Ich habe zwei Kinder gegenwärtig ist eines 6 Jahre alt und das andere 4 Wochen .
Viele Eltern fragen sich immer wieder ,ist ein klapps aufs füdli OK. Meine ansicht von der ganzen sache: Schläge sind unötig .Mit der stimme kann man viel erreichen!!
Ich schreie meine Kinder prinzipell nicht an . Wenn ich dann aber mal einen härteren Ton anschlagen muss , hats meine Tochter begriffen!!Wennn man immer wieder schreit haben die Kinder keinen respekt mehr vor einer lauteren stimme.Zu allem übel werden die Kinder auch anfangen rumzuschreien!!!
Meine meinung ist auch , wenn ich problemme mit meinen Kindern habe muss ich den Fehler dazu,bei mir oder meiner Frau suchen ,aber nie beim Kind.Ein Kind muss ja alles noch erlernen
Würde mich mal wunder nehemen wie ihr darüber denkt
Bom Shankar Suhka
1) Ich möchte Dir nichts unterstellen, aber "keine Schläge" darf nicht heissen "keine Regeln" bzw "keine Grenzen setzen". Das kommt aus Deinem Beitrag für mich bestenfalls zwischen den Zeilen rüber. Ich finde es aber wichtig, das in diesem Zusammenhang ganz deutlich zu sagen.
2) Einige Kinder verlangen den Eltern doch ein recht grosses Mass an Geduld und Nerven ab. Das fängt mit dem Schreien der ganz kleinen Säuglinge an - bei den einen ist schnell eine Ursache und damit eine Lösung gefunden (Hunger, volle Windeln). Andere schreien weiter, auch wenn sie keine "auf der Hand liegenden" Gründe mehr haben. Manche Eltern wissen, dass gestillte Kinder in der Regel Probleme kriegen, wenn die Mutter blähende Nahrungsmittel isst (z.B. Kohl), andere finden es nie heraus und leiden monatelang mit dem Säugling. Aber es gibt auch Kinder mit individuellen Unverträglichkeiten. Die muss man erst mal erkennen.
3) Was zur Beruhigung hilft, ist auch nicht bei jedem Säugling klar. Die einen beruhigen sich gut, wenn man sie im Snugly oder Tragtuch herumträgt, andere reagieren besser auf Schaukeln (Schaukelstuhl, Sitzball, Kinderwagen, ...), monotone Geräusche - oder auch bestimmte Musik.
4) Selbst nach dem Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses war ich erstaunt über die starke Reaktion des Säuglings auf nur leicht reduzierte Temperatur bzw. etwas Wärme (nicht eigentliche Hitze).
5) Spätestens mit der "Trotzphase" ist die nächste Geduldsübung angesagt. Es braucht schon einiges an Selbstvertrauen, um bei einem quengelnden Kind konsequent bei einem "Nein" zu bleiben, wenn die lieben Passanten entweder für die unkontrollierte Gier des Kindes, alles haben zu wollen, zu viel Verständnis zeigen oder aber entnervt reagieren. Oft habe ich ein Bahnabteil verlassen und bin mit dem Kind in den Zwischengang gessessen, nur um klar zu machen, dass das Quengeln für andere nicht zumutbar ist. Nicht gerade bequem für mich, besonders im Wiederholungsfall. Hat aber langfristig genützt.
6) Es gibt auch psychische Gewalt, und die ist für ein Kind vielleicht ebenso schlimm wie körperliche Gewalt. Dazu zähle ich ständiges Nicht-Beachten, nicht auf das Kind und seine Wünsche / Mitteilungen einzugehen, einsperren in dunkle Verliesse, auslachen, ...
Die Grenzen werden dann sehr schnell fliessend.
7) Wo lernt man dies alles auch nur ansatzweise? Jedenfalls nicht in der normalen Schule, bestenfalls in einer Lehrerausbildung oder in freiwilligen Kursen für (werdende) Eltern etc. Hilfreich sind die Elternbriefe der Pro Juventute (www.pro-juventute.ch/Buecher-und-Publikationen.60.0.html?&L=http%253#c94) und die Elternberatungsdienste der (grösseren) Gemeinden. Nach meiner Erfahrung nehmen an solchen Kursen aber längst nicht alle Eltern teil.
Ich wünsche mir, dass hier weniger Rücksicht auf die Freiheit der Eltern genommen und ein Minimum an Vorbereitung auf das Elternsein für obligatorisch erklärt würde. Für's Autofahren wird schliesslich auch ein Fahrschule und eine Prüfung verlangt. Politisch ist sowas aber extrem schwierig durchzusetzen.
Noch ein paar politische Gedanken:
8) Wenn man den Spezialisten für Kriminalität glauben darf, dann werden aus geschlagenen / missbrauchten Opfern später allzu oft Täter. Das Thema hat also auch eine Dimension, die über den Einzelfall hinaus geht.
9) Wer kann / darf / soll / muss eingreifen, wenn Verdacht auf Misshandlung von Kindern besteht? Eine heikle Frage. Was kann man überhaupt tun? Als Einzelperson (Nachbar), als Mitglied einer Behörde?
10) Die extreme Massnahme, Kinder ihren "erziehungsunfähigen" Eltern wegzunehmen, ist auch eine Form psychischer Gewalt gegen das Kind, und funktioniert deshalb nur sehr bedingt. Zudem hat man im letzten Jahrhundert in vielen Ländern dabei oft unzulässig den Jugendschutz mit dem Aufzwingen einer Mehrheitskultur vermischt. Gründlich misslungene Beispiele finden sich in Ländern mit einer Urbevölkerung (Kanada, Australien), aber auch in der Schweiz (Stichwort "Aktion Kinder der Landstrasse").
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