zu verstehen als meine. Ich drück die Daumen.
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Flo says:
Mit Kleiner- oder Offenblende arbeiten ist genau der richtige Ansatz und Kalle hat dir mit D.O.F. einen guten Rat gegeben. Vielleicht hilft diese Erklärung dir auch noch mal weiter, da sie weniger mathematisch daherkommt.

Ansonsten kann ich mich Kalle nur anschließen:
Es ist nicht peinlich! Fragen hilft und kostet nichts.

In diesem Sinne wünsch ich dir viel Erfolg.
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Flo edited this comment 2 months ago.
Szandor (D)pro replies:
Ganz lieben Dank! Ich werde fleißig weiterüben!
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
kommaasserpro says:
bei der verwendung von festbrennweiten klappt´s bei mir besser...
auch ich ärgere mich oft über zu klar erkennbarem hintergrund, wenn ich mit zoomobjektiv fotografiere...
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Paprikaplains says:
Mal in eine andere Richtung gedacht...
1. Ist es möglich, den Hintergrund gegen etwas Homogeneres einzutauschen, z.B. ein weißes Bettlaken oder ein Tischtuch? Ich meine, wenn es eh' keine Struktur haben soll, wäre das ja nicht schlecht. Kann man auch gleich über eine Tür o.ä. hängen.
2. Den Hintergrund "flacher" beleuchten, also z.B. eine Lampe hinter dem Model aufzustellen und damit die Wand beleuchten. Wenn Du die Wand dabei überbelichtest, solltest Du schon eine homogenere Fläche bekommen. Stell' die Kamera auf M und richte die Blende nach dem Blitz ein (also z.B. 4, sofern verwendet) und die Belichtungszeit entspechend der Wand. Die unterschiedlichen Lichtfarben sind bei S/W ja kein Thema. Baustrahler (sogar die mit Stativ) kosten ja nur eine Handvoll Euros.
Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen...
Der Charakter des unscharfen Bereichs ("Bokeh") ist immer ein Anlaß zu Diskussionen, manche Objektive können das gut, andere nicht. Da kommt es dann u.U. zu solchen noch sichtbaren Strukturen.
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Szandor (D)pro replies:
wir haben Tageslicht genutzt, ich habe leider keine Beleuchtung :( das mit dem Hintergrund überbelichten klingt aber auch nicht schlecht, merk ich mir.
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Wiki Tangopro says:
hey, das muss doch nicht peinlich sein =o)
deine Portraits finde ich übrigens sehr gelungen!

a)
das kostet Mühe,
aber du könntest den Hintergrund mit Nachbearbeitung unscharf machen
oder eine Textur hinterlegen - bei einer Portraitserie allerdings sehr mühselig.

b)
das kostet Geld,
aber wie wäre es mit einer lichtstarken 50mm Festbrennweite?
Ich habe gerade was das freistellen angeht gute bis sehr gute Erfahrungen mit
50mm f/1.4 und 85mm f/1.8 gemacht, schau mal, was andere hier ausstellen:
http://www.ipernity.com/group/44117/doc

Es gibt doch auch ein 50mm f/1.4 im Pentax-Programm: http://tinyurl.com/ml7jca

schau mal hier, da gibt es auch ganz viele Vergleichsbilder:
http://tinyurl.com/ljw5a4

...und wenn du genügend Abstand zur Person hast und auf die Augen scharfstellst,
dann stellt eine leichte Unschärfe auf der Nasenspitze und den Ohren kein Problem dar :-)
und der Hintergrund ist schön unscharf...

c)
falls du ein Tele hast:
aus größerer Entfernung kann man auch mit 200mm oder mehr und f/5.6 den Hintergrund freistellen

Viel Erfolg!!
--
Seen in potzon home page (?)
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Szandor (D)pro replies:
lieben Dank!
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
urb256pro says:
Also, das einfachste wäre sicherlich: Modell weiter vom Hintergrund weg. Möglichst offene Blende, dann gucken, dass die Augen scharf sind (f4 sollte da aber wirklich noch kein Problem darstellen).

Wie dann noch gesagt wurde: Den Hintergrund eher von vorne beleuchten, der scheint hier sehr seitlich angeleuchtet zu sein -> lieber am Fenster neben der wand den Vorhang vorziehen.

Überhaupt kann man innen gut Gardinen vor dem Fenster benutzen, um das direkte Sonnenlicht "weich" zu machen. Im Hintergrund dann (als günstige alternative) 'ne Tischdecke oder einen Großen braunen Karton verwenden ... irgendetwas möglichst gleichmäßiges.

Oder, alternativ, gleich etwas viel unruhigeres aussuchen: Eine Ziegelmauer, oder, wenn das licht punktuell daherkommt, etwas zum Schattenwerfen dazwischen stellen (im engl. nennt man das cookie) ... eine Zimmerpflanze z.b. ( http://strobist.blogspot.com/2006/05/on-assignment-dealing-with-difficult.html )

Gruß
Holger
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Peter Tost says:
Ich kann mich allen hilfsbereiten Foto-Freunden und Fotokönnern nur anschließen. Für ein Bewerbungsbild würde ich ein Makroobjektiv verwenden. 80, 90, 100mm. Da kann man die Blende aufmachen bis 2,8. Das ist schon mal gut. Durch die relativ große Entfernung zum Motiv wird auch die Tiefenschärfe groß genug sein. Natürliches Licht ist gut, wenn es weich ist (trübes Wetter oder bedeckter Himmel). Oder im Zimmer mit einer weißen Wand als Hintergrund macht sich sehr gut (ich habe auch schon dunkle Wände als Hintergrund gewählt (bei blonden Haaren). Bilder abhängen nicht vergessen. In dem Fall Seitenlicht durchs Fenster (durch die Gardine wirkt grelles Tageslicht auch weicher) und Faltreflektor auf die andere Seite zum Aufhellen. Unbedingt ein Stativ verwenden und mit der Abblendtaste den Hintergrund kontrollieren. Nach Möglichkeit RAW fotografieren und beim öffnen in PS die Farbe auf einen natürlichen Hautton einstellen. Ist erst mal alles eingestellt, kannst Du auf dem Stativ abdrücken und warten, bis er aufhört so verkrampft zu schauen. Die meisten Menschen vergessen einfach angespannt zu schauen, wenn der Fotograf nicht mehr durch den Sucher schaut. Digital fotografiert kosten hundert Bilder nichts! Bettlaken ist schlecht, da man in der Regel Bügelfalten sieht. Das Makro verflacht die Gesichtszüge und Nase und Ohren treten nicht so unangenehm hervor, wie etwa beim Weitwinkel.. Im allgemeinen gilt der Spruch: You must look, feel it, feel it, inspire! (aus Mr. Bean, Tag der offenen Tür). Also Kopf weg vom Sucher, Aufheller so lange drehen, bis er die Schatten mildert ohne das Model lichtmäßig zu erschlagen. Übrigens Mr. Bean würde ich natürlich mit dem Weitwinkel fotografieren. Das paßt bei Ihm besser!

Gruß Frank Peter
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )
Peter Tost says:
Im Übrigen schau Dir mal die wunderbar ausgeleuchteten Porträts von URB 256 an!!!!! Hut ab!
Immer ein Hauptlicht von der Seite und von der anderen Seite nur ganz leicht aufgehellt! Bei Deinen Beispiel kommt das Licht direkt aus der Kamerarichtung! Das macht jedes Bild kaput und deshalb lehne ich auch kamerainterne Blitzgeräte als Hauptlicht ab.
Also klassisches Studiolicht wäre: ein Hauptlicht, ein Schattenaufhellerlicht von der anderen Seite und als Bonbon noch ein Streiflicht hinter dem Model, daß sanft über die Haare streift!
Viel Spaß beim experimentieren!
Posted 2 months ago. ( permalink / translate )

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