Hi Leute... ist mir ja irgendwie peinlich, aber kann mir jemand nen guten Tipp geben, wie ich bei Portraits den HIntergrund gescheit verwaschen krieg. Ich bin da echt zu blöd zu...
Also ich schilder mal, was ich so mach... an einem Beispiel
Kamera Pentax K10D (also kein Vollformatsensor, Crop 1,5)
Objektiv Sigma 17-70mm - meist so irgendwo im 50-60mm-Bereich...
Model steht vom störenden Hintergrund (eine weiße Rauhputzwand, also eigentlich ziemlich homogen, aber halt leichte Struktur, vielleicht so wie Rauhfasertapete) mindestens 2-3m weg
Ich von Model weg auch so 2m vielleicht?
Model mit Reflektorscheibe aufgehellt.
Blende abwechselnd 4,5 und 5,6
schaut dann so aus:

Mich nervt das, dass man immer noch die Struktur von der blöden Wand sieht! Das is doch kein BEWERBUNGSFOTO.... *humpf*
Selbst bei Blende 4,0 (auch probiert) is dann netmal mehr die Nase vom Model scharf... aber der Hintergrund is immer noch mit Struktur erkennbar, verschwimmt also nie ganz zu einer weichen Fläche. so was wie Baumblätter zu großen grünen Flecken zu kriegen brauch ich gar nich erst versuchen, selbst wenn die Teile 200m weg sind....
Was mach ich denn falsch? Wie muss ich denn das aufbauen, damit das klappt? Model näher an Hintergrund und ich weiter weg? Model noch weiter weg und ich noch noch weiter? ich näher hin? Oder wie oder wer oder wo oder was???? Ich will so nen weichen HIntergrund haben wie... bei Macro oder so *kopfkratz* Ich mein, noch näher ans Model macht eigentlich überhaupt keinen Sinn, dann bräuchte ich ja ein Weitwinkel und hab danach Pferdenasen...
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Kallepro says:
Damit kannst du das berechnen. Und dann etwas varieren. Hast du ein wenig mehr Brennweite? Ich habe eigentlich immer gute Ergebnisse was Shallow Depth of Field angeht. Also den Hintergrund zu einer homogenen "Suppe" zu machen. Ich persönlich würde aber mein 70-200 nehmen mit Blende 4.0 und dann nach Gefühl (mittlerweile) oder DoF Rechner.
Hoffe es hilft zumindest ein wenig.
Und: Es ist nicht peinlich :)
Szandor (D)pro replies:
Kallepro replies:
Hier gibt es auch noch ein paar Tipps. Ich hoffe Englisch ist ok.
http://digital-photography-school.com/how-to-get-shallow-depth-of-field-in-your-digital-photos
Oder hier etwas technischer http://www.cambridgeincolour.com/tutorials/depth-of-field.htm
Mit der richtigen Einstellung wird der Hintergrund weiss bzw. eher hellgrau und glatt. Das DoF hast du bei deinen Makros ja eigentlich raus.
Ich hatte mich bei deinem Objektiv verlesen. Bis 70mm geht locker.
Szandor (D)pro replies:
Also generell müsste ich näher an das Model heran und eine möglichst große Brennweite nehmen, oder hab ich das jetzt falsch verstanden?
Dann habe ich aber folgende Probleme: Model passt ggf. nicht ganz drauf. Und aufgrund der großen BLende sind dann die Augen scharf und die Nase unscharf etc..
*grummelgrummel*
*weiter mit dem DOOF-Rechner spiel* Oje... bei 300mm ist der Garten nicht groß genug *kicher*
Also, ich werde üben, und euch auf dem Laufenden halten!!
Vielen Dank für die Links, die sind wirklich hilfreich!!
Kallepro replies:
Mach einfach viele Testbilder. In jedem Fall benutze Blende 2,8 oder 4,0, bzw. das was dein Objektiv kann. Der Link von Flo ist einfacher zu verstehen als meine. Ich drück die Daumen.
Flo says:
Ansonsten kann ich mich Kalle nur anschließen:
Es ist nicht peinlich! Fragen hilft und kostet nichts.
In diesem Sinne wünsch ich dir viel Erfolg.
Flo edited this comment 2 months ago.
Szandor (D)pro replies:
kommaasserpro says:
auch ich ärgere mich oft über zu klar erkennbarem hintergrund, wenn ich mit zoomobjektiv fotografiere...
Paprikaplains says:
1. Ist es möglich, den Hintergrund gegen etwas Homogeneres einzutauschen, z.B. ein weißes Bettlaken oder ein Tischtuch? Ich meine, wenn es eh' keine Struktur haben soll, wäre das ja nicht schlecht. Kann man auch gleich über eine Tür o.ä. hängen.
2. Den Hintergrund "flacher" beleuchten, also z.B. eine Lampe hinter dem Model aufzustellen und damit die Wand beleuchten. Wenn Du die Wand dabei überbelichtest, solltest Du schon eine homogenere Fläche bekommen. Stell' die Kamera auf M und richte die Blende nach dem Blitz ein (also z.B. 4, sofern verwendet) und die Belichtungszeit entspechend der Wand. Die unterschiedlichen Lichtfarben sind bei S/W ja kein Thema. Baustrahler (sogar die mit Stativ) kosten ja nur eine Handvoll Euros.
Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen...
Der Charakter des unscharfen Bereichs ("Bokeh") ist immer ein Anlaß zu Diskussionen, manche Objektive können das gut, andere nicht. Da kommt es dann u.U. zu solchen noch sichtbaren Strukturen.
Szandor (D)pro replies:
Wiki Tangopro says:
deine Portraits finde ich übrigens sehr gelungen!
a)
das kostet Mühe,
aber du könntest den Hintergrund mit Nachbearbeitung unscharf machen
oder eine Textur hinterlegen - bei einer Portraitserie allerdings sehr mühselig.
b)
das kostet Geld,
aber wie wäre es mit einer lichtstarken 50mm Festbrennweite?
Ich habe gerade was das freistellen angeht gute bis sehr gute Erfahrungen mit
50mm f/1.4 und 85mm f/1.8 gemacht, schau mal, was andere hier ausstellen:
http://www.ipernity.com/group/44117/doc
Es gibt doch auch ein 50mm f/1.4 im Pentax-Programm: http://tinyurl.com/ml7jca
schau mal hier, da gibt es auch ganz viele Vergleichsbilder:
http://tinyurl.com/ljw5a4
...und wenn du genügend Abstand zur Person hast und auf die Augen scharfstellst,
dann stellt eine leichte Unschärfe auf der Nasenspitze und den Ohren kein Problem dar :-)
und der Hintergrund ist schön unscharf...
c)
falls du ein Tele hast:
aus größerer Entfernung kann man auch mit 200mm oder mehr und f/5.6 den Hintergrund freistellen
Viel Erfolg!!
--
Seen in potzon home page (?)
Szandor (D)pro replies:
urb256pro says:
Wie dann noch gesagt wurde: Den Hintergrund eher von vorne beleuchten, der scheint hier sehr seitlich angeleuchtet zu sein -> lieber am Fenster neben der wand den Vorhang vorziehen.
Überhaupt kann man innen gut Gardinen vor dem Fenster benutzen, um das direkte Sonnenlicht "weich" zu machen. Im Hintergrund dann (als günstige alternative) 'ne Tischdecke oder einen Großen braunen Karton verwenden ... irgendetwas möglichst gleichmäßiges.
Oder, alternativ, gleich etwas viel unruhigeres aussuchen: Eine Ziegelmauer, oder, wenn das licht punktuell daherkommt, etwas zum Schattenwerfen dazwischen stellen (im engl. nennt man das cookie) ... eine Zimmerpflanze z.b. ( http://strobist.blogspot.com/2006/05/on-assignment-dealing-with-difficult.html )
Gruß
Holger
Peter Tost says:
Gruß Frank Peter
Peter Tost says:
Immer ein Hauptlicht von der Seite und von der anderen Seite nur ganz leicht aufgehellt! Bei Deinen Beispiel kommt das Licht direkt aus der Kamerarichtung! Das macht jedes Bild kaput und deshalb lehne ich auch kamerainterne Blitzgeräte als Hauptlicht ab.
Also klassisches Studiolicht wäre: ein Hauptlicht, ein Schattenaufhellerlicht von der anderen Seite und als Bonbon noch ein Streiflicht hinter dem Model, daß sanft über die Haare streift!
Viel Spaß beim experimentieren!